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ElektromagnetischeVerteilvorrichtungfürLetternablegemaschinen.
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dass ein Verteilorgan, welches von einem ununterbrochen über den oberen LettemkanaJ- mündungen des Magazines hin und her bewegten, beständig erregten Elektromagneten mitgenommen wird, an bestimmten Stellen dadurch augenblicklich stillgestellt werden kann, dass der den Elektromagneten durchfliessende Strom an der betreffenden Stelle willkürlich plötzlich unterbrochen wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar zeigt : Fig. 1 die Verteilvorrichtung an einer Letternablegemaschine in Seitenansicht ; Fig. 2 einen transversalen Vertikalschnitt der Verteilvorrichtung allein und in grösserem Massstabe ; Fig. 3 die Stromunterbrechungsvorrichtnng in Einzelansicht ; Fig. 4 ist die Umschaltvorrichtung für das Letternschiffchen ; Fig. 5 ist eine Vorderansicht der Ablegevorrichtnng und Fig. 6 der zugehörige Grundriss ; Fig. 7 ist eine Einzelansicht aus Fig. 6.
1 ist ein auf einer ebenen Bahn verschiebba@ angeordnetes Vorteilorgan, 2 der dieses Organ mitnehmende, mittels eines Schlittens 5 gleichfalls auf einer ebenen Bahn verschiebbar gelagerte und von einer Treibwelle oder dgl. ununterbrochen mechanisch hin und her bewegte Elektromagnet, welcher in erregtem Zustande mittels seines Kernes 3 das Verteilorgan 1 durch Anziehung mitnimmt. Zu diesem Zwecke ist das Verteilorgan 1 mit einem federnden Anker 4 versehen, welcher, entgegen der Federwirkung, vom Kern 3 des beständig erregten Magneten 2 angezogen ist.
Der Strom wird dem letzteren von einer beliebigen Quelle zugeleitet, und zwar ist zu diesem Zwecke an der Gleitbahn des Elektromagneten entlang eine
Kontaktschiene 6 vorgesehen, welche mit dem einen Pol der nicht dargestellten Stromquelle verbunden ist und gegen welche Kontakte 7 anliegen, über die ein Stromabnehmer 8 am
Schlitten des Elektromagneten 2 gleitet. Zur Rückleitung des den letzteren durchfliessenden
Stromes zur Stromquelle ist der zweite Pol derselben mittels einer Kontaktschiene 9 (Fig. 3) mit dem anderen Pol der Magnetspule leitend verbunden. Die Kontakte 7 sind an Hebeln 10 angeordnet, welche mit Tasten, ähnlich denen einer Schreibmaschine, versehen sind.
Soll nun das Verteilorgan an einem bestimmten Punkte seiner bezw. der Bahn des
Elektromagneten stillgestellt werden, so wird die diesem Punkte entsprechende Taste 10 angeschlagen und durch Entfernung des zugehörigen Kontaktes 7 von der Schiene 6 der den Magneten 2 durchfliessende Strom unterbrochen. Der Magnet ist dann stromlos, der Kf'rn dcsselben gibt den Anker 4 des Verteilorgans frei, welcher dann unter der Wirkung seiner Feder in die in Fig. 2 gezeigte Ruhelage zurückkehrt. Das entkuppelte Yerteilorgan
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zwangläufig bewegte Magnet 2 weiter eilt.
Die beschriebene elektromagnetische Verteil- vorrichtung ist mit einem zur Aufnahme einer Zeile geeigneten Typenschiffchen 12 (Fig. 2, 4, r), 6) auf einen Gleitbahn 13 über zu den Magazinen 11 führenden Kanälen 14, 15 wagerecht verschiebbar gelagert. Die Tastenanordnung für die Ablegevorrichtung enthält beispielsweise 4') Tasten, davon 45 für ebensoviel Letternkanäle. Die 46. Taste dient zur Überführung
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kanal, die 47., 48. und 49. Taste bedienen je einen elektrischen Kontakt der Elektro- magnete 20 und 21 der Ladevorrichtung für das Schiffchen 12 (Fig. 6 und 11).
Das Laden des Schiffchens erfolgt in der Weise, dass, nachdem der Schliessrahmen mit dem abzulegenden Satz 17 von Hand aus auf einem über dem Elektromagneten 2 und dem Schiffchen 12 angeordneten Tisch 18 (Fig. 6) so aufgelegt ist, dass ein im Schliessrahmen vorgesehener Schlitz mit einem solchen im Tisch zusammenfällt, durch Druck auf die 46. Taste der Stromkreis in der Gleitschiene für den Elektromagneten bei 16 unter- brochen wird, so dass das TypenschiNchen 12 in der oben beschriebenen Weise vom Elektromagneten, 2 freigegeben wird. Das Schiffchen steht dann genau unter dem Schlitz im SchlieUrahmen 23 und im Tisch 18.
Der Schlitz im Schliessrahmen 23 ist durch einen Schieber : ? 9 geschlossen, welcher den Anker der Elektromagnete 20 bildet, die durch Stromschluss beim gleichzeitigen Niederdrücken der 46. Taste erregt werden und den Schieber um Typenbreite zurückziehen. Dann wird die 48. Taste niedergedrückt und dadurch der den Elektromagneten 21 durchfliessende Stromkreis geschlossen und ein Stösser 22 angezogen, wodurch die über dem Schlitz des Schliessrahmens befindliche Zeile aus diesem in das darunter befindliche Schiffchen gedrückt wird. Nach Freigabe der Tasten kehren die von ihnen beeinflussten Teile in ihre Ruhelage zurück und die im Schliessrahmen noch vorhandenen Typenzeilen werden durch Federn 24 (Fig. 6) vorgeschoben.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen, mit der elektromagnetischen Verteilvorrichtung versehenen Letternablegemaschinen ist die folgende :
Zum Ablegen der einzelnen Lettern aus dem geladenen, von dem beständig hin und her bewegten Elektromagneten 2 mitgenommenen Schiffchen 12 wird diejenige Taste 10, welche dem abzulegenden Schriftzeichen entspricht, angeschlagen und durch Stromunterbrechung die Stillstellung des Schiffchens unmittelbar über dem dem betreffenden Schrift-
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Taste 10 seitens des Arbeiters wird dann, wie in Fig. 2 strichpunktiert angedeutet ist, der Stösser ; ? bezw. 27, welcher gelenkig mit dem den Antrieb des Stromunterbrechungskontaktes vermittelnden Hebel verbunden ist, in das Typenschiffchen gesenkt und durch denselben die abzulegende Letter aus dem Schiffchen in den betreffenden Kanal gedrückt.
Da durch die fortschreitende Ablegung der Lettern die Länge der Zeile im Schiffchen sich verringert, so ist in dem letzteren eine Spiraldruckfeder 31 (Fig. 6) angeordnet, welche die jeweils letzte Letter dadurch aufrecht erhält, dass sie die durch die fortschreitende Ablegung und Verkürzung der Zeile im Letternschiffchen bedingte Lagenänderung des jeweils abzulegenden Buchstabens ausgleicht, d. h. unter fortschreitender Ausdehnung alle noch im Letternschiffchen befindlichen Buchstaben und somit auch den letzten eben abzulegenden
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kommt.
Der Arbeiter muss natürlich die abzulegende Zeile dem Inhalte nach innehaben.
Eine für alle Tasten gemeinschaftliche an sich bekannte Umschalttaste 28 (Fig. 4) ermöglicht die Umschaltung des Typenschiffchens je nach Erfordernis auf die grossen
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Buchstaben des kleinen Alphabets.
Die beschriebene Verteilvorrichtung bietet für Letternablegemaschinen den wesentlichen Vorteil, dass der Betrieb sehr einfach und sicher ist und dass die gewöhnlichen Lettern, d. h. Lettern ohne Signatur, abgelegt werden können, ohne die bei den meisten anderen Abtogemascbinen vorhandene Gefahr des Zerbrochens der signatisierten Lettern. Die Bewegungsgeschwindigkeit des Elektromagnetes des Verteilorganes hängt, wie aus Fig. 1 ersehen werden kann, von der Drehgc8chwindigkeit der : Maschinen welle ab und ist so be- messen, dass auch bei schnellster Betätigung der Tastenklaviatur das Ablegen der Lettern erfolgt.
Bei der Freigabe des Letternschiffchens durch den Magnetkern 3 ist einerseits der Neigung des Schiffchens, seine Bewegung fortzusetzen, und andererseits der Entstehung
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetische, von einer Klaviatur aus betätigte Verteilvorrichtung für Letternablegemaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass das die abzulegende Zeile enthaltende Verteilorgan (1) von einem zwang) äung ununterbrochenen bin und her bewegten, in einen Stromkreis
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