DE554208C - Verfahren zur Herstellung heller Muster auf von Natur dunkelfarbigen Haeuten oder Ledern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung heller Muster auf von Natur dunkelfarbigen Haeuten oder Ledern

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DE554208C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung heller Muster auf von Natur dunkelfarbigen Häuten oder Ledern Sowohl für die Schuherzeugung wie auch für die Lederwaren- und Taschenherstellung' haben hochwertige Leder, insbesondere Leder von exotischen Reptilien, schon seit Jahrzehnten mit Vorliebe Verwendung gefunden. Besonders in der Schuhindustrie war jedoch bis vor etwa a bis 3 Jahren der allgemeinen Verwendung in der Hauptsache der Preis hinderlich, weil gerade solche Leder, die infolge ihrer besonders schönen natürlichen Zeichnung am meisten begehrt wurden, für die Herstellung von Schuhen für größeren Konsum zu teuer waren. Infolgedessen geht das Bestreben der Lederfabrikanten schon >eit langer Zeit dahin, auf künstlichem Wege Imitationen dieser besonders schön gezeichneten echten Leder herzustellen.
  • Man ist dabei in der Hauptsache so verfahren, saß man Schaf-, Ziegen- und ähnliche Leder durch Bedrucken den echten Ledern im Aussehen möglichst nahezubringen versucht hat. Es ist dies bisher nur unvollkommen gelungen. Mit dem Steigen des Bedarfs an echten Reptilledern, wie z. B. Eidechsen, Schlangen, Krokodilen usw., hat man dann weiterhin versucht, billige, in der Zeichnung unschöne oder ganz ungezeichnete derartige Reptilleder mit einer Zeichnung zu versehen, die den teuren, schön gezeichneten Fellen möglichst nahekommen soll, um dadurch ein billiges und für grollen Konsum geeigneteres Erzeugnis herauszubringen. Die dabei bisher beschrittenen Wege sind ausnahmslos von dem Gedanken ausgegangen, die wenig oder nicht gezeichneten Leder zunächst im ganzen zu bleichen, d. h. den vorhandenen natürlichen Farbton möglichst weitgehend zu entfernen, um so ein möglichst helles, einfarbiges Leder zu erzielen. Auf die so vorbereiteten Leder hat man alsdann mittels Walzendrucks, Schablonen und ähnlicher technischer Hilfsmittel eine mehr oder weniger dunkle Farbe aufgetragen, um so die angestrebte Zeichnung auf dem vorher durch Bleichen erzeugten hellen Grunde zu erzielen. Das Ergebnis ist auch hierbei bisher ausnahmslos ein recht mangelhaftes geblieben, da die erzielte Zeichnung gegenüber der echten sehr zu wünschen übrigließ.
  • Um in dieser Hinsicht ein möglichst vollkommenes Erzeugnis herauszubringen, wird nun nach der Erfindung ein für diesen Zweck bisher nicht angewandtes Verfahren benutzt, das auf dem Grundsatz beruht, die natürliche Grundfarbe des Felles vollkommen unverändert zu lassen, um vor allen Dingen den Effekt und die guten Farbeigenschaften des natürlichen echten Felles festzuhalten. Aus der Fläche des natürlichen, im allgemeinen dunklen Grundtones wird mittels eines weiter unten beschriebenen Bleichverfahrens die gewünschte Zeichnung herausgebleicht.
  • Die chemischen Mittel des hierbei zur Anwendung kommenden Bleichverfahrens sind in der Gerbereitechnik seit langem bekannt. Sie sind-- indessen bisher in einer anderen Weise angewandt worden, als es bei dem vorliegenden Verfahren der Fall ist. Man hat diese Bleichmittel beispielsweise bisher in stark verdünnten Lösungen als Bad benutzt, nicht nur um die natürliche Zeichnung der Felle möglichst zu entfernen, sondern auch um das ganze Leder in der Farbe wesentlich aufzuhellen. Jenes Verfahren wurde für den vorstehend beschriebenen Zweck dahin abgeändert, daß die Oxydationsmittel für die Erzeugung von Mustern unter Zuhilfenahme von Walzen, Schablonen usw. brauchbar gemacht wurden.-Ein Beispiel für das Ausbleichen von Zeichnungen aller Art, wie es nach der Erfindung auf allen Arten von Fellen, die eine natürliche, mehr oder minder dunkle Grundfarbe haben; vorgenommen werden kann, ist folgendes Ausführungsbeispiel Eine Khatfischhaut wird in der üblichen Weise geweicht, geäschert und gebeizt, daraufhin mit i % Schwefelsäure von o,25 oto Konzentration und 7 ofo Kochsalz, auf das Blößengewicht gerechnet, gepickelt. Die so vorbereitete Haut wird mit einer Schablone belegt, welche die gewünschte Zeichnung enthält. Mittels eines flachen Pinsels werden alsdann die Üffnungen der Schablone und damit die betreffenden Stellen des Felles mit einer konzentrierten Lösung von Chlorkalk (etwa z : i angerührt) bestrichen. Man läßt diese Lösung i Stunde einwirken und spült alsdann den überschüssigen Chlorkalk weg. Die Weiterbearbeitung des Felles erfolgt alsdann in der üblichen Weise.
  • Als Oxydations- und Reduktionsmittel kommen beispielsweise in Frage: Chlorkalk, Wasserstoffsuperoxyd, Natriumsuperoxyd, Natriumhydrosulfit, Kaliumpermanganat.
  • Der große Wert des Verfahrens nach der Erfindung geht ohne weiteres daraus hervor, daß z. B. echte, gemusterte Eidechscnhäute etwa den dreifachen Marktwert haben als die sonst qualitativ gleichwertigen, jedoch einfarbigen Häute. Da die auf solchen einfarbigen Häuten nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Zeichnungen der echten Zeichnung im Aussehen und in der Haltbarkeit vollkommen gleichstehen, erfahren die billigen einfarbigen Leder eine Wertsteigerung um mehr als den eigenen ursprünglichen Wert.
  • Es ist noch darauf hinzuweisen, daß es selbstverständlich möglich ist, die gewünschten Zeichnungen auf dem Leder sowohl vor dem Gerben herzustellen wie auch nach dem Gerben und Färben der Leder oder Häute. Im letzteren Falle wird durch das verwendete Bleichmittel selbstverständlich nicht nur die natürliche Färbung des Leders, sondern auch die künstliche Lederfärbung durch Bleichung entfernt. Gegebenenfalls kann durch an sich bekannte Mittel ein sonst etwa eintretendes Nachdunkeln der gebleichten Stellen verhindert werden. Dies ist eine Maßnahme, die in der Lederfärberei- bereits häufig angewandt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung heller Muster auf von Natur dunkelfarbigen Häuten oder. Ledern, dadurch gekennzeichnet, daß man das natürliche dunkle Pigment mittels an sich bekannter Oxydations- oder Reduktionsmittel stellenweise ausbleicht.
DE1930554208D 1930-07-20 1930-07-20 Verfahren zur Herstellung heller Muster auf von Natur dunkelfarbigen Haeuten oder Ledern Expired DE554208C (de)

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