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Schaltungsanordnung für Haupt- und Unteramts-Teilnehmerstellen mit selbststätigem Betrieb.
Im Patente Xr. 63961 ist eine Schaltungsanordnung für Teilnchmerstellen beschrieben, die sich mithilfe eines Schalters an eine Amtsleitung und mithilfe einer Nummernscheibe an eine zu einem selbsttätigen Privatamt führende Leitung anschalten können, wobei bei einer Rückfrage in das Privatnetz während einer Amtsverbindung die Nummernbcheibe gleichzeitig die Abschaltung der Teilnehmerstelle von der Amtsleitung besorgt, die Amts-
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scheibe umgestellten Schalters aufrechterhalten wird. Die.
Anwendung der Schaltungsanordnung nach diesem Patente bedingt in Anlagen mit mehreren Amtsleitungen so viele Hilfsapparate (Magnete C und Ersatzspulen h) als Amtsleitungen vorhanden sind und
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Durch die Erfindung wird nun bezweckt, bei einer beliebigen Anzahl von Amtsleitungen mit einem einzigen Satz von Hilfsapparaten auszukommen, die einfache Bedienung aber beizubehalten und sie demnach auf das Drücken je einer Taste für jede Amtsleitung und das Bedienen der Xummernscheibe für eine Privatleitung zu beschränken.
Erfindungsgemäss wird dies durch die Anordnung von zwei Gruppen von Umschaltstellen erreicht, wobei je eine der gewünschten Amtsleitung einzeln zugeordnete Umschaltstelle der ersten Gruppe zugleich mit der zweiten, allen Amtsleitungen gemeinsamen Umschalt- stelle zur Herstellung einer Amtsverbindung durch Drücken einer Taste bedient wird. während die Auswahl einer Privatleitung durch die Nummernscheibe erfolgt, die bei einer Rückfrage gleichfalls die zweitgenannte Umschaltstelle steuert.
Die Zeichnungen veranschaulichen eine Schaltungsanordnung zur Durchführung der Erfindung, und zwar zeigt Fig. i die Ausbildung einer Teilnehmerstelle für drei Amts- leitungen und Fig. 2 das Schaltbild der aus dieser Anordnung sich ergebenden Stromläufe.
In Fig. i ist je einer Amtsleitung eine Taste A"A, bzw. A, zugeordnet, die durch Spiralfedern Sp, welche unter den Tastenknopf greifen, in die Höhe gedrückt werden. Die Achse x jeder Taste trägt einen Anschlag s und einen Schalter K. Sie stützt sich mit ihrem unteren Ende auf eine lotrecht verschiebbare Schiene A', die durch Spiralfedern Spi
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Anschlag s in Eingriff mit dieser schrägen Seitenkante, wodurch die Schiene S nach links verschoben wird, bis der Anschlag die Schrägkante wieder freigibt, worauf die Schiene-in ihre ursprüngliche Lage zurückkehrt.
Bei Freigabe der Taste durch den Teilnehmer kann diese dann nicht mehr in ihre Ruhelage zurückkehren, da der Anschlag s bei der Aufwärtsbewegung der Taste gegen die wagrechte Unterkante der Nase anzuliegen kommt und in dieser Lage gesperrt wird. Die Sperrschiene s steht einerseits unter dem Einfluss des Hörer-
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anderseits unter dem Einfluss einer Flder F, die bestrebt ist, sie nach rechts zu verschieben.
Beim Aufhängen des Hörers wird die Sperrschiene nach links verschoben, und zwar
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Taste unter der Einwirkung der Feder Sp in ihre IIöchstlage, d. h. in ihre Ruhelage zurückkehren kann.
Das Abhängen der Hörers hat eine Rechtsverschiebung der Schiene zur Folge, derart dass die Nasen P in die Bewegungsbahnen der Tastenanschläge zu stehen kommen,
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federn a um, deren Kontaktlage in der nachfolgenden Stromlauibcschreibung festelegt wird.
Mit der Taste bewegt sich gleichzeitig die in geeigneter Weise geführte Schiene N abwärts und. dreht dabei einen aus mehreren auf der Achse c sitzenden Armen bestehenden Schalter m seine Achse.-Für die Schaltarme sind drei Stellungen 1, 2, 3 vorgesehen, von denen die Stellung 1 die Ruhestellung ist.
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in seiner tiefsten Lage gesperrt gehalten wird. Erfolgt aber die Erregung des Magneten C, dessen Anker durch die Klinke gebildet wird, so zieht er diese nach rechts, so dass der Schalter frei wird und unter Einwirkung der Feder Spi in seine Mittellage 2 gelangt, in der er durch die Schiene N festgehalten wird, weil diese durch die gesperrte Taste an einer Ausfwärtsbewegung verhindert ist.
Durch erneuten Fingerdruck auf die Taste kann der Teilnehmer den Schalter wieder in die Stellung 3 bringen.
Die der Fig. i entsprechende Schaltungsanordnung für drei Amtsleitungen A1, A2, A3, ist in Fig. 2 veranschaulicht. Jeder Amtsleitung ist eine der in Fig. i mit den gleichen Buchstaben A1, A2 und A3 bezeichneten Tasten zugeordnet. Die in Fig. i mit a bezeichneten Federpakete bestehen aus je fünf Kontakten, wobei die mit all bis alS zur Taste Al) die
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Taste A3 gehören.
In die Amtsleitungen sind Relais dl, d2 bzw. da eingeschaltet, welche die Besetztzeichen Z1, Z2, Z3 bei allen an die Anlage angeschlossenen Teilnehmern einschalten können.
Wird die Taste A1 gedrückt, so verbinden die Kontakte all 111 bis a15 die Leitung A1
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Diese Arme und ausserdem ein sechster Arm C6 sind auf der in Fig. i mit c bezeichneten Achse befestigt und bilden den Schalter.
B ist ein Wähler beliebiger Art im Privatnetz, J ein Nummernschalter und i3 sein Stromstosskontakt. H ist der zur besseren Veranschaulichtung der Stromläufe zweimal gezeichnete Hörerhaken und S der Sprechapparat des Teilnehmers.
Will der Teilnehmer sich z. B. auf die Amtsleitung A2 schalten. dann drückt er, einerlei ob er angerufen wurde oder selbst ruft, die Taste 12 ganz herab und lässt sie hierauf los. Die Taste geht dabei zuerst in ihre tiefste Lage und dreht die Arme Ci bis C, in ihre Stellung 3, in welcher sie durch die Nase l festgehalten werden, während die Taste A2
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Der Sprechstromkreis zwischen der Amtsleitung und der Teilnehmerstelle, welcher damit hergestellt ist, verläuft von der Amtsleitung A2 über Relais d2, Kontakt a2, Schaltarm Cs in Stellung 3, Teilnehmerapparat S, Schaltarm C4 in Stellung 3 und Kontakt a24 zurück zur Amtsleitung. Der Speisestrom erregt das Relais d2, das über seinen Anker alle
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in Stellung 3 und Relais C mit dem Kontakt il verbunden.
Soll nun eine Rückfrage stattfinden, so hat der Teilnehmer weiter nichts zu tun, als, wie beim Stammpatent, mit der Nummernscheibe J den gewünschten Anschluss im Privatnetz zu wählen. Sobald die Scheibe y aufgezogen wird, schliesst sich der Kontakt il und der oben genannte Stromkreis für den Ma. neten C wird bei il nach Erde hin geschlossen. Der Magnet wird erregt und zieht seinen Anker, welcher durch die Sperrklinke L gebildet wird, an, wodurch die Kontaktarme Ci bis C6 freigegeben und durch die Feder Sp2 in die zweite Stellung zurückgeschoben werden. Über die Arme C2. Ca wird dabei eine Haltespule D an die Amtsleitung angelegt, während der Sprechapparat S über die Schalta. rme C4 und Cs ah die Hausleitung angeschlossen wird.
Die Kontakte der Arme C2 bis C5 sind so ausgebildet, dass der Ersatz der Sprechapparate S durch die Drosselspule D ohne Unterbrechung des über die Amtsleitung fliessenden Stromes erfolgt.
Der Stromkreis ist nunmehr geschlossen wie folgt : Erde, Relais RI, Schaltarm C, in
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Hörerhaken, Relais R2, Batterie. Unterbrechungen dieser Schleife durch den Nummernschalter am Stromstosskontakt i2 stellen den Wähler ein. Der Magnet C bleibt über den Schaltarm C5 in Stellung 2 erregt, auch wenn der nur vorübet gehend geschlossene Kontakte sich wieder öffnet.
Nach dem Privatgespräch braucht der Teilnehmer nur die Taste A2 wieder in die tiefste Stellung zu drücken. Dadurch werden die Arme C'i bis C du. ch die Sperrklinke L wieder in der Stellung 3 gesperrt. Der Sprechapparat S wird damit an die Amtsleitung zurückgelegt und an den Schaltarmen C4 und Cs wird die Schleife der Hausleitung ge- öffnet, wodurch in bekannter Weise die Wähler ausgelöst werden. An dem Schaltarm C6 wird ferner der Haltestrom des MagnLten C unterbiochen.
Bei Gesprächschluss hängt der Teilnehmer den Hörer an den Haken H. Dabei wird die Sperrschiene S nach links verschoben und die T. lste.. 12 kann in ihre Ruhelage zurück-
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kehren in die Ruhelage zurück, da die Schiene N sie jetzt nicht mehr daran hindert. Hängt der Teilnehmer den Hörer auf, ohne die Taste A2 nochmals zu drücken, so wird der STromkreis des Magneten C am Hakenkontakt h2 unterbrochen.
Die magnetische Auslösung des Sperriegels L kann durch eine mechanische Enbperrung ersetzt werden. Man braucht nur den oberen Hebelarm des Sperriegels in den Weg eines
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Sperriegel mechanisch zurückgezogen wird.
PATENT-AXSPRÜCHE : i. Schaltungsanordnung für Haupt- und Unteramts-Teilnehmerstellen mit selbsttätigem Betrieb nach Patent Nr. 6396r, bei welcher die Verbindung mit dem Hauptamt über eine von mehreren Leitungen bewil kt werden kann, gekennzeichnet durch den Amtsleitungcn einzeln zugeordnete Umschaltstellen (a11 bis a15, a21 bis a25. a31 bis a35), deren Bedienung bei Anschaltung einer Amtsleitung zugleich mit der Bedienung jenes allen Amtsleitungen gemeinsamen Schalters (Ci bis C6) erfolgt, der auch bei Herstellung einer Privatverbindung durch den Nummernschalter gesteuert wird.