DE664540C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen dichter Formgussstuecke unter Anwendung eines gasfoermigen Druckmittels - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen dichter Formgussstuecke unter Anwendung eines gasfoermigen Druckmittels

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DE664540C
DE664540C DEM134046D DEM0134046D DE664540C DE 664540 C DE664540 C DE 664540C DE M134046 D DEM134046 D DE M134046D DE M0134046 D DEM0134046 D DE M0134046D DE 664540 C DE664540 C DE 664540C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/09Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting by using pressure
    • B22D27/13Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting by using pressure making use of gas pressure

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Support Devices, Ladles, And Melt Control Thereby (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen dichter Formgußstücke unter Anwendung eines gasförmigen Druckmittels Es ist schon vorgeschlagen, zum Herstellen dichter Gußstücke ein gasförmiges Druckmittel auf den Gießwerkstoff zum Einwirken zu bringen, um dadurch das Gefüge des Gußteiles möglichst dicht und lunkerfrei. zu erhalten. Zu diesem Zweck hat man bereits sowohl beim steigenden als auch beim fallenden Gießen sog. Eingießkästen angeordnet, welche nach dem Gießen gasdicht verschlossen. und mit einer Druckgasleitung verbunden. werden. Das Abdichten bereitet jedoch gewisse Schwierigkeiten, da die Dichtungsflächen unter dem Einfluß der Wärme zum Verziehen. neigen oder während des Gießens beschädigt werden können. Außerdem entweicht ein, wenn auch verhältnismäßig kleiner Teil des Gases durch die feuerfeste Auskleidung, welche aus gießtechnischen Gründen gasdurchlässig gehalten werden muß.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung sollen dichte rormgußstücke unter Verwendung eines gasförmigen Druckmittels dadurch hergestellt werden, daß das Rohr für die Druckmittelzuführung in das flüssige Metall des Eingießkanals derart eingeführt wird, daß das außerhalb des Rohres befindliche Metall sofort erstarrt, worauf das flüssige Metall unter Druck gesetzt wird. Es entsteht somit eine gasdichte Verbindung zwischen Rohr- und Gußstück, so daß der Druck voll auf das im Innern des Rohres noch flüssige Metall zum Auswirken kommen kann.
  • Der Abstand zwischen der inneren Wand des Eingießkanales und der Außenwand des Rohres wird möglichst gering, auf etwa 5 mm gehalten, damit bei der abschreckenden Wirkung des eintauchenden Rohres das Erstarren des Metalls auf der Außenseite des Rohres in kurzer Zeit erfolgt, da hier nur wenig flüssiges Metall zur Verfügung steht. Dabei ist noch zu berücksichtigen, daß auch die Wand des Eingießkanales eine kühlende Wirkung ausübt.
  • Dagegen ist die Menge des flüssigen Metalls, das von der Innenwand des Rohres begrenzt ist, um ein Vielfaches größer als das außerhalb des Rohres erstarrende Metall, beispielsweise zehnmal so groß, so daß das Metall im Rohr noch flüssig ist, wenn das Rohr an seiner Außenseite durch das erstarrte Metall fest umklammert ist. Es ist dabei noch zu berücksichtigen, daß vor dem Eintauchen des Rohrendes die Oberfläche des Eingießkanales mit einem Wärmespender oder Lunkermittel abgedeckt wird, so daß die Oberfläche des Eingusses flüssig bleibt. Es wird daher nach Beendigen des Eingießens beim Eintauchen des Rohres das Ende desselben außen sofort mit dem Metall fest und gasdicht verbunden, so daß der Gasdruck auf dem flüssigen Teil des Metalls voll zur Wirkung kommen kann. Nach dem Eintauchen muß natürlich das Druckrohr nach oben abgestützt werden. Beim fortschreitenden Abkühlen des Gußstückes entfernt sich dann der Spiegel des noch flüssigen Metalls von dem Ende des Druckrohres und bleibt lange flüssig, besonders wenn er noch mit einem Wärmespender abgedeckt ist.
  • Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens dargestellt. Der Körper 3 wird in bekannter Weise durch den Eingießkanal12 gegossen. Dieser Eingießkanal ist oben mit einer Erweiterung 13 versehen, in welche das Druckrohr i i eintaucht, und zwar so, daß an der Stelle 14 zwischen dem Rand des Eingusses und der äußeren Rohrwand nur ein möglichst geringer Zwischenraum verbleibt, damit an dieser Stelle das Metall sofort erstarrt. Nachdem dies geschehen ist, wird in der bekannten Weise das gasförmige Druckmittel zugeleitet und der Druck auf das flüssige Metall ausgeübt.
  • Das Druckmittelrohr kann mit einem druckfesten Schauglas zum Beobachten des Radspiegels versehen sein; außerdem kann man das Ende der Druckmittelrohrleitung auswechselbar machen.
  • Das hier beschriebene Verfahren kommt vorwiegend für Formgußstücke in Frage, da bei Blockguß, besonders bei steigendem Gießen, das Metall in dem langen Gießkanal nur bei Anwendung besonderer Maßnahmen flüssig gehalten werden kann.

Claims (4)

1->ATLNTANSI'RÜCI11i: i. Verfahren zum Herstellen dichter Formgußstücke unter Anwendung eines gasförmigen Druckmittels auf den flüssigen Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr für die Druckmittelzuführung in das flüssige Metall des Eingießkanales derart eingeführt wird, daß das außerhalb des Rohres befindliche Metall unmittelbar erstarrt, worauf das flüssige Metall unter Druck-.gesetzt wird.
2. Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingießkanal zur Aufnahme des Druckmittelrohres (i i) nach oben erweitert ist, und der Durchmesser des Rohres (i i) so gewählt ,ist, daß zwischen seiner Außenwand und der Innenwand des erweiterten Eingießkanales nur ein geringer Raum verbleibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, @dadurch gekennzeichnet, daß im Druckrohr ein Schauglas zum Beobachten des Radspiegels vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das einzuführende Ende des Druckmittelrohres auswechselbar ist.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2568428A (en) * 1949-09-09 1951-09-18 Irvin A Billiar Mold with riser and exothermic insert
DE3238598A1 (de) * 1982-10-19 1984-04-26 Schmidt, Joachim, Dipl.-Ing., 8012 Ottobrunn Vorrichtung zur kompression von fluiden, auch waehrend des phasenueberganges liquid <--> solid durch einen mit innendruck beaufschlagten federbalg aus visko- oder viskoelastischen materialien
DE102004052231A1 (de) * 2004-10-27 2006-05-11 Ks Kolbenschmidt Gmbh Verfahren zur Serienherstellung von Kolben für Brennkraftmaschinen unter Gasdruckeinwirkung

Cited By (3)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2568428A (en) * 1949-09-09 1951-09-18 Irvin A Billiar Mold with riser and exothermic insert
DE3238598A1 (de) * 1982-10-19 1984-04-26 Schmidt, Joachim, Dipl.-Ing., 8012 Ottobrunn Vorrichtung zur kompression von fluiden, auch waehrend des phasenueberganges liquid <--> solid durch einen mit innendruck beaufschlagten federbalg aus visko- oder viskoelastischen materialien
DE102004052231A1 (de) * 2004-10-27 2006-05-11 Ks Kolbenschmidt Gmbh Verfahren zur Serienherstellung von Kolben für Brennkraftmaschinen unter Gasdruckeinwirkung

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