DE275447C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K17/00—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
- F16K17/36—Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves actuated in consequence of extraneous circumstances, e.g. shock, change of position
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Safety Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20 c. GRUPPE
EMIL SCHWYZER in ZURICH.
ausschwingenden Gewichtskörpers erfolgt.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Juli 1913 ab.
Die Erfindung betrifft eine bei Unfällen selbsttätig wirkende Sicherheitsvorrichtung in
Fahrzeugen zum Abstellen des Gasstromes zu den Leuchtkörpern des Fahrzeuges, zum
Auslöschen des Herd- oder Ofenfeuers durch Überschwemmen mit Wasser oder durch Auslöschen
mittels eines anderen Feuererstickungsmittels und zum Ausschalten der elektrischen
Leitung zwecks Verhütung von Brandausbruch bei Zusammenstößen, beim Umkippen
der Fahrzeuge oder bei anderen Betriebsunfällen.
Sicherheitsvorrichtungen ähnlicher Art, bei denen die Unterbrechung der Leitungen durch
Ausschwingen eines Gewichtskörpers aus seiner Ruhelage bewirkt wird, sind bereits bekannt.
Diesen gegenüber besteht das Wesen der Erfindung in der besonderen Bauart des Erfindungsgegenstandes,
durch die ermöglicht wird, daß der die Abschaltung vermittelnde Gewichtskörper nach allen Seiten ausschwingen
kann, also wirksam ist bei Stößen in der Längs- und Querrichtung und hierbei eine
besondere Absperrvorrichtung auslöst.
Die Zeichnung stellt eine Ausführungsform der Erfindung dar und zeigt eine Sicherheitsabsperrvorrichtung
für Gasleitungen von Eisenbahnwagen.
Fig. ι zeigt ein Gasventil, durch Leine, Drahtseil, Kette o. dgl. in Verbindung gebracht
mit einem Fallgewicht, welches frei in einer trichterförmigen Auflage ruht, wobei
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durch Erweitern oder Verengern des Trichters ermöglicht ist, dessen Auflagesitz zu vergrößern
oder zu verkleinern.
Fig. 2 zeigt die Kugel in verengerter- Trichterform gelagert.
Fig. 3 veranschaulicht eine Art, wie die Trichteröffnung verändert werden kann.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung, in der das Ventil mit einem im Kugelsitz beweglichen
Pendel, mit verstellbarem Gewicht und regulierbarer, nach oben springender Ausschwingstange
versehen, in Verbindung steht.
Im Ventilgehäuse 1 (Fig. 1) befindet sich
das durch die Spiralfeder 3 verschließbare Ventil 2; der Hebel 4 mit Fixierstift 5 hat
seinen Drehpunkt in dem am Ventilgehäuse 1 angegossenen Auge 6 und dient dazu, das
Ventil 2 in Offenstellung zu halten. Über die Rollen 8 und 9 läuft die Leine 10, welche
einerseits durch die öse 7 mit dem Hebel 4 und andererseits durch die Öse 11 mit der
Kugel 12 verbunden ist. Diese ruht in dem trichterförmigen Sitz 13.
Die Trichteröffnung dieses Lagers 13 kann durch Spannen oder Lockern des Drahtes 16
verändert werden. Die Lage der Kugel 12 kann also durch diese Veränderung der Trichterform
mehr oder weniger gesichert werden, was durch den Vergleich der Längen 14 und
15 veranschaulicht wird.
Der Ventilkörper 1 wird am zweckmäßigsten
nach dem Druckregulator unmittelbar vor den Absperrhahn eingefügt.
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Der trichterförmige Sitz wird im Wageriinnern
möglichst oben über dem Absperrhahn angebracht. Die Art der Herstellung der Zugverbindung zwischen Hebel 4 und Kugel
12 wird jeweils den örtlichen Verhältnissen angepaßt. Die Leine 10 darf im Ruhezustande
nicht straff gespannt sein.
Die Wirkungsweise der Sicherheitsvorrichtung ist folgende:
Stößt der in schnellem Lauf befindliche Eisenbahnwagen plötzlich auf ein Hindernis,
findet ein Zusammenstoß oder eine Entgleisung statt, so wird die nur leicht aufliegende
Kugel 12 aus ihrem Sitz 13 herausgeworfen, ihr Eigengewicht wirkt mittels der Verbindungsleine
10 auf den Hebel 4; der Fixierstift 5 gibt demzufolge das Ventil 2 frei, das
augenblicklich zuschnappt und den Gasstrom zu den Leuchtkörpern unterbricht, wodurch
Brandausbruch verhindert wird.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung, in welcher an Stelle der Kugel 12 ein in einem Kugelsitz 17
gelagertes Pendel 18 tritt, dessen Gewicht 19 verstellbar ist. Das Pendel 18 ist nach oben
mit einer in der Pendelachse verstellbaren Schwingstange 20 mit einem Mitnehmer 21
versehen. Die glockenförmige Hülse 22, welche den Mitnehmer 21 ringsum mit Spielraum
umschließt, ist durch die Leine 10 mit dem Hebel 4 verbunden. Gleich wie bei der
frei aufsitzenden Kugel 12, wird hier das Beharrungsvermögen des Pendelgewichtes im
gegebenen Fall einen Ausschlag des Pendels bewirken und die oben bereits geschilderte
Wirkung auf den Hebel 4 ausüben.
In analoger Weise gestaltet sich der Vorgang für das Auslöschen eines Herd- oder
Ofenfeuers, z. B. in Speise- und anderen Wagen; hier wird ein Ventil zum Auslöschen
des Feuers mit Wasser oder einem anderen Feuererstickungsmittel selbsttätig geöffnet.
Auf dem gleichen Prinzip erfolgt auch die selbsttätige Ausschaltung der elektrischen Leitung
durch Betätigung eines Umschalters, zur Verhütung von Brandausbruch durch
Kurzschluß.
Diese Sicherheitsvorrichtung gestattet in der Ausführungsweise große Mannigfaltigkeit.
Die selbsttätige Wirkung wird jedoch immer auf dem gleichen Prinzip durchgeführt, nämlieh
auf der Ausnutzung des Beharrungsvermögens eines Körpers. Die besondere Bauart der Vorrichtung ermöglicht eine einfache,
leicht zugängliche Regulierung, z. B. durch größere oder geringere Lagerung des Gewichtskörpers
und durch Einstellung der Auslösevorrichtung.
In der Zeichnung sind einige Arten der Reguliervorrichtungen veranschaulicht: z. B.
der Fixierstift 5 ist durch Gewindeteil verstellbar, und der Kugelsitz ist veränderlich
gemacht, das Pendelgewicht 19 und die Schwingstange 20 sind verstellbar; außerdem
kann auch die Empfindlichkeit der Vorrichtung gegen Stoßwirkung durch Gewichtsveränderungen
den praktischen Bedürfnissen noch besonders angepaßt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Sicherheitsabsperrvorrichtung für Gasleitungen, elektrische Leitungen u. dgl., bei der die Unterbrechung der Leitung vermittels der lebendigen Kraft eines aus seiner Ruhelage ausschwingenden Gewichtskörpers (Pendel o. dgl.) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das an einem Zugorgan hängende Gewicht (12, 19) in einem besonderen regulierbaren Lager (13, 17) nach allen Seiten hin ausschwingbar gelagert und mittels des Zugseiles (10) mit einer die Absperrung vermittelnden Auslösevorrichtung (4) verbunden ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE275447C true DE275447C (de) |
Family
ID=531731
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT275447D Active DE275447C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE275447C (de) |
-
0
- DE DENDAT275447D patent/DE275447C/de active Active
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