DE620264C - Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von Zink durch Rueckflusskondensation - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von Zink durch Rueckflusskondensation

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DE620264C
DE620264C DEN35414D DEN0035414D DE620264C DE 620264 C DE620264 C DE 620264C DE N35414 D DEN35414 D DE N35414D DE N0035414 D DEN0035414 D DE N0035414D DE 620264 C DE620264 C DE 620264C
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DE
Germany
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zinc
reflux condenser
reflux
condenser
cadmium
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DEN35414D
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New Jersey Zinc Co
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New Jersey Zinc Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/04Obtaining zinc by distilling
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/32Refining zinc

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von Zink durch Rückflußkondensation Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Befreiung metallischen Zinks von Blei und Kadmium oder anderen höher und niedriger siedenden Metallen durch Destillation mittels eines Rückflußkondensators nach Patent 579 776. Gemäß diesem Patent kommen die aufsteigenden Metalldämpfe in innige Berührung mit im Gegenstrom herabfließendem geschmolzenem Metall, das durch Wiederkondensation von aufsteigendem Dampf gewonnen wird; am Boden des Kondensators wird flüssiges Metall abgezogen, während der in den oberen Teil des Kondensators gelangende Metalldampf in geeigneter Weise wiedergewonnen `wird. Blei und Kadmium sind weiterhin nur als Beispiele metallischer Verunreinigungen mit höherem und niedrigerem Siedepunkt als Zink angegeben, und die Erfindung bezieht sich nicht etwa nur auf die Ausscheidung von Blei und Kadmium, sondern auch auf die anderer metallischer Verunreinigungen, soweit sie höheren und niedrigeren Siedepunkt als Zink aufweisen. Erfindungsgemäß wird mit Blei und Kadmium verunreinigter Zinkdampf nacheinander zwei Rückflußkondensationen unterworfen. Bei der ersten wird ein bleifreies Zink gewonnen und der zweiten Rückflußkondensation zugeführt, die ein kadmiumfreies, reines, geschmolzenes Zink liefert.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsformen einer Einrichtung zur Ausführung der Erfindung beispielsweise dargestellt..
  • Fig. i ist ein senkrechter Schnitt durch die Einrichtung, Fig. 2 bis 4 sind Einzeldarstellungen der Zinkretorte. Das verunreinigte Zink wird zur Verdampfung in einer Retorte i o von vorn durch ein schräges Rohr i i eingeführt, das mit seinem etwas aufwärts gebogenen Auslaufende auf dem Retortenboden aufruht -(Fig. 2, 3, 4). Das Einfüllende des Rohres ii ist für gewöhnlich durch einen Stopfen 12, verschlossen, der zum Zweck des Einfüllens von Metall gegen einen Trichter 13 auswechselbar ist. Diese Einfüllvorrichtung bietet bei verhältnismäßig hohem Eisengehalt des Zinks den besonderen Vorteil, däß sich das flüssige Metall in der Einlaufvorrichtung nicht abkühlt. Die mit Blei angereicherten Rückstände werden im Bedarfsfall durch ein für gewöhnlich verschlossenes Zapfloch 14 im Fuß .der Vorderwand der Retorte abgezogen.
  • -Die Retorte io ist durch einen Rohrkrümmer 15 mit dem Boden eines Rückflußkondensators 16 zur Abscheidung von Blei oder anderen metallischen Verunreinigungen mit höherem Siedepunkt verbunden. Der Kondensator besteht aus übereinandergestapelten Trögen aus Schamotte, Siliciumcarbid oder ähnlichem feuerfestem Baustoff mit aufgekanteten Seitenwänden 17. Jeder Trog hat im Boden an einer Seite einen Schlitz i8 und auf dem Boden Rippen 1g, die parallel zum Schlitz 18 verlaufen und in- ihrer Höhe mit zunehmender Entfernung vom Schlitz zunehmen. Die Tröge sind mit versetzten Schlitzen 18 übereinandergestapelt, so daß Metalldampf und-.flüssiges Metall im Zickzack auf- bzw. abwärts strömen. Die Rippen ig halten dabei flache Teiche flüssigen Metalls auf den Böden der Tröge zurück, während das überschüssige Metall kaskadenartig über die Rippen abfließt, so daß eine innige Berührung zwischen dein aufsteigenden Dampf und dem herabfließenden flüssigen Metall zustande kommt.
  • Der Rückflußkondensator 16 ist von einer Wärmeisolation 2o (z. B. aus Zinkoxydabfall) und außen von einem Stahlblechmantel-gi umgeben. Ein wärmeisoliertes Rohr 22, leitet den von Blei befreiten Zinkdampf vom Dach des Rückflußkondensators 16 zu einem Zwischenpunkt zwischen Fuß und Oberteil des zur Abscheidung von Kadmium dienenden Rückflußkondensators 23.
  • Dieser besteht ähnlich wie der Bleikondensator aus aufeinandergestapelten Trögen, die sich von denen des Bleikondensators durch ihre etwas größere Fläche und ihre größere Anzahl unterscheiden. Der untere Teil des Rückflußkondensators 23 befindet sich in einer Heizkammer 24 finit Gasbrenner 25 und Abzug 26 für die Heizgase. Der Boden des Kondensators 23 steht durch eine Leitung 27 mit einem Sumpf 28 für das flüssige Metall in Verbindung, das durch ein Zapfloch 29 abgezogen werden kann. Der Sumpf 28 wird von, außen durch die Heizkammer 30 mit Brenner 31 und Abzug 32 beheizt.
  • Oberhalb der Verbrennungskammer z4 ist der Rückflußkondensator 23 von einer Wärmeisolation 33 umgeben. Das Längenverhältnis zwischen den von der Heizkammer 24 und von der Wärmeisolation 33 eingeschlossenen Teilen des Rückflußkondensators 23 wird je nach den praktischen Betriebsverhältnissen geändert. Auf den Rückflußkondensator 23 ist ein Dephlegmator 34 aufgesetzt; die in ihni stattfindende Kondensaton wird mittels der Wärmeisolierung geregelt. Das in dem Dephlegmator kondensierte flüssige Metall fließt über eine schräge Ablenkwand 35 in einen Behälter 36 und von hier durch Überfließen in den obersten Trog des Rückflußkondensators 23: Etwa auf dem Metall schwimmender Metallstaub wird hierbei durch eine Schaumleiste 37 zurückgehalten und zweckmäßig von Zeit zu Zeit durch ein für gewöhnlich verschlossenes Zapfloch 38 in der Wand des Dephlegmators entfernt.
  • Vom Deckel des Dephlegmators 34 führt ein Rohr 39 zu einer Kammer 40, in der der aus dem Dephlegmator kommende Dampf kondensiert und als Metallstaub gesammelt wird. Eine mit Reinigungsstopfen 42 versehene Gasleitung 41 verbindet die Kammer 40 mit einem Gasbehälter 43, bestehend aus einem Untergefäß 44 und einer hierin senkrecht auf und ab beweglichen Glocke 45. Der Ringraum zwischen beiden *ist mit einer Wasserdichtung 46 ausgefüllt. Das Gewicht der Glocke 45 ist durch ein Gegengewicht 47 ausgeglichen, -das an einem Seil 48 hängt.
  • Beim Betrieb der beschriebenen Einrichtung steigt der in der Retorte io. gebildete Metalldampf durch den Bleiabscheidungskondensator 16 in die Höhe und kommt dabei mit dem zurückfließenden Metall in Berührung. Beim Aufsteigen wird der Dampf fortschreitend vom Blei befreit, während sich das herabfließende Metall fortschreitend mit ihm anreichert. Beim Verlassen des Rückflußkondensators 16 ist der Metalldampf praktisch von allen Verunreinigungen von höherem Siedepunkt als dem des Zinks befreit, und die verbleibenden Verunreinigungen bestehen hauptsächlich aus Kadmium oder anderem niedriger siedendem Metall.
  • Der bleifreie Metalldampf tritt nun in den Kadmiumrückflußkondensator z3 an derjenigen Stelle ein, an der der untere, beheizte Teil des Kondensators und sein oberer, wärmeisolierter Teil zusammenstoßen. Die Beheizung der Ofenkammern 24 und 30 wird so geregelt, daß das Zink- und Kadmiumgemisch, das in den Kondensator durch die Leitung 22 eintritt, ständig rektifiziert wird. Infolgedessen reichert sich der aufsteigende Dampf fortschreitend mit Kadmium an, und das herabfließende flüssige Metall wird fortschreitend von Kadmium befreit. Aus dem oberen Teil des , Kondensators zieht ein kadmiumreicher Zinkdampf ab und gelangt in den Dephlegmator 34, während das gereinigte Zink aus dem Sumpf 28 durch das Zapfloch 29 in passenden Zeitabständen abgezogen wird. Der Dampf wird, abgesehen von einem kadmiumreichen Teil, im Dephlegmator 34 kondensiert und zwecks weiterer Kadmiumabscheidung in den Rückflußkondensator 23 zurückgeführt. Der nichtkondensierte kadmiumreiche Dampf entweicht durch das Rbhr 39 in die Kammer 4o und kondensiert hier zu einem kadmiumreichen Metallstaub.
  • Der Gasbehälter 43 wird mit Stickstoff oder einem anderen indifferenten Gas gefüllt und dient zum Ausgleich von Schwankungen, die den Gasdruck im System zu erhöhen oder zu verringern suchen. Wenn nämlich der Gasdruck im System sich zu vermindern sucht (z. B. infolge einer Abnahme der Verdampfung von Zink in der Retorte io), so ziehen sich Gas und Dampf in der Kammer 4o durch Abkühlung zusammen. Wäre der Gasbehälter nicht vorhanden, so würde jetzt Luft durch den Auslaß eindringen. Statt dessen kann aber nur der Stickstoff oder das sonstige Füllgas des Behälters in die Apparatkammern übertreten. Andererseits wird bei einer Druckerhöhung, beispielsweise durch Erwärmung der Kammer 40, Gas wieder in den Behälter zurückgedrückt.
  • Das zu reinigende Zink wird von Zeit zu Zeit oder auch ununterbrochen in die Retorte io eingebracht, in der sich daher stets eine annähernd gleich große Metallmenge befindet. Die Retorte bleibt ununterbrochen in Betrieb, bis der Bleigehalt des flüssigen Metalls derart steigt, daß der aus dem oberen Teil des Bleirückflußkondensators 16 in den Kadmiumkondensator 23 übertretende Dampf einen zu hohen Bleigehalt aufweist. Wenn diese Grenze erreicht ist, wird die Retorte außer Betrieb gesetzt, gereinigt, wieder beschickt und wieder in Betrieb genommen.
  • Die beschriebene Einrichtung ist zahlreicher Abänderungen fähig. Beispielsweise können statt der Tröge in den Kondensatoren andere Querwände verwendet werden. Auch brauchen die Kondensatoren und Retorten nicht nur in der Einzahl vorhanden zu sein; man könnte z. B. einen ganzen Satz von Retorten und ebensoviel Bleirückflußkondensatoren vorsehen und diese mit einem oder mehreren Kadmiumrückflußkondensatoren kombinieren.
  • Es ist nicht unbedingt erforderlich, das verunreinigteZink eigens zu destillieren, vielmehr kann unter Umständen ein aus anderen Quellen, beispielsweise aus einer Anlage zum Reduzieren von Zink, stammender Zinkdampf verarbeitet werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Reinigung von Zink durch Rückflußkondensation, dadurch gekennzeichnet, daß mit höher und niedriger als Zink siedenden Metallen, z. B. Blei und Kadmium, verunreinigtes Zink nacheinander zwei Rektifikationsstufen in zwei in Reihe geschalteten Rückflußkondensatoren unterworfen wird, wobei in der ersten Stufe der Zinkdampf von höher siedenden Bestandteilen befreit und aus dem oberen Teil des ersten Rückflußkondensators (i6)- in den zweiten Rückflußkondensator (23) übergeführt wird, aus dessen unterem Teil das von Verunreinigungen von niedrigerem Siedepunkt gereinigte Zink abgezogen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem unteren Teil des zweiten Rückflußkondensators (23) Wärme von außen zugeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführung des aus dem ersten. Rückflußkondensators (i6) kommenden Zinkdampfes in den zweiten Rückflußkondensator (23) an derjenigen Stelle erfolgt, an der der untere erhitzte Teil des Kondensators und sein oberer wärmeisolierter Teil zusammenstoßen.
  4. 4. Einrichtung zur Ausführung der Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Retorte (io) zur Verdampfung von Zink mit dem Boden eines Rückflußkondensators (i6) und der obere Teil dieses Kondensators mit einem zweiten Rückflußkondensator (23) verbunden ist, dessen Boden mit einer Abzugsvorrichtung (27 bis 29) für das gereinigte- Zink und dessen oberer Teil mit einem Auslaß (3ä) für die Verunreinigungen mit niedrigerem Siedepunkt versehen ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (24) zur Erwärmung des unteren Teils des zweiten Rückflüßkondensators (23).
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil des zweiten Rückflußkondensators (23) mit einem Druckausgleichsbehälter (45) verbunden ist, der mit einem indifferenten Gas, z. B. Stickstoff, gefüllt ist.
DEN35414D 1933-04-28 1933-06-29 Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von Zink durch Rueckflusskondensation Expired DE620264C (de)

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DE (1) DE620264C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973254C (de) * 1951-01-25 1959-12-31 Licentia Gmbh Verfahren zum Reinigen von Kadmium und Selen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE973254C (de) * 1951-01-25 1959-12-31 Licentia Gmbh Verfahren zum Reinigen von Kadmium und Selen

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