AT68848B - Verfahren zur Darstellung von Aminosäuren der aliphatischen Reihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Aminosäuren der aliphatischen Reihe.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Aminosäuren der aliphatischen Reihe. 



   Es wurde gefunden, dass bisher unbekannte Aminosäuren dadurch erhalten werden können, dass man Äthanolalkylamine bzw. Diäthanolamin oder ihre höheren Homologen, die man z. B. durch Einwirkung von Äthylenoxyd oder seinen Homologen, wie Propylenoxyd, auf primäre aliphatische Amine bzw. Ammoniak erhalten kann, mit   Zyaniden und Aldehyden   oder Ketonen behandelt. Es bilden sich dabei die Nitrile der betreffenden Säuren, aus denen letztere durch Verseifen in üblicher Weise gewonnen werden. Die so erhaltenen neuen Säuren sind als   Heilmittel   wertvoll. Ihre Salze, wie z. B. die Kupfersalze, werden ausserordentlich schnell und vollständig resorbiert. Sie haben sich daher als wertvolle Mittel zur Bekämpfung von ansteckenden Krankheiten, insbesondere der Tuberkulose, erwiesen. 



   Beispiel l. 



   75 Teile Athanolmethylamin werden nach dem Neutralisieren mit verdünnter Schwefelsäure mit einer Lösung von 70 Teilen Zvankalium in   100 Teilen   Wasser versetzt. Dann 
 EMI1.1 
 durch Aussalzen mit 400 Teilen Kaliumkarbonat das   Äthanolmethylaminoessigsäurenitr@l   der Formel : 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 mit 70 Teilen Bariumhydrat und 1400 Teilen Wasser 12 Stunden gekocht. Das Barium wird dann durch genaues Ausfällen mit Schwefelsäure entfernt, die barytfreie Lösung eingedampft und die in Wasser sehr leicht lösliche Äthanolmethylaminoessigsäure aus Alkohol umkristallisiert. 



    Beispiels..   



     52'5   Teile Diäthanolamin werden mit verdünnter   Salzsäure   neutralisiert und mit einer Lösung von 25 Teilen   Zyankalium   in 50 Teilen Wasser versetzt. Unter Kühlung werden darauf 5 Teile einer 40%igen Formaldehydlösung allmählich eingerührt und durch Aus- 
 EMI1.4 
 



   Zur Darstellung der zugehörigen Säure werden 51 Teile des Nitrils mit 62 Teilen Baryt und 1240 Teilen Wasser 12 Stunden gekocht. Alsdann wird das Barium mit Schwefel- 
 EMI1.5 
 kristallisiert. Das diäthanolaminoessigsaure Kupfer wird durch Behandeln   eiuer wässerigen   Lösung der Diäthanolaminoessigsäure mit überschüssigem Kupferkarbonat gewonnen. Nach Entfernung des überschüssigen Kupferkarbonats erhält man durch Einengen der Lösung 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Beispiels.   bs 6   Teile Propandiolmethylamin werden mit verdünnter   Schwefelsäure neutralisiert   und mit einer Lösung von   86 Teilen Zyanka ! iam   in 60 Teilen Wasser versetzt. Unter   Klhlung   werden darauf 75 Teile einer 40%igen Formaldehydlösung allmählich eingerührt. 



  Durch Aussalzen mit 200 Teilen Kaliumkarbonat wird das   Propandiolmethylaminoe. aig-     sanrenitril   aus dieser Lösung als dickes gelbes Öl erhalten. Zur Darstellung der zugehörigen Saure werden 72 Teile des Nitrils mit 100 Teilen Bariumhydroxyd und 2000 Teilen Wasser gekocht, bis die Ammoniakentwicklung aufgehört hat. Alsdann wird das Barium mit Schwefelsäure genau ausgefällt. Das propandiolmethylaminoessigsaure Kupfer wird durch Behandeln der wässerigen Lösung der so erhaltenen Propandiolmethyl-   aminoessigsäure   : 
 EMI2.1 
 mit überschüssigem Knpferkarbonat gewonnen. Nach Entfernung des überschüssigen Kupfer- 
 EMI2.2 
 beschriebenen, in : Beispiel 3 angegebenen Weise. So erhält man z.

   B. unter Verwendung von Propanolmethylamin, Zyankalium und Formaldehyd die   Propanolmethylaminoessigsäure   : 
 EMI2.3 
 bzw. deren Kupfersalz. Dieses Kupfersalz ist blau gefärbt und hat einen Gehalt von    17-860/0   Kupfer. Bei Verwendung von   Propanolathanoiamin,   Zyankalium und Formaldehyd erhält man die Propanoläthnaolaminoessigsäure: 
 EMI2.4 
 bzw. deren blau gefärbtes Kupfersalz mit einem Kupfergehalt   von 15'34%.   



   Die Darstellung der vorstehend genannten Ausgangsstoffe erfolgt in nachstehender Weise :
1. Propandiolmetbylamin. 
 EMI2.5 
 



   850 Teile einer   370/, igen   wässerigen Lösung von Monomethylamin werden unter Eiskühlung tropfenweise mit 74 Teilen Glyzidalkohol versetzt. Sodann wird das überschüssige Methylamin und das Wasser abdestilliert bis auf ein Fünftel des ursprünglichen Volumens, wobei die Temperatur 1100 nicht übersteigen darf. Im Vakuum mehrmals destilliert, erhält man das reine Propandiolmethylamin, welches bei 126 bis 1290 unter 10   tnm   Druck siedet
2. Propanolmethylamin. 
 EMI2.6 
 



   232 Teile Propylenoxyd werden zu 1200 Teilen einer ungefähr 400/oigen wässerigen Lösung von Monomethylamin allmählich zufliessen gelassen. Sobald die Lösung sich stark zu erwärmen beginnt, wird die Reaktion durch Einwerfen von Eis gemildert. Nach dem Erkalten wird das überschüssige Methylamin auf dem Wasserbad verjagt und das Wasser im Vakuum abdestilliert. Bei 40 bis 700 unter 14 mm Druck geht stark wasserhaltiger 
 EMI2.7 
 

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   S.   Propanoläthanolamin. 
 EMI3.1 
 



   122 Teile Äthanolamin, OH-CH2-CH2-NH2 werden mit wenig Wasser (etwa 36 Teilen) und dann tropfenweise unter Rühren mit 60 Teilen Propylenoxyd, 
 EMI3.2 
 versetzt. Es tritt starke Erwärmung ein, die gegebenenfalls durch Kühlung mit Eiswasser gemässigt wird. Dann wird das Wasser und überschüssiges Äthanolamin abdestilliert. 



   Das Propanoläthanolamin siedet bei 128 bis   1300 unter 5   mm Druck. 



   Beispiel 4. 



     105 Teile Diäthanolamin   werden mit Salzsäure neutralisiert und mit einer Lösung von 70 Teilen Zyankalium und 100 Teilen Wasser versetzt. Unter Kühlung werden darauf 63 Teile Azeton zugegeben. Nach   xwolfstandigem   Stehen wird mit Kaliumkarbonat aus- 
 EMI3.3 
 



  Zur Darstellung der zugehörigen Säure werden 126 Teile des Nitrils mit 1500 Teilen Wasser und 146 Teilen Baryt bis zum Aufhören der   Animoniakentwirklung gekocht. Als-   dann wird das Barium mit Schwefelsäure genau ausgefällt und durch Eindampfen der barytfreien Lösung die   Diäthanoi' < a-aminoisobuttersäure   : 
 EMI3.4 
 als gelblicher Sirup erhalten. 



   Beispiel 5. 



   105 Teile Diäthanolamin werden mit Salzsäure neutralisiert und mit einer Lösung von 70 Teilen Zyankalium und 100 Teilen Wasser versetzt. Unter Kühlung werden darauf 106 Teile Benzaldehyd, in wenig Wasser gelöst, allmählich eingerührt. Nach zweitägigem Stehen wird das zuerst als Öl abgeschiedene Produkt fest. Dieser feste Körper stellt das Nitril der   Diäthanol-&alpha;-aminophenylessigsäure dar.   Durch Umkristallisieren aus verdünntem Alkohol wird es als eine schwach rötlich gefärbte kristallinische Masse gewonnen. 44 Teile dieses Nitrils werden zur Darstellung der zugehörigen Säure unter Kühlung mit   Kältemischnng   in ein Gemisch von   350   Teilen konzentrierter Schwefelsäure und 50 Teilen rauchender Salzsäure unter starkem Rühren eingetragen.

   Nach zweitägigem Stehen wird die klare Lösung in das halbe Gewicht Wasser eingegossen und eine Stunde zum Sieden erhitzt. Dann wird die Schwefelsäure mit Baryt genau ausgefällt und durch Eindampfen der schwefelsäurefreien Lösung 
 EMI3.5 
 als ganz schwach gelblich   gefärbter Sirup   erhalten, der nach einigem Stehen zu schönen Kristallen erstarrt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Aminosäuren der aliphatischen Reihe, dadurch gekennzeichnet, dass man die aus Äthanolaminen oder Diäthanolamin oder ihren Homologen mit Zyaniden und Aldehyden bzw. Ketonen erhältlichen Nitrile in üblicher Weis in die zugehörigen Säuren überführt und gegebenenfalls die Säuren nach den üblichen Methoden in ihre Salze verwandelt.
AT68848D 1912-11-12 1913-10-25 Verfahren zur Darstellung von Aminosäuren der aliphatischen Reihe. AT68848B (de)

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