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Vorrichtung zum Beizen von Draht
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beizen von Draht unter kontinuierlicher Führung desselben in Form einer Wendel durch den Beizraum.
Durch die deutsche Auslegeschrift 1200642 ist ein Verfahren zur kontinuierlichen Oberflächenbehandlung in Flüssigkeiten, insbesondere Beizen von Metallbändern, Metalldrähten od. dgl. bekanntgeworden, die vor dem Hindurchführen durch den Flüssigkeitsbehälter abgewickelt und in kreisoder S-förmige Schlingen gelegt werden. Die kreisförmigen Schlingen werden in ununterbrochener Form und teilweise koaxial um eine lotrechte Achse aufeinanderliegend durch den Beizraum geführt. Die S-förmigen Schlingen werden stehend durch den Beizraum gezogen.
Weiters ist in der deutschen Auslegeschrift 1160272 ein Verfahren zum kontinuierlichen Beizen von Bändern beschrieben, bei welchem das Band in einer oder mehreren gleichgerichteten und/oder gegenläufigen, schraubenförmigen Windungen über Biegerollen und durch den Beizraum geführt und in diesem allseitig besprüht wird.
Schliesslich ist durch die deutschen Auslegeschriften 1103106 und 1060692 eine Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung von Gut in einem Flüssigkeitsbad, insbesondere zum Beizen von Gut in einem Säurebad bekanntgeworden, bei welcher fortlaufendes, beispielweise band- oder drahtförmiges Gut in schraubenförmigen Windungen von einer oder mehreren Tragachsen herabhängend durch das Flüssigkeitsbad hindurchgeführt wird.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine Beizanlage zu schaffen, bei welcher die Durchgangsgeschwindigkeit des Beizgutes ohne Mehraufwand gegenüber den bekannten Einrichtungen wesentlich gesteigert werden kann.
Um dies zu erreichen, wird eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, bei welcher erfindungsgemäss ein den Beizraum im wesentlichen horizontal durchwanderndes, die Wendel in stehender Lage an den Talstellen unterstützendes und sie in ihrer Achsrichtung fortbewegendes endloses Umlaufband vorgesehen ist.
Weitere Merkmale der Erfindung sind an Hand der Zeichnung näher erläutert, in welcher ein Ausführungsbeispiel einer Beizanlage mit der erfindungsgemässen Vorrichtung in Seitenansicht dargestellt ist.
Die Anlage weist eine Abhaspel --1-- auf, von welcher der Draht --2-- über eine Reihe von Hilfseinrichtungen beispielsweise eine Schweisseinrichtung-3-, eine Richtmaschine --4-- usw. zu einem Impulsgeber --5-- geführt wird, welch letzterer in seiner einfachsten Form aus einem, um die in der Fortbewegungsrichtung des Drahtes liegende Achse rotierenden Arm mit Öse-5'-besteht und den Draht auf einen allenfalls aus Umlaufbändern bestehenden Rahmen oder eine andere Hilfseinrichtung, aufwickelt, so dass eine Wendel --2'-- gebildet wird, welche in der Folge auf eine Transporteinrichtung abgezogen wird.
Diese weist unterhalb und oberhalb der Wendel je ein endloses Umlaufband-6 bzw. 6'-- auf, welche sich am unteren Teil bzw. am Scheitel der Wendel abstützen und durch ihre Umlaufbewegung den Vorschub der Wendel bewirken. Das endlose Umlaufband kann aus einem mit Gummiüberzug versehenen Drahtseil bestehen, welches an der Oberfläche Rillen aufweist, in die die einzelnen Wendelgänge eingreifen. Auf diese Weise kann die Wendel durch eine Beizkammer
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--7-- und Nachbehandlungskammer-8--, beispielsweise eine Spülkammer, eine Trockenkammer usw. befördert werden. Am Ende dieser Strecke werden die Wendelgänge von den Transportbändern unter gleichzeitiger Streckung der Wendel abgezogen, und der Draht auf die Haspel--9-- aufgewickelt.
Für den Fall, als zwischen Abhaspel--l-und Beizanlage-7-eine Speicheranlage zur Bereithaltung einer bestimmten Drahtlänge für die Aufrechterhaltung der Fortbewegung des Beizgutes in der Beizkammer bei zeitweiliger Unterbrechung der Drahtzufuhr vorzusehen ist, kann der Draht auch in ihr in einer Wendel geführt sein, die bei Entnahme des Drahtes aus der Speicheranlage gestreckt und nach Beendigung der Unterbrechung durch beschleunigte Drahtzufuhr wieder aufgefüllt wird.
In ähnlicher Weise kann auch zwischen den Behandlungsanlagen und der Afhaspel eine Speicherwendel zur Speicherung des behandelten Beizgutes während einer zeitweiligen Unterbrechung der Aufhaspelung vorgesehen werden.
Zur Unterstützung bzw. zum Transport der Wendel kann das obere Band entfallen und gegebenenfalls durch Kugeln, Walzen oder eine elektrooptische Anlage ersetzt werden, welche die Höhe der Wendel überwacht und bei Über- oder Unterschreiten einer bestimmten Höhe den Ausschlag des Impulsgebers entsprechend ändert. Es ist auch möglich die untere Transporteinrichtung der oberen gegenüber voreilen zu lassen, damit die Wendelgänge am austrittsseitigen Ende der Transporteinrichtung schräg nach hinten angeordnet sind und somit leicht abgezogen werden können.
Auch die Ausbildung des Impulsgebers ist dem Ermessen des Konstrukteurs überlassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Beizen von Draht unter kontinuierlicher Führung desselben in Form einer
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wesentlichen horizontal durchwanderndes, die Wendel in stehender Lage an den Talstellen unterstützendes und sie in ihrer Achsrichtung fortbewegendes endloses Umlaufband (6) vorgesehen ist.