AT79935B - Verfahren zum Entbasten von Seide und SeidenabfällVerfahren zum Entbasten von Seide und Seidenabfällen. en. - Google Patents

Verfahren zum Entbasten von Seide und SeidenabfällVerfahren zum Entbasten von Seide und Seidenabfällen. en.

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  Verfahren zum Entbasten von Seide und   Seidenabfällen.   



   Es ist bekannt, dass Seide und Seidenabfälle in allen Formen als Rohstoff, Gespinste und Gewebe vom Sericin (Gummi) so befreit werden, dass sie in aufgekochtem Seifenwasser oder mit Dampf erzeugtem Seifenschaum eine Zeitlang gehalten werden und dass hiefür der Prozentsatz Seife beträchtlich ist, so bei der   Seifenwasserbehandlung 40%, bei   der Seifenschaumbehandlung 20 bis   30%   vom Gewicht der behandelten Seide bzw. Seidenabfälle. 



   Erfinderin hat festgestellt, dass diese Menge Seife notwendig ist und nicht geändert werden kann, ohne'an der Güte der Abkochung nachzulassen. Die anzuwendende Seife muss sehr gut sein und ist daher teuer. Verschiedene Stoffe, wie etwa Soda, feine Öle oder chemische Präparate, die versucht worden sind, um Seife teilweise zu ersetzen, sind entweder geradezu schädlich oder zu teuer. Immer wieder musste man bei sehr guter Seife bleiben. Doch bleibt neben dem   Wunsche,   ein billigeres Mittel als Seife zu finden, auch der bestehen, das zu findende Mittel möchte die bei der Seife bestehende Alkalität jedenfalls nicht erhöhen, im Gegenteil womöglich herabsetzen. 



   Ein solches Mittel wurde nun in den Gallettamini (Spinnrestcocons) und Seidenraupenpuppen gefunden. Seidenraupenpuppen und das Produkt, das sich aus dem Verkochen derselben ergibt, sowie Gallettamini und das ölige Wasser, das beim Auskochen derselben und anderer Seidenabfälle erhalten wird, die jetzt alle fast ganz nur als Dünger verwendet werden, sind in solcher Menge vorhanden, dass ihr Düngerwertpreis kaum die Hälfte des Seifenpreises macht. 



  Um beispielsweise ein wirksames Bad mit Seifenwasser oher Seifenschaum zu erhalten, würden da. 
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 Gallettamini oder Seidenraupenpuppen gebraucht. Die chemische Zusammensetzung der Gallettamini und Puppen ist so, dass bei der obigen Menge Seife und Gallettamini oder Puppen das Seifenbad oder Seifenschaumbad fast alle Alkalität verliert. Dadurch werden die abgekochten Seiden weniger angegriffen und beim Waschen leichter alkalifrei und im Färben kommt es weniger vor, dass über zu wenig gründliches Waschen   geklagt   werden muss. Ja in vielen Fällen wird die so abgekochte Seide, ohne sie zu waschen, direkt auf Chlorzinn gestellt werden können. Auch für die Seidenabfälle wird damit die Erleichterung geschaffen, dass die Fasern beim Karden und Kämmeln sich günstiger verhalten. 



   Aber auch das so erhaltene Bastwasser hat alle günstigen Eigenschaften bei der Verwendung zum Färben und, was wichtig ist, die so abgekochte Seide behält etwas von den Puppenstoffen an sich, welche eine günstige Affinität schaffen zur gleichmässigen Aufnahme des   Chlorzinns   und des Chlorzinks ; sie helfen, beschwert Seide vor Blindstellen zu bewahren. 



   Bei Anwendung des geschilderten neuen Verfahrens auf Seidenabfälle erleidet es je nach den verschiedenen behandelten Sorten folgende Abänderungen :   i.   Bei Seidenabfällen, welche viel Puppen oder Puppenteile enthalten, wird die zum Entbasten erforderliche Seife ausschliesslich auf Kosten des in den Puppen enthaltenen Fettes erzeugt, und zwar dadurch, dass das für das Schaumbad nötige Wasser einfach aufgekocht wird und ihm-je nach dem Ölgehalt der zu behandelnden Ware-zwei, drei, vier oder mehr Gramm Kristallsoda   auf i Flüssigkeit allmählich zugeführt   wird.

   Sobald der durch das Erhitzen der Flüssigkeit sich bildende grossblasige Schaum die Ware berührt, verseift die Soda mehr und mehr die Ölteile der Ware und es gibt immer feinere Schaumblasen, ja es zeigt sich, dass dieser   Schaum   weniger alkalisch ist, als derjenige, der allein mittels Seife erzeugt wird, und dass er infolgedessen 

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 auf die Seide günstiger wirkt. Die Abkochung, Enthastung, geschieht ungefähr in derselben Zeit, wie beim Anwenden von Seife. Das Auswaschen ist leichter möglich, weil keine Seife anhaftet. und es wird eine Ware erzielt, an der das Fett fast ganz beseitigt ist. 



   2. Bei Seidenabfällen, welche nur einige Puppenteile und sonstige Unreinigkeiten enthalten. wird an Stelle der Seife, wie sie in der Patentschrift Nr. 28699 vorgesehen ist, zwei. drei. vier oder mehr Gramm Kristallsoda und i bis 2 g Seife auf   I     l   Wasser verwendet. 



   3. Bei Seidenabfällen, welche keine Puppen oder Puppenteile enthalten, verfährt man wie oben für die Seide angegeben ist. 



   Die Ersparnis an Materialkosten kann bis zu fünf Sechstel   der bisherigen Seifenkoten   betragen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Verfahren zum Entbasten von Seide und puppenfreien Seidenabfällen mit   kochendem   Bade, dadurch gekennzeichnet, dass die bisher zur Bildung des Seifenbades gebrauchte Seife teilweise, und zwar bis zu vier Zehntel bis fünf Zehntel durch Gallettamini   (Spinnrestcncon,)   oder Seidenraupenpuppen ersetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des durch Anspruch i gekennzeichneten Verfahrens zum Enthasten von einige Puppen oder Puppenteile enthaltenden Seidenabfällen, dadurch gekennzeichnet, d, d3 EMI2.1 3. Abänderung des durch Anspruch i gekennzeichneten Verfahrens zum Entbasten von viele Puppen oder Puppenteile enthaltenden Seidenabfällen, dadurch gekennzeichnet, dass die bisher zur Bildung des Seifenbades gebrauchte Seife gänzlich durch Soda ersetzt wird. du-dem Entbastungsbad allmählich zugeführt wird.
AT79935D 1915-01-22 1916-01-03 Verfahren zum Entbasten von Seide und SeidenabfällVerfahren zum Entbasten von Seide und Seidenabfällen. en. AT79935B (de)

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