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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Steuern einer Seilbahn, insbesondere für Revisionsarbeiten an Sesselliften, Schleppliften u. dgl., wobei in der Schaltwarte der Antriebs- und/oder der Gegenstation Handschalter angeordnet sind, mittels welchen zeitlich aufeinanderfolgende Steuerbefehle zum Anfahren gebbar sind.
Seilbahnen wie Sessel- oder Schlepplifte können aus Sicherheitsgründen nur mit einer Anzahl von Steuerbefehlen, bzw. Quittungssignalen in Betrieb genommen werden. So ist es zum Anfahren der Bahn beispielsweise notwendig, auf einem Schaltpult einen Anwurf taster zu betätigen und anschliessend mittels eines weiteren Tasters an die Gegenstation ein Fahrsignal abzugeben. Ist die Gegenstation ebenfalls zum Fahren bereit, so quittiert sie mit einem zweiten Fahrsignal und es kann ein Abfahrtstaster betätigt werden, welcher die Bahn endgültig in Bewegung setzt. Ist die Gegenstation nicht besetzt, so ist es auch möglich, mittels eines Not-Fertigtasters das Quittungssignal der Gegenstation zu ersetzen. Werden jedoch die genannten Schalter bzw. Taster nicht in der vorgeschriebenen Reihenfolge bedient, so kann die Bahn nicht anfahren.
Nun ist es für Revisionsarbeiten, wie beispielsweise das Versetzen von Schleppliftgehängen, Sesseln sowie für Reparaturen, Kontrollen, Montagen und Demontagen von Fahrbetriebsmitteln oftmals notwendig, die Bahn in kurzen Abständen anzufahren und wieder anzuhalten. Es musste also bisher während der gesamten Dauer der Revisionsarbeiten die Schaltwarte besetzt sein.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum Steuern einer Seilbahn vorzuschlagen, welche insbesondere während Revisionsarbeiten eine schnellere und exaktere Inbetriebnahme der Bahn zulässt.
Erfindungsgemäss wird hiezu vorgesehen, dass ausserhalb der Schaltwarte an beliebig wählbarer Stelle ein Einschalter und gegebenenfalls ein Ausschalter angeordnet sind, wobei der Einschalter mit einem Taktgeber verbunden ist, welchem ein Schrittschalter nachgeordnet ist, welcher Schrittschalter in zeitlicher Folge die Steuerbefehle sowie gegebenenfalls Quittungssignale abgibt.
Durch die Anordnung dieses Einschalters im Bereich der Montage bzw. Kontrollbühne ist es nunmehr also möglich, die Schaltwarte während der Revisionsarbeiten unbesetzt zu halten, und das Montage- bzw.
Kontrollpersonal kann ohne Gefahr einer etwaigen Fehleinschaltung die Seilbahn in Betrieb nehmen.
Dadurch ergibt sich auch eine wesentliche Kosteneinsparung.
Bevorzugt ist der Schrittschalter als Zählstufe, Schieberegister od. dgl. ausgeführt, dessen Ausgänge mit Relais verbunden sind, wobei die Kontakte des Relais die Handschalter in der Schaltwarte für die Steuerbefehle und gegebenenfalls Kontakte für Quittungssignale überbrücken.
Weiterhin hat es sich als besonders vorteilhaft gezeigt, wenn der Ausschalter als von einem am Förderseil befestigten Sessel, Schleppgehänge od. dgl. betätigbarer Endschalter ausgebildet ist, der mit einem Relais verbunden ist, welches einen Halt-Befehl abgibt. Dadurch kann beispielsweise bei dem in regelmässigen Abständen notwendigen Versetzen der Fahrbetriebsmittel auf dem Trag- bzw. Zugseil die Bahn automatisch und exakt jeweils um den nötigen Abschnitt der Fahrstrecke weitergefahren werden.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles und unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung ist schematisch die Antriebsstation eines Sessellifts dargestellt. Hiebei treibt ein Motor --1-- das Antriebs- und Umlenkrad --2--, um welches das Förderseil --3-- geführt ist. Auf diesem Förderseil sind in regelmässigen Abständen die Sessel --4-- angeordnet. Bei einem derartigen Sessellift müssen nach einer vorgeschriebenen Anzahl von Betriebsstunden die Sessel --4-- auf dem Förderseil --3-- versetzt werden, um zu verhindern, dass das Förderseil --3-- an den Klemmstellen der Sessel zu lange Zeit auf Biegung beansprucht wird. Hiefür ist eine Montagebühne --6-- vorgesehen und man fährt die Bahn entgegen der normalen Fahrtrichtung --5-- jeweils von Sessel zu Sessel weiter.
Hiefür sind nun gemäss der Erfindung im Bereich der Montagebühne-6-ein Ausschalter-8-und ein Einschalter --9-angeordnet. Durch Betätigen des Einschalters --9-- wird eine bistabile Kippstufe-18-gesetzt, welche wieder einen Taktgeber --16-- aktiviert. Dieser Taktgeber steuert einen Schrittschalter --17-- an. Der Schrittschalter kann als Zähler, Schieberegister u. dgl. ausgeführt sein und gibt an einer Reihe von Ausgängen-l bis 5-- eine Anzahl von Impulsen ab. Diese Impulse werden mit Treibern --19-- verstärkt und steuern Relais --20-- an. Die Kontakte der Relais, je nach Erfordernis Arbeits- oder Ruhekontakte, überbrücken die im Schaltpult --10-- des Führerhauses angeordneten Handschalter bzw. Quittungskontakte.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist dem Anwurfschalter --11-- der Kontakt des Relais
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dem Schalter --13-- für das Signal Not-fertig der Kontakt des Relais --20c-- und dem Schalter --14-- für den Abfahrtsbefehl der Kontakt des Relais --20d--. Die Relais --20-- werden vom Schrittschalter --17-nacheinander kurzzeitig angesteuert und ersetzen daher die ansonsten von Hand zu gebenden Befehle bzw. Quittungssignale. Sind sämtliche Befehle durchgeführt so bewirkt der Schrittschalter --17-- über einen Ausgang --5-- ein Rücksetzen der bistabilen Kippstufe --18--, welche wieder den Taktgeber--16-sperrt und den Schrittschalter --17-- in die Ausgangsposition rücksetzt.
Um bei einer etwaig auftretenden Gefahr während dieses Anfahrvorganges ein Anfahren zu verhindern, werden die Gefahr- und Notsignale über ein Und-Glied --22-- und ein Oder-Glied --21-- ebenfalls dem Rücksetzeingang der bistabilen Kippstufe zugeführt.
Nach Ablauf des durch den Einschalter --9-- eingeleiteten, vorher beschriebenen Vorganges setzt sich die Bahn entgegen der Fahrtrichtung --5-- in Bewegung. Kommt nun der nächste Sessel --4-- in den Bereich der Montagebühne --6--, so wird der Endschalter --7-- betätigt und die Bahn automatisch abgeschaltet. Der Endschalter --7-- wirkt hiezu auf ein Relais --20f--, welches im Haltekreis des Schaltpultes --10-- angeordnet ist. Die Fahrgeschwindigkeit des Sesselliftes wird hiebei so eingestellt, dass der Sessel --4-- nach Ablauf der notwendigen Bremsstrecke in der richtigen Position ist. Dann kann der Sessel --4-- am Förderseil --3-- versetzt werden.
Es ist leicht ersichtlich, dass mit Hilfe der erfindungsgemässen Anordnung ein äusserst effektives und auch sicheres Arbeiten gewährleistet wird, da keinerlei Missverständnisse auftreten können. Die hier beschriebenen Steuerbefehle bzw. Quittungssignale können den jeweiligen Erfordernissen auf einfache Weise angepasst werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zum Steuern einer Seilbahn, insbesondere für Revisionsarbeiten an Sesselliften, Schleppliften u. dgl., wobei in der Schaltwarte der Antriebs- und/oder der Gegenstation Handschalter
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