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eine gleichzeitige und symmetrische Drehung derselben um den Schnittpunkt der Diagonalen als Mittelpunkt erlaubt, so kann man nacheinander oder gleichzeitig die Kontakte 3, 5 und 6, 8 mit den Kontakten 4, 7, welche den Diagonalleiter begrenzen und als unbeweglich angenommen sind in Berührung bringen.
Wenn umgekehrt die Kontakte 3,5 und 6, 8, welche die Scheitelpunkte der einzelnen Zweige bilden, unbeweglich sind, können die Kontakte 4,7, welche den Diagonalleiter 10 begrenzen, auf einem Schalter angeordnet sein, welcher ihre Umdrehung um den Schnittpunkt der Diagonalen der Bracke als Mittelpunkt erlaubt, und die Kontakte 4, 7 dieses Leiters 10 nehmen Kontakt oder unterbrechen denselben mit den Kontakten 3, 8 und 5,6, welche die entgegengesetzten Scheitelpunkte der zu den Diagonalen gleichen Potentials symmetrisch angeordneten Zweige bilden.
Wenn gemäss letzterer Annahme die Stromquelle mit den Scheitelpunkten 12, 13 der Brücke verbunden ist und die Enden 4, 7 des Diagonalleiters 10, die vorher mit jedem der Kontakt- stücke 3, s und 6, 8 der in der entsprechenden Ecke zusammenstossenden Zweige in Berührung waren, nun mit den symmetrisch gegenüberliegenden Kontakten 3, 8 in Berührung gebracht
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Apparates keinerlei Funken auftreten.
Es ist zu bemerken, dass bei der Schaltung nach Fig. 3 in dem Leiter 10 der elektrische Strom in der Richtung des Pfeiles fliesst. Wenn dagegen die Enden 4, 7 des Diagonalleiters 10 mit den Kontakten 5 und 6, welche
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welcher nun in dem Diagonalleiter 10 in der Richtung des Pfeiles fliesst. hat jetzt die umgekehrte Richtung zu dem Strom in Fig. 3.
Wenn die Kontakte 4, 7 des Diagonalleiters 2C voneinander isoliert sind und die Klemmen einer Nutzstromleitung bilden. in welche man z. B. einen Motor 14 einschalten kann, so kann derselbe in dem einen oder anderen Sinne je nach der in Fig. 3. 4 oder 2 dargestellten Stellungen des l'm'ha. tthebels, welcher durch die drehbare Verbindung der Kontakte 4 und 7 gebildet wird, in Gang gesetzt oder angehalten werden.
Wie die Erfahrung zeigt, erfolgt die Ingangsetzung des Motors allmählich und erübrigt sich die Anwendung eines Anlasswiderstandes, während das Anhalten des Motors rasch und augenbhcklich stattfindet. Bei entsprechender Wahl der Widerstände in den einzelnen Zweigen der Wheatstoneschen Brucke ist nach Belieben eine Regelung der Anlass- und Anhaltedauer möglich.
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welcher i'limlhlich von einem positiven Wert nach einem negativen Wert wechselt. indem er durch Null hindurchgeht oder umgekehrt, ohne dass irgend welche Funken auftreten.
Dieses Fehlen von Funken an der Kontaktstelle wurde selbst mit einem besonders empfindlichen Empfänger die Verwendung eines Federunterbrechers als Stromwenderhebel erlauben, welcher zwischen die KontaktstellenderEckenderWheatstoneschenBrückeeinzuschaltenwäreunddessenSchwingungs- periode hehr kurz sein müsste. Anstatt jedoch die so gebildete Wheatstonesche Brücke als fest und den Stromwender-
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j,u( h annelimen. dass die beiden Organe. Brücke und Hebel, in gleicher Weise um den Symmetriemittelpunkt des Ganzen beweglich sind.
Wenn man unter diesen Umständen mit Hilfe passender Verbindungen zwischen den beiden Organen thre Relativbewegungen mit gleicher Schnelligkeit im gleichen Sinne in der gleichen
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welchpni man in der Nutzstromleitung zehn Stromstösse von gleichem Sinne, von gleicher Dauer überhaupt yin jeder Beziehung gleicher Art erzielen kann.
Durch Umkehren der entsprechenden Bewegungsrichtungen der beiden Bewegungssysteme kann man in der Nutzstromleitung Stromstösse gleichen Sinnes und gleicher Dauer, aber von entgegengesetzter Richtung zu denen aus der vorhergehenden, mit Unterbrechungen erfolgten Umdrehung herrührenden, erzeugen.
Zu diesem Zwecke eilt der Stromwenderhebel 4, 7, welcher sich entweder mechanisch oder von Hand in einer mit Unterbrechungen vor sich g@henden Umdrehung befindet, den Kontakten 3.8 oder J, 6 der entsprechenden Zweige der testen Brücke, welche er trifft, voraus,
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An der Kontaktstelle wird der Hebel 4,7 angehalten und erzeugt einen Stromstoss in der Nutzstromleitung 10, wodurch z. B der entsprechende Motor 14 in dem gleichen Sinne in Gang gesetzt wird. Bei der Annahme, dass eine entsprechende mechanische Verbindung zwischen dem Motor und der Brücke besteht, wird letztere eine Umdrehung in dem genannten Sinne aufnehmen und sich von dem Stromwenderhebel 4, 7 entfernen, welcher seinerseits unbeweglich bleibt.
So wird der Kontakt wieder unterbrochen und der Motor 14 angehalten, ebenso wie die Bewegungssysteme, die von ihm abhängen, und insbesondere die Brücke.
Eine neue Umdrehung im gleichen Sinne, welche dem Strom wenderhe bel 4, 7 mitgeteilt wird, wird ihn wieder den feststehenden Kontakten nähern, um aufs neue den Kontakt wieder herzustellen und den Motor 14 auf diese Weise wieder angehen zu lassen,
Auf diese Weise erhält man einen Stromsender, dessen Bewegungen durch die wiederum von dem gesteuerten Motor abhängigen Bewegungssysteme wiederholt und dabei umgeformt oder nicht umgeformt werden. Die erzielten Bewegungen sind isochron mit denen des Senders, oder synchron, wenn man die Übertragung als unendlich rasch gleichzeitig erfolgend betrachtet.
Es kann ein solcher Umkehranlasser z. B. als Hilfsapparat zur Einstellung von Lanciervorrichtungen, Geschützen und dgl. verwendet werden. In diesem Falle wird der von Hand oder sonst betätigte Stromwenderhebel mit den Kontakten einer beweglichen Wheatstoneschen Brücke zusammen angeordnet, welche auf mechanischem Wege durch den zu bewegenden Gegenstand wieder gesteuert wird.
Im vorliegenden Beispiel, welches sich auf ein Zielfernrohr für Geschütze bezieht, sind zwei Wheatstonesche Brücken angeordnet und bilden zwei Umkehranlasser, in deren Nutzstrom- kreis die Motoren für die Höhen- und Seitenrichtvorrichtungen eingeschaltet sind.
Die Wheatstonesche Brücke.
Die Wheatstonesche Brücke jedes der Umkehranlasser ist aussen auf den sich gegenüber- liegenden Enden einer zur Drehachse des Apparates symmetrisch angeordneten Platte 1 ; an- gebracht (Fig. 6, 7 und 9). Hier sind an jeder Plattenseite von der Platte 1. 5 durch das Stück 16 isoliert die Kontaktstücke 3, 6 und 5, 8 angebracht und zu zwei und zwei durch den Arm 17 miteinander verbunden. An diesen ist die Leitung von der Stromquelle her angeschlossen (Klemme 18).
Die Kontaktstücke 4,7, welche denjenigen des diagonalen Leiters der Brücke entsprechen, liegen für gewöhnlich auf den Kontaktstücken J. 6 und 5. 8 auf und sind jeder an einem mit seinen Enden an der Platte 15 angelenkten Hebel 19 befestigt. Die Kontaktstücke 4. 7 sind von den
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Kontaktstellung zurückgebracht werden.
Die Hebel 19 tragen ausserdem auf ihrer Oberseite eine Art Knagge bildende STase 91, welche bestimmt ist, mit einer entsprechenden Klaue 22 zusammen zu wirken. Diese Klauen 22 sind an dem drehbaren Teil des Apparates angebracht, welcher den Stromwenderhebel oder das Steuerungsorgan des Umkehranlassers darstellt.
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lichen Kontaktstücke J, 5 und 6, 8 sind mittels eines biegsamen Leiters ihrerseits an den Nutzstromkreis angeschlossen.
Die beiden Brücken sind übereinander in einem Gehäuse angeordnet.
Brücke für die S e i t e n r i c h t v o r r i c h t u n g.
Das Steuerungsorgan der oberen Brücke für die Seitenrichtvorrichtung trägt die Klauen 22
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angeordnet.
Die Drehzapfen des Fernrohres steeken in Rehlitzen 2-5 an den zwei Achsstücken 26, von denen jedes in einem auf der Plattform 23 festen Halter 27 gelagert ist
Der eine Teil der Achse 26 trägt ausserdem noch den Arm 28 zur Lagerung einer mit einem Zahnsektor.' ? in EinriS stehenden Schnecke 29.
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auf der Achse 36 aufgekeilt ist.
Brücke f ü r d i e H ö h e n r i c h t v o r r i c h t u n g.
Das bewegliche Organ, welches die Klauen 22 für die Kontaktstücke 4 und 7 tragt. wird durch zwei Platten-37 (F) . 6) gebildet, welche sich diametral gegenüberliegen und auf zwei Zapfen 38 angeordnet sind. Diese sind an einer lose auf der lotrechten Achse sitzenden Nabe 39
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Zahnsektors 30 vorgesehen ist. Diese Verlängerung 45 durchdringt zu diesem Zwecke die Plattform 28. Zur Verminderung der Reibung sind an allen Reibungsfikhen Kugellager vorgesehen.
Die Achse 36 ragt unten aus dem Gehäuse 24 heraus, ebenso die mit ihm konzentrische Muffe 46. welche die Platte 15 der unteren Brücke für die Seitenrichtvorrichtung trägt. Diese Achse 36 und die Muffe 46 sind mittels Rollen, Kettenrädern oder anderen Übertragungsteilen 47 und 48 (Fig. 10) versehen, welche sie starr mit den Höhen und Seitenrichtvorrichtungen des Geschützes verbinden (Fig 10).
Die Arbeitsweise des Apparates ist folgende :
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Das Fernrohr 49 wird auf das Ziel gerichtet und beschreibt dabei in seiner lotrechten Ebene einen Schwingungsbogen von sehr kleinem Winkel, wie später noch näher erklärt werden soll.
Diese Bewegung ruft eine teilweise Umdrehung der Zahnkränze 44 und 43, des wagerechten Kegelrades 42 und der lotrechten Kegelräder 40 hervor, welch letztere sich dabei um die Achse 36 bewgen, indem sie sich auf den Zähnen des festen wagerechten unteren Kegelrades 1 abrollen. Dieses, auf der Achse 36 festgekeilt, wird ebenso wie die Platte li der entsprechenden Brücke durch die mechanische Übertragung von der Richtvorrichtung des Geschützes aus, welche auf die Rollen 47 und 48 wirkt, angehalten und festgestellt.
Die Platten 37 bewegen sich in entsprechendem Sinne zu der Bewegung des Fernrohres 49, bis die Klauen 22, welche sich gegen den Ansatz 21 des Hebels 19 legen, letzteren abheben und den Kontakt zwischen den Kontaktstücken unterbrechen (Fig. 9). Die Grösse des Schwingungsbogens bei der Bewegung des Fernrohres 49 wird durch die Berührung des unteren Teiles der Klauen 22 mit der Oberseite des Hebels 19 begrenzt.
Infolge der Unterbrechung des Kontaktes entsteht ein Stromstoss in der Nutzstromleitung und ein Anlassen des entsprechenden Motors 50 (Fig. 10) in dem einen oder anderen Sinne. Da dieser Motor die Höhenrichtung des Geschützes bewirkt, so ist der erzielte Erhöhungswinkel des Ge8ehützes eine Funktion der Drehung des Zielfernrohres 49.
Während dieser Bewegung wirkt jedoch die Übertragung 57 auf das Rad oder die entsprechende Rolle 48 ein und erzeugt eine Umdrehung im gleichen Sinne, wie diese an der Muffe 46 und deshalb auch an der unteren Platte 15, während die Platte 37 jetzt feststeht. Die Ansätze 21 schnappen infolgedessen aus den Klauen 22 aus, die Hebel 19 werden durch ihre Federn 20 angezogen, ihre Kontaktstücke 4, 7 mit den unteren wieder in Berührung gebracht und so der Strom für den Motor 5C m der Nutzstromleitung unterbrochen.
Dieses Schliessen und Offnen der Nutzstromleitung wiederholt sich in gleicher Weise bei allen aufeinanderfolgenden Bewegungen, welche der Richtkanonier dem Zielfernrohr 49 bis zu seiner Ztelgrenze erteilt. Durch die aufeinanderfolgenden Bewegungen folgt das Geschütz der Bewegung des Zielfernrohres und wird auf diese Weise auf das Ziel gerichtet.
Zielvorrichtung für Seitenrichtung.
Der Vorgang hiebei entspricht dem eben beschriebenen Vorgang zur Erzielung der Höhen- richtung.
Die seithche Umdrehung des Fernrohres 49 um einen bestimmten Winkel in der wagerechten Ebene erzeugt eine Umdrehung der Plattform 23 und der entsprechenden Klauen 22, welche das Anheben der Hebel 19 und damit das Unterbrechen des Kontaktes bewirken. Bei dieser Bewegung steht die Platte 7J infolge ihrer Verbindung mit dem Geschütz still.
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bewirkt, welches mit in Umdrehung versetzt wird. Dadurch schnappen die Ansätze 21 aus den Klauen 2-2 wieder aus, die Hebel 19 fallen zurück und stellen den Kontakt wieder her, so dass der Motor 52 zur Ruhe kommt
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welches auf das Differentialgetriebe wirkt, dessen Räder 40 und 40 lose sich um Zapfen 38 drehen und dadurch die Zahnbogen 43 und 44 in Bewegung setzen.
Die unteren Platten 15 und 37 der Höhem'ichtvorrichtung bleiben fest, und die gegenseitige Stellung der Za. hnbogen 43 una 44 bleibt bewahrt. Die Stellung des Zielfernrohres 49 in der lotrechten Ebene wird nicht geändert. Die Schnecke 29. welche auf die Lagerzapfen des Zielfernrohres 49 wirkt, steht mit dem Zahn-
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sektor 30 in Eingrin, welcher auf beliebige Art mit diesem Zapfen starr verbunden ist, um entsprechend der Flugbahn des Geschützes an dem Zielfernrohr den Höhenwinkel einzustellen.
Zum Zwecke der leichteren Darstellung ist das Zielfernrohr und der Umkehranlasser in der Fig. 10 auf der Lafette eines Küstengeschützes angebracht dargestellt.
Es ist jedoch leicht ersichtlich, dass der gesamte Apparat, Zielfernrohr und Anlasser, in bestimmter Entfernung von dem Geschütz oder der Batterie aufgestellt und mit dem Geschütz durch jede beliebige Übertragung verbunden werden kann, welche die erwähnten Funktionen ausführen können.
Bei der Anwendung von drei derartigen Brücken mit einer geeigneten mechanischen Verbindung zwischen ihnen und dem zu bewegenden Empfänger kann man durch die Bewegungen eines geeigneten Senders im Raum einem Empfänger die entsprechenden Bewegungen mitteilen und ihn eine beliebige gewählte Stellung einnehmen lassen.
Die Erfahrung lehrt, dass bei entsprechend gewählten Werten für die Widerstände
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PATEXT-ANSPRÜCHE :
1. Umkehranlasser mit Verhütung der Öffnungs- und Schliessungsfunken an den Kontakten. dadurch gekennzeichnet, dass in den nicht mit der Stromquelle verbundenen Scheitelpunkten
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vorgesehen sind, welche mit den transversal und unmittelbar paarweise (3 mit 6 und. 5 mit 8) miteinander verbundenen vier Kontaktstücken der Scheitelpunkte mittels eines beweglichen, in der Diagonale der Brücke angeordneten Stromwenderhebels derart zusammenwirken. dass diese vier Kontaktstücke entweder paarweise (3 und 5, 6 und 8) kurzgeschlossen werden, oder dass sie die beiden an dem Stromwenderhebel angeordneten Kontaktstücke (4, 7) unter Spannung setzen.