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Schaltung eines Zählwerkes zum Überwachen des Überfahren8 vion Haltsignalen.
Um auf Eisenbahnstationen das Überfahren eines Haltesignales anzuzeigen und fortlaufend aufzuschreiben, werden bekanntlich Zählwerke verwendet, die bei auf" Halt" stehendem Signalhebel eingeschaltet und beim Befahren eines Schienenkontaktes betätigt werden.
Alle derartigen bisher bekannten Einrichtungen haben den Nachteil, dass sie auch ausgelöst werden, wenn die Lokomotive an dem auf"Fahrt"stehenden Signal vorbeigefahren ist und das Signal dann auf,. Halt" gestellt wird, während sich einzelne Zugachsen noch auf dem Schienenkontakt befinden.
Dieser Übelstand wird erfindungsgemäss dadurch beseitigt, dass eine Vorrichtung in die Kontaktleitung eingeschaltet wird, die während der Vorüberfahrt des Zuges die zum Zählwerk führende Leitung unterbricht oder kurzschliesst.
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Bei auf ,,Fahrt" stchendem Signal ist (Fig. 1) der Magnet 8 über die Kontakte ? und 7 an die Batterie 1 angeschaltet. Der Magnet ist noch stromlos, weil der Schienenkontakt 6 noch nicht geschlossen ist. Der abgefallenen Magnetanker hält aber die Kontakte 4 geschlossen, über welche die zum Zählwerk führende Leitung geht, welche in dieser Stellung, da ein Kontakt 3 offen ist, stromlos ist.
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Kontakte 2, 7 Strom und öffnet durch Anziehen seines Ankers die Kontakte 4. Dadurch ist das Zahlwerk vollständig von der Batterie abgeschaltet und kann auch nicht ausgelöst werden, wonn beim geschlossenem Kontakt 6 der Signalhebel H vorzeitig auf "Halt" gelegt und dadurch die Kontakte 2, 3 eingeschaltet werden.
Damit bei Haltstellung des Signals eine Auslösung durch diejenigen Zugachsen, welche den Schienenkontakt noch nicht passiert haben, ausgeschlossen ist, muss der Kontakt 4 mit einer der bekannten Verzögerungseinrichtungen verbunden sein, die bewirkt, dass der Kontakt 4 nach Abfallen des Ankers noch eine Zeitlang unterbrochen bleibt. Dann wird auch bei auf ,,Halt" gestelltem Signalhebel der Stromkreis des Zählwerkes dauernd während der Vorüberfahrt des Zuges offen sein (Fig. 2). Um von der Zeit un- abhängig zu sein, lasst sich dieselbe Wirkung auch dadurch erreichen, dass der Magnet-
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eine Zugachse auf ihr befindet.
Eine Schaltung für diesen Fall zeigt Fig. 3. Wird bei auf ,,Fahrt" stehendem Signal der Schienenkontakt 6 befahren, so führt ein Stromlauf von der Batterie ? über die Kontakte 2, 7 zum Magnetschalter 8 und von da über den Schienenkontakt 6 zur Erde.
Der Magnetschalter zieht seinen Anker an, öffnet den Kontakt 4 und schliesst die Kontakte 9 und 10. Die von der Batterie zum Zählwerk führende Leitung ist also alt-
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dieser Zeit der Anker des Magnetschalters 8 angezogen und Kontakt 4 geöffnet, so dass während der Dauer einer Zugfahrt eine Auslösung dos Zählwerkes nicht eintreten kann.
Die Unabhängigkeit von der Zeit, die bei der Schaltung mit isolierter Schiene vorhanden ist, hat den Vorzug, dass die Abschaltung des Zählwerkes auch während eines Stillstandes des Zuges erhalten bleibt und dass bei Schneitzügen das Signal eher wieder auf ,,Halt" gestellt werden kann, wogegen bei der Schaltung mit Verzögerungseinrichtung diese auf den längsten Zug und die grösste Zeit der Vorüberfahrt eingestellt werden muss.
Statt eines Zählwerkes kann natürlich auch jede andere Registrier-oder Anzeigevorrichtung genommen werden.
PATENT. ANSPRUCHE :
1. Schaltung eines Zählwerkes zum Überwachen des Überfahrens von Haltsignalen, dadurch gekennzeichnet, dass durch das auf ,,Fahrt"-stellen des Signalhebels der Zählwerk- stromkreis unterbrochen wird und während der Vorbeifahrt des Zuges mit Hilfe eines von diesem gesteuerten zweiten Unterbrechungskontaktes, auch wenn das Signal vorzeitig auf "Halt" gestellt wird, nicht wieder eingeschaltet werden kann.