AT54478B - Photochemisches Verfahren zur Erzeugung reliefartiger Zeichnungen, Bilder und Schriften auf Leder. - Google Patents

Photochemisches Verfahren zur Erzeugung reliefartiger Zeichnungen, Bilder und Schriften auf Leder.

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AT54478B
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Austria
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leather
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Bernhard Kohnstein
Franz Dr Russ
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Bernhard Kohnstein
Franz Dr Russ
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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


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   Verzierungen auf Leder werden entweder mittels Prägepressen ausgeführt oder von Hand aus durch Gravierung oder Schnittarbeit hervorgerufen. Diese Arbeiten verlangen zu ihrer Ausführung verhältnismässig teuere Apparate und langjährig geschulte Hilfskräfte. 



   Nach dem vorliegenden Verfahren können reliefartige Bilder auf Leder in einfacher Weise auf photochemischem Wege erzeugt werden. Je nach der Dauer und der Intensität 
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 erhält man mehr oder weniger abgetönte Bilder. 



   Zur Ausführung des Verfahrens nimmt man eine.   Hantblösse   oder ein bereits vorgegerbtes Leder, taucht es in eine Chromsäure oder Überchromsäure oder Kaliumbichromat enthaltende Lösung ein, bis es genügend durchdrungen ist, legt es auf eine Unterlage oder spannt es in Rahmen, überdeckt es mit einer die Zeichnung tragenden Glasplatte oder mit Schablonen aus beliebigem Material oder aber bedruckt das Leder mit einer liehtundurchlässigen, allenfalls säurebeständigen Masse und lässt nun natürliches oder künstliches Licht einwirken, wodurch je nach der   Intensität und   der Dauer der Einwirkung des Lichtes eine Zersetzung der   ssetichteten   Stellen eintritt.

   Nach der Fixierung mit Chromsänro reduzierenden Substanzen oder mittels Substanzen, welche die Chromverbindungen unlöslich machen und mit der Haut binden, erscheinen die belichteten Stellen rauh und vertieft, während die   u) 1bel1chteten Stenen   erhaben als Relief hervortreten. 
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 bedrucken, kann man dieselben auch vorerst von Hand aus oder mittels eines Druckverfahrens oder durch Auflegen einer Schablone mit Zeichnungen, Bildern usw. versehen, um dann die so vorbehandelte Ware durch die erwähnten Chrombäder zu ziehen, zu belichten und zu fixieren. 



   Beispiel. Ein Stück Kalbfell wurde für den Gerbprozess vorbereitet, indem es geweicht und in einen   Kalkäscher   zur Enthaarung gebracht wurde. Nachdem es vom anhängenden Fleische befreit und der Kalk aus dem Fell entfernt wurde, ging dem eigentlichen Gerheprozess noch eine leichte Behandlung in Kochsalz und Schwefelsäure vor. Das Fell wurde nun in einer Chromsäurelösung, bestehend aus   511/0   Kaliumbichromat und   2'50/0   Salzsäure in   70%   Wasser (das Gewicht vom   Blössen gewicht   gerechnet) eingeweicht.

   War das Fell gleichmässig von der Chromsäure durchdrungen, so wurde es rasch glatt ausgestossen und ein   Tü !) vorhang daraufgelegt.   In diesem Zustande liess man nun das Sonnenlicht ungefähr eine   Stunde einwirken, nahm   dann den Vorhang ah und brachte das Leder, das bereits die Reliefs   dcntlich zeigte,   in ein Antichlorhad. Dieses vollzog die Gerbung und reduzierte die Chromsäure zn   Chromoxydhydrat.   Die von der Sonne belichteten Stellen erwiesen sich rauh, plattgedrückt. und gingen nicht mehr auf, während die von der Sonne nicht belichteten Stellen noch quollbar waren, aufgingen und die erhabenen Zeichnungen deutlicher vor Augen führten. 



   Das Leder wurde dann noch mit vegetabilischen Gerhstoffen nachgegerbt, um es für etwaige Farben aufnahmsfähiger zu machen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von reliefartigen Zeichnungen, Schriften, Bildern usw. auf
Leder, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Lösungen von Chromsäure, Überchromsäure oder
Kaliumbichromat vorbehandelte Hautblösse oder die so vorbehandelte ungare Haut nach Auf-   legung   oder Anbringung von lichtundurchlässigen, das gewünschte Muster darstellenden Deck- schichten der Einwirkung natürlichen oder künstlichen Lichtes ausgesetzt und das in der Haut selbst erhaltene Bild hierauf nach Entfernung der erwähnten Deckschicht, z. B. mit Hilfe von
Gerbmittel oder Mitteln, welche die Chromverbinuungen   unlöslich   machen, fixiert wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Ausuhrungsform des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass Hautblösse oder ungare Haut zunächst mit einer lichtundurchlässigen und für Säuren un- empfindlichen, das gewünschte Muster bildende Schicht versehen und nach der Behandlung mit einer Chromsäure, Überchromsäure oder Kaliumbichromat enthaltenden Lösung der Einwirkung natürlichen oder künstlichen Lichtes ausgesetzt und hierauf fixiert wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen der Zeichnungen oder dgl. entweder auf manuellem Wege oder durch Schablonen aus be- hebigem Materia) oder mittels in einer lichtundurchtässigen Farbe oder in mehreren Farben gefärbtor Gläser oder schliesslich auch durch Druckverfahren erfolgt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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