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Die Erfindung betrifft ein Schiff, Boot od. dgl. mit einem sich längs der Mittellinie des Schiffs- körpers erstreckenden Kiel mit vom Bug zum Heck hin zunehmender Höhe und mit vom mittleren
Bereich des Schiffskörpers zum Heck und zum Bug hin abnehmender Breite, wobei der Kiel hohl ausgebildet sowie nach oben offen ist und im mittleren Bereich des Schiffskörpers eine Breite von einem Drittel bis einem Zehntel der Breite des Schiffes aufweist.
Aus der FR-PS Nr. 2. 252. 002 ist ein Schiff bekannt, dessen Kiel in seinem mittleren Abschnitt hohl ausgebildet ist, um die erforderliche lichte Höhe zu erhalten, und das mit einem fixen Schwert versehen ist. Dies ist von Nachteil, weil das Schiff in seichten Gewässern nicht manövrierbar ist, weswegen es nur für grössere Wassertiefen geeignet ist. Darüber hinaus erschwert das fixe Schwert den Landtransport.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schiff, Boot od. dgl. zu schaffen, das unabhän- gig von seinen Dimensionen die Nachteile bekannter Schiffskonstruktionen vermeidet. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass der Innenraum des Kieles in seiner Längsrichtung drei unter- schiedliche Abschnitte aufweist, wobei der mittlere Abschnitt in an sich bekannter Weise von Ein- bauten freigehalten ist, im Bugabschnitt, wie an sich bekannt, ein herausnehmbarer Ballast vorge- sehen ist und vorzugsweise im Heckabschnitt in an sich bekannter Weise ein einziehbares Schwert angeordnet ist.
Dieses erfindungsgemässe Schiff, Boot od. dgl. hat den Vorteil, dass es bei geringer Konstruktionshöhe einerseits in seinem mittleren Abschnitt die erforderliche lichte Höhe als Stehhöhe aufweist und anderseits trotzdem eine optimale Manövrierfähigkeit bei jeder Gewässertiefe, bei jedem Wellengang und bei jeder Strömung aufweist. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Schiffes liegt bei dessen Transport zu Lande, da das einziehbare Schwert die Höhe des Schiffes reduziert und durch das Herausnehmen des Ballastes der Schwerpunkt des Schiffes tiefer gelegt werden kann.
Hiedurch wird der Landtransport des Schiffes erleichtert.
Weiters kann im Heckabschnitt des Kieles zusätzlich zum einziehbaren Schwert ein weiterer herausnehmbarer Ballast angeordnet sein.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 ein erfindungsgemässes Schiff in Seitenansicht, Fig. 2 dieses Schiff in Unteransicht und die Fig. 3,4 und 5 Schnitte durch den Schiffskörper gemäss den Linien III-III, IV-IV und V-V nach Fig. 1.
Wie aus Fig. l ersichtlich ist, besteht ein erfindungsgemässes Schiff aus einem herkömmlichen Bootskörper --1--, an dessen Oberseite ein Aufbau --2-- vorgesehen ist und an dessen Heck ein Steuerruder --3-- angeordnet ist. Vom Bug des Schiffskörpers-l-bis nahezu zu seinem Heck erstreckt sich ein Kiel --5--, der hohl und nach oben offen ausgebildet ist.
Aus Fig. 2 ist der Breitenverlauf dieses Kieles -5-- ersichtlich. In den Fig. 3, 4 und 5 ist je ein Querschnitt des Kieles gemäss Fig. l dargestellt.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, weist der Kiel --5- etwa im mittleren Abschnitt des Schiffes eine Breite auf, die etwa einem Fünftel der Breite des Schiffskörpers gleich ist. Von diesem mittleren Abschnitt des Schiffskörpers nimmt die Breite des Kieles --5-- zum Bug hin bzw. zum Heck hin ab.
Weiters ist der Kiel im mittleren Abschnitt und im Heckabschnitt mit angenähert senkrechten Seitenflanken ausgebildet. Gegen den Bug des Schiffes hin nimmt die Steilheit der Seitenflanken ab.
Fig. 3 zeigt die Ausbildung des Kieles --5-- im Heckbereich und aus Fig. 5 ist die Kielausbildung im Bugbereich ersichtlich. Wie weiters aus den Fig. 2,3 und 5 zu ersehen ist, ist im vorderen und hinteren Bereich des Hohlraumes des Kieles ein Ballast --8-- angeordnet, der entfernbar ist.
Dies ist für den Transport des Schiffes von Bedeutung, um damit dessen Gewicht herabzusetzen.
Im hinteren Bereich des Kieles ist es zusätzlich möglich, ein um eine horizontale, quer zur
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sich dort zusammen mit dem Hohlraum des Schiffskörpers und mit dem Aufbau --2-- eine sogenannte Stehhöhe ergibt, die das Begehen des Schiffes erlaubt. In Massen ausgedrückt kann bei einem Schiff mit einer Länge von 7, 25 m und einer Breite von 2, 50 m sowie einer Wasserverdrängung von 1, 4 t die grösste Breite des Kieles 80 cm und dessen Tiefe etwa 30 bis 40 cm betragen, wodurch die Stehhöhe im mittleren Bereich des Schiffes um etwa 30 bis 40 cm erhöht wird, ohne dass dadurch der
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optische Eindruck des auf dem Wasser befindlichen Schiffes beeinträchtigt wird. Da der Tiefgang eines solchen Kieles an sich gering ist, kann ein derartiges Schiff auch in sehr seichte Gewässer einfahren.
Vorzugsweise ist der Bootskörper mit dem Kiel einstückig aus mit Glasfasern verstärktem Kunststoff gefertigt. Auf Grund der zumindest im mittleren Bereich des Schiffskörpers nahezu vertikalen Flanken des Kieles --5-- erfüllt dieser trotz seiner Breite die Funktion eines herkömmlichen Kieles.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schiff, Boot od. dgl. mit einem sich längs der Mittellinie des Schiffskörpers erstreckenden Kiel mit vom Bug zum Heck hin zunehmender Höhe und mit vom mittleren Bereich des Schiffskörpers zum Heck und zum Bug hin abnehmender Breite, wobei der Kiel hohl ausgebildet sowie nach oben offen ist und im mittleren Bereich des Schiffskörpers eine Breite von einem Drittel bis einem Zehntel der Breite des Schiffes aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum des Kieles (5) in seiner Längsrichtung drei unterschiedliche Abschnitte aufweist, wobei der mittlere Abschnitt in an sich bekannter Weise von Einbauten freigehalten ist, im Bugabschnitt, wie an sich bekannt, ein herausnehmbarer Ballast (8) vorgesehen ist und vorzugsweise im Heckabschnitt in an sich bekannter Weise ein einziehbares Schwert (9) angeordnet ist.