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Extraktionsvorrichtting.
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Zur Kondensation der Dämpfe ist bei einer anderen Vorrichtung (D. R. P. Nr. 118449) ein schrägliegender Deckel parallel zum schräg liegenden Siebbodern oder Rost vorgesehen, doch ist es ausgeschlossen, die Gase und Wasserdämpfe, die zur Extraktion von wasserhältigen Rohstoffen erforderlich sind, auf diese Weise zu kondensieren, weil es wirtschaftlich nicht möglich ist, derartige Wassermengen - Knochen enthalten bis 40 Gewichtsprozente Wasser-an einer, den Deckel einerVorsicherung bildenden Kühlfläche, die naturgemäss nur wenige Quadratmeter betragen kann, zur Kondensation zu bringen.
Der Gedanke der Kondensation des Lösungsmittels und der Wasserdämpfe in der Vorrichtung widerspricht auch vollkommen der Wärmeökonomie, denn es ist eine Verschwendung des Brennmaterials, die durch die Benzinmengen verdunsteten Wassermengen wieder zu kondensieren, um sie nach Abfliessen in den Destillator neuerlich durch Erhitzen austreiben zu müssen.
Nach der Erfindung sind alle diese Nachteile der bekannten Ausführungen dadurch vollständig vermieden, dass die Auffangvorrichtung derart ausgestaltet ist, dass die Ableitung des Kondensats kon- tinuierlich durch den Verdampfungsraum hindurch ermöglicht ist. Die Auffangvorrichtung ist zweckmässig trichterförmig ausgebildet. Infolge der konstanten Beheizung der Abflussteile des Extraliteurs, durch die aufsteigenden Dämpfe des Lösungsmittels, fliesst das Kondensat in stärkster Konzentration nach dem Destillator, so dass das Lösungsmittel aus dem Extrakt für weitere Extraktion noch verwendbar ist.
Ein wichtiger Vorzug der die Erfindung bildenden Einrichtung besteht noch darin, dass diese leicht in jeden vorhandenen Extraktor eingebaut werden kann.
Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1 die Anlage zum Extrahieren in schematischer Darstellung, während Fig. 2 den Extraktor allein in grösserem Massstabe im Schnitt darstellt.
Die Vorrichtung besteht in bekannter Weise aus dem Extraktor a, einem Kondensator b, einem Vorrats- und Sammelbehälter a für die Extraktionsflüssigkeit, beispielsweise Benzin, und einen Fettsammler d. Der Extraktor a ist durch einen Siebboden/* in zwei Abteilungen geteilt (Fig. 2) in deren unterer sich eine Heizschlange g befindet, während die obere Abteilung zur Aufnahme der zu extrahierenden Stoffe, Knochen od. dgl., dient. Der Siebboden y trägt in der Mitte einen Siebstutzen h zur Vergrösserung seiner Oberfläche.
Unterhalb des Siebbodens fist nach der Erfindung ein Auffangtrichter i angeordnet, dessen Hals j zu einer durch den Boden des Extraktors reichenden Leitung verlängert ist,
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sitzt an der Innenseite des Extrakteurmantels ein ringförmiger Tragwinkel !, der ein gegen den Rand des Auffangtrichters i vorragendes, in Abstand angeordnetes, ringförmiges Ablenkblech m trägt.
Von der Decke des Extraktors führt eine Leitung n zum Kondensator b, in dem die aus dem Extraktor abziehenden Gase kondensiert und von diesem durch eine Leitung o in den Bezinbehälter c geführt werden, der durch eine Leitung p mit der unteren, die Heizschlange g enthaltenden Abteilung des Extraktors verbunden ist.
Die in den Extraktor aus dem Behälter c strömende Extraktionsflüssigkeit, z. B. Benzin, wird mittels der Heizschlange g vergast. Das gebildete Gas strömt zwischen dem Rand des Auffangtrichters i und dem Rand des Ablenkbleches m durch den Siebboden t in die obere, das Extraktionsgut enthaltende Abteilung, entzieht dem Extraktionsgut das Fett, wobei es kondensiert. Das gebildete fetthaltige Kondensat fliesst durch den Siebboden in den Auffangstrichter i und durch den Hals j, die Leitung k in den Fettsammler d. Die weitere Behandlung zur Entfernung des Extraktionsmittels und
Gewinnung des Fettes erfolgt in üblicher Weise.
Dieses Verfahren, bei dem der Weg des Extraktionsmittels von dem des fetthaltigen Kondensates vollständig getrennt ist, hat den Vorzug kontinuierlicher Arbeitsmöglichkeit, da es nicht notwendig ist, wie bei den bekannten Verfahren, das fetthaltige Kondensat im unteren Teil des Extraktors zu sammeln und von Zeit zu Zeit abzulassen. Der wesentliche Vorteil des Verfahrens besteht aber darin dass die Zeitdauer der Entfernung auf ein Drittel der üblichen verkürzt wird, wodurch auch das Extraktionsgut, die Knochen, für die Leimgewinnung sehr geschont werden und besserer Leim als nach dem bekannten Verfahren erhalten wird. Die kürzere Zeitdauer des Verfahrens und die Art seiner Ausführung erhöhen dessen Wärmewirtschaftlichkeit sehr bedeutend.
Wärmeverluste sind geringer, wegen des Fehlens langer Leitungen zwischen dem Generator und dem Extraktor und wegen der Verringerung der Anzahl der Apparate und somit der wärmeabgebenden Flächen. Die Apparatur ist vereinfacht und somit verbilligt und ihr Aufbau übersichtlicher.
Jeder bereits vorhandene Extraktor kann leicht mit den erforderlichen Teilen, dem Aufgangstrichter, dem Ablenkblech usw. ausgestattet und für das Verfahren nach der Erfindung umgestaltet werden.