AT66203B - Verfahren zur Herstellung von fein verteiltem kolloidähnlichen Indigo. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von fein verteiltem kolloidähnlichen Indigo.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von fein verteiltem kolloid hnlichen Indigo. In der deutschen Patentschrift Nr. 1214 & 0 wird ein Verfahren zur Herstellung von Indigoküpen mittels eines Indigos beschrieben, welcher durch Dissociation des in schwarzbraunen Nadeln aus der Schwefelsäure sich abscheidenden Indigosulfats mit Wasser gebildet wird. Es wurde gefunden, dass man in Schwefelsäure ein anderes Indigosulfat erzeugen und damit einen Indigo von äusserst feiner kolloidähnlicher Beschanenheit erhalten kann, wenn man nicht von dem in der deutschen Patentschrift Nr. 121450 erwähnten krystallinischen grünlichschwarz- braunen Sulfat, sondern von dem genannten anderen, in Schwefelsäure sich zunächst bildenden dicklichen Indigosulfat amorpher Beschaffenheit oder auch anderer Zusammensetzung (vielleicht Monosulfat oder ein Halbsulfat ?) ausgeht. Rührt man nämlich Indigo rasch in Schwefelsäure von 60 Bé ein, welche zweckmässig abgekühlt ist, und von der man so viel anwendet, dass die Masse noch rührbar ist, also z. B. die siebenfache Menge, so erhält man, wie sich zeigte, zunächst ein äusserst dickliches Magma, aus dem sich durch Zufügung von Eis der Indigo in der angegebenen EMI1.1 EMI1.2 sind, z. B. als Indigo S und SB im Handel. Das in der deutschen Patentschrift Nr. 121450 be- schriebene griuich schwarzbraune kristallisierte Indigobisulfat bildet sich leicht beim allmählichen Eintragen des Indigos in Schwefelsäure bei höherer Temperatur (30 ) und gutem EMI1.3 wähnten sehr dicken, aus dem neuen Indigosulfat bestehenden Magmas besonders bei höherer Temperatur. (Jegenüber dem in der dentschen Patentschrift Nr. 121450 beschriebenem Indigo- sulfat zeigt das nach dem zuvor gekennzeichneten Verfahren erhaltene Indigosulfat zwischen Objekt- und Deckglas ein völlig anderes Bild, nämlich im Falle der deutschen Patentschrift Nr. 12H50 grobe grünlich-schwärzliche Kristallaggregate oder grobe Einzelkristalle; auch ist ddH in (t-r blasse nusgeschiedene Indigosulfat sandiger, die Masse selbst wesentlich dünnflüssiger. @ Die durch Zersetzung mit Wasser aus beiden in Rede stehenden Sulfaten erhaltenen Indigos zeigen völlige Verschiedenheit : Der nach der deutschen Patentschrift Nr. 121450 erhaltene Indigo sowie auch 2. B. die Handelsprodukte Indigo S und SB sind unter dem Mikroskop deutlich <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 ohne eine eigentliche erkennbare kristalline Struktur bestehend, so dass sie den Eindruck amorpher Gebilde oder Aggregate machen ; beim starken Verdünnen mit Wasser gibt derselbe eine sehr schwer absetzende blaue Flüssigkeit, was sich auch in der Bakterienzentrifuge bestätigt, beim Filtrieren geht die Flüssigkeit grossenteils durchs Filter. Die Paste hat beim Verstreichen pigmentartigen Charakter und gibt beim Eintrocknen ohne oder mit Zusatzmitteln Produkte, welche dem Naturindigo sehr ähnlich sehen. Dieser Indigo verküpt sich in der kalten Gärungsküpe und der kalten Glukoseküpe äusserst leicht und zeigt auch sonst noch Differenzen. Der so erhaltene Indigo ist identisch mit dem Indigo, erhalten nach den Verfahren der Österreichischen Patentschriften Nr. 50509 und Nr. 54368. EMI2.2 EMI2.3 gewandten Temperatur, zweckmässig nicht zu langsam, erfolgt. Nach ganz kurzem Durchrühren hat sich unter etwa 50 starker Temperaturerhöhung ein sehr steifes Magma gebildet : dasselbe sieht im Aufstrich, besonders zwischen zwei Gläsern gepresst, kornblumenblau aus und zeigt die oben genannten weiteren charakteristischen Eigenschaften. Das Eintragen des Indigos und das rasche Aufarbeiten des Magmas kann durch mechanische Vorrichtungen (z. B. Schnecke usw.) begünstigt werden ; insbesondere auch kann durch mechanische Vorrichtung die Schwefelsäuremenge sehr beschränkt werden, indem z. B. mit wenig Schwefelsäure und verhältnismässig viel Indigo eine knet-und dünnauswalzbare Masse erzeugt wird, was gegebenenfalls kontinuierlich geschehen kann, worauf dann die Zersetzung des Sulfats mit Wasser erfolgt. Hiebei kann man, um ein dickes Magma und um das sogenannte"blaue"Sulfat möglichst frei von grünschwarzem Sulfat zu erhalten, auch umgekehrt verfahren, indem man die zweckmässig abgekühlte Schwefelsäure mit dem Indigopulver vermengt. Zur Gewinnung des sehr fein verteilten kolloidähnlichen Indigos wird das Magma. solange dasselbe noch blau in der Durchsicht in dünner Schicht und unter dem Mikroskop nicht kristallinisch aussieht und die weiteren obengenannten Eigenschaften hat, was bei niederer Temperatur und nach Abstellen den Rührers noch nach längerer Zeit der Fall ist, da sich das einmal gebildete charakteristische dicke Magma auch bei höherer Temperatur langsamer in das dünnHü88igere grünlich schwarzbraune sandigere und gröbere Sulfat bzw. in kristal viertes Sulfat umwandelt, durch direkten Zusatz von 700 Eis zersetzt. Der abgeschiedene Indigo wird filtriert, aus- gewaschen und kann dann zweckmässig mit etwas Natronlauge oder sonstigen Verteilungsmitteln angekugelt werden. Die Bildung des den fein verteilten kolloidähnhchen Indigo liefernden Sulfats sowie auch die Zersetzung desselben wird noch weiterhin durch den Zusatz von organischen oder anorganischen Zusatzmitteln erleichtert, die wir unter dem gemeinsamen Namen passende Zusatzmittel" zusammenfassen, so z. B. durch den Zusatz der in den deutschen Patentschriften N. 237368, Nr. 239. 337 iind Zusatzpateiitseliriften genannten Körpern, wie Sulfosäuren und deren Salze, oder durch Zusatz von anorganischen Yerdickungs- oder Füllmitteln, wie Ton, Natriumsulfat, Kieselsäurehydrat uw. zur Schwefelsäure oder zur wässerigen Zersetzungsflüssigkeit. EMI2.4
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