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Die Erfindung betrifft eine Stopfvorrichtung an Müllwagen, mit einer auf und ab beweglichen Mulde, die in abgesenkter Stellung mit Müll zu füllen und in gehobener Stellung mittels einer denselben in einen Müllsammelkasten stopfenden, gestellfest gelagerten Schwenkplatte zu entleeren ist, wobei zum Verschwenken der Schwenkplatte und zum Heben und Senken der Mulde je zwei hydraulische Pressen vorgesehen sind, und wobei an Seitenwänden der Mulde angebrachte Führungsrollen in gestellfeste Führungen eingreifen.
Eine solche Stopfvorrichtung ist z. B. aus der Schweizer Patentschrift Nr. 406971 bekannt. Bei dieser Vorrichtung sind zum Heben und Senken der Mulde zwei hydraulische Pressen vorgesehen, die an zwei Winkelhebeln angreifen, die um gestellfest gelagerte Zapfen schwenkbar sind. An den Enden dieser beiden Winkelhebel sind zwei lange Zugstangen angelenkt, deren untere Enden an den Seitenwänden der Mulde schwenkbar befestigt sind. Diese platzraubende und aufwendige Aufziehvorrichtung ist deshalb nötig, weil die Gefahr besteht, dass infolge der relativ kurzen Führungen der Mulde ein Verkanten derselben in den Führungen bei unsymmetrischem Aufladen des Mülls auftreten kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die Führung der Mulde zu verbessern, um ein Verkanten und Verformen derselben bei unsymmetrischer Beladung zu vermeiden und dadurch auch die Anwendung einer einfacher ausgebildeten Aufziehvorrichtung zu ermöglichen.
Die erfindungsgemässe Stopfvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Führungen nach oben über die Lager der Schwenkplatte hinaus erstrecken, dass diese Lager auf der Innenseite der Seitenwände der Mulde angeordnet sind, und dass ferner die hydraulischen Pressen zum Heben und Senken der Mulde ausserhalb der Seitenwände parallel zu den Führungen angeordnet sind, wobei ihre unteren Enden mit dem Gestell und ihre oberen Enden mit den Seitenwänden gelenkig verbunden sind.
Durch die sich oben über die Lager der Schwenkplatte hinaus erstreckenden Führungen ist es möglich, die oberen und unteren Führungsrollen der Mulde in grösserem Abstand voneinander anzuordnen, um dem Verkanten entgegenzuwirken. Ausserdem können die hydraulischen Pressen ohne Winkelhebel direkt an der
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Führungsschienen nach oben bewegt.
Ein weiteres Merkmal der erfindungsgemässen Stopfvorrichtung besteht darin, dass ihr Gestell aus einer in bezug auf den Müllwagen schwenkbaren Haube besteht und dass die in bezug auf die Vertikale um einen spitzen Winkel von 10 bis 30 nach vorne geneigten Führungen sich längs der Seitenwände der Haube bis zu deren oberen Enden erstrecken.
Durch die geneigte Anordnung der Führungen können diese etwas länger als bei vertikaler Anordnung ausgebildet werden. Zudem wird dadurch die Ladekante der Mulde etwas weiter nach hinten versetzt. Dies hat den Vorteil, dass bei ganz gefüllter Mulde weniger die Gefahr besteht, dass bei der Öffnungsbewegung der Schwenkplatte Müll über die Ladekante geschoben wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt. Es ist : Fig. l ein schematischer Vertikalschnitt durch eine Stopfvorrichtung gemäss Linie I-I in Fig. 2 ; Fig. 2 eine Ansicht dieser Vorrichtung von hinten, Fig. 3 ein Schnitt durch eine Einzelheit in grösserem Massstab gemäss Linie III-III in Fig. l ; Fig. 4 bis 6 drei Fig. l entsprechende Schnitte in je einer andern Phase des Arbeitszyklus der Vorrichtung und in etwas kleinerem Massstab.
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angedeutete obere Achse --3-- schwenkbar montiert ist. Die Haube-l-weist zwei Seitenwände--4auf, die durch Querträger--5 bis 11--ein Dach--12-und eine Vorderwand --13-- miteinander verbunden und aussen durch vertikale Profileisen--14-versteift sind.
In der dargestellten Betriebsstellung der Haube --1-- schliesst deren Vorderwand-13-- die hintere Stirnseite des Sammelkastens-2--ab, mit Ausnahme einer rechteckigen Türe --15--, durch welche der Müll in den Sammelkasten--2--hinein gestopft werden kann. Hinten und unten ist die Haube-l--offen.
Wenn der sammelkasten --2-- entleert werden soll, wird die Haube-l--mit allen an ihr befestigten und nachfolgend noch zu beschreibenden Teilen im Sinne des pfeiles --16-- von Fig. l um die Achse --3--
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Zum Einfüllen des Mülls ist eine hochziehbare Einfüllmulde --17-- vorgesehen, die zwei Seitenwände --18-- und einen Boden--19--aufweist, der die Form eines Zylindermantelsektors hat. Die Seitenwände --18-- sind hinten durch eine rohrförmige Traverse --20-- miteinander verbunden, an welcher ein die Ladekante der Mulde bildender abgekanteter Randstreifen Bodens-19-befestigt ist.
Auf den inneren Seiten der Seitenwände --4-- der Haube --1-- sind aus U-Eisen bestehende Führungen--22--für je zwei Rollen --23-- vorgesehen, die an den Seiten wänden --18-- der Einfüllmulde--17--befestigt sind. Zur Versteifung der Seitenwände --18-- sind gemäss Fig. 3 den Führungen--22--gegenüberliegende, kurzschenkelige U-Eisen--24--mit denselben verschweisst. Die Rollen - -23--, die einen Randwulst --25-- aufweisen, sind auf Zapfen --26-- drehbar gelagert, die bei-27
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der betreffenden Seitenwand--18--der Mulde--17--befestigt ist.
Die Presse--32--ist parallel zur Führung --22-- angeordnet, so dass die Gelenkköpfe --33 und 34-lediglich Verklemmungen vermeiden müssen, wenn die Presse --32-- aus ihrer eingezogenen Lage (Fig. l, 2,4) in ihre ausgezogene Lage (Fig. 5, 6) gebracht wird, um die Mulde--17--hochzuziehen. Die Führungen --22-- sind unter einem spitzen Winkel a von z. B. 10 bis 30 zur Vertikalen nach vorne geneigt.
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befestigt und mit Versteifungen--38 und 39--versehen ist. Die Versteifungen--39--, dienen paarweise auch zur Lagerung von zwei Zapfen--40--, an welche die Gelenkköpfe--41--der Kolbenstangen zweier hydraulischer Pressen--42--angelenkt sind.
Die Gelenkköpfe--43--der zugehörigen Zylinder--44--
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Das Rohr--37--ist beidseitig durch Scheiben--47--verschlossen, von deren Mitte Schwenkzapfen --48-- nach aussen ragen, die je in einem Lager--49--gelagert sind, das am Querträger --7-- befestigt
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Stopfvorrichtung der Fall ist.
Bei der eingangs erwähnten, bekannten Stopfvorrichtung reichten die vertikalen Führungen der an der Hochziehmulde befestigten Zapfen nur etwa bis zu der in Fig. l mitX-X bezeichneten Stelle. Um einen genügenden Hub der Mulde zu gestatten, musste sich die obere der beiden Führungsrollen etwa an der mit - y-- bezeichneten Stelle befinden, also in einem Abstand von der unteren Führungsrolle--23--, der ungefähr nur halb so gross war wie der Abstand der vorliegenden beiden Führungsrollen--23--. Die vorliegende sehr lange und daher sehr genaue und stabile Führung --22-- gestattet es, von einer grossen und teuren Aufziehvorrichtung abzusehen, welche beim Aufziehen der Mulde dafür sorgt, dass dieselbe sich bei
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Die Funktion der dargestellten Stopfvorrichtung, die im wesentlichen derjenigen der bekannten Stopfvorrichtung entspricht, soll der Vollständigkeit halber unter Hinweis auf die Fig. 4 bis 6 noch kurz erläutert werden.
In der Lage von Fig. l und 2 wird die Mulde mit Müll gefüllt ; während sich die Schwenkplatte-36noch in der Schliesslage befindet. Dann wird durch die hydraulischen Pressen --42-- die Schwenkplatte --36-- in die Öffnungslage geschwenkt (Fig. 4) und hierauf durch die Presse--32--die Mulde--17-hochgezogen (Fig. 5). Die Pressen --42-- schwenken hierauf die Schwenkplatte --36-- in die Schliesslage, wobei letztere gemäss Fig. 6 den Müll aus der Mulde-17--in den in dieser Figur weggelassenen Sammelkasten - stopft. Durch die Pressen--32--wird hierauf die Mulde--17--wieder abgesenkt, womit die Ladestellung von Fig. l und 2 wieder erreicht ist.
Es wird bemerkt, dass die leichte Vorwärtssteigung der Führung --22-- nicht nur gestattet, diese Führungen noch etwas länger zu machen, als bei genau vertikaler Anordnung, sondern auch noch folgenden
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würde, hätte dies zur Folge, dass die Schwenkplatte--36--bei ihrer Öffnungsbewegung relativ viel Müll über die Ladekante --21'-- zurück nach aussen werfen würde. Es ist ersichtlich, dass dieser Effekt dadurch vermindert wird, dass sich die Ladekante--21--weiter hinten befindet. Überdies wird durch die Schräglage der Führung --22-- auch das Anbringen von, im vorliegenden Beispiel nicht verbundenen staubfreien Schwenkvorrichtungen an der Haube--l--erleichtert.
Das Rohr--37--hat einen im Vergleich zu den Zapfen --48-- relativ grossen Durchmesser, weil es dadurch beim Öffnen der Schwenkplatte--36--im oberen Bereiche der Tüt --15-- ein Zurückfallen des Mülls in die Mulde --17-- bremst.
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