DE3333836C2 - Verfahren zur Herstellung von gefärbten Pelzfellen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gefärbten PelzfellenInfo
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- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P5/00—Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
- D06P5/12—Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P3/00—Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
- D06P3/02—Material containing basic nitrogen
- D06P3/04—Material containing basic nitrogen containing amide groups
- D06P3/30—Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts
- D06P3/305—Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts with oxidation dyes
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von gefärbten Pelzfellen mit silbrigen Haarspitzen
unter Verwendung von Oxidationsfarbstoffen.
Durch Verfahren dieser Art sollen Pelzfelle erzeugt
werden, deren dunkel eingefärbte Haarschäfte weiße
oder sehr helle Spitzen besitzen, wie dies in natura
zum Beispiel bei Silberfüchsen, Persianerarten, Waschbär,
Silberbisam und Silberzobel der Fall ist.
Es sind Verfahren zur Herstellung weißgespitzter
Pelze bekannt (DE-PS 6 36 327), bei denen der
Pelz zur Entfernung der Metallbeize an den Haar
spitzen mit Lösungen von Alkalicarbonaten, -bisulfiten
oder-hydroxiden behandelt wird. Nachdem der so be
handelte Pelz gründlich gespült ist, wird er einem
mit Oxidationsfarbstoffen beschickten Bad zugeführt,
wobei die Spitzen der Haarschäfte nicht angefärbt werden.
Weiterhin ist es bekannt (DE-AS 10 35 095), Pelz
felle an den Stellen, deren Färbung nicht gewünscht
wird, mit Polymerisaten von Vinyllactamen in Lösung
zu reservieren. Hiernach erfolgen die Färbung und
ein Wasserbad zum Ablösen der Reservierung.
Ferner wurde schon ein Verfahren zum Färben von
Pelzfellen bei gleichzeitiger Silberung der Spitzen
vorgeschlagen (DE-OS 29 09 034), bei dem die
Felle mit mehrwertigen Metallsalzen gebeizt,
danach im wäßrigen Bad mit einem Kondensations
produkt aus Formaldehyd, Aldol, Resorcin und
Kresolsulfonsäure behandelt und dann mit Oxidations
farbstoffen gefärbt werden.
Ausgehend von einem Verfahren der eingangs erwähnten
Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
bei wenig wertvollen Pelzen die bei den vorgenannten
Pelzsorten vorhandenen Effekte der silbrigen
Haarspitzen naturgetreu nachzuahmen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, daß man
- a) die Pelzfelle mit mehrwertigen Metallsalzen beizt,
- b) trocknet,
- c) die Haarspitzen mit einer Lösung behandelt, die Dihydrogenphosphat-, Hydrogenphosphat- oder Phosphationen enthält,
- d) die so behandelten Felle trocknet und
- c) färbt.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
können Kupfer- oder Chrombäder als Metallsalzbeizen
benutzt werden; vorzugsweise kommen jedoch wäßrige
Bäder mit Eisen-III-Salzen oder Eisen-II-Salzen zur
Anwendung.
Die Eisenbeize z. B. auf der Grundlage von Eisen-III-
Salzen läßt man etwa 14 Stunden auf die Pelzfelle
einwirken. Nach einer Wässerung in klarem Wasser
für eine Stunde werden die Felle abgeschleudert und
getrocknet. Auf die Haarspitzen wird dann durch
Spritzen oder Streichen eine Lösung aufgebracht,
die Dihydrogenphosphat-, Hydrogenphosphat- oder Phosphat
ionen enthält, wobei ein besonders starker Effekt
der Silberung im Bereich der Haarspitzen bei
Verwendung von Phosphationen eintritt. So behandelte
Felle werden etwa 16 Stunden lang an der Luft ge
trocknet. Alsdann erfolgt die Färbung in der Flotte
unter Benutzung von Oxidationsfarbstoffen nach
bekannten Arbeitsvorschriften. Die so behandelten
Felle nehmen an den Spitzen keine Farbe auf;
von den gefärbten Haarschäften zu den Spitzen hin
ergibt sich zudem mit Vorteil ein fließender Über
gang. Dabei versteht es sich, daß der Farbton des
Felles bzw. derjenige der Haarschäfte von den ver
wendeten Oxidationsfarbstoffen bestimmt wird.
Man kann jedoch auch ein Eisen-II-Bad benutzen. Nach der
Beize wird gespült und dann zentrifugiert. Danach behandelt
man die Felle in einem wäßrigen Bad mit H₂O₂-Zusatz. Nach
anschließendem Spülen, Zentrifugieren und Trocknen wird die
Lösung zur Spitzenreservierung aufgebracht. Alsdann ge
schieht die erwähnte Behandlung in der Flotte zum Einfärben.
Auch bei diesem Verfahren ergeben sich gute Wirkungen.
Die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens beruht
vermutlich darauf, daß die Ausbildung der Oxidationsfarb
stoffe aus dem Farbstoffvorprodukt durch die Zugabe eines
Oxidationsmittels in der Farbflotte erfolgt. An den Oxida
tionsprozeß sind die ins Haar eingebrachten Metallionen
maßgeblich beteiligt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
werden diese Metallionen durch Überführung in stabile Me
tallkomplexe daran gehindert, in die Reaktion der Farb
stoffbildung einzugehen.
Es sei erwähnt, daß durch eine Variation der Konzentration
der zur Spitzenreservierung eingesetzten Lösung sowie durch
Änderung der Einwirkzeiten der auf die Haarspitzen aufge
brachten Lösungen sich das Ausmaß der Spitzensilberung
steuern läßt. Außerdem sei darauf hingewiesen, daß man zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zweckmäßi
gerweise von naturweißen Fellen ausgeht oder von naturweißen
Fellen Gebrauch macht, die mit Bleiche versehen sind. Ein
vorgeschalteter Bleichvorgang ist dann angebracht, wenn das
Fell für eine gewünschte Farbgebung der Haarspitzen unge
eignet erscheint. Das Fell muß also unter diesen Vorausset
zungen so vorbehandelt werden, daß durch ähnlich einge
stellter Spitzeneffekt eintreten kann. Die erfolgreiche
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens setzt demge
mäß auch eine weiße bzw. silbrige Farbgebung der Fellhaare
von der Wurzel bis zur Spitze voraus.
Die nachstehend aufgeführten Beispiele sollen vorzugsweise
verwendet werden:
Weiße, alaungegerbte Lammfelle werden mit 5 kg/m³ FeCl₃, 1
kg/m³ Netzmittel und 20 kg/m³ NaCl 13 Stunden lang gebeizt
(angewandtes Flottenverhältnis 1 : 25, bezogen auf das
Trockengewicht der Felle). Anschließend wird 1 Stunde in
stehendem kaltem Wasser gespült, abgeschleudert und geläu
tert. Auf die Haarspitzen der getrockneten Felle streicht
oder spritzt man eine Lösung von 100 kg/m³ Trinatriumphos
phat auf und läßt 12 Stunden trocknen. Die Felle kommen dann
in eine Farbflotte aus 0,5 kg/m³ Nakograu BR, 0,5 l/m³ 30%
Wasserstoffperoxid und 0,2 l/m³ Netzmittel OK. Nach 12
Stunden wird der überflüssige Farbstoff durch mehrmaliges
Spülen mit kaltem Wasser entfernt.
Man erhält so haarseitig gut durchgefärbte neutralgraue
Haarschäfte mit hellsilbergrauen Haarspitzen.
Weiße, alaungegerbte Chekiangfelle werden in der Färbehaspel
mit 30 kg/m³ NaCl, 0,5 l/m³ 60%-iger Essigsäure, 1
Weinstein und 4 kg/m³ FeSO₄ 16 Stunden lang gebeizt. (An
gewandtes Flottenverhältnis 1 : 25, bezogen auf das Troc
kengewicht der Felle.) Es wird in kaltem Wasser gespült,
zentrifugiert und die Felle 1 Stunde in kaltem Wasser mit
einem Zusatz von 2,5 l/m³ 30%-igem Wasserstoffperoxid
belassen. Nach erneutem Spülen, Zentrifugieren und Trocknen
erfolgt der Auftrag von Trinatriumphosphat mit einer Kon
zentration von 100 kg/m³. Die weitere Verarbeitung ent
spricht der im Beispiel 1 angeführten Färbemethode.
Man erhält haarseitig gut durchgefärbte neutralgraue Haar
schäfte mit hellsilbergrauen Haarspitzen.
Claims (1)
- Verfahren zur Herstellung von gefärbten Pelzfellen mit silbrigen Haarspitzen unter Verwendung von Oxidationsfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man
- a) die Pelzfelle mit mehrwertigen Metallsalzen beizt,
- b) trocknet,
- c) die Haarspitzen mit einer Lösung behandelt, die Dihydrogenphosphat-, Hydrogenphosphat- oder Phosphationen enthält,
- d) die so behandelten Felle trocknet und
- e) färbt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833333836 DE3333836C2 (de) | 1983-09-20 | 1983-09-20 | Verfahren zur Herstellung von gefärbten Pelzfellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833333836 DE3333836C2 (de) | 1983-09-20 | 1983-09-20 | Verfahren zur Herstellung von gefärbten Pelzfellen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3333836A1 DE3333836A1 (de) | 1985-04-04 |
| DE3333836C2 true DE3333836C2 (de) | 1995-11-02 |
Family
ID=6209509
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833333836 Expired - Lifetime DE3333836C2 (de) | 1983-09-20 | 1983-09-20 | Verfahren zur Herstellung von gefärbten Pelzfellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3333836C2 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE636327C (de) * | 1934-12-16 | 1936-10-09 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung weissgespitzter Pelze |
| DE1035095B (de) * | 1956-05-25 | 1958-07-31 | Basf Ag | Verfahren zum partiellen Faerben von Pelzfellen und Leder |
| DE2909034A1 (de) * | 1979-03-08 | 1980-09-11 | Hoechst Ag | Verfahren zum faerben von pelzfellen mit oxidationsfarbstoffen bei gleichzeitiger silberung der haarspitzen |
-
1983
- 1983-09-20 DE DE19833333836 patent/DE3333836C2/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3333836A1 (de) | 1985-04-04 |
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