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Verfahren zur Wiedergewinnung von Lösungsmitteln bei der Extraktion fetthaitiger Stoffe.
Es ist bekannt, die aus dem Entfettungsbehälter abziehenden, mit Luft, Wasserdämpfen u. dgl. gemischten Lösungsmitteldämpfe in einem Kühler nur bis unmittelbar unter den Siedepunkt des Lösungsmittels zu kühlen, während die nicht kondensierten Anteile durch weitere Abkühlung kondensiert werden, zu dem Zwecke, den grössten Teil des Lösungsmittels ohne grossen Wärmeverlust sofort wieder zur Verwendung zu bringen. Erreicht wird* dieser Zweck durch Ableitung der kondensierten Produkte an einer Stelle des Scheidegefässes, an welcher die Trennung des leichteren Lösungsmittels von dem schwereren Wasser dadurch vor sich geht, dass das Wasser abgeleitet und das Benzin nach einem Sammelbehälter fortgeführt wird.
Alle Gase mit den noch nicht kondensierten Dämpfen setzen ihren Weg im Kühler fort, wo sie bis zur Temperatur des ausniessenden Kühlwassers gekühlt, in ein zweites Scheidegefäss treten. Aus diesem fliesst das Lösungsmittel in einen Sammelbehälter ab.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es nun, dem Kühler die soeben konden- sierten Produkte auch dann zu entnehmen, wenn sie noch unter Gasdruck stehen und trotzdem die Trennung des Lösungsmittels vom Wasser sicher und ohne Verlust/u be- wirken. Zu diesem Zwecke soll die Einführung der flüssigen Produkte aus dem Kühler in das Scheidegefäss durch ein Rohr erfolgen, das mit jedem Krammer durch besondere Rohrleitung verbunden ist. Dabei soll die Höhe der Flüssigkcitssäuie im Scheidegefäss dem grössten Gasdruck das Gleichgewicht halten.
Alle in dem zu entfettenden Rohmateriale enthaltene Luft, sowie die sich bildenden unkondensierbaren Gase üben bei dieser Anordnung keinen Einfu auf das Scheidegefäss aus und sind gezwungen, den ganzen Kühler zu durchströmen, ehe sie abgeküh) t bis zur Temperatur des zufliessenden Kühlwassers ins Frerie austreten, während das Lösungsmittel fast hei der Temperatur seines Kondensationspunktes gewonnen wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist der ERfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar zeigen : Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Scheideapparates, Fig. 2 einen schematischen Grundriss, Fig. 3 einen Aufriss der Vorrichtung zur Durchführung des vorliegenden Verfahrens.
Zum Zwecke des Verständnisses folgt zunächst die Beschreibung eines Scheide- apparates. Ein Gefäss (Fig. 1) sei bis zur Höhe x mit Wasser geftillt, auf weichem eine
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zierenden Rohres sei so bestimmt, dass C = X + Y M ist ; in der Höhe des Lösungsmitels bei G befinde sich ein Überlauf. Fliesst durch eine Leitung F ein Gemisch z. H. von Wasser und Benzin in das Gefäss, so trennen sie sich in demselben. Das leichtere Benzin fliesst durch den Überlauf ab, das schwerere Wasser durch das Rohr C.
Der Zweck dieser
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Form ist das Scheidegefäss für vorliegende Zwecke nicht zu brauchen, weil durch F auch die Gase aus dem Kühler vorzeitig entweichen würden und das siedend heisse Lösung-
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den Austritt der Gase aus dem Kühler versperrt. Das gleiche Verfahren wiederholt man so oft als erforderlich und leitet schliesslich Luft und unkondensierbare Gase gekühlt bis zur Temperatur des zufliessenden Kühlwassers durch das am Ende des Kühlers angebrachte Rohr T ins Freie. Die Abführung des von Wasser befreiten und heissen Lösungsmittels aus dem Scheidegefäss in ein Sammelgefäss oder in den Extraktor wird, wie oben beschrieben, bewirkt.
Um einer Verdunstung des Lösungsmittels im Scheideapparat vorzubeugen, wird dieser luftdicht geschlossen. Tritt aber im Scheideapparat Unterdruck ein, so fliesst das WÅasser nicht mehr ab, der Wasserspiegel steigt und es fliesst schliesslich durch das Rohr G Wasser anstatt Lösungsmittel. Tritt aber Überdruck im Scheideapparat auf, so liegt bald die Gefahr vor, dass durch C Lösungsmittel abfliesst. Der Scheideapparat kann seiner Natur nach nur dann seine Aufgabe erfüllen, wenn der Druck in ihm nahezu konstant und nicht wesentlich von dem Druck der Atmosphäre abweicht.
Dies wird ohne Verlust an Lösungsmittel, wie folgt, erreicht :
Nehmen wir an, dass zur vollständigen Wiedergewinnung des Lösungsmittels die tropfbar flüssigen Körper aus zwanzig Krümmern in dem Scheideapparat geführt werden mussten, so gibt es einen Krümmer P, z. B.
den fünfzehnten, in welchem die Spannung der Gase die gleiche oder kleiner ist, wie in dem geschlossenen Scheidegefäss. Verbindet man den oberen, nur Gase enthaltenden Raum des Scheidegefässes mit dem Krümmer P durch die Leitung N, so herrscht dort stets der Druck der Atmosphäre und der regelmässige Abfluss von Wasser und Lösungsmittel ans dem Scheidegefäss istvgowährleistet und es ist, weil etwa entweichende Gase durch einen ausreichend grossen Teil des Kühlers ihren Weg nehmen und die noch sich bildenden flüssigen Produkte durch die Verbindungsrohre F, G der letzten Krümmer dem Gefäss zuströmen, jeglichem Verluste vorgebeugt.