AT67816B - Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Briketts unter Verwendung von Sulfitzelluloseablauge als Bindemittel. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Briketts unter Verwendung von Sulfitzelluloseablauge als Bindemittel.

Info

Publication number
AT67816B
AT67816B AT67816DA AT67816B AT 67816 B AT67816 B AT 67816B AT 67816D A AT67816D A AT 67816DA AT 67816 B AT67816 B AT 67816B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
binder
water
insoluble
briquettes
liquor
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Max Platsch Dr
F A Hoesch & Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Max Platsch Dr, F A Hoesch & Co filed Critical Max Platsch Dr
Application granted granted Critical
Publication of AT67816B publication Critical patent/AT67816B/de

Links

Landscapes

  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Briketts unter Verwendung von   Sulfltzellulose-   ablauge als Bindemittel. 



   Die Bestrebungen, eingedickte Sulfitablauge in der Brikettierindustrie als Bindemittel einzuführen, haben bisher zu keinem befriedigenden Ergebnisse geführt, weit das Bindemittel   wasserlöslich   blieb. 



   Nur der Weg der Verkokung dieses Bindemittels hat bisher zu einem durchgehend wasserunlöslichen Brikett geführt. Das Verfahren erfordert aber eine hohe Temperatur von etwa 3000 C und mehr, die. abgesehen von den dabei auch oft entstehenden Bränden, von vielen Materialien, wie Steinkohlen, nicht ohne nachteilige Veränderung ertragen wird. Es kam also darauf an, das Bindemittel bei niederer Temperatur und schneller wasserunlöslich zu machen. 



   Weiterhin zeigten aber die Briketts den Mangel, dass sie im Feuer zersprangen und ein grosser Teil des Brennstoffes   unverbrannt   in die Asche ging. Es wurde festgestellt, dass der Kalkgehalt der Sulfitlauge der Grund des Zerfallen im Feuer war. Daher muss also mit einer kalkfreien Sulfitlauge brikettiert werden. 



   Eine gute Entkalkung der Sulfitlauge wird dadurch erreicht, dass man weit eingedickte Lauge mit Schwefelsäure versetzt, derart, dass nur ein geringer Überschuss über den Kalkgehalt, etwa   O'o%   auf Trockensubstanz gerechnet, vorhanden ist. Je dicker die Sulfitlauge ist, desto quantitativer fällt der Kalk aus ; es handelt sich da um Konzentrationen von 30 bis   400 Bé.   



   Man hat schon mehrfach mit Schwefelsäure Entkalkungen probiert, ohne jedoch das angestrebte Ziel zu erreichen. Wollte man Rohlaugen oder überhaupt dünne Laugen mit Schwefelsäure versetzen, wie es bereits geschehen ist, so bekommt man erst bei grossem Säureüberschuss eine Kalkfällung ; dieselbe fällt aber sehr mangelhaft aus. Eine technisch brauchbare Entkalkung ist auf diesem Wege nicht erreichbar. Wollte man aber selbst die schlecht entkalkte Roblauge eindicken, um sie bindefähig zu machen, so würde die Lauge verkohlen wegen des starken Überschusses an Schwefelsäure, die ausserdem noch die Apparaturen stark angreift. 



   Es ist ein Brikettierverfahren bekannt, nach welchem ein Schwefelsäurezusatz von 15% konzentrierter Schwefelsäure zur eingedickten   Sulfitlauge   verwendet wird. Man hat da aber nicht erkannt, dass man den ausgefällte : Gips hätte entfernen müssen, der den Trockenprozess des Briketts wegen seines Wassergehaltes verlangsamt und die Haltbarkeit des Briketts im Feuer herabsetzt. Der grosse Überschuss an Schwefelsäure bringt die Sulfitlauge beim Erwärmen aber schon vorzeitig zum Verkohlen und ist bei der Trocknung viel zu schwer zu entfernen, keineswegs schon um   1000 C.   



   Gut entkalkte dicke Sulfitlauge ist sehr leicht zersetzlich und wird schon um   lOOC   durch Verkohlung wasserunlöslich, wenn ein kleiner Überschuss an Schwefelsäure vorhanden ist. Bei der Brikettierung mit einem so vorbereiteten Bindemittel fallen also die angeführten Übelstände weg. 



   Es ist zu beachten, dass die Sulfitlauge beim Zusatz von Schwefelsäure sowie bei den folgenden Manipulationen keiner vorzeitigen, verkohlend wirkenden Erwärmung ausgesetzt wird, da   verkohltes Material   nicht mehr bindet und somit ein unrationeller Laugenverbrauch verursacht würde. 



   Das Verfahren verläuft also derart, dass stark eingedickte   Sulfitlauge   mit Schwefelsäure versetzt wird unter Zugabe eines geringen Überschusses über den berechneten Kalkgehalt, etwa   O' & O/o auf Trockensubstanz   der Lauge gerechnet. Zur   Gipseutfernung.   die durch Filtration oder Absetzen erfolgt, wird die Lauge etwas verdünnt und dann auf brikettierfähige Konsistenz gebracht. Das so vorbereitete Bindemittel wird mit Brennstoffklein gemischt, gepresst und bei etwa   1000   C zur Wasserunlöslichkeit getrocknet. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. EMI1.1 Verfahren zur Herstellung wasserunlòslichor Briketts unter Verwendung von Suint- zelluloseablauge als Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, dass die eingedickte Sulfitzelluloseablauge ohne zersetzende Erwärmung, eventuell unter Abkühlung mit Schwefelsäure im Überschuss, etwa U'50/0 auf Trockensubstanz der Lauge berechnet, versetzt, nach Verdünnung von Gips befreit, wieder konzentriert, mit Brennstoffktein vermengt und mit diesem brikettiert wird, worauf die erhaltenen Briketts bei etwa 1000 C getrocknet werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT67816D 1913-03-07 1913-03-07 Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Briketts unter Verwendung von Sulfitzelluloseablauge als Bindemittel. AT67816B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT67816T 1913-03-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT67816B true AT67816B (de) 1915-02-10

Family

ID=3589696

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT67816D AT67816B (de) 1913-03-07 1913-03-07 Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Briketts unter Verwendung von Sulfitzelluloseablauge als Bindemittel.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT67816B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE266096C (de)
AT67816B (de) Verfahren zur Herstellung wasserunlöslicher Briketts unter Verwendung von Sulfitzelluloseablauge als Bindemittel.
NO124990B (de)
AT7927B (de) Verfahren zur Herstellung von Brennstoffbriketts.
AT88160B (de) Verfahren zur Nutzbarmachung von Kohlenschlamm.
AT92949B (de) Verfahren zur Herstellung von vegetabilischer Kohle.
AT103913B (de) Verfahren zur Herstellung eines Kompostdüngers.
DE2229698B2 (de) Verfahren zur zubereitung eines flugasche enthaltenden ausgangsgemischs fuer die herstellung von kalkschlackensteinen
AT358919B (de) Verfahren zur verwertung der bei der industri- ellen zellstoffgewinnung anfallenden sulfitab- lauge
DE179037C (de)
DE505672C (de) Verfahren zum Brikettieren nicht backender Brennstoffe mit Hilfe von anorganischen und organischen Bindemitteln
AT84986B (de) Verfahren zur Herstellung eines künstlichen Brennstoffes aus Pflanzenstoffen.
DE692958C (de) Verfahren zur Herstellung von streufaehigen Duengemitteln
AT69286B (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelarmen Koks.
DE742225C (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln
AT16062B (de) Verfahren zur Brikettierung.
AT84137B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstmagnesit.
AT240297B (de) Verfahren zur Aufbereitung von bei der Abwasserreinigung anfallenden Rohschlämmen
DE377199C (de) Verfahren zur Nutzbarmachung der Endlauge von Kalifabriken
DE416765C (de) Verfahren zur Herstellung eines Eisenzements
AT95315B (de) Verfahren zur Herstellung einer hochaktiven Entfärbungskohle.
DE2107001C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Magnesiumoxid bzw. -hydroxid aus gebranntem Dolomit und Magnesiumchlorid
AT154649B (de) Verfahren zur Herstellung von basischem Magnesiumkarbonat.
AT29241B (de) Verfahren zur Gewinnung von Oxalsäure.
DE448626C (de) Verfahren zur Herstellung einer Mischung fuer die Erzeugung von Briketten aus zerkleinerter Kohle