AT144898B - Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten Flotten. - Google Patents
Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten Flotten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Wegsehaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten Flotten. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus Flüssigkeiten. Sie findet ihre praktische Verwendung beispielsweise bei verschiedenen Behandlungsflotten der Textilindustrie, so in der Bleicherei vegetabilischer Fasern, wo bei den üblichen alkalischen Kochungen dem Bäuchen, der Luft- (also Sauerstoff)-Ausschluss von grösster Bedeutung ist, um Faserangriffe zu verhüten, was bisher durch zeitraubende und nicht immer von Erfolg begleiteten manipulativen Vorkehrungen zur Entlüftung der Kochung angestrebt wurde. Man ist aus diesem Grunde bisher auch genötigt, die Kocher vollständig mit Flüssigkeit erfüllt zu lassen, oder, wenn man dies nicht tut, durch besondere Vorkehrungen die Entlüftung möglichst vollständig zu gestalten. Es wurde sogar bei flüssigkeitserfüllten Kochern die Anwendung von Luftabsaugung durch Pumpen vor und während des Betriebes für erforderlich befunden. Es ist ferner bekannt, dass Pflanzenfaserstoffe in allen ihren zur Bleiche gelangenden Formen, wie loses Material, Garne, Gewebe u. dgl., sorgfältigst von allen Cl-Resten befreit werden müssen, um Faserschwächungen und sonstige bekannte Störungen zu verhüten. Um dies zu erreichen, sind viele verschiedenartige Mittel, wie gründliches Absäuern, lange ausgedehntes und gründliches Waschen mit viel Wasser u. dgl. im Gebrauch, aber auch eine grosse Menge chemischer Zusätze zur Vernichtung der Cl-Reste sind vorgeschlagen (s. z. B. Kind, Das Bleichen der Pflanzenfasern, 1932, Seite 149 ff.). Alle diese Mittel verlängern aber den Bleichvorgang und bringen auch sonst verschiedene missstand mit sich, z. B. Geruchbelästigung bei den meistens verwendeten Bisulfiten oder gelegentliche Schwefelausscheidung bei Verwendung von Thiosulfaten, falls vorher die Ware nicht von allen Säureresten befreit war. Vom Erfinder selbst wurde seinerzeit ein Verfahren vorgeschlagen, das in einer Schlussbehandlung der Faser mit einer ganz verdünnten HOs-Lösung besteht, wie auch Persale in gleicher Art Verwendung finden. Dies hatte den Vorteil, dass man nicht mehr auswaschen musste (l. e., Seite 150), Alle oben angedeuteten Übelstände bei der Wegschaffung von Sauerstoff und bei der Beseitigung von Cl-Resten werden vermieden, wenn man im Sinne der Erfindung niedrige Oxydationsstufen des Phosphors oder ihre Verbindungen, wie phosphorige und unterphosphorige Säure oder ihre Salze, verwendet. Am vorteilhaftesten haben sich phosphorige Säure und die Phosphite erwiesen. Ihre Wirksamkeit beruht auf ihrer (Oxydation, wobei die hiebei entstehenden Stoffe niemals schädlich sind. Beim Bäuchen von Pflanzenfasern wird der Bäuchflotte in ganz kleinen Mengen ein Phosphit zugesetzt, das aus der Flotte den schädlichen Luftsauerstoff rasch aufnimmt, der dann nicht mehr auf die Faser schädlich wirken kann. Man kann daher rascher und sorgloser arbeiten. Das entstehende Phosphat übt nicht die geringste schädigende Wirkung aus. Das Entfernen des Restchlors geschieht nach dem gleichen chemischen Prinzip und gelingt auch bei Anwendung ganz verdünnter Lösungen in raschem Arbeitsgange. Eine eigene Arbeitsstufe braucht gar nicht eingeschaltet zu werden, sondern es genügt, wenn man dem allerletzten Waschwasser eine kleine Menge Phosphit zugibt und die Ware damit tränkt. Das gebildete Phosphat wird auf der Ware angetrocknet, wobei etwa nicht verbrauchte kleine Phosphitmengen gar nicht stören. Das auf der Faser antrocknende Phosphat hindert durch seinen Kristallwassergehalt das Übertrocknen und erweist sich dadurch als nützlich. Es ist ohne weiteres möglich, bei dieser Schlussbehandlung gleichzeitig auch sonstige Zusätze, wie Bläuefarbstoffe, sehimme Iverhütende Mittel und andere übliche Zusätze. der Faser einzuverleiben. <Desc/Clms Page number 2> Wenn auch vorstehend die Erfindung nur in der Anwendung auf das Entfernen von Sauerstoff aus Bäuchflotten und auf das Entchloren von fertig gekochten oder gebleichten Stoffen geschildert wurde, ist die Erfindung keineswegs auf diese Gebiete beschränkt. EMI2.1 phosphit zugegeben werden. Beispiel 2 : Die gebäuchte, gechlorte, gesäuerte und gewaschene Baumwollstüokware wird durch den Wasserkalander zwecks Entwässerns durchgenommen. Im Chassis des Wasserkalanders, welches die Ware durchläuft, bevor sie den Ausquetschwalzen zugeführt wird, wird unter entsprechender Regulierung des Pressdruckes aus einem Reservoir ständig Flotte zugeführt, welche im Liter 0-5 g NA, PO, und 1 g Natriumfluorid als schimmelverhütende Mittel enthält. Die entwässerte Ware wird mit dem entstandenen Phosphat und mit dem allenfalls nicht oxydierten Phosphitreste sowie mit dem Fluorid ohne Nachwäsche getrocknet.
Claims (1)
- PAtENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Wegschaffung von oxydierenden Stoffen aus in der Textilindustrie verwendeten Flotten, so Bäuchflüssigkeiten oder aus dem Chlorieren folgenden Waschbädern, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit mit niedrigen Oxyden des Phosphors oder deren Verbindung, wie phosphorige oder unterphosphorige Säure oder deren Salzen, versetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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