AT62941B - Verfahren zur Herstellung von Glaskörpern durch Ausheben aus der geschmolzenen Masse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glaskörpern durch Ausheben aus der geschmolzenen Masse.

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AT62941B
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Description


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 hitzen   und Abkühlen nachteilig beeinflusst   wird, zu   erhöhten.   



   Der vorliegenden Erfindung gemäss wird ein verhältnismässig kaltes   Fangstück verwendet,   d. i. ein Fangstück, welches genügend   kälter   als die Glasmasse ist, um ein Abkühlen der Halteflansche oder-rippe des auszuhebenden Glasgegenstandes zu erwirken, mittels weicher dieser Glaskörper an einem vorstehenden Rand oder einer Leiste des Fangstückes aufgehängt ist. 



   Das Fangstück muss auch von vornherein genügend kalt sein. um zu verhindern, dass dasselbe von der flüssigen Glasmasse rasch erhitzt werde, weil sonst die Glasmasse an dem Fangstüek anhaften würde, da ja das   Fangstück   in der flüssigen Masse eine gewisse, wenn auch kurze Zeit gehalten werden muss, um die Bildung der Halteflansche oder-rippe zu ermöglichen. 



   Es empfiehlt sich. ein kaltes   Metallfangstück   zu verwenden, welches einen oder mehrere Ränder, vorzugsweise in der Form einer nach innen vorspringenden Leiste, besitzt, so dass also das   Fangstüek eine unterschnittene Aushöhlung aufweist.   Das   Fangstück wird   in die geschmolzene Glasmasse eingetaucht ; wenn   ein Hoh) glaskörper ausgehoben werden soll, wird der   Druck der dem   Fangstück   zugeführten Pressluft soweit vermindert, dass die geschmolzene Glasmasse in das   Fangstück eintreten und   auf der vorspringenden Innenleiste sich abkühlen kann. Das Aufrechterhalten einer Luftströmung durch das Fangstück hat hiebei den Zweck, das Abkühlen der Glasmasse, d. i. das Erstarren der Glasmasse zu einer   Halteflansche, zu befördern.

   Selbstverständlich   muss der Druck der Luft, soweit überhaupt von einem Überdruck die Rede sein kann, sehr gering sein, weil sonst die   geschmolzene Glasmasse   in das hohle Fangstück nicht eintreten könnte. Es empfiehlt sich   aber. um das Erstarren der Glasmasse   an der gewünschten Stelle zu beschleunigen, Luft dem   Fangstücke zuzuführen,   gleichzeitig jedoch für einen entsprechenden Austritt der Luft durch Anordnung einer entsprechenden Auslassöffnung oder dgl. zu sorgen. 



   Das Fangstiick wird in der eingetauchten Stellung genügend lange gehalten, um eine hinreichende   Abkühlung   des auf der vorspringenden inneren Leiste befindlichen Glases zu erzielen. 
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 wie oben bemerkt, das Ausheben erfolgen, ehe das Fangstück soweit erhitzt ist, dass ein Anhaften der   Glasmasse innen oder aussen stattfinden kann.   



   Es ist sehr wesentlich, das   Anhaften   der   Glasmasse   am Fangstiick zu verhindern. weil 
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 Halteflansche genügend abzukühlen. gleichzeitig jedoch das Anhaften von Glas am   Fangstück   zu vermeiden. Die Zeitdauer kann sich jedoch unter anderen Umständen sehr   wesentlich ändern   : 
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   werden.   



   Wenn das kalte Fangstück in die   geschmolzene     Glasmasse   eingetaucht wird. kühlt der untere Teil des Fangstückes die   Glasmasse   an der Stelle, an welcher es in das Bad eintaucht, ab. was durch die Bildung eines aus abgekühlter Masse bestehenden Glasringes um das   Fangstück   herum ersichtlich wird. Das Fangstück muss nun derart gestaltet sein. dass dieses abgekiihlte Glas von dem Fangstück nicht erfasst bzw. an dem Fangstück nicht haften bleiben kann. Aus 
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   Nach Bildung der abgekühlten inneren Halteflansche bzw. des Halteringes muss der Arbeiter darauf achten, den unterhalb des   Ringes befindlichen, d. i. unmittelbar   an die Unterfläche des Fangstückes angrenzenden Teil des   Glasgegenstandes   nicht zu schnell bzw. nicht in so hohem   Masse aufzublasen, dass heim   Erkalten ein Klemmen zwischen diesem Teil und dem   Fangatück   eintreten könnte. Der Glasgegenstand muss ganz frei an der   erstarrten Halteflansche bzw.   dem   Haltering hängen, welcher seinerseits von der Fangstückteiste getragen wird. 



  Beim weiteren nach Bildung des Halteringes stattfindenden Ausheben des Gtasgegenatandes   wird in üblicher Weise dem Innern des Glasgegenstandes Luft zugeführt, um durch den inneren Luftdruck den Durchmesser aufrecht zu erhalten und ein Zusammenfallen zu verhindern. Beim Ausheben eines vollen   Gtasgegenatandes,   wie   z. B.   einer Platte, wird selbstverständlich keine 
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 getrieben werden kann. 



   Bei richtiger Durchführung des Verfahrens muss der Glasgegenstand lose auf dem Fangstück ruhen, was sich z. B. beim Ablegen des Gegenstandes in den   Aufnahmerahmen   zeigt. Bei 
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 des Fangstückes haften. 



   In der Zeichnung zeigt Fig. l in schematischer Darstellung eine zur   Ausführung   des Verfahrens   geeignete Einrichtung, während Fig. 2. 3, 4. 5   und 6 einige   Ausführungsformen   des Fangstückes im Querschnitt veranschaulichen. 



   Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens haben sich die in Fig. 2 bis 6 dargestellten Formen als brauchbar erwiesen. Als Fangstückmaterial kann Kupfer verwendet werden, welches leicht in   die gewünschte Form gegossen werden   kann. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist das Fangstück kegelförmig gestaltet und an die   Btaspfeife.   3 angeschlossen. Es hat eine nach innen vorspringende   Leiste. J, welche   im wesentlichenvonderinnerenAnsatzstelleangefangenwagerechtvorspringt. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die   Leiste nur allmählich nach   innen geneigt und 
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 ein kaltes Fangstück in eigenartiger Weise benutzt wird, nämlich derart, dass dasselbe in das Bad eingetauchtundnachBildungeinerHalteflanscheanderinnerenFangstückleisteausgehoben wird. und zwar ehe es eine solche Temperatur angenommen hat, bei welcher das Glas an irgend einenTeildesFangstückesanhaftenkönnte. 
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   Fangstück vermeiden   muss. Ferner ist hervorzuheben, dass bei dem alten Verfahren das heisse Glas ein Rosten des Fangstiiekes verursacht. welches wiederum auf das Glas abfärbt. 



   Ausserdem wird bei dem fortwährenden Reinigen des Fangstückes die gebildete Rostschichte immer wieder entfernt, wodurch eine rasche Abnutzung hervorgerufen wird. Bei Anwendung eines erhitzten   Fangstückes   ist es auch erforderlich, eine gewisse Abkühlung der Glasmasse an der Oberfläche eintreten zu lassen, ehe das erhitzte   Fangstück   in die Masse eingetaucht wird. Bei Anwendung eines kalten   Fangstückes gemäss vorliegender   Erfindung ist das nicht erforderlich, da ja das kalte   Fangstück selbst   das Glas im erforderlichen   Masse   abkühlt. Es ist somit nicht erforderlich, eine Pause eintreten zu lassen, sondern das Fangstiick kann sofort in das Glas eingetaucht werden. Die Ersparnis an Zeit, die dadurch erzielt wird. ist eine nicht unbeträchtliche. 



   Es ist hervorzubeben. dass auch anderes Material als das in der Beschreibung erwähnte Kupfer verwendet werden kann, auch kann die Gestalt des   Fangstückes   innerhalb weiter Grenzen 
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 auch zum   Ausheben von Platten benutzt werden.   



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 leiste   versehenes Fangstück in die Glasmasse eingetaucht   und in derselben nur solange gehalten wird. als erforderlich ist. um eine   Abkühlung   der auf derselben sich hildenden Tragflansche zu 
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   anhaften   kann. aus der Masse ausgehoben wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l zur Herstellung von Hohlglaskörpern, dadurch gekennzeichnet. dass dem mit einer nach innen vorspringenden Tragleiste versehenen Fangstück während der Bildung der Tragflansche Luft unter geringem Druck zugeführt wird, um die Abkühlung der die Tragflansche hitdenden Glasmasse zu beschleunigen. EMI4.5
AT62941D 1911-11-20 1911-11-20 Verfahren zur Herstellung von Glaskörpern durch Ausheben aus der geschmolzenen Masse. AT62941B (de)

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