DE386231C - Schaltungsanordnung fuer Leitungswaehler mit Mehrfachanschluessen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Leitungswaehler mit Mehrfachanschluessen

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DE386231C
DE386231C DES56611D DES0056611D DE386231C DE 386231 C DE386231 C DE 386231C DE S56611 D DES56611 D DE S56611D DE S0056611 D DES0056611 D DE S0056611D DE 386231 C DE386231 C DE 386231C
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line
series
contact
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DES56611D
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Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Description

  • Schaltungsanordnung für Leitungswähler mit Mehrfachanschlüssen. Im Hauptpatent ist eine Schaltungsanordnung für Leitungswähler mit Mehrfachanschlüssen beschrieben, bei welcher die Einstellung des Leitungswählers auf eine freie Mehrfachanschlußleitung durch Aussenden von zwei Stromstoßreihen nach Einstellung dieses Wählers auf eine Leitungsgruppe, welche Mehrfachanschlüsse enthält, erfolgt.
  • Für besondere Verkehrsarten, z. B. für den -Nacht- oder den Fernverkehr wird oft die Bedingung gestellt, daß dieser Verkehr sich nur über bestimmte Leitungen abwickeln soll. Bei den bekannten Schaltungsanordnungen war es beispielsweise für den Nachtverkehr notwendig, mittels besonderer Schalteinrichtungen, z. B. Tasten, die während des Nachtverkehrs nicht zu benutzenden Leitungen zu sperren. Durch die vorliegende Erfindung ist bezweckt, einen solchen Verkehr ohne die Anordnung besonderer Hilfseinrichtungen zu ermöglichen. Erreicht wird dies nach der Erfindung dadurch, daß durch die erste der beiden nach Einstellung des Leitungswählers auf eine Mehrfachanschlüsse enthaltende Leitungsgruppe auszusendendenStromstoßreihen die Einstellung der beweglichen Kontakte auf eine bestimmte, für den jeweiligen Verkehr zu benutzende Leitung in der Weise j erfolgt, daß eine Prüfung von Leitungen des gleichen Mehrfachanschlusses, welche vor den für den jeweiligen Verkehr zu benutzenden , Leitungen liegen, verhindert ist. Die Zahl der die zweite Stromstoßreihe bildenden Stromstöße entspricht der Zahl der hinter der belegten Leitung liegenden, für die jeweilige besondere Verkehrsart (z. B. Nachtverkehr) noch zur Verfügung stehenden Leitungen.
  • Die Anschaltung der Prüfeinrichtung an den Prüfarm des Leitungswählers erfolgt nach der Erfindung entweder sofort nach Beendigung der ersten Stromstoßreihe oder beim Zurwirkungkommen der zweiten Stromstoßreihe. In diesem Falle wird, wenn die zweite Stromstoßreihe ausgesandt wird, erst die Leitung, auf welche der Wähler eingestellt ist, geprüft. Erst nach Beendigung der Prüfung können die Stromstöße den Antriebsmagneten des Wählers beeinflussen. Die letztgenannte Anordnung ist besonders in größeren Fernsprechanlagen vorteilhaft, in denen die Zusammenlegung von j Mehrfachanschlüssen in besondere Gruppen I möglich ist.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
  • Beim Belegen des Leitungswählers LW wird über die ankommende c-Ader und den Steuer-Schalterkontakt 1, Stellung i, das Relais C über seine Wicklung I erregt. Das Relais C bereitet am Kontakt 2 einen Haltestromkreis für sich vor und öffnet den Kontakt 3.
  • Falls an die Kontakte des Leitungswählers nur Mehrfachanschlüsse angeschlossen sind, erfolgt die Anschaltung des Prüfrelais P an den Prüfarm c2 zweckmäßig erst beim Zurwirkungkommen der zweiten, zur Beeinflussung des Drehmagneten D dienenden Stromstoßreihe. In diesem Falle liegt hintereinander mit dem Kontakt g eines Hilfsrelais G der mit gestrichelten Linien gezeichnete Kontakt 8, und es fällt die mit vollen Linien am Kontakt g dargestellte Erdung fort. Außerdem kommt in diesem Falle der mit gestrichelten Linien eingerahmte Kontakt io des Prüfungsrelais P in Fortfall.
  • Beim Aussenden der ersten Stromstoßreihe zum Einstellen des Leitungswählers auf eine b°stimmte Leitungsgruppe wird zunächst über die b-Ader und den Steuerschalterkontakt q., Stellung i, das Relais B erregt, welches die Kontakte 5, 6 und 7 öffnet und den Kontakt 8 E chließt. Das Relais A wird bei der ersten zur Einstellung des Leitungswählers dienenden Stromstoßreihe über die a-Ader und den Steuer-@chalterkontakt ii, Stellung i, absatzweise erregt. Durch das absatzweise Schließen des Kontaktes 13 des Relais A wird der Hubmagnet H absatzweise auf dem Wege Erde, Kontakte 12 und 13, Steuerschalterkontakt 1q., Stellung i, Hubmagnet-H, Batterie, Erde erregt. Hierdurch wird der Leitungswähler auf die den gewünschten Mehrfachanscbluß enthaltende Leitungsgruppe eingestellt. Nach Beendigung dieser Gruppenstromstoßreihe fällt das Relais B ab und schließt seinen Kontakt 5. Der Steuerschaltermagnet S wird nunmehr über Erde, Kontakt 5, Kopfkontakt 15, Steuerschalterkontakt 16, Stellung z, Steuerschaltermagnet S, Batterie, Erde erregt. Der Steuerschalter wird daher von der Stellung t in die Stellung 2 bewegt. In dieser Stellung ist über den Steuerschalterkontakt 17, Stellung 2, der Drehmagnet D an den Stromstoßkontakt 13 angeschaltet.
  • Es folgt jetzt die erste, zur Beeinflussung des Drehmagneten D dienende Stromstoßreihe, bei welcher durch absatzweises Schließen des Stromstoßkontaktes 13 der Drehmagnet D auf dem Wege Erde, Kontakte x2 und 13, Steuerschalterkontakt 17, Stellung 2, D, Batterie, Erde absatzweise erregt wird.
  • Der Leitungswähler wird durch diese Stromstoßreihe auf die erste der Leitungen des verlangten Mehrfachanschlusses eingestellt, die für die jeweilige besondere Verkehrsart (z. B. Nachtverkehr, Fernverkehr o. dgl.) bestimmt sind. Diese Leitung braucht nicht die zuerst erreichbare Leitung des Mehrfachanschlusses zu sein, da eine Prüfung in nachfolgend beschriebener Weise erst nach dem Zurwirkungkommen sämtlicher Stromstöße der ersten Reihe erfolgt. Die beweglichen Kontaktarme des Leitungswählers können daher über diejenigen Leitungen des Mehrfachanschlusses hinweggeführt werden, die vor der ersten, für den jeweiligen Sonderverkehr vorgesehenen Leitung des gleichen Mehrfachanschlusses liegen.
  • Nach Beendigung der ersten, den Drehmagneten D beeinflussenden Stromstoßreihe wird, da das Relais B wieder abfällt und daher der Kontakt 7 geschlossen wird, das Hilfsrelais G wie folgt erregt: Erde, Kontakt 7, Wellenkontakt 18, Steuerschalterkontakt xg, Stellung 2, Relais G, Batterie, Erde. Das Relais G hält sich über seinen eigenen Kontakt 2o unabhängig von dem Kontakt 7 des Relais B erregt. Es schließt außerdem den Kontakt g und bereitet hierdurch die Anschaltung des Prüfrelais P vor, die beim Beginn der zweiten, zur Beeinflussung des Drehmagneten D dienenden Stromstoßreihe bewerkstelligt wird. Am Kontakt 2=- wird ein Stromkreis für ein Relais U vorbereitet.
  • p@ Es wird nunmehr durch Drehen der Nummernscheibe um einen Betrag, der der Anzahl der hinter der belegten Mehrfachanschlußleitung liegenden, für die jeweilige besondere Verkehrsart (z. B. Nachtverkehr) noch zur Verfügung stehenden Mehrfachanschlußleitungen entspricht, die zweite Stromstoßreihe für den Drehmagneten D ausgesandt. Beim Aussenden dieser Stromstoßreihe wird wieder vor der absatzweisen Erregung des Relais A das Relais B erregt. Das Relais B schließt seinen Kontakt 8, wodurch die Leitung, auf welche der Leitungs-Wähler durch die erste Strömstoßreihe für den Drehmagneten D eingestellt wurde, geprüft wird. Ist diese Leitung frei, so spricht das Relais P sofort über Erde 8, g Wicklungen I und II von P, ci Ader, Arm c2, Widerstand 45, Batterie, Erde an, sperrt die Leitung am Kontakt 22 durch Kurzschluß der hochohmigen Wicklung I und öffnet am Kontakt 12 den Stromkreis für den Drehmagneten D. Die zweite vom Teilnehmer ausgesandte Stromstoßreihe bleibt daher in diesem Falle wirkungslos, denn der Drehmagnet D kann, da der Kontakt 12 offen ist, nicht ansprechen. Beim ersten Stromstoß der zweiten Reihe wird das Verzögerungsrelais U in folgendem Stromkreis erregt Erde, Kontakte 23 und 2z, Relais U, Batterie, Erde. Das Relais U schließt seinen Kontakt 2q.. Ist die Abgabe der zweiten Stromstoßreihe becndet und das Relais B wieder abgefallen, so wird der Steuerschaltermagnet S über die Kontakte 5 und 2q., sowie den Steuerschalterkontakt 25, Stellung 2, erregt. Der Steuerschalter geht in die Stellung 3, von welcher er, da das Relais P bereits erregt ist, über den Kontakt 26 und den Steuerschalterkontakt 27, Stellung 3, sofort nach Stellung q. weitergeschaltet wird.
  • Ist die erste Leitung besetzt, so wird in der Steuerschalterstellung 2 durch die Stromstöße der zweiten Reihe der Drehmagnet D solange in Wirkung gesetzt, bis die beweglichen Kontakte auf eine freie Leitung auftreffen. Alsdann wird in vorher beschriebener Weise das Relais P über die Kontakte 8 und g erregt, und es werden die noch folgenden Stromstöße der zweiten Reihe durch Offnen des Kontaktes 12 unwirkam gemacht. Nach Beendigung der zweiten Stromstoßreihe für den Drehmagneten D wird der Steuerschalter in vorher beschriebener Weise zunächst in die Stellung 3 und dann in die Stellung q. gebracht.
  • In der Steuerschalterstellung q. wird über den Steuerschalterkontakt 28 Erde an die Ader b1 und über den Steuerschalterkontakt 29, das Verzögerungsrelais L und den Unterbrecher 3o abwechselnd Wechselstrom und Batterie an die Ader a1 angelegt, so daß der gewünschte Teilnehmer angerufen wird. Meldet sich der gewünschte Teilnehmer in einer Rufpause, so spricht das Verzögerungsrelais L an. Dieses Relais schließt seinen Kontakt 31, so daß der Steuerschaltermagnet S über Erde, 31, Steuerschalterkontakt 32, Stellung q., S, Batterie, Erde erregt wird. Der Steuerschalter wird daher in die Stellung 5 bewegt. In dieser Stellung sind die Adern a und b mit den Adern a. und bi über die Steuerschalterkontakte 33 und 3¢ verbunden. Die Relais A und B dienen nunmehr als Speiserelais für den angerufenen Teilnehmer. Die Kontakte 6 und 35 sind geöffnet. Eine Erregung des Steuerschaltermagneten S in der Stellung 5 über die Kontakte 6 und 35 vor dem Ansprechen der Relais A und B ist dadurch verhindert, daß ein vom Verzögerungsrelais I. abhängiger Kontakt 36 nach der Bewegung des Steuerschalters aus der Stellung 4 noch kurze Zeit geöffnet ist.
  • Hängt der angerufene Teilnehmer seinen Hörer an, so werden die Relais A und B stromlos. Infolgedessen werden die Kontakte 35 und 6 geschlossen, so daß der Steuerschaltermagnet S über Erde, 36, 6, 35 und Steuerschalterkontakt 37, Stellung 5, erregt wird. Der Steuerschalter wird daher in die Stellung 6 b °-wzgt, in welcher die M'icklung II des Relais P am Steuerschalterkontakt 38 kurzgeschlosse n wird. Das Relais P fällt ab, öffnet seinen Kontakt 22 und hebt dadurch die Sperrung der angerufenen Leitung auf. Die Auslösung des Leitungswählers erfolgt, wenn auch der anrufende Teilnehmer seinen Hörer anhängt. In diesem Falle wird der Stromfluß über die c-Ader unterbrochen und hierdurch nach Stromloswerden des Relais C der Auslösemagnet M über Erde, Kontakte 39 und 40, Steuer: chalterkontakt 41, Stellung 6, 117, Batterie, Erde eingeschaltet. Nach Auslösung de3 L eitung_,wählers wird der Steuerschaltermagnet S über den Kopfkontakt 42, den Kontakt 3 und den Steuerschalterkontakt 43 eingeschaltet. Der Steuerschalter wird daher in die Ruhelage gebracht, so daß der Leitungswähler für weitere Verbindungen frei ist.
  • Sind alle Leitungen des verlangten Mehrfachanschlusses besetzt, so bleibt der Steuerschalter in der Stellung 3 stehen, da der Kontakt 26 geöffnet ist. Wird dann beim Abfallen des Relais C der Kontakt 39 geschlossen, so wird der Auslösemagnet M über den Steuerschalterkontakt 44, Stellung 3, eingeschaltet. Nach Au_,-lösen des Leitungswählers erfolgt über die Kontakte 43, 3 und 42 die Weiterschaltung des Steuerschalters von Stellung 3 nach Stellung 4 und von Stellung 4 nach Stellung 5. Der Steuerschalter wird dann über die Kontakte37, 35, 6 und 36 von Stellung 5 nach Stellung 6 und über die Kontakte 43, 3, 42 von Stellung 6 nach Stellung i weitergeschaltet.
  • Soll der Leitungswähler auch für Einzelleitungen verwendet werden, so fällt der Kontakt 8 weg, und es wird parallel zu den Kontakten 5 und 24 ein Kontakt io des PrüfrelaisP geschaltet. Nach Beendigung der ersten Stromstoßreihe erfolgt dann in der Steuerschalterstellung 2 über Kontakt 9 die Anschaltung des Prüfrelais an die Prüfleitung cl. Ist diese Leitung frei, so wird der Steuerschalter durch Erregung des Magneten S über die Kontakte io und 25 nach Stellung 3 und hierauf durch Erregung des Magneten S über die Kontakte 26 und 27 nach Stellung 4 geschaltet. Die zweite Stromstoßreihe für den Drehmagneten D kann in diesem Falle aus dem Grunde nicht zur Wirkung kommen, weil der Steuerschalterkontakt 17 geöffnet ist.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE; i. Schaltungsanordnung für Leitungswähler mit Mehrfachanschlüssen nach Patent 363465, dadurch gekennzeichnet, daß durch die erste der beiden Stromstoßreihen, welche nach Einstellung des Leitungswählers auf eine Mehrfachanschlüsse enthaltende Leitungsgruppe ausgesandt werden, die Einstellung der beweglichen Kontakte auf eine der für die Herzustellende Verbindung (z. B. lacht- oder Fernverkehr) zu benutzenden Leitungen in der Weise erfolgt, daß eine Prüfung der vor dieser Leitung liegenden Leitungen des gleichen :Mehrfachanschlusses verhindert ist.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahl der die zweite Stromstoßreihe bildenden Stromstöße der Zahl der hinter der belegten Leitung liegenden, für die jeweilige besondere Verkehrsart noch zur Verfügung stehenden Leitungen entspricht.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch x und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Beendigung der ersten Stromstoßreihe, durch die der Leitungswähler (LW) auf eine An- 1 schlußleitung des Mehrfachanschlusses eingestellt wird, durch eine Schaltvorrichtung (z. B. ein Hilfsrelais G) die Anschaltung des Prüforganes (P) an den Prüfarm (c2) sofort bewerkstelligt oder vorbereitet wird. !
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Prüforgan (P) beim Zurwirkungkommen der zweiten Stromstoßreihe an den Prüfarm (c2) angeschaltet wird (am Kontakt 8).
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aussenden der zweiten Stromstoßreihe erst die Prüfung der Leitung, auf welche der Leitungswähler eingestellt ist, erfolgt (Schließen von 8), und darauf die Stromstöße zur Beeinflussung des Antriebsmagneten (D) zur Wirkung gebracht werden (Schließen von i3).
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bewegungsmagnet (D) des Leitungswählers durch beide Stromstoßreihen in der gleichen Stellung des Steuerschalters (Stellung 2) beeinflußt wird.
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