AT65128B - Vorrichtung zum Auswählen einer bestimmten Telegraphenstation von mehreren an derselben Leitung liegenden Stationen. - Google Patents

Vorrichtung zum Auswählen einer bestimmten Telegraphenstation von mehreren an derselben Leitung liegenden Stationen.

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  Vorrichtung zum Auswählen einer bestimmten Telegraphenstation von mehreren an derselben Leitung liegenden Stationen. 



   Der Erfindungsgegenstand ist eine Einrichtung mittels welcher der Morseapparat in einer beliebig gewählten Telegraphenstation in Tätigkeit versetzt und nach erfolgter Verwendung wieder abgestellt werden kann. Zur Auswahl und zum Betrieb der Station werden in bekannter Weise zwei entgegengesetzt polarisierte Relais benutzt, die in Serie an die Linienleitung angeschlossen sind. 



   Die Fig. 1 und 2 stellen das Schaltwerk zur Einschaltung und Ausschaltung des Morseapparates dar, in Fig. a ist die Schaltung der ganzen Anlage für Arbeitsstrom dargestellt
Das Schaltwerk besteht aus den Rädern S, 0, die auf derselben Achse sitzen ; das Rad S ist gezahnt, das Rad 0 dagegen glatt und besitzt am Umfang einen isolierten Teil n ; auf dem   RadeC schleift   eine Feder m. 



   Das Schaltwerk besteht ferner aus dem zweiarmigen eisernen Hebel P, der sich um den festen Punkt f dreht und aus dem Elektromagneten   T.   



   Bei Stromschluss zieht der Elektromagnet T das Ende des Hebels P an, wobei der am anderen Ende angeordnete Sperrhaken o über einem Zahn des Zahnrades schleift. Wird der Strom unterbrochen, so dreht die Feder x den Hebel zurück, wobei der Sperrhaken 0 das Rad S mitnimmt. Auf dem Rad S sitzt ein Stift   h,   der bei Verdrehung des Rades auf den Hebel 8 drückt, wodurch dieser Hebel das Uhrwerk des Morseapparates freigibt. 



   Der Stift h befindet sich bei jeder Station bei der Grundstellung des Rades S in einer anderen Entfernung vom Hebel   s,   so dass die Anzahl der Stromstösse, durch die das Uhrwerk ausgelöst wird, für die einzelnen Stationen verschieden ist. 



   Bei einem zweiten Stromschluss dreht sich das Rad S weiter ; der Stift h geht am Hebel s vorbei, der durch die Wirkung der elastischen Feder y in die Anfangsstellullg zurückkehrt und das Uhrwerk des Morseapparates abstellt. 



   In der Sendestation befindet sich   die Batterie LI,   der Stromwender   TV   und Morse- taster K ; in der Empfängerstation sind zwei entgegengesetzt   polarisierte Relais t-B   vorhanden, ferner der Morseapparat M, das Schaltwerk R und die Hausbatterie Y. 



   Der Stromwender W wird derart eingestellt, dass der positive Pol der Batterie H mit der Erde verbunden ist und der negative Pol zum Taster K führt. Durch den Taster K werden Ströme ausgesandt, die von Batterie H durch die   Krde   in die Empfängerstation über die Relais B-A fliessen und über den Taster K zum negativen Pol der Batterie H   zurückkehren   ; dabei spricht bloss das polarisierte Relais B an und   schliesst   jenen Strom- kreis der Batterie Y, der über den Elektromagnet T führt. Durch die Wirkung des
Schaltwerkes wird das Laufwerk des Morseapparates, wie früher beschrieben, freigegeben. 



     Der Strom wender TV wird nun   so eingestellt, dass der posittve Pol der Batterie H mit dem Taster   K   und der negative Pol mit der Erde leitend verbunden ist. 



   Die durch den Taster K ausgesandten Ströme gehen jetzt in entgegengesetzter
Richtung über die   Relais A-B.   



   Diesmal spricht nur das Relais A an und schliesst jenan Stromkreis der Batterie Y, in dem der Elektromagnet des   Morseapparates}     A/cinssost-hahft   ist. 



   Nach Absenden der Depesche wird der   Stromwendur W   in die erste   Stilung em-   gestellt ; durch ausgesandte Ströme wirkt-man nun auf das Schaltwerk R solange ein, bis dieses die Anfangsstellung einnimmt. 
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