AT61979B - Verfahren zur Herstellung von Rohrzellen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rohrzellen.

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Hans Pohlmann
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  Verfahren zur Herstellung von Rohrzellen. 



   Rohrzellen, die im Bauwesen zum Aussparen von Hohlräumen vielfach verwendet werden, besitzen einen aus Rohrstengeln gebildeten Mantel, der von Rahmen getragen wird. Nach dem neuen Verfahren, das den Gegenstand der Erfindung bildet, erfolgt die Herstellung solcher Rohrzellen in der Weise, dass der Rohrmantel auf nebeneinanderliegenden Leisten befestigt wird, deren Länge dem Umfang der Rahmen entspricht, worauf die Leisten an den Stellen, die später die Rahmenecken ergeben, durch Ausschnitte getrennt oder geschwächt und dann zusammen mit dem darauf befestigten Überzug zur Zelle zusammengelegt werden.

   Dieses Verfahren hat gegenüber dem Vorschlag, den Mantel auf einzelne kurze Leisten zu befestigen, deren jede einer Rahmenseite entspricht, den Vorzug grösserer Einfachheit, weil gemäss der Erfindung die Bauteile zur Herstellung der Zelle in derselben Zeit zurechtgelegt werden können, wie nach dem alten Vorschlage die Bauteile zur Bildung einer Rahmenseite. Das neue Herstellungsverfahren ist aber nicht nur einfacher und billiger, sondern ergibt auch ein besseres Erzeugnis, weil die Bildung des Rahmens aus einer einzigen zusammenhängenden Holzleiste eine grössere Sicherheit dafür bietet, dass sich die Rahmenteile nicht verschieben.

   Aus den gleichen Gründen ist auch die Festigkeit der fertigen Rahmen und damit der Rohrzellen grösser, besonders, wenn die Ausschnitte die Holzleisten nur schwächen, nicht völlig voneinander trennen, so dass die Rahmenseiten organisch untereinander zusammenhängen. 



   Mit besonderem Vorteil lässt sich das neue Herstellungsverfahren in der Weise durchführen, dass man nicht einen Mantel oder eine Matte aus vorher   verwebten Rohrstengeln auf   den Leisten befestigt, sondern einzelne lose, also untereinander noch nicht verbundene Rohrstengel auf die Leisten auflegt und auf diesen in geeigneter Weise befestigt. Man erspart dadt ch die vorherige Anfertigung eines Rohrgewebes oder einer Rohrmatte. Es ist dabei noch darauf hinzuweisen, dass die bisher üblichen   Rohrgewcbe   oder Rohrmatten oft nicht genügend sorgfältig gewebt und daher nicht dicht sind. Undichtigkeiten entstehen beim Verflechten der Rohrstengel schon deshalb, weil die Stengel sehr oft recht krumm und schief sind.

   Solche Lücken im Rohrgeflecht geben aber bei der Verwendung der Rohrzellen zur Aufführung von Bauwerken Anlass zu Verlusten, weil durch diese Lücken Beton in die Hohlräume eindringt und dadurch für die Tragkonstruktion der Bauwerkes verloren geht, andererseits aber das Eigengewicht der   Tragkonstruktion vergrössert.   



  Bei Verwendung von losen Rohrstengeln, die man vor ihrer Befestigung auf den Leisten nach Belieben dicht zusammenschieben kann, wird dieser Cbelstand vollständig vermieden. 



   Auf der Zeichnung ist in den Fig. 1 bis 4 eine zur   Durchführung   des neuen Verfahrens geeignete Maschine in einer Ausführungsform dargestellt. 



   Fig. 1 ist ein Längsschnitt nach der Linie   au-bol   der Fig. 2. Fig. 2 ist eine Draufsicht. Die Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten in grösserem Massstabe, und zwar ist Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 4, Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 3. In den   Fig. 5   bis 8 sind einige nach dem neuen Verfahren hergestellte Hohlkörper im Querschnitt dargestellt. Die Fig. 9 bis 13 veranschaulichen, in welcher Weise die Holzleisten ausgeschnitten werden können, um das Zusammenlegen zum Rahmen zu ermöglichen. 



   Die in den Fig. 1 bis 4 veranschaulichte Maschine ist zur Herstellung von Rohrzellen bestimmt, die im   QuerschluLL   rechteckig sind und bei denen der aus Rohrstengeln zusammengesetzte Zellenmantel von fünf Holzrahmen getragen wird. Es müssen also füi. Holzleisten so vorbereitet werden, dass sie zu rechteckigen Rahmen zusammengelegt werden können.   Zu diesem   Zwecke wird jede Holzleiste an drei Stellen, die beim fertigen Rahmen drei Ecken entsprechen. mit winkeligen Ausschnitten versehen, während die vierte Ecke durch das   Zusammenlegen   der schräg abgeschnittenen äusseren Enden der Holzleiste erhalten wird. 



   Die fünf noch nicht unterteilten Holzleisten 1 werden parallel zueinander und in der   Ent-   fernung, die die Rahmen in der fertigen Hohlzelle haben sollen, in die Maschine eingelegt. Sie ruhen hier auf   U-Eisenschienen   2 zwischen verstellbaren Winkeleisen   3,. aber   diese Holzleisten werden rechtwinkelig zu ihrer Längsausdehnung die Rohrstellgel   J   oder dgl. gelegt. Die Befestigung der Rohrstengel   5   auf den Leisten 1 kann in verschiedenster Weise erfolgen, z. B. dadurch, dass man Drähte, an denen Nägel oder Stifte angeformt sind, oberhalb der Holzleisten über die Rohrstengel hinwegzieht und mit den Spitzen in die Leisten hineinpresst.

   Anstatt dessen kann   man   auch   gewöhnliche Drähte, Holzschienen   oder dgl. über die Rohrstengel hinwegspannen und durch Krampen oder dgl. auf den Holzleisten festnageln. 



   Bei dem gezeichneten   Ausführungsbeispiel   werden die Befestigungsdrähte 6 von den auf der Welle 7 aufgekeilten Spulen 8 abgezogen. Nachdem   man   die Drähte über die   Rohrauflage     hin\\pggeführt und in geeigneter Weise am vorderen Ende 9 der Maschine befestigt hat, wird die   

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 Kurbelwelle 7 in der Pfeilrichtung zurückgedreht, wodurch die Drähte angespannt werden. In ler erforderlichen Lage wird die Welle 7 durch ein Gesperre 10 festgehalten. 



   Die Ausschnitte aus den Holzleisten 1 werden mittels stanzenförmiger Messer 11 erzeugt. 



  Diese im Querschnitt dachförmigen Messer sind auf einem kastenförmigen Gehäuse 12 aufgeschraubt oder aufgenietet, und je fünf in einer Reihe liegende Gehäuse 12 sind an den durchlaufenden Querschienen 13 befestigt, die ihrerseits durch Lenker 14 an den   Längsbalken   15 angeschlossen sind. Durch Verschiebung des Längsbalkens   15   in Richtung des Pfeiles 16 werden die Querschienen 13 und damit die Messer 11 in Richtung des Pfeiles 17 verschoben, wobei sie aus den Holzleisten 1 die erforderlichen Teile herausschneiden. Da die Schneidekante 18 des Messers 11 (Fig. 3) abgeschrägt ist, sodass sie oben nach vorne übersteht, so werden die Holzleisten 1 beim Angriff der Messer auf ihrer Unterlage 2 festgehalten.

   Die in der   Schneidrichtung   
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 entsprechend ausgeschnitten, so dass an ihren Kanten ein Abscheren des Holzes erfolgt, wodurch die Schneidarbeit des Messers erleichtert wird. Die Herstellung der Ausschnitte kann auch auf andere Weise erfolgen, z. B. dadurch, dass in jeder Ausschnittreihe zwei sich gegenüberstehende Messer die Ausschnitte dadurch erzeugen, dass zuerst das eine Messer den einen schrägen Einschnitt bei allen Leisten macht und dann das gegenüberliegende Messer den zweiten Einschnitt, Durch Ausführung des zweiten Schnittes werden die Ausschnitte einer Reihe fertiggestellt. Die Ausschnitte lassen sich aber auch ausfräsen, und zwar mittels Messerköpfen, die auf einer zu den Leisten parallelen Welle verstellbar und leicht auswechselbar befestigt sind.

   Die Leisten werden mittels eines Schlittens über die rotierende Welle hinweggeführt, und dabei werden an den Stellen, wo   die Messerköpfe   sitzen, die Ausschnitte in den Leisten erzeugt. 



    Die Ausschnitte können in den Leisten auch zu einem späteren Zeitpunkte, gegebenenfalls erst auf dem Bauplatze, erzeugt werden, so dass auf der beschriebenen Maschine nur die Befestigung   der Rohrstengel auf den Leisten durchgeführt wird. Die so vorbereiteten Platten werden zu Hohlzellen von rechteckigem Querschnitt (Fig. 5) zusammengelegt. Die offenen Ecken der Rahmen werden durch Zusammennageln, Zusammenknebeln der überstehenden Drahtenden oder mittels   Klammern   geschlossen, die über die offenen Ecken geschlagen werden. 



   In den Fig. 6 bis 8 sind weitere Querschnitte dargestellt, nach denen die Platten zur Her- stellung von Hohlzellen zusammengelegt werden können, und die Fig. 9 bis 13 zeigen, in welcher
Weise die Holzleisten zweckmässig ausgeschnitten werden, um das Zusammenlegen zum Rahmen zu ermöglichen. Die Ausschnitte können so angebracht sein, dass dadurch die Holzleisten ganz unterbrochen werden, oder aber so, dass an der den Rohrstengeln zugewendeten Seite noch dünne
Holzstreifen a stehen bleiben.

   Legt man die Leisten so   zusammen.   dass an den Ecken der daraus gebildeten Rahmen Gehrungsschnitte entstehen   (Fig.-)   bis   7), so wählt   man den Winkel b der
Ausschnitte vorteilhaft um ein Geringes (wenige Grade) kleiner, als den Aussenwinkel c. der bei dem fertigen Rahmen dem durch diesen Ausschnitt gebildetem Innenwinkel d gegenüberliegt. 



   Werden dagegen die Leisten in der aus Fig. 8 ersichtlichen   Weise zusammengelegt,   so wählt 
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 Hohlkörper in der äussersten Phase der Platte erhebliche Spannungen bilden. Diese Spannungen sind von wesentlicher Bedeutung und verleihen dem Hohlkörper eine bedeutend vermehrt   Festigkeit. Sie bewirken auch. dass   die an sich schon gespannten Drähte 6 noch stärker gespannt und die einzelnen Rohrstengel noch fester gegen die Holzleisten gepresst werden. Infolgedessen erhält der Hohlkörper auch   nach J r Längsrichtung   hin eine wesentlich bessere Aussteifung. 
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 wird.

   In den   Rahmen,     dix vote   den   zusammengelegten   Leisten gebildet sind, entstehen an den Ecken durch diese erwähnten   Spannungen gewisse Einspannungsmomente.   Infolgedessen kann 
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 ringert werden. 



   Ausserdem ist durch diese Einspannung einem gegenseitigen Verschieben der Rahmenteile an den Ecken vorgebeugt.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Rohrzellen, deren aus Rohrstengeln gebildeter Mantel von Rahmen getragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrmantel auf nebeneinanderliegenden gestreckten Leisten befestigt wird, deren Länge dem Umfang der Rahmen entspricht, worauf die Leisten an den Stellen, die später die Rahmenecken ergeben, durch Ausschnitte getrennt EMI2.6
AT61979D 1911-05-01 1912-05-01 Verfahren zur Herstellung von Rohrzellen. AT61979B (de)

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