DE606366C - Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen, geformten Seifenpraeparaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen, geformten Seifenpraeparaten

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DE606366C
DE606366C DEW76208D DEW0076208D DE606366C DE 606366 C DE606366 C DE 606366C DE W76208 D DEW76208 D DE W76208D DE W0076208 D DEW0076208 D DE W0076208D DE 606366 C DE606366 C DE 606366C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor
    • C11D13/14Shaping
    • C11D13/20Shaping in the form of small particles, e.g. powder or flakes

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von leicht löslichen, geformten Seifenpräparaten Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Seifenmassen, die in die Form ganz feiner Fäden gepreßt werden sollen. Es hat sich gezeigt, daß man nicht jede beliebige Seife zu Fäden von etwa, 1,5 mm oder von noch kleinerem Durchmesser verpressen kann. Um dies zu ermöglichen und insbesondere ein Zusammenbacken der Seifenfäden nach dem Verpressen zu verhindern, hat man bisher reine Seife verwendet, diese vor dem Verpressen erst getrocknet, und zwar so weit, daß der Fettsäuregehalt in der zu verpressenden Seife je nach deren Zusammensetzung 7o bis 8z% betrug. Dies ist jedoch ein sehr kostspieliges Verfahren.
  • Der Erfinder hat nun ermittelt, daß man dies Trocknen nicht vorzunehmen braucht, wenn man der Seifenmasse vor dem Verpressen unter den nachstehend noch zu erörternden Bedingungen Salze bzw. Salzgemische zusetzt. Diese Salze brauchen nicht kristallwasserbindend zu sein, ja im Gegenteil, sie können auch hygroskopisch sein. Es kommt nur darauf an, daß die hier zu verwendenden beliebig zusammengesetzten Salze nicht zersetzend .auf die Seife einwirken.
  • Als solche Salze kommen demgemäß beispielsweise in Betracht: Pottasche, Natrium-oder Kaliumbicarbonat, Kalium- oder Nätriüinsulfaf,`Kälium- - roZ#'er Natriumphosphat, Kalium- oder Natriumsilikat, Kalium- oder Natriumborat, Kalium- oder Natriumacetat, Kalium- oder Natriumnitrat, die Kalium- oder Natriumsalze von aromatischen Sulfosäuren, wie z. B. von (3-Naphthasinsulfosäuren oder von deren Homologen und Substitutionsprödukten @o. dgl.
  • In den meisten Fällen wird man diese Elektrolyte der warmen, flüssigen Leim-.oder Kernseife zusetzen und nur in ganz bestimmten Fällen, wo es sich z. B. um wärmeempfindliche Elektrolyte handelt, wie ' z. B. bei Natriumbicarbonat oder Natrium-,f p er borat, wird man sie zu der bereit§! mehr oder wen_Wer erstarrten kalten, festen e>e zusetzen. Es hat sich becler Verwendung der warmen, flüssigen Seife ferner gezeigt, daß durch den Zusatz der Salze infolge der erhöhten Wärmeleitfähigkeit die Erstarrung in ganz erheblich kürzerer Zeit vor sich geht als bei reiner flüssiger Seife. Von diesen Salzen bzw. Gemischen derselben wird nach der Erfindung der Seife höchstens so viel zugesetzt, daß die Grenze des Aussalzeng noch nicht erreicht wird, d. h. daß, also nicht nochmals ein zweites Aussalzen stattfindet. Normalerweise schwankt dieser Zusatz zwischen 5 und 3o %, ist also bei den verschiedenen Salzen sehr verschieden. Die Vermischung erfolgt in einer Mischmaschine, und man erhält bei Verwendung von flüssiger Seife meist in r o bis 15 Minuten schon ein vollständig homogenes Gemisch, das genügend erstarrt ist, um ohne Trocknung sofort verpreßt werden zu können. Die durch diesen Preßprozeß erhaltenen Fäden backen nicht mehr zusammen und lassen sich sehr leicht, meist schon durch kurzes Aufblasen von Luft infolge des günstigen Verhältnisses von Oberfläche zum Gewicht so nachtrocknen, daß sie spröde werden und zu kleinen, kristallähnlichen Stäbchen zerbrechen. Diese sind nunmehr im Gewicht vollständig konstant, sie lassen sich infolge ihrer relativ großen Oberfläche auch sehr schnell, selbst in kaltem Wasser, lösen, wobei der Salzgehalt wieder wesentlich beschleunigend wirkt. Sie lassen sich vollständig automatisch in kontinuierlichem Prozeß, herstellen, leicht automatisch dosieren und verpacken und stellen vor allen Dingen in ihrem Äußern ein ganz bestechend schönes Produkt dar.
  • Einen besonderen Vorteil erzielt man bei der Verwendung von Persalzen. Die hiermit hergestellten Fäden zeigen selbst bei Verwendung heißer, flüssiger Seife eine auffallende Beständigkeit des Perborats, was hauptsächlich auf die schnelle Abkühlung und Trocknung der Fäden zurückzuführen ist. Diese Haltbarkeit wird noch vergrößert, wenn man gleichzeitig kolloide Schutzstoffe zusetzt, die die Persalze umhüllen und somit gegen Zersetzung sichern; zu solchen Stofben gehört z. B. Wasserglas. Die schnelle Löslichkeit solcher perborathaltiger Fäden ist von hoher Bedeutung für den Schutz der damit in Be---Tührung=kommenden-Gewel3-e,- da--diese--mit festem Perborat oder konzentrierten Laugen nicht in Berührung kommen dürfen.
  • Auch Kohlenwasserstoffe, hydrierte oder Halügenkohlenwasserstoffe kann man weiterhin den Seifen einverleiben und hierdurch die Preßfähigkeit noch mehr erhöhen, ferner auch sulfonierte aromatische Verbindungen o. dgl. Selbstverständlich sind auch geringe Zusätze von ätherischen Ölen oder auch von unverseifbaren oder schwer verseifbaren Kohlenwasserstoffgin, wie Paraffin, Vaselin, Montanwachs, Bienenwachs, Geresin o. dgl., zulässig und beeinflussen vorteilhaft das Äußere. Auch können wasserunlösliche Füllmittel, wie z. B. Ton, Kalk, Holzmehl, Kartoffelmehl, Oxy- und Hydrocellulose o. dgl., verwendet werden. Beispiele i. 5oo kg flüssige Kernseife, 5o kg ausgesiebte 98%ige Pottasche, 25 kg Natriumbicarbonat werden zusammengerührt. Nach 5 bis io Minuten wird die Masse fest und zu Fäden verpreßt. '-"' `-- --2. 5oo kg Kernseife, 25 kg Borax, 35 kg Natriumbicarbonat, 25kg ausgesiebte 98%ige Pottasche werden zusammengerührt. Nach 5 bis i o Minuten wird die Masse fest. Sie wird dann mittels Walzenmühlen vollständig homogenisiert und dann mittels Düsen von i/2 mm Durchmesser zu Fäden verpreßt. 3. 5ookg flüssige Kernseife, 5okg Kalium, metabürat, 25 kg Natriumbicarbonat werden gemischt und wie in Beispiel i oder 2 weiterbehandelt.
  • 4. 5ookg 55- bis 6o%ige Leimseife werden mit 25 kg Borax, 35 kg Natriumbicarbonat und 25 kg ausgesiebter 98 %ig@er- Pottasche zusammengerührt und nach Beispiel i oder 2 weiterbehandelt.
  • 5. 5ookg flüssige Kernseife werden mit 5o kg flüssigem, höchstkonzentriertem Wasserglas verrührt, worauf die Masse in i o bis i 5 Minuten fest und bröckelig wird und auch nicht mehr klebt. Sie läßt sich nach dem Erkalten hierauf leicht nach Beispie12 weiter aufarbeiten, wobei hochglänzende Fäden @erhalten werden, die kaum von Kunstseide zu unterscheiden sind.
  • 6. 5oo kg flüssige Kernseife werden mit i oo kg 13-naphthalinsulfpsaurem Natrium in Pulverform verrührt, worauf die Masse in etwa io bis 15 Minuten fest und bröckelig wird und auch nicht mehr klebt. Sie läßt sich nach dem Erkalten alsdann leicht nach Beispiel i oder 2 weiter aufarbeiten.
  • 7. 5ookg Kernseife werden in an sich bekannter Weise mit 5o kg Benzin oder 5o bis 6o kg hydrierter Phenole oder Kresole vermischt, bis eine vollständig homogene und
    -@ieh@=-1£oss@rsto -f@ab@@
    vorliegt. Alsdann wird die Masse mit 5o kg Natriumbicarbonat und 25 kg Borax versetzt und hierauf nach Beispiel i oder 2 weiterbehand2lt.
  • B. 5ookg 62%ige Kernseife werden mit einer für sich hergestellten teigigen Mischung aus 661/g kg kristallisiertem Natriumperborat, 5o kg Wasserglas vom spezifischen Gewicht 1,35 bis 450 und mit 11/g kg 34%iger Na- 1 tronlauge vermischt. Nach 5 bis i o Minuten werden noch 20 kg calcinierte Soda zugegeben, nochmals gut gemischt, und das Ganze, wie in Beispiel i oder 2 angegeben, weiterbehandelt.
  • 9. 5ookg 62%iger flüssiger Kernseife werden mit einer für sich hergestellten teigigen Mischung aus 32 kg Natriumperborat mit einem Gehalt von 22,5 % aktivem Sauerstoff und So kg Wasserglas von spezifischem Ge- j wicht 1,4o bis i,5o vermischt, worauf noch 2 5 kg Natriumphosphat in fein ,gepulverter Form zugefügt werden. Die anfangs flüssige Masse wird im Verlauf von 5 bis io Minuten fest und kann alsdann nach Beispiel i j oder 2 weiterbehandelt werden.
  • 10. 25o kg flüssige Kernseife, 62- bis 64%ig, 25okg trockene Kernseife mit einem Fettsäuregehalt von 82 bis 88 % werden in einer Knetmaschine mit Soo kg Wasserglas von 38 bis 42° Be vermischt, worauf die Masse bebändert wird. Nach kurzem Nachtrocknen an der Luft kann man diese Bänder zu schönen, feinen, seidenglänzenden Fäden verpressen, die nach dem Erkalten und Nachtrocknen zu schönen, kleine., kristallähnlichen Stäbchen zerbrechen. Man kann den Wasserglaszusatz auch noch ganz wesentlich erhöhen und das Nachtrocknen dadurch vermeiden, daß man z. B. Bicarbonat, wasserfreies Trinatriumphosphat oder Borax der Knetmaschine nach Bedarf zusetzt.
  • z r. a 5o kg flüssige Kernseife, 62- bis 64%ig, z 5o kg getrocknete Kernseife mit einem Fettsäuregehalt von 82 bis 88 % werden mit Zoo kg Natriumbicarbonat in einer Knetmaschine verknetet und, sobald die Masse homogen erscheint, gebändert. Diese Bänder lassen sich bei passenden Fettansätzen direkt, sonst nach ganz kurzem Antrocknen an der Luft, zu feinen Fäden verpressen, die in Wasser klar löslich sind und ein hohes Schaum- und Reinigungsvermögen zeigen. Ihr Fettsäuregehalt beträgt durchschnittlich 6oo/o. Die Menge der zugesetzten Salze soll sich einerseits danach richten, daß das sehr kostspielige Trocknen der Seife nach Möglichkeit vermieden wird; andererseits danach, ob ein mehr oder weniger hartes Gebrauchswasser vorliegt, das beim Waschprozeß enthärtet werden soll. 12. roo kg destillierte !oder hochgespaltene Fettsäure werden mit 5o kg Kienöl oder Cyclohexanol gemischt und bei einer Temperatur von 3o° C mit 44 kg fester, 99%iger Soda nach dem Verfahren gemäß Patentschrift 396 15 5 verseift. Nach einigen Stunden ist diese natriumbicarbonathaltige Seife fest geworden. Sie wird dann mit 300 kg flüssiger oder fester Kernseife von 62 bis 64 % gemischt und gebändert und kann alsdann leicht zu schönen, elastischen Fäden, die sich klar in Wasser auflösen und ein hohes Schaum- und Reinigungsvermögen besitzen, verpreßt werden. Dadurch, daß bei diesem Arbeiten ein besonderes Trocknen und höhe Temperaturen vermieden werden, treten keine Verluste an Kohlenwasserstoffen ein.

Claims (1)

  1. PA'fl?N'1.'ANS1'IeUC11: Verfahren zur Herstellung von leicht löslichen, geformten Seifenpräparaten, dadurch gekennzeichnet, daß Leimoder Kernseife, möglichst in schmelzflüssigem Zustand, mit oder ohne Zusatz von Fettlösungsmittel mit noch keine Aussalzung bewirkenden Mengen von Salzen oder Salzgemischen versetzt und das Mischprodukt zu feinen Fäden von weniger als 1,5 mm Durchmesser verpreßt wird.
DEW76208D 1927-06-10 1927-06-10 Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen, geformten Seifenpraeparaten Expired DE606366C (de)

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DEW76208D DE606366C (de) 1927-06-10 1927-06-10 Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen, geformten Seifenpraeparaten
FR654793D FR654793A (fr) 1927-06-10 1928-05-23 Procédé pour fabriquer des flocons de savon ou des produits analogues
GB15555/28A GB319807A (en) 1927-06-10 1928-05-26 An improved process for the production of soap threads
US282889A US1828826A (en) 1927-06-10 1928-06-04 Process for the production of soap threads

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GB (1) GB319807A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202006013438U1 (de) * 2006-08-31 2007-02-08 Zinck, Adalbert Beschichtungs-, Klebe- und Imprägniermittel, insbesondere als Bau- und Restaurationsmaterial

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202006013438U1 (de) * 2006-08-31 2007-02-08 Zinck, Adalbert Beschichtungs-, Klebe- und Imprägniermittel, insbesondere als Bau- und Restaurationsmaterial

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US1828826A (en) 1931-10-27
GB319807A (en) 1929-09-26
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