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Selbsttätige Absperrvorrichtung für Abgaseleitungen bei Gasgeräten
Im Patent Nr. 251243 ist eine selbsttätige Absperrvorrichtung für Abgaseleitungen bei Gasgeräten beschrieben und dargestellt, welche die Form einer Klappe aufweist, die durch ein Bimetallelement bei dessen Erwärmung in die Offenstellung und bei dessen Erkalten in die Schliessstellung gebracht wird.
Bei derartigen selbsttätigen Absperrvorrichtungen für die Abgaseleitung von Gasgeräten ist es bekannt, das Bimetallelement mit der Klappe im Abgasstutzen vorzusehen, wobei das Bimetallelement lediglich durch die heissen Abgase betätigt wird. Die daraus entstehenden Nachteile bestehen in einer starken Verzögerung der Betätigung dieser Klappen.
Bei dem Stammpatent ist der Nachteil dieser bekannten selbsttätigen Absperrvorrichtungen dadurch behoben, dass der Bimetallstreifen unmittelbar im Bereich der Abgase liegt, wobei der Betätigungshebel am Bimetallstreifen durch Hebelgelenke mit dem Absperrorgan gelenkig verbunden ist.
Der Gegenstand der Erfindung bildet eine weitere Ausgestaltung der Erfindung des Stammpatentes, u. zw. zu dem Zweck, den Strömungsweg für die Abgase in jener Lage, in der die Klappe oder das Absperrorgan diesen freigibt, völlig freizulegen und einen ungehinderten Durchgang zu ermöglichen.
Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Klappe an einem Paar von dreiarmigen Hebeln parallel zu ihrer Verschlusslage verschwenkbar angelenkt ist und ein Arm eines der beiden Hebel über eine Zugstange mit dem Betätigungshebel des Bimetallstreifens verbunden ist und freie Arme der Hebel Zapfen für die Anlenkung der Klappe tragen, wobei diese Hebel mittels Bolzen an einem die Verbindung zum Gasgerät bildenden Abgasstutzen im Gehäuse verwindungssicher unmittelbar angelenkt sind.
Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Strömungswege der Abgase im Falle der offenen Klappe von allen die Strömung beeinträchtigenden Bauteilen vollkommen frei ist und dadurch die Strömungsgeschwindigkeit der Abgase keine Beeinträchtigung erleidet. Dies ist besonders wichtig bei äusseren Witterungseinflüssen bei niedrigem Barometerstand (Stau und Rückwind).
Die Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung, u. zw. stellt die Fig. l einen Vertikalschnitt durch die Abgaswege mit der Klappe in Schliessstellung und deren Mechanik dar, während die Fig. 2 dieselben in der Offenstellung veranschaulicht.
Die Klappe 1 weist Kalottenform auf und ist mittels zweier Scharniere 2 mit den zwei in der Zeichenebene hintereinander liegenden, parallel zueinander angeordneten und mit dem Bolzen 6 fest verbundenen Schwenkhebeln 3 beweglich verbunden. Die Schwenkhebel oder Winkelhebel 3 sind um die Drehbolzen 4, also beidseits des Strömungsstutzens 9 schwenkbar gelagert. Die Zugstange 7 ist bei 5 im Schwenkhebel 3 bzw. in einer Ausnehmung desselben lose eingehängt.
Das untere Ende der Zugstange 7 ist mit der Mechanik eines Bimetallstreifens und einer Bimetallgruppe so verbunden, dass diese Stange eine Bewegung in der Vertikalen vollführen kann, wobei der Weg so gross ist, dass die Klappe aus der vollen Offenstellung in die vollständige Schliessstellung ge-
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langen kann.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende :
Solange das Gerät, z. B. ein Warmwasserkessel oder ein Gasheizgerät nicht geheizt wird. bleibt der Abgasstutzen 8 durch die kalottenartige Klappe 1 geschlossen. Nach dem Entzünden der Heizflamme. z. B. durch eine Wachflamme od. dgl. wird der Bimetallstreifen oder die Bimetallgruppe (nicht gezeichnet) durch die Heizflamme innerhalb von 3 bis 4 sec zum Ansprechen gebracht, wodurch die Klappe 1 mittels der Zugstange 7 durch die beiden Hebel 3 aus der in Fig. 1 dargestellten Lage in die in derFig. 2 dargestellte Lage und damit vollkommen aus dem Strömungsbereich (Pfeile 11) gebracht wird.
Nach dem Erlöschen der Hauptheizflamme verschliesst die Klappe 1 die Öffnung am Stutzen 8 vollständig, indem die Zugstange 7 entgegen dem die Richtung der Öffnung angebenden Pfeil 12 nach oben bewegt wird. Die Klappe und ihre Mechanik ist in der Strömungssicherung 10 des Gasgerätes untergebracht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Absperrvorrichtung für Abgasleitungen bei Gasgeräten nach Patent Nr. 251243 in Form einer kreisformigen Klappe, die bei Steuerung durch einen Bimetallstreifen in ihrer einen Endstellung den in den Kamin mündenden Abgassttitzen zur Gänze verschliesst und in der andern Endstellung völlig aus dem Bereich des Strömungsweges der Abgase gebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (1) an einem Paar von dreiarmigen Hebeln (3-5-6) parallel zu ihrer Verschluss- lage verschwenkbar angelenkt ist und ein Arm (5) eines der beiden Hebel über eine Zugstange (7) mit dem Betätigungshebel des Bimetallstreifens verbunden ist und freie Arme (3) der Hebel Zapfen für die Anlenkung der Klappe (1) tragen, wobei die Hebel mittels Bolzen (4)
an einem die Verbindung zum Gasgerät bildenden Abgasstutzen (9) im Gehäuse (10) verwindungssicher unmittelbar angelenkt sind.