AT54574B - Verfahren zur Herstellung von Kunstseide und anderen Gebilden aus Fettsäureestern der Zellulose. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstseide und anderen Gebilden aus Fettsäureestern der Zellulose.

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  Verfahren zur Herstellung von Kunstseide und anderen Gebilden aus   Fettsäureestern   der Zellulose. 



   Die Bemühungen zur Herstellung brauchbarer Fäden aus Zelluloseazetat und anderen Fettsäureestern der Zellulose haben bisher keinen technischen Erfolg gehabt. 



   Es wurde nun gefunden, dass es gelingt, gute Fäden herzustellen, wenn man solche Lösungen von azidylierten Zellulosen, weiche bereits einen Zusatz von Fällungsflüssigkeit enthalten und sich infolgedessen nahe oder doch wenigstens näher dem   Ausfällungs- bzw.   Gerinnungspunkt befinden, in die Fällungsflüssigkeit eintreten lässt. 



   Spritzt man solche Lösungen durch mehr oder weniger feine Öffnungen in ein Fällbad, so dringt dieses sofort oder doch wesentlich schneller in den gebildeten Faden, wodurch ein schneller Abzug ohne Fadenbruch ermöglicht und ein späteres Zusammenkleben der aufgewickelten Fäden und anderen Gebilde vermieden wird. 



   Verwendet man unter sonst gleichen Bedingungen dieselben ZellulosefettsäureesterLösungen ohne Zusatz von   Fällfltlssigkeit,   so erhält man keine brauchbaren Fäden oder Gebilde, weil bei dem mehr oder weniger schnellen Hindurchgang der Spinnlösungen durch das Fällbad dieses nicht schnell genug in die Gebilde einzudringen vermag. Es bildet sich vielmehr eine äussere koagulierte Schicht, die ein weiteres Eindringen der Fällflüssigkeit verhindert, so dass ein flüssiger Kern in dem Gebilde bleibt ; dieser verursacht nicht nur ein öfteres Reissen des Fadens, sondern auch ein Verkleben der einzelnen Fäden und Fadenlagen unter sich. 



   Als   Faltnussigkeiten   kommen in Betracht solche Flüssigkeiten, die mit dem Lösungs- 
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 den Lösungen auszuscheiden vermögen, z. B. Wasser, wässrige Lösungen von Basen oder Salzen, Alkohole, verdünnte organische und anorganische Säuren, Kohlenwasserstoffe, HalogenVerbindungen von Koblenwasserstoff usw., und geeignete Mischungen dieser Substanzen. 



   Ausgenommen sind solche Verbindungen oder Lösungen derselben, die die Azidylzellulose zerstören oder sonstwie ungünstig beeinflussen. 



   Will man z.   B.   Lösungen von   ZeUulosefettsäureestem   in Eisessig oder Ameisensäure verspinnen, so setzt man den Lösungen zweckmässig Wasser oder wässrige Lösungen von Chemikalien hinzu. Hat man Lösungen von Azidylzellulose in Chloroform, Azeton oder sonst einem Lösungsmittel, so setzt man denselben   Alkohol, Chlorkoblenstoff usw.   hinzu. 
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 fester Azidylzellulose in einem Lösungsmittel, dem vorher oder nachher eine Fällungsflüssigkeit zugesetzt ist, hergestellt sind, als auch solche Azidylzelluloselösungen, welche aus der rohen Auflösung der Zellulose in der Azidylierungsflüssigkeit mit nachträglichem Zusatz von Fällflüssigkeit bestehen, als auch Mischungen von Lösungen verschiedener Ester. 



   Die Gebilde werden am festesten und elastischesten, wenn man Lösungen solcher Zellulosefettsäureester verwendet, die nicht bis zur sogenannten Triazidylzellulose, sondern niedriger azidyliert sind ; z.   H.   gibt Azetylzellulose mit 55 bis 590/0   gebundener Essigsäure   bessere Fäden als sogenannte Triazetylzellulose mit 62 /o gebundener Essigsäure. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Kunstseide und anderen Gebilden aus Fettsäureestern der Zellulose, dadurch gekennzeichnet, dass man Lösungen von   Azidyizellulosen,   welche bereits einen Zusatz von   Fätlnüssigkeit-Wasser,   verdünnte organische Säuren, wässrige Lösungen von Basen oder Salzen oder Alkohole, Kohlenwasserstoffe usw-in solcher Menge erhalten haben, dass sie sich dem Gerinnungspunkte nähern, unter der Einwirkung einer   Füllflüssigkeit   zu Gebilden formt. 

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Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die unter der Einwirkung eines Fällmittels zu Gebilden zu formende Azidylzellulose nicht bis zur Triverbindung azidyliert ist.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass din zu Gebilden zu formende Azidylzellulose aus Gemischen verschiedener Azidylzellulosen besteht.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zu Gebilden zu formende Azidylzellulose aus gelöster Azetylzellulose mit einem Gehalt von mindestens 53 und höchstens 59/Q an Zellulose oder deren Umwandlungs. produkte gebundener Essigsäure besteht. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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