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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Lockern und Entspannen der Muskulatur, bestehend aus mindestens einem in einer Halterung drehbar gelagerten, walzenartigen Körper, wobei mindestens eine die Drehbewegung des walzenartigen Körpers periodisch bremsende Hemmung vorgesehen ist. t
Die in weiten Kreisen der Bevölkerung verbreitete sitzende Lebensweise führt oft schon in frühesten Jahren zu Verkrampfungen der Muskulatur und zu Kreislaufstörungen. Die modernen Heilmethoden greifen immer mehr zur Vermeidung bzw. Heilung dieser Gesundheitsschäden auf die Bewegungstherapie zurück.
Es ist bereits ein Massageroller bekannt geworden, bei dem die Walzen eiförmig und ihre Lager derart unrund ausgbildet sind, dass die Walzen eine stossende Taumelbewegung ausführen. Diese Ausgestaltung ist aber keinesfalls für eine Vibrationsmassage geeignet, sondern vielmehr für eine Knetmassage, da der Ausschlag der Walzen besonders in ihrem äussersten Bereich nicht unerheblich ist.
Eine weitere bekannte Ausführung sieht vier mit Abstand voneinander angeordnete Massagescheiben vor, wobei diese durch eine mittige gezahnte Walze und eine Sperrklinke in Schwingungen versetzt werden. Diese Ausführung eignet sich aber kaum zur Körpermassage, da an dem ganzen Massageinstrument Zwischenräume, Klammern und Federn vorgesehen sind, die leicht zu Verletzungen führen. Ausserdem können die Scheiben bei dieser Ausführung nur in einer Richtung verdreht werden.
Auch ist schon eine Ausführung bekannt, bei der die die Schwingungen erzeugenden Teile innerhalb einer hohlen Massagewalze angeordnet sind. Da bei dieser Ausgestaltung in den Hohlzylinder ragende Profilteile aus Gummi vorgesehen sind und diese beim Drehen ständig deformiert werden, treten nach einer geraumen Zeit schon Brüche im Gummimantel auf, so dass es einer Erneuerung der Walzenauflage bedarf.
Es ist nun die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, durch deren Anwendung eine gute Lockerung und Entspannung der Muskulatur erreicht wird und die darüberhinaus in ihrem Aufbau einfach und billig ist, so dass allen Bevölkerungskreisen die Anschaffungsmöglichkeit offen steht.
Der erfindungsgemässe Vorschlag besteht nun darin, dass der walzenartige, als Hohlzylinder ausgebildete Körper auf einer bezüglich der Halterung feststehenden Achse drehbar gelagert ist und die Achse mindestens teilweise in ihrem innerhalb des walzenartigen Körpers verlaufenden Bereich einen mehreckigen Querschnitt aufweist, und eine mit der Zylinderinnenwandung fest verbundene, vorzugsweise blattförmige D Feder an mindestens einer Fläche des mehreckigen Querschnittsbereiches der Achse anliegt.
Diese Ausgestaltung ist nicht störungsanfällig und konstruktiv sehr einfach. Es werden gleichmässige Schwingungen erzeugt. Da die Feder keinesfalls stark beansprucht ist und auch die Achse eine genügende Stärke aufweisen kann, ist es ausgeschlossen, dass die Teile beschädigt bzw. abgenützt werden. Wird die Walze nun von Hand über den Körper oder die Extremitäten in gleichmässigen Bewegungen auf und ab geführt, so wird periodisch die Drehbwegung der Walze gehemmt und wieder freigegeben. Die Walze führt keine dauernde Schwingbewegung aus, sondern bewegt sich ruckweise vorwärts. Diese periodische Hemmung und Freigabe erzeugt eine regelmässige Schwingung, die durch die Anlage der Walze an dem zu
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behandelnden Körperteil auf diesen übertragen wird, was die Muskulatur auf einfache Weise auflockert bzw.
Verkrampfungen derselben löst.
An Hand der Zeichnungen wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, ohne dadurch die Erfindung auf dieses Beispiel einzuschränken. Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung im Längs-und Fig. 2 im Querschnitt, u. zw. nach der Linie II-II in Fig. l.
Zwischen den Enden des zungenförmigen Bügels --1--, der mit einem Handgriff--2ausgestattet ist, ist die Achse --3-mittels der Schrauben --4- verspannt. Die äusseren Enden der Achse--3--sind zylinderförmig und als Lager für die Hohlwalze --5- ausgebildet, die einen gemusterten überzug --6-- trägt. Der innerhalb der Hohlwalze --5- liegende Bügel der Achse 3ist als Vierkant ausgestaltet.
Eine lyraförmig gebogene Feder ist in ihrem Bogenbereich--8--mit der Innenwand --9-- des Hohlzylinders --5-- fest verbunden. Die freien Enden der Feder--10 und li--liegen unter Spannung an zwei einander gegenüberliegenden Flächen--12 und 13--des Vierkantes an.
Wird die Walze über den Körper geführt, so versucht die zwischen Körper und Walze herrschende Reibung die Walze um die Achse --3- zu drehen. Dieser Drehbewegung setzt sich nun der durch die Feder --7- hervorgerufene elastische Widerstand periodisch entgegen, so dass sich die Walze nur ruckweise dreht, wobei durch die der Feder innewohnende Elastizität jede Kippbewegung von einer Schwingung begleitet ist.
Wesentlich und wichtig ist, dass an der feststehenden Achse eine federelastische Hemmung vorgesehen ist, so dass die angestrebte und erwünschte Vibrationswirkung in der Walze entsteht und durch deren Anliegen am Körper auf diesen zur Lockerung der Muskulatur und der Verkrampfungen übertragen wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Lockern und Entspannen der Muskulatur, bestehend aus mindestens einem in einer Halterung drehbar gelagerten, walzenartigen Körper, wobei mindestens eine die Drehbewegung des walzenartigen Körpers periodisch bremsende Hemmung vorgesehen ist, d a d u r c h g e k e n n- zeichnet, dass der walzenartige als Hohlzylinder ausgebildetet Körper auf einer bezüglich der Halterung feststehenden Achse drehbar gelagert ist und die Achse mindestens teilweise in ihrem innerhalb des walzenartigen Körpers verlaufenden Bereich einen mehreckigen Querschnitt aufweist, und eine mit der Zylinderinnenwandung fest verbundene, vorzugsweise blattförmige Feder an mindestens einer Fläche des mehreckigen Querschnittsbereiches der Achse anliegt.
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