AT47923B - Verfahren zur raschen Brünierung von Stahl, insbesondere Stahlläufen. - Google Patents

Verfahren zur raschen Brünierung von Stahl, insbesondere Stahlläufen.

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur raschen   Brun ! erung   von Stahl, insbesondere Stahlläufen. 



   Vorliegende Erfindung betrifft eine Ausgestaltung des den Gegenstand des Stammpatentes Nr. 46595 bildenden Verfahrens zur raschen Brünierung von Stahl, insbesondere   Stahlläufen,   durch aufeinanderfolgende Behandlung derselben mit Lösungen von Schwermetallsalzen und solchen von   Schwefelalka1ì.   



   Es hat sich gezeigt, dass bei diesem-Verfahren eine   schwärzere Brüniernng   erzielt wird und die   Brünierung   auch wesentlich leichter vor sich geht als bisher, wenn man an Stelle der in dem Stammpatente angegebenen Schwermetallsalzlösung die neben Kupferammoniumchlorid Quecksilberchlorid und Bleiazetat enthält, eine Lösung verwendet, in welcher ausser den genannten Salzen noch Eisenchlorid und Nickelnitrat vorhanden ist. 



   Weiters wurde gefunden, dass es wesentliche Vorteile bietet, den zu brünierenden 
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 mit einer wässerigen Lösung von Ammoniumpersulfat und Schwefelsäure zu behandeln. Bei Anwendung einer solchen Vorbehandlung braucht nämlich die nachfolgende Behandlung mit der   Schwermetallsalzlösung   und der   Schwefelalkalilösung weniger   oft wiederholt zu zu werden und man erreicht dabei ausserdem noch einen besseren   Farbeneffekt.   



   Der Arbeitsgang gestaltet sich bei der vorstehend angegebenen Ausbildung des Ver- 
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Das zu brünierende Stück wird zunächst gereinigt, und zwar mit starker Sodalösung und dann mit Wasser, hierauf trocken abgewischt und durch Behandeln mit leichtem Benzin (spez. Gewicht 0-66 bis 0 68) vollkommen entfettet. Dann taucht man das Stück in eine Lösung, die in   l j !   Wasser ca.   200 9 Ammoniumpersu1fat   und ca. 30 cm3 kon- zentrierte Schwefelsäure enthält.

   In dieser Lösung, die sich nur in einem Porzellan- oder   Glasgefäl3   befinden darf, belässt man   das Arbeitsstück   etwa droi, höchstens fünf Minuten.
Es hat dann schon eine ziemlich dunkle Färbung angenommen, wird herausgenommen, gründlich mit Wasser abgespült, sodann entweder durch Alkohol gezogen oder mit Alkohol abgespült und hierauf an der Luft oder noch besser bei etwa   500 C getrocknet.   



   Das getrocknete Stück wird mit Baumwatte fest abgerieben und nun   gründlich   und 
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 besser in diese Lösung, die sich in einem Gefäss aus Holz, emailliertem Eisen, Steingut, l'orzellan oder Glas befinden kann, eingetaucht und ca. 1 Minute darin belassen. Dio
Mengenverhältnisse, in weichen die Bestandteile der in Rede stehenden Lösung an der 
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<tb> 
<tb> 30 <SEP> Gramm <SEP> Kupferammoniumchlorid
<tb> 12 <SEP> n <SEP> Qnecksilberchlorid <SEP> (Sublimat)
<tb> 10 <SEP> n <SEP> Nickolnitrat
<tb> 15 <SEP> n <SEP> Eisenchlorid
<tb> 2 <SEP> # <SEP> Bleiazetat <SEP> (Bleizucker)
<tb> 100 <SEP> n <SEP> Alkohol
<tb> 1 <SEP> Liter <SEP> Wasser.
<tb> 
 

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   Nun lässt man das Stuck an der Luft oder bei etwas erhöhter Temperatur freihängend trocknen, ohne jedoch hiebei bei reiner   Schwarzbrüniorung   die Temperatur höher als auf ca.   50"C ansteigen   zu lassen. Das getrocknete Stück wird nun mit einem vollkommen fottfreien   Wolltuch   oder ebensolcher Baumwollwatte kräftig abgerieben und hierauf   zunächt   mit einer fettfreien, halbweichen   Stablb1lrste   und dann mit einer halbweichen   Pflanzenfaserbürste   auf gleichmässig hellen Glanz poliert.

   Nunmehr bestreicht man das Stuck   gründlich   und gleichmässig mit der zu verwendenden   Schwofelatkalilösung   oder man taucht os vorteilhaft in diese Lösung, die sich in einem Gefäss aus Holz, emailliertem Eisen, Steingut, Porzellan oder Glas befinden kann, ein und belässt es darin ca. 8 bis 10 Minuten. Nach erfolgter Einwirkung der Lösung, die zweckmässig auf   I   l Wasser etwa   125 9 Schwefelnatrium   und 100 Alkohol enthalten kann, spült man das Stuck mit Wasser ab, zieht es durch Alkohol oder spült es mit Alkohol ab und lässt es ohne abzuwischen, bei benannter Schwarzbrünierung bei höchstens 500 C vollkommen trocknen. 



   Darauf wird das Stück wieder mit einem fettfreien Wolltuche oder mit   Daumwoll-   watte kräftig abgerieben und dann mit den Bürsten, wie früher, poliert. 



   Je tiefer man die Färbung der Brüniorung wünscht, desto öfter wiederholt man die Operationen mit der Schwermetallsalzlösung und der   Schwefelallcalilösung   nacheinander. Nach Fertigstellung der    Brünierung. wird   das brünierte Stück   tüchtig   mit Wasser abgespült, trocken gewischt und hierauf solange gebürstet, bis es genügenden Glanz zeigt. 



   Wenn man die Vorbehandlung mit Ammonpersulfatlösung aus irgend einem Grunde entfallen lässt oder sie mangels eines geeigneten   Porzellan-oder Glasgefässes nicht   vornehmen kann, erzielt man zwar eine nicht ganz so schwarze Brünierung wie unter Bei- behaltung dieser Operation, kommt aber mit den beiden weiteren Operationen allein (Behandlung mit   Schwermetallsalzlösung   und mit Schwefelalkalilösung) auch zu einem bofriedigenden Resultat, nur müssen dafür die letztgenannten Operationen öfter hinter- einander wiederholt werden. Dadurch, dass man das zu brünierenden Stück öfter mit der der din Schwermetallsalze enthaltenden Lösung als mit der Schwefelalkalilösung bestreicht, odor in diese Flüssigkeiten taucht, erreicht man einen entsprechend noch schwärzeren bezw. weniger bläulichen Ton. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur raschen Brünierung von Stahl, insbesondere   Stahlläufen   nach Stammpatent Nr.   46395, dadurch gekennzeichnet,   dass bei der aufeinanderfolgenden Behandlung des Arbeitsstuckos mit Lösungen von Schwermetallsalzen und solchen von   Schwefelalkalì   eine Schwermetallsalzlösung verwendet wird, die an Metallzalzen neben   Kupferammoniumchlorid,   Quecksilberchlorid und Bleiazetat noch Eisenchlorid und Nickelnitrat enthält.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsstück, bevor man es der aufeinanderfolgenden Behandlung mit einer Schwermetallsalzlösung angegebener Art und mit einer Schwefelalkalilösung unterzieht, der Einwirkung einer Ammoniumpersulfat und Schwefelsäure enthaltenden wässrigen Lösung ausgesetzt wird.
AT47923D 1910-06-01 1910-07-19 Verfahren zur raschen Brünierung von Stahl, insbesondere Stahlläufen. AT47923B (de)

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