AT144898B - Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten Flotten. - Google Patents

Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten Flotten.

Info

Publication number
AT144898B
AT144898B AT144898DA AT144898B AT 144898 B AT144898 B AT 144898B AT 144898D A AT144898D A AT 144898DA AT 144898 B AT144898 B AT 144898B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
textile industry
liquors used
substances
oxidising substances
liquors
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gustav Dr Ullmann
Original Assignee
Gustav Dr Ullmann
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gustav Dr Ullmann filed Critical Gustav Dr Ullmann
Application granted granted Critical
Publication of AT144898B publication Critical patent/AT144898B/de

Links

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Wegsehaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten
Flotten. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus Flüssigkeiten. Sie findet ihre praktische Verwendung beispielsweise bei verschiedenen Behandlungsflotten der Textilindustrie, so in der Bleicherei vegetabilischer Fasern, wo bei den üblichen alkalischen Kochungen dem Bäuchen, der Luft- (also   Sauerstoff)-Ausschluss   von grösster Bedeutung ist, um Faserangriffe zu verhüten, was bisher durch zeitraubende und nicht immer von Erfolg begleiteten manipulativen Vorkehrungen zur Entlüftung der Kochung angestrebt wurde. Man ist aus diesem Grunde bisher auch genötigt, die Kocher vollständig mit Flüssigkeit erfüllt zu lassen, oder, wenn man dies nicht tut, durch besondere Vorkehrungen die Entlüftung möglichst vollständig zu gestalten.

   Es wurde sogar bei flüssigkeitserfüllten Kochern die Anwendung von Luftabsaugung durch Pumpen vor und während des Betriebes für erforderlich befunden. 



   Es ist ferner bekannt, dass Pflanzenfaserstoffe in allen ihren zur Bleiche gelangenden Formen, wie loses Material, Garne, Gewebe u. dgl., sorgfältigst von allen Cl-Resten befreit werden müssen, um   Faserschwächungen   und sonstige bekannte Störungen zu verhüten. Um dies zu erreichen, sind viele verschiedenartige Mittel, wie gründliches   Absäuern,   lange ausgedehntes und gründliches Waschen mit viel Wasser u. dgl. im Gebrauch, aber auch eine grosse Menge chemischer Zusätze zur Vernichtung der Cl-Reste sind vorgeschlagen   (s.   z. B. Kind, Das Bleichen der Pflanzenfasern, 1932, Seite 149 ff.). Alle diese Mittel verlängern aber den Bleichvorgang und bringen auch sonst verschiedene   missstand mit   sich, z. B.

   Geruchbelästigung bei den meistens verwendeten Bisulfiten oder gelegentliche Schwefelausscheidung bei Verwendung von Thiosulfaten, falls vorher die Ware nicht von allen Säureresten befreit war. Vom Erfinder selbst wurde seinerzeit ein Verfahren vorgeschlagen, das in einer Schlussbehandlung der Faser mit einer ganz verdünnten   HOs-Lösung   besteht, wie auch   Persale   in gleicher Art Verwendung finden. Dies hatte den Vorteil, dass man nicht mehr auswaschen musste (l. e., Seite   150),  
Alle oben angedeuteten Übelstände bei der Wegschaffung von Sauerstoff und bei der Beseitigung von Cl-Resten werden vermieden, wenn man im Sinne der Erfindung niedrige Oxydationsstufen des Phosphors oder ihre Verbindungen, wie phosphorige und unterphosphorige Säure oder ihre Salze, verwendet.

   Am vorteilhaftesten haben sich phosphorige Säure und die Phosphite erwiesen. Ihre Wirksamkeit beruht auf ihrer   (Oxydation,   wobei die hiebei entstehenden Stoffe niemals schädlich sind. 



   Beim Bäuchen von Pflanzenfasern wird der Bäuchflotte in ganz kleinen Mengen ein Phosphit zugesetzt, das aus der Flotte den   schädlichen   Luftsauerstoff rasch aufnimmt, der dann nicht mehr auf die Faser schädlich wirken kann. Man kann daher rascher und sorgloser arbeiten. Das entstehende Phosphat übt nicht die geringste schädigende Wirkung aus. 



   Das Entfernen des   Restchlors   geschieht nach dem gleichen chemischen Prinzip und gelingt auch bei Anwendung ganz verdünnter Lösungen in raschem Arbeitsgange. Eine eigene Arbeitsstufe braucht gar nicht eingeschaltet zu werden, sondern es genügt, wenn man dem allerletzten Waschwasser eine kleine Menge Phosphit zugibt und die Ware damit tränkt. Das gebildete Phosphat wird auf der Ware angetrocknet, wobei etwa nicht verbrauchte kleine Phosphitmengen gar nicht stören. Das auf der Faser antrocknende Phosphat hindert durch seinen Kristallwassergehalt das   Übertrocknen   und erweist sich dadurch als nützlich.

   Es ist   ohne weiteres möglich,   bei dieser Schlussbehandlung gleichzeitig auch sonstige Zusätze, wie   Bläuefarbstoffe,     sehimme Iverhütende Mittel   und andere übliche   Zusätze.   der Faser einzuverleiben. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Wenn auch vorstehend die Erfindung nur in der Anwendung auf das Entfernen von Sauerstoff aus Bäuchflotten und auf das Entchloren von fertig gekochten oder gebleichten Stoffen geschildert wurde, ist die Erfindung keineswegs auf diese Gebiete   beschränkt.   
 EMI2.1 
 phosphit zugegeben werden. 



   Beispiel 2 : Die gebäuchte, gechlorte, gesäuerte und gewaschene   Baumwollstüokware   wird durch den Wasserkalander zwecks Entwässerns durchgenommen. Im Chassis des Wasserkalanders, welches die Ware durchläuft, bevor sie den Ausquetschwalzen zugeführt wird, wird unter entsprechender Regulierung des   Pressdruckes   aus einem Reservoir ständig Flotte zugeführt, welche im Liter 0-5   g NA, PO,   und   1 g   Natriumfluorid als   schimmelverhütende     Mittel enthält.   



   Die entwässerte Ware wird mit dem entstandenen Phosphat und mit dem allenfalls nicht oxydierten Phosphitreste sowie mit dem Fluorid ohne Nachwäsche getrocknet.

Claims (1)

  1. PAtENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten Flotten, so Bäuchflüssigkeiten oder aus dem Chlorieren folgenden Waschbädern, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit mit niedrigen Oxyden des Phosphors oder deren Verbindung, wie phosphorige oder unterphosphorige Säure oder deren Salzen, versetzt wird.
AT144898D 1934-01-15 1934-01-15 Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten Flotten. AT144898B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT144898T 1934-01-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT144898B true AT144898B (de) 1936-03-10

Family

ID=3643364

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT144898D AT144898B (de) 1934-01-15 1934-01-15 Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten Flotten.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT144898B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT144898B (de) Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten Flotten.
DE652495C (de) Verfahren zum Entchloren von durch Chlor gebleichten vegetabilischen Faserstoffen
DE912564C (de) Verfahren zum Bleichen und gegebenenfalls Reinigen von Cellulose-Textilmaterialien
DE821483C (de) Verfahren zum Bleichen von Fasern und daraus gefertigten Gebilden
DE1444012A1 (de) Verfahren zum Bleichen von Cellulosefasern
DE564738C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfitzellstoff
AT102541B (de) Verfahren zur Schnellbleiche von pflanzlichen, lose oder in verarbeitetem Zustande vorliegenden Fasern jeder Art.
DE561481C (de) Verfahren zum Bleichen von Textilwaren und Faserstoffen aller Art mit Wasserstoffsuperoxyd
DE597182C (de) Verfahren zur Behandlung tierischer Fasern
DE473869C (de) Verfahren zum Bleichen von Wolle und Halbwolle
DE755185C (de) Verfahren zum Bleichen von Textilgut aus regenerierter Cellulose
DE747889C (de) Verfahren zum Bleichen von Zellstoff
AT120864B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von Holzzellulose.
AT147146B (de) Verfahren zum Bleichen von Bastfasern.
AT264445B (de) Verfahren zum stufenweisen Bleichen von Bastfasern
DE1419357C3 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Entwachsen und Bleichen von Baumwollgeweben und Baumwollmischgeweben
AT85253B (de) Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen, Geweben und dergl. mit Hypochloriten.
AT56381B (de) Verfahren zum Färben von ungekochter, roher Pflanzenfaser.
DE507018C (de) Verfahren zum Bleichen von pflanzlichen Faserstoffen, insbesondere von Holzzellstoff
AT159215B (de) Verfahren zum Bleichen von Zellulosefasern.
DE374626C (de) Verfahren zum Bleichen von Leinen
DE731181C (de) Herstellung von hochwertigem Zellstoff nach alkalischen Aufschlussverfahren
AT80790B (de) Verfahren zum Bäuchen von Baumwollwaren. Verfahren zum Bäuchen von Baumwollwaren.
DE1419351A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Schnellbleichen von Cellulosetextilstoffen
DE2426055A1 (de) Bleichmittel