AT63713B - Verfahren zur Erzeugung von Seife. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Seife.

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AT63713B
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alkali
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Eduard Pichler
Josef Gert
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Eduard Pichler
Josef Gert
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   Vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zur Erzeugung von Seife zum Gegenstande, welches gestattet, eine je nach Wunsch mehr oder weniger harte, in Wasser gut lösliche, viel Schaum gebende Seife auf kaltem Wege herzustellen. 



   Der Verseifungsvorgang besteht darin, dass man ein möglichst fein verteiltes vegetabilisches Mehl oder Zellulose, das an sich weder verseifbar, noch wasserlöslich zu sein braucht, mit Alkalilauge von verhältnismässig geringer Konzentration innig vermischt, bis eine möglichst gleichmässige Suspension entsteht und mit dieser Suspension Fettsäuren oder fettsäurereiche Fette innig vermischt. Man erhält hiedurch eine gute, haltbare Seife, die sich leicht weiterverarbeiten lässt. 



   Die an sich weder   wasserlöslichen   noch verseifbaren Materialien, wie Mandelkleie, Leinsamenmehl, Bohnenmehl, Zellulose oder der Hauptsache nach aus Zellulose bestehende Stoffe, wie Holzmehl, gemahlene   Pflanzenblätter   oder Nadeln usw. können nicht ohneweiters verwendet werden, sondern müssen einer besonderen Vorbehandlung   unterzogen v"nen,   die darin besteht, dass man je nach dem Material oder Zerkleinerungsgrad sie mit Glyzerin vermischt und hierauf einige Zeit (etwa 6 bis 24 Stunden) sich selbst überlässt Nach dieser Vorbehandlung lassen sich solche Materialien sehr gut verarbeiten. 



   Das folgende ist ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens. 



   100 Gewichtsteile Mandelkleie werden mit Glyzerin von etwa   28"Be (13"/o H20)   gut durchfeuchtet und einige Zeit (etwa 6 bis 24 Stunden) sich selbst überlassen. Hierauf wird dieses Gemisch in *etwa   120 Gswichtsteile einer Alkalilauge   von   verhältnismässig   niedriger Konzentration, z. B. Natronlauge von etwa   200 Bé (14'370/ A'a OB) eingerührt,   wodurch man eine Masse von sirupartiger Konsistenz erhält. In diese wird dann die zur Bindung des Alkalis erforderliche Menge Fett, und zwar am besten eine Ölsäure oder eine Fettsäure oder ein fettsäurereiches Fett unter Umrühren eingetragen. 



   Das Gemisch erstarrt alsbald zu einer haltbaren, seifenartigen Masse, die sich leicht weiterverarbeiten lässt. 



   Ist das Fett bei gewöhnlicher Temperatur nicht flüssig, so muss es vor dem Eintragen geschmolzen und die Temperatur der Suspension des fein verteilten Materials in der Alkalilauge während des Eintragen so hoch gehalten werden, dass das Fett darin nicht erstarrt. Ist aber das Fett schon bei   gewöhnlicher   Temperatur flüssig, so kann das Eintragen bei gewöhnlicher Temperatur erfolgen. 



   Die Härte der auf diese Weise erhaltenen Seife wechselt je nach der Beschaffenheit des fein verteilten Materials, des benutzten Alkalis und des Fettes. Durch entsprechende Wahl oder Mischung der Ausgangsmaterialien kann man Seifen von jeder gewünschten Härte erzeugen
Dip auf diese Weise erzeugten Seifen sind gut in Wasser löslich und geben einen guten Schaum, dagegen zeigen sie weder die   Klebrigkfit, noch   auch deì. üblen Geluch, den
Seifen mit einem Gehalt an Stärke,   Eiweisskörpern usw. aufweisen,   mögen   diese nun als  
Füllmittel oder sonstige Beimengungen in die Seife geraten sein.

   Das, wie aus vorstehendem ersichtlich, sehr einfache und billige Verfahren   lässt sich mit grösster   Reinlichkeit aus- führen und eignet sich daher besonders zur Erzeugung von   Toiletteseifen.   



   Das fein verteilte, nicht wasserlösliche und nicht verseifbare Material dient bei dem vorliegenden Verfahren keineswegs als Füllmittel, sondern es ermöglicht, die Vt'rseifung mit
Natronlauge bei gewöhnlicher Temperatur   (bzw.   bei der Schmelztemperatur des Fettes) rasch und vollständig herbeizuführen. Irgend welche Hypothesen über die Rolle dieses Materials sollen hier nicht aufgestellt werden, doch scheint nicht die chemische Zusammensetzung dieses
Materials, sondern seine feine Verteilung hiebei das Ausschlaggebende zu sein, da das Ver- fahren mit fein verteilten Materialien von im übrigen sehr verschiedener Beschaffenheit durch- geführt werden kann. Natürlich können diese Materialien gleichzeitig auch   als Geruchtrliger   oder als kosmetische Mittel (z.

   B. bei gewissen Pflanzennadeln und Blättern,   Irii ? rhizom usw.)   dienen. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung einer vegetabilische Mehle oder fein verteilte Zellulose enthaltenden Seife auf kaltem Wege, dadurch gekennzeichnet, dass man die genannten Stoffe mit konzentriertem Glyzerin vermischt und diese Mischung, nachdem sie einige Zeit sich selbst überlassen war, mit einer verhältnismässig wenig konzentrierten Alkalilauge (120/0 bis 180'/0 Na OH) zu einer gleichmässigen Suspension verrührt, in welche dann das Fett bei gewöhnlicher, bzw. die Schmelztemperatur des Fettes nicht wesentlich übersteigender Temperatur eingetragen wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT63713D 1911-01-21 1911-01-21 Verfahren zur Erzeugung von Seife. AT63713B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968414C (de) * 1942-04-24 1958-02-13 Dr Hans P Kaufmann Reinigungsmittel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968414C (de) * 1942-04-24 1958-02-13 Dr Hans P Kaufmann Reinigungsmittel

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