DE968414C - Reinigungsmittel - Google Patents

Reinigungsmittel

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DE968414C
DE968414C DEK3785D DEK0003785D DE968414C DE 968414 C DE968414 C DE 968414C DE K3785 D DEK3785 D DE K3785D DE K0003785 D DEK0003785 D DE K0003785D DE 968414 C DE968414 C DE 968414C
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DE
Germany
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cellulose
acids
alkali
cleaning
alkali cellulose
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Expired
Application number
DEK3785D
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English (en)
Inventor
Dr Hans P Kaufmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS P KAUFMANN DR
Original Assignee
HANS P KAUFMANN DR
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/16Organic compounds
    • C11D3/20Organic compounds containing oxygen
    • C11D3/22Carbohydrates or derivatives thereof
    • C11D3/222Natural or synthetic polysaccharides, e.g. cellulose, starch, gum, alginic acid or cyclodextrin

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  • Detergent Compositions (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 13. FEBRUAR 1958
Reinigungsmittel
(Ges. v. 15, 7. ISSl)
Zur Ersparnis wertvoller Stoffe mit reinigender, netzender, emulgierender oder schäumender Wirkung werden häufig andere, leichter oder billiger zugängliche Füllmittel zugesetzt. So kann man Seifen, Sulfonate, Fettsäurekondensationsprodukte usw. mit anorganischen oder organischen Verbindungen, wie z. B. Kaolin, Natriumsulfat.Wasserglas, Natriumbicarbonat, Stärke, Zellulose, Dextrin, Eiweißstoffen usw., mischen. Ihre Auswahl ist von der Natur des jeweiligen Ausgangsmaterials und auch davon abhängig, ob das zu erzielende Produkt in Stückform, als Pulver oder in Lösung zur Anwendung kommen soll. Saponine werden mitunter gemeinsam mit kolloidlöslichen Stoffen zur Anwendung gebracht, um das Schmutztragevermögen zu erhöhen.
Die Erfindung benutzt als Ausgangsmaterial Alkalizellulose in Pulverform, wie sie zur Herstellung von Viskose bekannt ist, und zwar in »gereifter«· Form. Bei dem Reifungsprozeß spielt sich ein Oxydationsprozeß ab, der die Bildung niedrigmolekularer Stoffe zur Folge hat. Setzt man gereifte Alkalizellulose mit sauren Stoffen um, deren Alkalisalze die eingangs genannten Eigenschaften haben, z. B. Fettsäuren, Harzsäuren, Alkylarylsulfonsäuren oder saure Fettalkoholsulfate, so findet ein chemischer Prozeß statt. Bei diesem vereinigt sich das an die Zellulose bzw. ihre oxydativen Abbauprodukte gebundene Alkali mit den vorgenannten sauren Stoffen. Es entstehen die Alkalisalze derselben, also Seifen, Alkylarylsulfonate, Fettalkoholsulfate usw., in denen die Zelluloseprodukte
709 882/55
sehr fein dispergiert sind. Die Umsetzung verläuft ohne Schwierigkeiten. So verknetet man z. B. die pulverförmige Alkalizellulose mit geschmolzenen Fettsäuren in einem heizbaren Mischer und kann die erhaltene Masse sofort durch die Strangpresse zur Herstellung von Seifenstücken pressen. Ist die Alkalizellulose durch längeres Liegen stark ausgetrocknet, so empfiehlt sich eine geringe Anfeuchtung. Mit Vorteil läßt sich bei der Viskoseherstellung abfallende »überreife« Alkalizellulose verwenden, die für Kunstseide oder Zellwolle nicht mehr geeignet ist, weil sie zu »kurze« Fasern liefert, bei der vorstehend beschriebenen Umsetzung aber ein Reinigungsmittel ergibt, in dem die Zelluloseprodukte sehr fein verteilt sind.
Außer der durch die Verwendung der Zellulose gegebenen Ersparnis an waschaktiver Substanz bieten die beschriebenen Reinigungsmittel verschiedene Vorteile. Das geringe spezifische Gewicht des Füllmittels verhindert Verstopfungen der Wasserleitungen, wie sie bei anorganischen Füllstoffen eintreten. Die Adsorption von Schmutz, Kalkseifen usw. an die Zellulosebestandteile erleichtert durch Fortfall eines » Schmutzrandes « die Reinigung der benutzten Gefäße. Die mechanische Wirkung des Füllstoffes erhöht die reinigende Wirkung, während die bei anderen Füllmitteln häufig in feuchtem Zustand beobachtete Versumpfung nicht eintritt. Die Reinigungsmittel können auch in halbflüssige bzw. pastöse Form oder in Pulverform übergeführt und mit den üblichen Zusätzen versehen werden.
Es ist bereits bekannt, mit Zellulose gefüllte Seifen auf anderen Wegen herzustellen. So wird nach dem Verfahren der österreichischen Patentschrift 63 713 feinverteilte Zellulose mit konzentriertem Glycerin versetzt und mit Alkahlauge eine Suspension hergestellt, in die man Fett einträgt. Der Fortfall des Glycerins und die schnell verlaufende Umsetzung der pulverförmigen gereiften Alkalizellulose mit sauren waschaktiven Grundstoffen nach dem vorhegenden Verfahren bedeuten demgegenüber, abgesehen von der andersartigen Zusammensetzung des erhaltenen Reinigungsmittels, im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit einen technischen Fortschritt. Daß derselbe nicht zu erwarten war, kann aus der Beschreibung des deutschen Patents 339 047 entnommen werden, in der auf Seite 2, linke Spalte, Absatz 2, hervorgehoben wird, daß sich aus trockenen Vegetabilien, mit Ätzälkalüaugen und Fettsäuren versetzt, keine formbeständigen Seifen herstellen lassen. Dies ist aber bei dem vorhegenden Verfahren ohne weiteres der Fall, bedingt durch die Verwendung gereifter Alkalizellulose in fester Form an Stelle der in dem deutschen Patent 339 047 benutzten, aus alkalisierten Vegetabilien hergestellten Schleime oder Gallerte, die zunächst mit Adsorptionsmitteln,
z. B. Ton, Kaolin, Talk oder Silikaten, und dann mit fester Seife oder Seifenpulver gemischt werden müssen, um brauchbare Reinigungsmittel zu erhalten.
Beispiel 1
50 Teile eines Fettsäuregemisches, bestehend aus 30 Teilen synthetischer Fettsäure der Säurezahl 242, 10 Teilen Stearinsäure der Säurezahl 219 und 5 Teilen einer Harzsäure der Säurezahl 160, werden in einer Knetmaschine nach und nach mit 120 Teilen Alkalizellulose geeigneten Reifungsgrades, die zweckmäßig vorher durch Pilieren völlig homogenisiert worden ist, unter gelinder Erwärmung verknetet. Darauf fügt man nach und nach nochmals die gleiche Menge der verflüssigten Fettsäuren hinzu, piliert nach ausreichendem Durchkneten über gekühlte Stahlwalzen und verformt in üblicher Weise. Der zur feinsten Verteilung des Füllmittels notwendige Reifungsgrad der Alkalizellulose wird durch einen Vorversuch festgestellt. Zur Beschleunigung der Reifung kann eine Benetzung mit Ideinsten Mengen Wasserstoffperoxyd erfolgen.
Beispiel 2
32,5 Teile gereifte Alkalizellulose, aus Strohzellstoff hergestellt, werden unter Erwärmen mit 54 Teilen eines Fettsäuregemisches umgesetzt. Letzteres besteht aus 45°/0 Tranfettsäure, gehärtet und destilliert, 25°/o Walölfettsäure, gehärtet und destilliert, und 3O°/0 Cocosölfettsäure. Das entstandene Produkt wird, gegebenenfalls nach Zusatz von etwas Kochsalz mit Luft derart geblasen, daß sich das Volumen um 50 bis 6o°/0 erhöht. Nach dem Erkalten wird die erhaltene Schwimmseife in Stücke geschnitten.
Beispiel 3
Gereifte und durch Pilieren homogenisierte Alkalizellulose wird in einer Mischmaschine mit 5o0/„iger Dodecylbenzolsulfonsäure unter gelindem Erwärmen neutralisiert, worauf man abrichtet und in der bei der Seifenherstellung üblichen Weise weiterverarbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Reinigungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man Alkalizellulose geeigneten Reifungsgrades mit Säuren, deren Alkalisalze reinigende Wirkungen haben, z. B. Fettsäuren, Harzsäuren, Alkylarylsulfonsäuren usw., zur Umsetzung bringt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 339 047; österreichische Patentschrift Nr. 63 713 ; schweizerische Patentschrift Nr. 190 400.
    © 709 882/55 2.58
DEK3785D 1942-04-24 1942-04-25 Reinigungsmittel Expired DE968414C (de)

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DEK3785D DE968414C (de) 1942-04-24 1942-04-25 Reinigungsmittel

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE904765X 1942-04-24
DEK3785D DE968414C (de) 1942-04-24 1942-04-25 Reinigungsmittel

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DE968414C true DE968414C (de) 1958-02-13

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DEK3785D Expired DE968414C (de) 1942-04-24 1942-04-25 Reinigungsmittel

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT63713B (de) * 1911-01-21 1914-03-10 Eduard Pichler Verfahren zur Erzeugung von Seife.
DE339047C (de) * 1915-08-22 1921-07-12 Juenger & Gebhardt G M B H Verfahren zur Herstellung fester Toilette- und Haushaltungsseifen in Stuecken oder Pulverform
CH190400A (de) * 1935-05-02 1937-04-30 Kalle & Co Ag Waschmittel.

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT63713B (de) * 1911-01-21 1914-03-10 Eduard Pichler Verfahren zur Erzeugung von Seife.
DE339047C (de) * 1915-08-22 1921-07-12 Juenger & Gebhardt G M B H Verfahren zur Herstellung fester Toilette- und Haushaltungsseifen in Stuecken oder Pulverform
CH190400A (de) * 1935-05-02 1937-04-30 Kalle & Co Ag Waschmittel.

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