AT102541B - Verfahren zur Schnellbleiche von pflanzlichen, lose oder in verarbeitetem Zustande vorliegenden Fasern jeder Art. - Google Patents
Verfahren zur Schnellbleiche von pflanzlichen, lose oder in verarbeitetem Zustande vorliegenden Fasern jeder Art.Info
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Description
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Verfahren zur Schnellbleiche von pflanzlichen, lose oder in verarbeitetem Zustande vorliegenden Fasern jeder Art.
Es ist bekannt, Fasergut mit oxydierenden Bleiehlösungen zu durchtränken und nach erfolgter Durehtränkung durch mechanische Mittel den Überschuss des Bleichmittels zu entfernen, wobei eine Durchlüftung des Bleichgutes erreicht wird. Bei diesem Verfahren sind aber bisher nur dünne Bleichlösungen verwendet worden, die im Falle der Verwendung von Hypochloritlösungen selten mehr als 1 g
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Festigkeit des Fasergutes, sei es der Einselfaser, sei es in verarbeitetem Zustand, angesehen.
Es wurde nun gefunden, dass man mit hochkonzentrierten Bleichlösungen, welche im Falle von Hypochloritlösungen 20 g wirksames Chlor und mehr im Liter oder im Falle der sogenannten Sauerstoffbleichmittel (Natriumsuperoxyd oder dessen Derivate) die äquivalente Menge wirksamen Sauerstoff enthalten können, eine sehr gute Bleiche ohne Faserschädigung erzielen kann, wenn man, wie bei den oben erwähnten Verfahren, das Gut unmittelbar nach völliger Durchtränkung mit der Bleichlösung, vorzugsweise durch Druckwirkung, vom Überschuss der Lösung soweit befreit, dass die verbleibende Menge des Bleichmittels ausreicht, um bei der erzielten hohen Stoffkonzentration die Bleichung des Gutes im
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derart rasch,
dass während der kurzen Zeitspanne eine Schädigung des Bleichgutes nicht eintritt. Man kann dieses Bleichverfahren weiter beschleunigen ; entweder durch Vorwärmung des Bleichgutes, etwa mit heissem Wasser oder Dampf oder durch Vorwärmung des Bleichmittels oder endlich durch nachtägliche Behandlung des schon durchtränkten und abgeschleuderten Gutes mit Dampf oder dampfhaltiger Luft. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dieser Luft geringe Mengen von Kohlensäure beizumischen und so durch Verringerung der Alkalität der Bleichlösung, wie bekannt, Beschleunigung zu erzielen. Der Zeitgewinn bei derartiger Bleiche ist sehr erheblich. Man kann durchschnittlich mit Vao-Vso der bisher verwendeten Bleichzeiten auskommen.
Es ist ferner vorteilhaft, bei gewissen Formen von Fasermaterial, nämlich Zellstoffpappen oder Geweben, eine heisse Vorquellung mit sehr verdünnten Säuren vorzunehmen, wodurch einmal das Faser-
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durch Verringerung der Bleichlaugenalkalität weitgehend beschleunigt wird. Wird. z. B. Holzzellstoff in Pappenform der Schnellbleiche unterworfen, so genügt eine Vorbehandlung mit 0#1%iger Essiglsäure während kurzer Zeit, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
Die Anwendung des geschilderten Prinzips der Schnellbleiche kann nun auf alle Arten pflanzlicher Fasern erfolgen. sowohl auf solche in losem Zustande, wie unter sinngemässer Anpassung der Ausführung auch auf verarbeitetes Fasergut ; man passt dabei die Einzelheiten des Bleichverfuhrens zweckmässig der Form an, in der das zu bleichende Gut vorliegt. Zur näheren Darlegung der Ausführungsformen, welche die Erfindung umfasst, werden die folgenden Fälle aufgeführt, auf welche aber die Anwendung der Erfindung nicht beschränkt bleiben soll.
1. Anwendung auf Rohzellstoff, z. B. aus der Sulfitzellstoffabrikation.
Den zu bleichenden Zellstoff lässt man z. B. a. Is dünnen Faserbrei in eine in langsamer Umdrehung befindliche Zentrifuge einlaufen, spritzt hierauf in die Zentrifuge heisses Wasser bis das Bleichgut eine
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Die Faser ist trotz der Berührung mit der starken Bleichlosung durchaus ungeschwächt, wie durch Fetigkeitsermittlung und Nachweis der Abwesenheit von Oxyzellulose gezeigt werden kann.
Da diese Bleiehe mittels starker Bleichflüssigkeit sich so rasch vollzieht, wird es möglich, sie bei der Breitbleiche anzuwenden. Die gebäuchte Ware kann in breitem Zustand mit Bleichlösung imprägniert und erwärmt werden, so dass Kontinuierhetrieb möglieh ist.
Auch leichte Gewebe, welche nicht gebraucht sind, erhalten durch die Konzentrationsbleiche ein für viele Zwecke ausreichendes Weiss.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Schnellbleiche von pflanzlichen, lose oder in verarbeitetem Zustande vorliegenden Fasern jeder Art, dadurch gekennzeichnet, dass man das Fasergut mit einer starken Bleichflüssigkeit, die wenigstens 2 g wirksamen Sauerstoff (in Form von sogenanntem wirksamen Chlor oder von Superoxyden u. dgl. Verbindungen) im Liter enthält, durchtränkt und alsbald den Überschuss an Bleichmittel vorzugsweise durch Druckwirkung soweit entfernt, dass die verbleibende Bleichmittelmenge ausreicht, um bei der erzielten hohen Stoffkonzentration die Bleiehung des Gutes im gewünschten Umfang zu Ende zu führen.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bleichwirkung der starken Bleichflüssigkeit durch Erwärmen des Bleichmittels oder des Bleichgutes oder des durchtränkten Gutej beschleunigt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem der Flüssigkeit beim Trennen in Fasergut und Flüssigkeit, insbesondere in der Schleuder, folgenden Luftstrom in bekannter Weise Kohlensäure in genügenden Mengen beifügt.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das zu bleichende Fasergut einer Vorquellung mit Säuren, insbesondere organischen Säuren während kurzer Zeit und unter Anwendung sehr geringer Konzentration in der Wärme unterwirft.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschung des Fasergutes, nach dem Entfernen der Bleichflüssigkeit durch Pressen oder Nutschen, durch Verdrängung mit Frischwasser erfolgt.6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung des mit Bleichmittel durchtränkten Bleichgutes durch Hindurchführen durch eine feuchtwarme Kammer bewirkt wird. EMI3.1 Wärmebehandlung bei 30-40 folgt.8. Verfahren nach Anspruch 1 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass man das Durchtränken mit Bleichlosung, das Abpressen und das nachfolgende Erwärmen auf der Continu-Maschine durchführt.
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