AT336583B - Verfahren zur gewinnung von reinen halogenphenoxyalkansauren - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von reinen halogenphenoxyalkansauren

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AT336583B
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Walter Dr Lang
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Chemie Linz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/48Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by liquid-liquid treatment

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Chlorierte   Phenoxyalkanearbonsäurederivate   sind schon seit längerer Zeit als herbizid wirksame Substanzen bekannt   (Ullmann,   Bd. 15/150). 
 EMI1.1 
 angewandte Verfahren zur Herstellung solcher Verbindungenphenoxyalkancarbonsäuren entstehen. Da das Reaktionsmedium alkalisch ist, liegen die Säuren als Alkalisal- ze vor. 



   Je nach der angesetzten Konzentration erhält man bei Reaktionsende eine homogene Lösung oder eine
Suspension, weil die Löslichkeit der Alkalisalze im Reaktionsmedium beschränkt ist. 



   Neben dem gewünschten Endprodukt sind in dem vorliegenden Gemisch auch noch andere Verbindungen enthalten : a) Nichtumgesetztes Chlorphenol oder-kresol als Phenolat gelöst b) Kochsalz,   c)   Glykolsaures oder milchsaure Natrium aus einer Nebenreaktion der Chloressigsäure bzw. Chlor- propionsäure und d)   Überschüssiges   Natriumhydroxyd. 



   Zur Isolierung der   Phenoxycarbonsäuren   wird nun üblicherweise das alkalische Gemisch mit Mineral- säure (HCl oder   HSO)   angesäuert, wobei die organische Säure aus der Lösung ausfällt Da hiebei auch die in der Lösung noch vorhandenen Phenole oder Kresole ebenfalls ausgefällt werden, und eine starke Verun- reinigung des Hauptproduktes darstellen, werden diese Phenole zunächst durch Einstellen eines bestimmten pH-Wertes und anschliessende Wasserdampfdestillation entfernt, worauf die Fällung der Säure erfolgt. 



   In einer Reihe von Patenten sind solche Verfahren beschrieben, wobei die Ausfällung der Phenoxycarbonsäuren bei mässiger Temperatur erfolgt, so dass die Säure als Festprodukt   anfällt. Siehedie italienischen   Patentschriften Nr. 618   330und   Nr. 646 390,brit.Patentschrift Nr.573,476,USA-Patentschriften Nr. 2,511, 784 und Nr. 2,723, 993. 



   Es ist auch möglich, die Ausfällung der Säuren bei so hohen Temperaturen vorzunehmen, dass sie in flüssigem Zustand anfallen. Beim Abkühlen erstarrt dann die organische Phase und kann von der stark sauren, wässerigen Phase getrennt werden (s. USA-Patentschrift Nr. 2,509, 772 und brit. Patentschrift Nr.   617, 448).   



   Es liegt nun im System begründet, dass beim Abkühlen und Erstarren   der PhenoxycarbonsäÍ1re anorganr   scheAnteile, die in der wässerigen Phase gelöst sind, nämlich Kochsalz, Salzsäure (oder auch Natriumsulfat, wenn mit   Schwefelsäure     gefällt wurde) in die organische   Phase inkludiert werden und auch durch gründliches Auswaschen auf der Zentrifuge nicht restlos entfernt werden können. 



   Diese anorganischen Anteile sind der Grossteil der im Endprodukt enthaltenen unerwünschten Verunrei- 
 EMI1.2 
 Es ist aus verschiedenen Gründen wünschenswert, diese Anteile so gering wie möglich zu halten. Einer der Gründe ist, dass diese anorganischen Anteile die   Herstellung von Herbizidestern erschweren   und dass die Chlorionen und/oder die Chlorwasserstoffsäure in der Veresterungsapparatur   starke Korrosionsschäden   hervorrufen oder eine korrosionsfeste, teure Emailapparatur erfordern. 



   Es wurde nun gefunden, dass man durch eine einfache Massnahme nach Entfernung derunumgesetzten Phenole und Fällung der Säure in heissem,   flüssigem   Zustand eine gute Reinheit des Endproduktes erreichen kann. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Gewinnung von reinen   Halogenphenoxy-alkanearbonsäu-   ren aus ihren weitgehend phenolfrei gemachten alkalischen Salzlösungen durch Ausfällen mittels anorganischer Säuren bei einer Temperatur der Lösung, die so hoch ist, dass die auszufällende Säure noch in flüssiger Form anfällt, so dass eine Trennung in zwei Schichten erfolgt, die getrennt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die so erhaltene heisse, flüssige, organische Schicht mit reinem Wasser gewaschen wird. 



   Auf dieseWeise erhält man eine   Phenoxyalkansäure   mit einem Sulfataschegehalt, der zirka 1/10 dessen beträgt, der ohne Phasentrennung erhalten wird, und einem Chlorionengehalt, der praktisch nicht mehr nachweisbar ist. Obwohl die Säuren einen relativ hohen Schmelzpunkt haben 
2, 4-Dichlorphenoxyessigsäure 140,   50C   (2, 4-D) 
 EMI1.3 
 
2, 4-Dichlorphenoxypropionsäure 117 - 1180Cfallen sie beim Ansäuern in der heissen wässerigen Reaktionslösung flüssig aus und bleiben auch beim Ablassen in reines heisses Wasser flüssig und erstarren erst beim Abkühlen. Die geschmolzenen Säuren sind schwerer als die wässerige Lösung und bilden die untere Schicht.

   In gebräuchlichen Trenngefässen kann die 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 triert, gewaschen und getrocknet. b) Fällung mit Phasentrennung
11 einer 2-Methyl-4-chlorphenoxyessigsäure-Natriumsalzlösung wurde bei 1000C gemäss a) gefällt. 



   Die ausgeschiedene 2-Methyl-4-chlorphenoxyessigsäure-Schmelze wurde in 500 ml heisses Wasser eingetragen und in diesem abgekühlt bis 25 C. Diese als Hauptprodukt bezeichnete Säure wurde abfil- triert, gewaschen und getrocknet. Die ursprüngliche   heisse Wasserphase   schied nach dem Abkühlen auf   250C   die als Nebenprodukt bezeichnete   2-Methyl-4-chlorphenoxyessigsäure   aus. 



   Ergebnis 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> a) <SEP> Beispiel <SEP> b)
<tb> DirektfÅallung <SEP> Fällung <SEP> mit <SEP> Phasentrennung
<tb> Hauptprod. <SEP> Nebenprod.
<tb> 



  Erhaltene
<tb> Menge <SEP> 2-Methyl-
<tb> 4-chlorphenoxyessigsäure
<tb> trocken <SEP> 68 <SEP> g <SEP> 60 <SEP> g <SEP> 5 <SEP> g <SEP> 
<tb> Gehalt <SEP> an
<tb> 2-Methyl-4chlorphenoxyessigsäure <SEP> 93, <SEP> 7% <SEP> 95, <SEP> 2% <SEP> 97, <SEP> 2%
<tb> Sulfatasche <SEP> 2,8% <SEP> unter <SEP> 0,1% <SEP> 2,6%
<tb> Ätherunloslicher <SEP> Anteil <SEP> 4, <SEP> 1% <SEP> unter <SEP> 0, <SEP> 1% <SEP> 2,8%
<tb> Cl-Gehalt <SEP> 0, <SEP> 1% <SEP> unter <SEP> 0, <SEP> 1% <SEP> 1,2%
<tb> 
   PATENTANSPRÜCHE   : 1. Verfahren zur Gewinnung von reinen   Halogenphenoxyalkansäuren,   insbesondere von reiner
2, 4-Dichlorphenoxyessigsäure, 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Schicht unter Rühren in heisses Wasser eingetragen wird und beim allmählichen Abkühlen erstarrt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Schicht in kaltes Wasser unter Rühren eingetragen wird, wobei die Säure in fester Form anfällt
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