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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, in welchen Verbindungen über Anrufsucher hergestellt werden.
Das Stammpatent betrifft eine Anordnung, hei welcher jeder von mehreren eine Hauptgruppe bildenden Untergruppen von Teilnehmern eine besondere Einstellvorrichtung zugeordnet ist, wobei die einzelnen Einstellvorrichtungen (Anrufsucher) der Untergruppen einer Hauptgruppe untereinander verbunden und gemeinschaftlich einer Verbindungsleitung zugeordnet sind.
Es ist ferner jeder Untergruppe ein Wählersucher individuell zugeordnet, wobei die Wähler-
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dem gemeinschaftlichen Wählersucher zugeordnet. Durch diese Anordnungen sind jedoch einige in gewissen Fällen störende Fehlerquellen bedingt. Ebenso nimmt die Erledigung vorliegender Anrufe, da durch die Zuordnung des Prüfrelais zu den Wählersuchem ein Teilnehmer auf die Erledigung seines Anrufes solange marten muss, bis die vorherliegenden Anrufe aufgenommen sind, unter Umständen eine ziemlich lange Zeit in Anspruch. so dass vom Teilnehmer Impuls ausgesandt werden können, ehe ein Anrufsucher auf seine Leitung eingestellt wurde.
Auch ist die Abhängigkeit der Wählersucher der einzelnen Untergruppen voneinander nicht immer vorteilhaft.
Gemäss der vorliegenden Erfindung sind nun jeder Hauptgruppe von Teilnehmern nur zwei Verteiler bzw. Wählersucher zugeordnet, von denen der eine die zu benutzende Verbindungs-
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Am Gruppenwähler schliesst Relais C seine Kontakte 90, und 95. Über 9 bereitet es den Stromkreis des Besetztrelais BR1 vor und am Kontakt 95 den Stromkreis des Auslösemagneten M.
Durch Ansprechen des Relais A wurde über Kontakt 89 das Verzögerungsrelais V1 eingeschaltet.
Sind alle über einen Vorwähler erreichbaren Verbindungsleitungen, Wähler usw. besetzt,
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auf die Verbindung oder hängt er nach Schluss des Gespräches seinen Hörer an, so wird Relais A aberregt. Es öffnet seinen Kontakt 89 und schliesst seinen Kontakt 93. Nach einiger Zeit lässt auch Relais F, seinen Anker abfallen und der Stromkreis des Auslösemagneten M ist hergestellt : Erde, 93, 94, 95, M, Batterie, Erde. Relais M öffnet seinen Kontakt 96 und unterbricht dadurch den Stromfluss über die Prüfader, so dass die Relais C und P2 aberregt werden. P2 unterbricht
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oben erwähnt, weitergeschaltet werden.
Nach einiger Zeit lässt auch Relais V seinen Anker abfallen, Nunmehr ist der Stromkreis der Antriebsmagnete D1 und Da geschossen und wird erst wieder unterbrochen, wenn die Wähler AS, und VW, die Ruhelage erreichen. Durch das Ansprechen des Drehmagneten D1 kann eine Erregung des Relais W1 nicht mehr stattfinden, da am Wählersucher tF'S"selbst wenn er auf dieser Leitung stehen würde, der Kontakt 136 nicht geschlossen ist und auch erst geschlossen werden kann, wenn durch die Ruhelage aller Anrufsucher AS, bis A84 der Erregerstromkreis für Relais G Zustandekommen kann. Die Anlegung eines Differentialstromes an die Wicklung 1I des Relais Anl ist daher während der Weiterlaufbewegung verhindert.
Verzichtet ein Teilnehmer auf ein Gespräch, noch ehe ein Anrufsucher eine Leitung gefunden hat, so muss Vorsorge getroffen werden, dass der Strom über die Wicklung II des Differentialrelais An1 ebenfalls unterbrochen wird, da sonst dieser Stromfluss bestehen bleibt und die Anreizung weiterer Anrufsucher zur Folge haben würde. Dieses geschieht durch das 8-Relais, welches nur beim Vorliegen von Anrufen den Differentialstrom vorbereitet und geschlossen hält.
Es sei nunmehr der Fall betrachtet, dass mehrere Anrufe, beispielsweise in der Untergruppe 1. vorliegen. Nachdem ein Anrufsucher A81 der Verbindungsleitung VL1 angereizt wurde, ist, wie
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und Kontakt 170 erfolgt die Erregung des Relais W2, das sich über 172 in einen Haltestromkreis einschaltet und bei 171 von dieser Anreizleitung abschaltet. Nach dem ersten Schritt ist ein zweiter Differentialstrom für Wicklung II des Relais Ans geschlossen :
Erde, 166, 165, Arm c von As2I. 172, 173, Widerstand ? ", 122, II, Batterie, Erde. Entspricht nunmehr die Za. hl der an Wicklung II liegenden Widerstände der Zahl der an Wicklung I liegenden, so kann das Relais An1 seinen Anker abfallen lassen und öffnet seine Kontakte 124 und 123. Die Erledigung dieser zweiten Verbindung erfolgt in geschilderter Weise, wie bei der ersten Verbindung.
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Erde. Die Einschaltung von tfg, Einschaltung des Differentialstromes für An2 und Erledigung der Verbindung erfolgt in der geschilderten Weise.
Wie vorstehend beschrieben, müssbii, wenn in mehreren Untergruppen Rufe vorliegen, erst alle Rufe in einer Untergruppe erledigt sein, ehe der Wählersucher WS2 sich auf die nächste Untergruppe einstellt und die dort vorliegenden Rufe aufnimmt. Es kann selbstverständlich die Einrichtung derart getroffen werden, dass sich nach Aufnahme eines Anreizes infolge Ab-
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erregung des Relais G ein weiteres Relais eingeschaltet wird, welches den Wählersucher WSz auf eine andere Untergruppe schaltet. Hiedurch würde nacheinander je ein. Anruf einer Untergruppe aufgenommen werden und nicht zunächst alle Anreize einer Untergruppe.
Ferner muss auch Vorsorge getroffen werden, dass bei Störung in einer Einstellvorrichtung, beispielsweise AS2 der Untergruppe Il an der Verbindungsleitung FJ, nur diese Einstellvorrichtung dem Betriebe entzogen wird, während die übrigen Einstellvorrichtungen im Betrieb bleiben. Erreicht wird dieses durch die Untersuchungsschalter US. Wenn AS2 gestört sein sollte,
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eines Anrufes aus der Untergruppe 11 auf diese Verbindungsleitung ein, so würde normalerweise D2 den ersten Stoss erhalten. Da aber 182 offen war, so fliesst der Anreizimpuls über
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vorrichtung AS2II der zweiten Untergruppe an der Verbindungsleitung FZ und reizt diese an.
Dadurch ist die Möglichkeit gegeben. nur eine gestörte Einstellvorrichtung dem Verkehr zu entziehen, ohne die übrigen Einstellvorrichtungen der gleichen Verbindungsleitung zu beeinflussen.
Die in Fig. 3 dargestellte Abänderung der Schaltung nach Fig 1 und 2 hat den Zweck, ein möglichst gleichmässiges Aufnehmen der aus den einzelnen Gruppen einlaufenden Anrufe ohne Bevorzugung einer Untergruppe zu erzielen. Dies geschieht dadurch, dass nach Aufnahme eines Anreizes in einer Untergruppe vor Aufnahme der weiteren Anreize in dieser Gruppe erst je ein Anruf in den übrigen Untergruppen aufgenommen wird. Die Einzelheiten der Schaltung entsprechen dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel, es ist im wesentlichen nur ein Diiierentìalrelais Di hinzugefügt, dessen Stromkreis bzw. Stromkreise von dem Zustande der Anrufrelais An1, An2 ... abhängig sind.
In dem Stromkreis des ersten Anreizimpulses (Erde,
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wie oben beschrieben, das Relais G seinen Anker fallen lässt, so wird das Relais X seine Anker noch eine kurze Zeit angezogen halten, so dass Ströme für die Wicklungen des Relais Dt entstehen :
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