DE3333836C2 - Verfahren zur Herstellung von gefärbten Pelzfellen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gefärbten Pelzfellen

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von gefärbten Pelzfellen mit silbrigen Haarspitzen unter Verwendung von Oxidationsfarbstoffen.
Durch Verfahren dieser Art sollen Pelzfelle erzeugt werden, deren dunkel eingefärbte Haarschäfte weiße oder sehr helle Spitzen besitzen, wie dies in natura zum Beispiel bei Silberfüchsen, Persianerarten, Waschbär, Silberbisam und Silberzobel der Fall ist.
Es sind Verfahren zur Herstellung weißgespitzter Pelze bekannt (DE-PS 6 36 327), bei denen der Pelz zur Entfernung der Metallbeize an den Haar­ spitzen mit Lösungen von Alkalicarbonaten, -bisulfiten oder-hydroxiden behandelt wird. Nachdem der so be­ handelte Pelz gründlich gespült ist, wird er einem mit Oxidationsfarbstoffen beschickten Bad zugeführt, wobei die Spitzen der Haarschäfte nicht angefärbt werden.
Weiterhin ist es bekannt (DE-AS 10 35 095), Pelz­ felle an den Stellen, deren Färbung nicht gewünscht wird, mit Polymerisaten von Vinyllactamen in Lösung zu reservieren. Hiernach erfolgen die Färbung und ein Wasserbad zum Ablösen der Reservierung.
Ferner wurde schon ein Verfahren zum Färben von Pelzfellen bei gleichzeitiger Silberung der Spitzen vorgeschlagen (DE-OS 29 09 034), bei dem die Felle mit mehrwertigen Metallsalzen gebeizt, danach im wäßrigen Bad mit einem Kondensations­ produkt aus Formaldehyd, Aldol, Resorcin und Kresolsulfonsäure behandelt und dann mit Oxidations­ farbstoffen gefärbt werden.
Ausgehend von einem Verfahren der eingangs erwähnten Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei wenig wertvollen Pelzen die bei den vorgenannten Pelzsorten vorhandenen Effekte der silbrigen Haarspitzen naturgetreu nachzuahmen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß man
  • a) die Pelzfelle mit mehrwertigen Metallsalzen beizt,
  • b) trocknet,
  • c) die Haarspitzen mit einer Lösung behandelt, die Dihydrogenphosphat-, Hydrogenphosphat- oder Phosphationen enthält,
  • d) die so behandelten Felle trocknet und
  • c) färbt.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens können Kupfer- oder Chrombäder als Metallsalzbeizen benutzt werden; vorzugsweise kommen jedoch wäßrige Bäder mit Eisen-III-Salzen oder Eisen-II-Salzen zur Anwendung.
Die Eisenbeize z. B. auf der Grundlage von Eisen-III- Salzen läßt man etwa 14 Stunden auf die Pelzfelle einwirken. Nach einer Wässerung in klarem Wasser für eine Stunde werden die Felle abgeschleudert und getrocknet. Auf die Haarspitzen wird dann durch Spritzen oder Streichen eine Lösung aufgebracht, die Dihydrogenphosphat-, Hydrogenphosphat- oder Phosphat­ ionen enthält, wobei ein besonders starker Effekt der Silberung im Bereich der Haarspitzen bei Verwendung von Phosphationen eintritt. So behandelte Felle werden etwa 16 Stunden lang an der Luft ge­ trocknet. Alsdann erfolgt die Färbung in der Flotte unter Benutzung von Oxidationsfarbstoffen nach bekannten Arbeitsvorschriften. Die so behandelten Felle nehmen an den Spitzen keine Farbe auf; von den gefärbten Haarschäften zu den Spitzen hin ergibt sich zudem mit Vorteil ein fließender Über­ gang. Dabei versteht es sich, daß der Farbton des Felles bzw. derjenige der Haarschäfte von den ver­ wendeten Oxidationsfarbstoffen bestimmt wird.
Man kann jedoch auch ein Eisen-II-Bad benutzen. Nach der Beize wird gespült und dann zentrifugiert. Danach behandelt man die Felle in einem wäßrigen Bad mit H₂O₂-Zusatz. Nach anschließendem Spülen, Zentrifugieren und Trocknen wird die Lösung zur Spitzenreservierung aufgebracht. Alsdann ge­ schieht die erwähnte Behandlung in der Flotte zum Einfärben. Auch bei diesem Verfahren ergeben sich gute Wirkungen.
Die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens beruht vermutlich darauf, daß die Ausbildung der Oxidationsfarb­ stoffe aus dem Farbstoffvorprodukt durch die Zugabe eines Oxidationsmittels in der Farbflotte erfolgt. An den Oxida­ tionsprozeß sind die ins Haar eingebrachten Metallionen maßgeblich beteiligt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden diese Metallionen durch Überführung in stabile Me­ tallkomplexe daran gehindert, in die Reaktion der Farb­ stoffbildung einzugehen.
Es sei erwähnt, daß durch eine Variation der Konzentration der zur Spitzenreservierung eingesetzten Lösung sowie durch Änderung der Einwirkzeiten der auf die Haarspitzen aufge­ brachten Lösungen sich das Ausmaß der Spitzensilberung steuern läßt. Außerdem sei darauf hingewiesen, daß man zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zweckmäßi­ gerweise von naturweißen Fellen ausgeht oder von naturweißen Fellen Gebrauch macht, die mit Bleiche versehen sind. Ein vorgeschalteter Bleichvorgang ist dann angebracht, wenn das Fell für eine gewünschte Farbgebung der Haarspitzen unge­ eignet erscheint. Das Fell muß also unter diesen Vorausset­ zungen so vorbehandelt werden, daß durch ähnlich einge­ stellter Spitzeneffekt eintreten kann. Die erfolgreiche Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens setzt demge­ mäß auch eine weiße bzw. silbrige Farbgebung der Fellhaare von der Wurzel bis zur Spitze voraus.
Die nachstehend aufgeführten Beispiele sollen vorzugsweise verwendet werden:
Beispiel 1
Weiße, alaungegerbte Lammfelle werden mit 5 kg/m³ FeCl₃, 1 kg/m³ Netzmittel und 20 kg/m³ NaCl 13 Stunden lang gebeizt (angewandtes Flottenverhältnis 1 : 25, bezogen auf das Trockengewicht der Felle). Anschließend wird 1 Stunde in stehendem kaltem Wasser gespült, abgeschleudert und geläu­ tert. Auf die Haarspitzen der getrockneten Felle streicht oder spritzt man eine Lösung von 100 kg/m³ Trinatriumphos­ phat auf und läßt 12 Stunden trocknen. Die Felle kommen dann in eine Farbflotte aus 0,5 kg/m³ Nakograu BR, 0,5 l/m³ 30% Wasserstoffperoxid und 0,2 l/m³ Netzmittel OK. Nach 12 Stunden wird der überflüssige Farbstoff durch mehrmaliges Spülen mit kaltem Wasser entfernt.
Man erhält so haarseitig gut durchgefärbte neutralgraue Haarschäfte mit hellsilbergrauen Haarspitzen.
Beispiel 2
Weiße, alaungegerbte Chekiangfelle werden in der Färbehaspel mit 30 kg/m³ NaCl, 0,5 l/m³ 60%-iger Essigsäure, 1 Weinstein und 4 kg/m³ FeSO₄ 16 Stunden lang gebeizt. (An­ gewandtes Flottenverhältnis 1 : 25, bezogen auf das Troc­ kengewicht der Felle.) Es wird in kaltem Wasser gespült, zentrifugiert und die Felle 1 Stunde in kaltem Wasser mit einem Zusatz von 2,5 l/m³ 30%-igem Wasserstoffperoxid belassen. Nach erneutem Spülen, Zentrifugieren und Trocknen erfolgt der Auftrag von Trinatriumphosphat mit einer Kon­ zentration von 100 kg/m³. Die weitere Verarbeitung ent­ spricht der im Beispiel 1 angeführten Färbemethode.
Man erhält haarseitig gut durchgefärbte neutralgraue Haar­ schäfte mit hellsilbergrauen Haarspitzen.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von gefärbten Pelzfellen mit silbrigen Haarspitzen unter Verwendung von Oxidationsfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man
    • a) die Pelzfelle mit mehrwertigen Metallsalzen beizt,
    • b) trocknet,
    • c) die Haarspitzen mit einer Lösung behandelt, die Dihydrogenphosphat-, Hydrogenphosphat- oder Phosphationen enthält,
    • d) die so behandelten Felle trocknet und
    • e) färbt.
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DE636327C (de) * 1934-12-16 1936-10-09 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung weissgespitzter Pelze
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DE2909034A1 (de) * 1979-03-08 1980-09-11 Hoechst Ag Verfahren zum faerben von pelzfellen mit oxidationsfarbstoffen bei gleichzeitiger silberung der haarspitzen

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