AT256109B - Verfahren zur Herstellung von neuen aza-Dibenzocycloheptenderivaten und ihren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen aza-Dibenzocycloheptenderivaten und ihren Salzen

Info

Publication number
AT256109B
AT256109B AT672566A AT672566A AT256109B AT 256109 B AT256109 B AT 256109B AT 672566 A AT672566 A AT 672566A AT 672566 A AT672566 A AT 672566A AT 256109 B AT256109 B AT 256109B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
methyl
ether
general formula
compound
carbon
Prior art date
Application number
AT672566A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Scherico Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from US330244A external-priority patent/US3366635A/en
Application filed by Scherico Ltd filed Critical Scherico Ltd
Application granted granted Critical
Publication of AT256109B publication Critical patent/AT256109B/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von neuen aza-Dibenzocycloheptenderivaten und ihren Salzen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer neuen Klasse von Verbindungen, der aza-Dibenzocycloheptene. 



   Die Endprodukte der Erfindung sind   aza-Dibenzocycloheptenderivate   der folgenden allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 und deren pharmazeutisch anwendbare Säureadditionssalze. Die strichlierte Linie in Formel I bedeutet eine fakultative Doppelbindung : A stellt ein Wasserstoffatom oder einen oder mehrere der folgenden Substituenten in den Stellungen 6,7, 8 und/oder 9 (vorzugsweise 7 und/oder 8) dar : Halogen (vorzugsweise Chlor oder Brom), niedriges Alkyl (vorzugsweise Methyl oder Äthyl), Trifluormethyl, Alkoxy (vorzugsweise Methoxy oder Äthoxy), Hydroxy und Acyloxy (vorzugsweise   niedrig-Alkanoyloxy) ;   B stellt diejenige Gruppierung von Atomen dar, die erforderlich ist, um zusammen mit den Kohlenstoff- 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 Stickstoffatom vom C-5 des tricyclischen Systems durch mindestens zwei Kohlenstoffatome getrennt ist, wie z.

   B. 3-oder 4-Piperidyl oder 
 EMI1.5 
 und V ist ein zweiwertiger Rest, der eine Aminogruppe enthält, deren Stickstoffatom vom C-5 des tricyclischen Systems durch mindestens zwei Kohlenstoffatome getrennt ist, wie z. B. 3-oder4-Pipe- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ridyliden oder 
 EMI2.1 
 Rl und   R,   sind dabei unabhängig voneinander Wasserstoff oder niedriges Alkyl oder bilden gemeinsam eine solche Gruppierung, wie sie erforderlich ist, um zusammen mit dem Stickstoffatom, mit dem sie verknüpft sind, einen   fünf- oder   sechsgliedrigen heterocyclischen Ring zu ergeben, dessen Ringglieder abgesehen vom vorgenannten Stickstoffatom alle Kohlenstoffatome sind, ausser einem, welches Kohlenstoff, Sauerstoff oder Stickstoff sein kann ; und X und Y bedeuten Kohlenwasserstoffreste mit 2 bis 9 Kohlenstoffatomen. 



   Die Verbindungen der obigen Formel I sind im   wesentlichen"Endprodukte",   obwohl, wie später 
 EMI2.2 
    "Endprodukte" ausserdem als Zwischenprodukte bei der Herstellunganderer "Endprodukte" nützlich   sind. 



   Die in dieser Beschreibung verwendete Nomenklatur basiert im wesentlichen auf der durch die "Chemical   Abstracts" für   Dibenzocycloheptene empfohlenen. Für die Bezifferung der Stellungen in dem tricyclischen System dient die folgende   Formel I@ Für 5-(N-Methyl-4-piperidyliden)-4-aza-     - 10, ll-dihydro-5H-dibenzo- [a, d] -cyclohepten,   eines der bevorzugten erfindungsgemäss erhältlichen Endprodukte, als Beispiel : 
 EMI2.3 
 Formel I umfasst die entsprechenden 1-aza-, 2-aza-,   3-aza- und 4-aza-Analogen,   die alle unter die gegebene Definition von B fallen.

   Als weitere Definitionen werden solche Verbindungen nachFormelI, die in Stellung 5 ein Wasserstoffatom haben, gelegentlich   als "gesättigte Verbindungen" und   solche, 
 EMI2.4 
   Verbindun-gen"oder als"Alkylidenverbindungen"bezeichnet.    



   Der Substituent U, wie oben definiert, umfasst eine begrenzte Anzahl von Aminokohlenwasserstoffsubstituenten. - Unter die Definition von U fallen   3-Piperidyl   und 4-Piperidyl, welche Bezeichnungen 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 
 EMI2.7 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
 EMI3.2 
 licher Weise mit dem tricyclischen System und der Aminogruppe verknüpft ist. 



   Der Substituent V ist eine doppelt gebundene Gruppe, deren Definition genau der von U entspricht, ausgenommen, dass dasjenige Kohlenstoffatom, welches direkt mit der 5-Stellung des tricyclischen Systems verknüpft ist, ein Wasserstoffatom weniger hat und mit besagter Stellung durch eine Doppelbindung verknüpft ist. Typische Vertreter für V können der obigen Aufzählung von Beispielen für U entnommen werden. 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Synthese ihrer Desaza-analogen, d. h. entsprechender Verbindungen, die einen Benzolring an Stelle des Pyridinringes des tricyclischen Systems der Formel I enthalten, bekannt sind. 



   Erfindungsgemäss werden die Endprodukte der allgemeinen Formel I dadurch erhalten, dass eine Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
 EMI4.3 
 
 EMI4.4 
 
 EMI4.5 
 
 EMI4.6 
 
 EMI4.7 
 
 EMI4.8 
 (I) Dehydrierung in Stellung 10   (11) ;   (II) reduktive Abspaltung einer oder zweier gegebenenfalls an das Stickstoffatom der Amino- gruppe von Z gebundener Benzylgruppen (III) Umwandlung in ein pharmazeutisch anwendbares Salz durch Reaktion mit der entsprechenden
Säure oder mit einem reaktionsfähigen Derivat davon. 



   Bei dieser Reaktion wird eine freie primäre oder sekundäre Aminogruppe zweckmässig geschützt. 



  Vorzugsweise erfolgt ein solcher Schutz durch Benzylierung. Das Produkt, das so gebildet wird, enthält demzufolge die Benzylblockierungsgruppe, welche, falls gewünscht, in bekannter Weise leicht abgespalten werden kann, wie   z. B.   durch katalytische Hydrierung an Pd/C, um die entsprechende primäre 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 oder   sekundäreAminogruppe zurückzubilden. Um z. B.   eine   5- (y-aminopropyl)-substituierte Verbindung   herzustellen, verwendet man als Ausgangsverbindung zweckmässig die entsprechende Dibenzylaminopropylverbindung und debenzyliert das erhaltene Produkt nach erfolgtem Ringschluss.

   In ähnlicher Weise kann man zur Herstellung von   5- (y-methylaminopropyl)-substituierten   Produkten vom entsprechenden benzyl-methylamino-substituierten Ausgangsstoff ausgehen und ebenfalls nach erfolgtem Ringschluss zu der gewünschten Verbindung debenzylieren. Die Debenzylierung kann selektiv, d. h. ohne gleichzeitige 
 EMI5.1 
 Verbindungen (IC) erfolgt vorzugsweise katalytisch mit Wasserstoff in Gegenwart von Palladium. Diese Reduktion ist nicht selektiv und kann, falls das gewünschte Endprodukt eine Äthylendoppelbindung, wie   z. B.   die 10, 11-Doppelbindung, enthalten soll, nicht ohne besondere Vorkehrungen (Schutz oder nachfolgende Einführung der betreffenden Doppelbindung) angewendet werden. 



   Um zum Beispiel die Verbindung   5- (N-Methyl-4-piperidyliden) -4-aza-10, l1-dihydro-5H-diben-     zo- [a, d]-cyclohepten (I*)   auf diesem Weg herzustellen, kann   a-Phenyl-a- (N-methyl-4-piperi-     dyliden)-a- (3-carboxylmethyl-2-pyridyl)-methan   (XXIII) zu einem Keton-Zwischenprodukt (XXIV) cyclisiert werden, welches bei der Reduktion,   z. B.   mit Hydrazinhydrat und Alkali in   I   umgewandelt wird : 
 EMI5.2 
 
Die Cyclisierung kann   z. B.   durch Dehydratisierungsverfahren, wie mit Polyphosphorsäure, oder durch intramolekulare Friedel-Crafts-Reaktion unter Verwendung von Katalysatoren wie Aluminiumchlorid erreicht werden.

   Das Voranstehende ist lediglich als ein typisches Beispiel erwähnt, denn es ist klar, dass andere bekannte chemische Äquivalente   der-CHCOOH-Gruppe   in gleicher Weise angewendet werden können : An Stelle von Carboxyl eignet sich   z. B.   ein Nitril oder ein Säurechlorid von 
 EMI5.3 
    ;- 2-pyridyl] -methan direkt   zu I* cyclisiert werden. 



   Die in den beiden voranstehenden Abschnitten beschriebenen Reaktionen dienen lediglich der Erläuterung. Wie es einem Chemiker klar ist, können andere Verbindungen der allgemeinen Formel IB in analoger Weise erhalten werden. Insbesondere ist   z. B.   die Stellung des Stickstoffatoms indem Pyridinteil im allgemeinen nicht entscheidend ; wenn es sich an einer andern als der gezeigten Stellung befindet, wird das entsprechende Isomere von XXIV und/oder I* gewonnen. Ferner ist die Erwähnung einer N-Methyl-4-piperidylidengruppe nicht als Einschränkung auszulegen, da jede Gruppe V (wie oben definiert) in ähnlicher Weise verwendet werden kann. Analoge Verbindungen, die einen Substituenten A in dem benzoiden Teil tragen, können natürlich in ähnlicher Weise erhalten werden. 



   Zwischenprodukte, für die XXIII ein typisches Beispiel ist, sind entweder bekannt oder werden durch gewöhnliche organische Umwandlungen leicht synthetisiert. Man kann   z. B.   mit a-Phenyl-   -&alpha;-(N-Methyl-4-piperidyliden)-&alpha;-(3-methyl-2-pyridyl)-methan   (XXV) beginnen, welches seinerseits 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 durch Grignard-Reaktion von   2-Benzoyl-3-methyl-pyridinmit N-Methyl-4-piperidyl-magnesiumchlorid,   gefolgt von Dehydratisierung des so gebildeten Carbinols (XXVI) erhältlich ist. (Es ist   offensichtlich, dass   andere Grignard-Verbindungen oder gleichwertigeAgentien, wie z. B.

   Dimethylaminopropylmagnesium- chlorid, gleichfalls verwendet werden können, um die entsprechenden "offenkettigen" Analogen von XXV zu erhalten. ) Halogenierung der Methylgruppe von XXV,   z. B.   mit N-Bromsuccinimid oder einem Äquivalent davon, und anschliessende Umsetzung mit einem Alkalicyanid (NaCN) führt zur Um- wandlung in eine Acetonitrilgruppe ;

   die so erhaltene Nitrilverbindung (XXVII) kann zu ihrer Carbon- säure (XXIII) hydrolysiert werden [oder XXVII kann direkt als Ausgangsverbindung für eine Cycli-   sierungs -Reduktions -Reaktionsfolge,   die zu   I   führt, eingesetzt werden, analog zu der oben abge- bildeten Reaktionsfolge (XXVII   XXIV- I*)].-Wahlweise   kann man das in ähnlicher Weise er- hältliche 3-Carboxyanaloge (XXVIII) von XXV mit Lithiumhydroxyd und Methyllithium zu   a-Phenyl-     -a-(N-methyl-4-piperidyliden)-a-(3-acetyl-2-pyridyl)-methan   (XXIX) umsetzen, welches sich, wenn es der bekannten Willgerodt-Reaktion (Schwefel und Morpholin) unterworfen wird, ebenfalls zu XXIII umlagert.

   (Anderseits kann XXIX zu einem Bromacetylanalogen bromiert werden, welches durch intra- molekulare Cyclisierung mittels Schwefelsäure oder Aluminiumchlorid unter Friedel-Crafts-Bedingun- gen das 1 1-Ketoisomere von XXIV bildet. Dieses Isomere ist unter ähnlichen Bedingungen wie XXIV selbst   in I umwandelbar. ) - Ein   anderes gleichwertiges Verfahren besteht darin, das Säurechlorid von
XXVIII zu bilden und dieses Säurechlorid mit Diazomethan zu XXIII umzusetzen. Andere Zwischen- produkte aus der durch XXIII repräsentierten Verbindungsklasse können durch analoge Methoden erhal- ten werden. 
 EMI6.1 
 
 EMI6.2 
 
 EMI6.3 
 anstehenden Reaktionen verwendeten Zwischenprodukte, für welche die Zwischenprodukte XXIII, XXVII und XXIX typische Beispiele sind, hergestellt werden können. Solche gesättigte Analogen von XXIII, XXVII und XXIX sind z.

   B. durch Reduktion des Carbinols XXVI mit Phosphor und Jod in Essigsäure zugänglich. 



    Beispiel 1 : 5- (N-Methyl-4-piperidyliden)-4-aza-10, 11-dihydro-5H-dibenzo- [a, d] -cyclo-    hepten
A. Man erhitzt eine Mischung aus 10 g   a-Phenyl-a- (N-methyl-4-piperidyliden) -a- (3-carboxy-     - methyl- 2 - pyridyl) -methan   und   350 g Polyphosphorsäure 3 h   auf 120-130 C, lässt auf Zimmertemperatur abkühlen, giesst dann in Eiswasser und macht mit   50% iger Natriumhydroxydiösung   stark alkalisch.

   Das gebildete   5     - (N -Methyl-4-piperidyliden) -4-aza-10, ll-dihydro-5H -dibenzo - [a, d] - cyclo-   hepten-10-on wird mit Äther extrahiert, mit Wasser gewaschen, getrocknet und abgedampft und der Rückstand aus Hexan umkristallisiert. 
 EMI6.4 
 kann die vorstehend beschriebene Ringschlussreaktion auch unter den folgenden modi-wird 1 h auf dem Dampfbad erwärmt, überschüssiges Thionylchlorid im Vakuum abgedampft, 250 ml trockener Schwefelkohlenstoff hinzugegeben und auf   0 - SOC abgekühlt.   Nun fügt man unter heftigem
Rühren und Ausschluss von Wasser langsam 22 g Aluminiumchlorid zu, rührt die Mischung 3 h und lässt sie dann über Nacht bei Zimmertemperatur stehen. Anschliessend wird vorsichtig Eiswasser zugefügt, entmischen gelassen und die Schwefelkohlenstoffphase im Vakuum abgedampft.

   Der rohe Rückstand i wird in Petroläther aufgenommen, filtriert und das Produkt aus Hexan umkristallisiert. 



   C. Man erhitzt eine Mischung aus 200 ml Diäthylenglycol, 20 g Natriumhydroxyd, 20 g Hydra- 
 EMI6.5 
 
4-aza-10, ll-dihydro-5H-dibenzo- [a, d] -cyclohepten-10-onsabkühlen, giesst sie in Eiswasser und extrahiert mit Äther. Der Ätherextrakt wird sorgfältig mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, der Äther abdestilliert und der Rückstand aus Isopropyl- äther umkristallisiert. 



   D. Das für die Teile A und B als Ausgangsstoff benötigte   a -Phenyl-a- (N-methyl-4-piperidyliden) -   

 <Desc/Clms Page number 7> 

   - 2 - (3. carboxymethyl-2 -pyridyl) -methan   ist folgendermassen zugänglich :
1. Man stellt   zunächst Butyllithium   durch Umsetzung von 137 g n-Butylbromid und 14 g metalli- schem Lithium in 500   m1   Äther bei -100C unter Stickstoffatmosphäre her. Die erhaltene Lösung wird   auf -30oC gckühlt   und vorsichtig mit einer Lösung von   172g 2-Brom-3-methyl-pyridin   in 200 ml Äther versetzt.

   Anschliessend wird 15 min bei -300C gerührt, dann fügt man unter Stickstoffatmosphäre bei gleichzeitigem Kühlen und Rühren eine Lösung von 152 g N-Methyl-4-benzoyl-piperidin in 500 ml Äther zu, rührt noch 1 h bei -300C und lässt über Nacht bei Zimmertemperatur stehen. Nun versetzt man mit 500 ml einer   10% igen Ammoniumchloridlösung,   extrahiert mit Äther, dampft den Ätherextrakt ab und kristallisiert den Rückstand aus Benzol/Petroläther um. 



    I 2. 75 g   des nach   1.erhaltenen &alpha;-Phenyl-&alpha;-(N-methyl-4-piperidyl)-&alpha;-(3-methyl-2-pyridyl)-   -carbinols werden unter ständigem Rühren und Kühlen langsam zu 500 ml   piger   Schwefelsäure ge- 
 EMI7.1 
 Äther extrahiert. Nach Abdampfen des Äthers wird aus Petroläther umkristallisiert. 



  3. Wahlweise kann das nach 1. erhaltene Produkt auch nach dem folgenden modifizierten Verfahren dehydratisiert werden : Man erhitzt eine Mischung von   10 g &alpha;-Phenyl-&alpha;-(N-methyl-4-piperidyliden)-   -2-(3-methyl-2-pyridyl)-carbinol und 500 g Polyphosphorsäure 3 h auf   125-135 C,   giesst die heisse
Mischung in Eiswasser und neutralisiert mit Natriumhydroxyd. Das gebildete   et-Phenyl-et- (N -methyl-     - 4-piperidyliden)-2- (3-methyl-2-pyridyl)-methan   wird mit Äther extrahiert, der Ätherextrakt mit
Wasser gewaschen, abgedampft und der Rückstand aus Petroläther umkristallisiert. 



   4. Man bereitet zunächst Phenyllithium aus 78 g Brombenzol und 6, 9 g metallischem Lithium in
500 ml Äther, fügt langsam 50,   5 g Di-isopropylamin   zu der auf   0 C   gekühlten Phenyllithiumlösung und rührt noch eine halbe Stunde bei   0 C.   



   Nun fügt man bei   0 C   unter fortgesetztem Rühren eine Lösung von 111, 2 g des nach 2. oder 3. er-   haltenen &alpha;-Phenyl-&alpha;-(N-methyl-4-piperidyliden)-&alpha;-(3-methyl-2-pyridyl)-methans   in 700 ml Äther zu und rührt weitere 3 h. Darauf giesst man die rote Lösung auf eine Mischung von 300 g pulverisiertem
Trockeneis und 500 ml Äther und lässt über Nacht stehen. Nun dampft man den Äther ab, fügt vorsichtig 
 EMI7.2 
 (N-methyl-4-piperidyliden)- < x- (3-carboxymethyl-2-pyridyl)-methanMethylenchlorid extrahiert, das Lösungsmittel abgedampft und der Rückstand aus Äthanol/Wasser umkristallisiert. 



   E. In ähnlicher Weise können andere aza-Dibenzocycloheptenderivate der allgemeinen Formel I hergestellt werden, indem man die Ausgangsstoffe entsprechend abwandelt. 



   Beispiel2 :5-(N-Methyl-4-piperidyliden)-4-aza-10,11-dihydro-5H-dibenzo-[a,d]-cyclohepten
A. Man fügt bei 0-5 C unter heftigem Rühren 15   g &alpha;-Phenyl-&alpha;-(N-methyl-4-piperidyliden)-     - < x- [3- (ss-hydroxyäthyl)-2-pyridyl]-methan   zu 300 ml   85%iger   Schwefelsäure, rührt die gebildete Mischung   6 - 8   h lang bei 0 C, giesst dann vorsichtig auf Eis, neutralisiert mit Natriumhydroxyd und extrahiert das gebildete Produkt mit Chloroform. Der Chloroformextrakt wird mit Wasser gewaschen,   das Lösungsmittel   abgedampft und der Rückstand mit Petroläther aufgenommen und aus Isopropyläther umkristallisiert. 



   B. Wahlweise kann das in der vorstehenden MethodeA alsAusgangsmaterial eingesetzte a-Phenyl- 
 EMI7.3 
 Bromwasserstoffsäure verrührt. Anschliessend wird entmischen gelassen, die Benzolschicht wird mit Wasser gewaschen, durch Abdampfen im Vakuum bei 35 - 400C vom Lösungsmittel befreit und der Rückstand in 300 ml Schwefelkohlenstoff gelöst. Nun fügt man vorsichtig 25 g pulverisiertes Aluminiumchlorid zu und rührt 4 h bei   0 C.   Dann versetzt man mit Eiswasser, entfernt den Schwefelkohlenstoff durch Wasserdampfdestillation, lässt abkühlen, macht mit Natriumhydroxyd alkalisch und extrahiert mit Äther. Der Äther wird abgedampft und der Rückstand durch Destillation gereinigt. 



   C. Das für die Umsetzung gemäss A und B als Ausgangsstoff benötigte   et-Phenyl-et- (N-methyl-     - 4-piperidyliden)-ct- [3- (ss-hydroxyäthyl)-2-pyridyl]-methan kann   wie folgt hergestellt werden : Zu einer heftig gerührten, unter Rückfluss siedenden Lösung von   5 g Lithiumaluminiumhydrid in 11 trocke-   nem Äther fügt man eine gleichfalls gerührte Suspension von 32,   2 g et-Phenyl-et - (N-methyl-4- piperi-   

 <Desc/Clms Page number 8> 

   dyliden)- < x- (3-carboxymethyl-2-pyridyl)-methanin300ml wasserfreiem   Äther, lässt die gebildete Mischung noch   6-8 h unter   Rückfluss sieden, dann abkühlen, fügt Wasser zu und extrahiert das gebildete Produkt mit Äther.

   Das Lösungsmittel wird abgedampft und der Rückstand durch Destillation gereinigt. 
 EMI8.1 
    Iet-Phenyl-a- (ss-dimethylamino-äthyliden)-et- [3- (ss-hydroxyäthyl)-2-pyridyl]-methan   als Ausgangsstoff verwendet und im übrigen gemäss Teil A oder B dieses Beispiels verfährt, so gelangt man zu 
 EMI8.2 
 
11-dihydro-5H-dibenzo- [a, d] -cyclohepten.hydroxydlösung stark alkalisch. Das gebildete   5- (N-Methyl-N-benzyl-amino-propyliden)-4-aza-     - 10, 11-dihydro-5H-dibenzo- [a, d]-cyclohepten-10-on   wird mit Äther extrahiert, der Extrakt mit Wasser gewaschen, getrocknet und abgedampft. Der Rückstand wird aus Hexan umkristallisiert. 



   B. Eine Mischung von 200 ml Diäthylenglycol, 20 g Natriumhydroxyd, 20 g Hydrazin-Hydrat und 15 g des gemäss A erhaltenen   5- (N-Methyl-N-benzylamino-propyliden)-4-aza-10, 11-dihydro-5H-di-     benzo- [a, d]-cyclohepten-10-ons   wird vorsichtig auf 2000C erhitzt   ; ein etwa übergehendes Destillat   wird verworfen. Man lässt die Reaktionsmischung 3 h bei 210 - 2200C unter Rückfluss sieden, kühlt dann ab, giesst in Eiswasser und extrahiert mit Äther. Der Ätherextrakt wird sorgfältig mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, der Äther abgedampft und der Rückstand aus Isopropyläther umkristallisiert. 
 EMI8.3 
 dium-auf-Kohle-Katalysators zu und hydriert bei Zimmertemperatur unter einem Druck von etwa 4atm, bis der für die Debenzylierung errechnete Wasserstoffverbrauch eingetreten ist.

   Dann filtriert man rasch, 
 EMI8.4 
 



   D. Das als Ausgangsstoff für die vorstehend unter   A - C   beschriebene Synthese benötigte   a-Phenyl-     - (x- (N-methyl-N-benzylamino-propyliden)-ot- (3-carboxymethyl-2-pyridyl)-methan   kann wie folgt hergestellt werden :
1. Man stellt zunächst n-Butyllithium aus 137 g n-Butylbromid und 13, 4 g metallischem Lithium in 11 trockenem Äther bei einer Reaktionstemperatur von -100C her, fügt dann bei -300C eine Lösung von 172 g   2-Brom-3-methyl-pyridin   in 300 ml Äther zu, rührt 20 min lang und versetzt anschliessend   bei-30 C   mit einer Lösung von 92, 7 g Benzonitril in 500 ml Äther.

   Die Reaktionsmischung wird über Nacht bei Zimmertemperatur gerührt, anschliessend auf   OOC   gekühlt und langsam mit 11   15%figer   Chlorwasserstoffsäure versetzt. Man lässt entmischen, verwirft die Ätherschicht, erhitzt die wässerige Lösung 20 h auf einem Dampfbad und neutralisiert anschliessend mit Natriumhydroxyd. Dann wird mit Äther extrahiert, der Ätherextrakt über Natriumsulfat getrocknet und abgedampft. 



   2. Man bereitet zunächst 1 1 einer ätherischen Lösung von N-Methyl-N-benzylamino-propylmagnesiumchlorid durch Umsetzung von   197g N-Methyl-N-benzylamino-propylchloridund24g   metallischem Magnesium in Gegenwart von 1 ml Äthylbromid und einer Spur Jod.   Nachdemdas   Magnesium sich vollständig umgesetzt hat, versetzt man vorsichtig mit einer Lösung von 98, 5 g des nach 1. erhaltenen 3-Methyl-2-benzoyl-pyridins in trockenem Äther und lässt die Mischung 3 h lang unter Rückfluss sieden. Dann wird auf Zimmertemperatur abkühlen gelassen, mit 10%iger Ammoniumchloridlösung versetzt und das gebildete   &alpha;-Phenyl-&alpha;-(N-Methyl-N-beyzlamino-propyl)-&alpha;-(3-methyl-     - 2. pyridyl) -carbinol   mit Äther extrahiert.

   Der Extrakt wird mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und durch Abdampfen vom Äther befreit. 



   3. Man fügt unter ständigem Rühren und Kühlen langsam 50 g des nach 2. erhaltenen   a-Phenyl-     -&alpha;-(N-Methyl-N-benzylamino-propyl)-&alpha;-(3-methyl-2-pyridyl)-carbinols   zu   500 ml 85%iger Schwefel-   säure und setzt das Rühren 3 h lang fort. Dann giesst man die Mischung auf Eis, neutralisiert mit Natriumhydroxyd, extrahiert mit Äther und kristallisiert den durch Abdampfen des Äthers erhaltenen Rückstand aus Petroläther um. 



   4. Man bereitet zunächst Phenyllithium aus 78 g Brombenzol und 6, 9 g metallischem Lithium in 

 <Desc/Clms Page number 9> 

 500 ml Äther, fügt zu der so erhaltenen auf OOC gekühlten Phenyllithiumlösung langsam 55 g Di-isopropylamin zu und rührt eine halbe Stunde bei   OOC.   Dann fügt man unter fortgesetztem Rühren bei   OOC   eine Lösung von 100 g des nach 3. erhaltenen   ot-Phenyl-a- (N-methyl-N-benzylamino-propyliden)-     - a- (3-methyl-2-pyridyl)-methans   in 700 ml Äther zu und setzt das Rühren 3 h lang fort.

   Nun giesst man die Reaktionsmischung in eine Mischung von 300 g pulverisiertem Trockeneis und 500 ml Äther, lässt über Nacht stehen, entfernt den Äther durch Abdampfen, fügt vorsichtig Eiswasser zu und neutralisiert mit Essigsäure, wobei man die Temperatur bei   0-5 C   hält. Anschliessend wird das gebildete 
 EMI9.1 
 (3-carboxymethyl-2-pyridyl)-methangem Äthanol umkristallisiert. 



   Beispiel4 :5-(N-Methyl-4-piperidyliden)-4-aza-10,11-dihydro-5H-dibenzo-[a,d]-cyclohepten-dimaleat
Zu einer Lösung von   4,   3 g 5-(N-methyl-4-piperidyliden)-4-aza-10,11-dihydro-5H-dibenzo-   - [a, dJ - cyc10hepten   in 55ml Essigsäureäthylester wird eine   Lösung von 3, 45 g Maleinsäure in Essig-   säureäthylester zugegeben. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert und das gewünschte Produkt aus 
 EMI9.2 


Claims (1)

  1. (N-Methyl-4-pi-PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen aza-Dibenzocycloheptenderivaten der allgemeinen Formel EMI9.3 in der die strichlierte Linie eine fakultative Doppelbindung, A ein Wasserstoffatom oder einen oder mehrere der Substituenten Halogen, niedriges Alkyl, Tri- fluormethyl, Alkoxy, Hydroxy oder Acyloxy in den Stellungen 6,7, 8 und/oder 9, B eine Atomgruppierung, die zusammen mit den Kohlenstoffatomen, mit denen sie verknüpft ist, einen Pyridinring bildet, und Z entweder EMI9.4 EMI9.5 EMI9.6 EMI9.7 EMI9.8 <Desc/Clms Page number 10> C Rl und R2 unabhängig voneinander Wasserstoff oder niedriges Alkyl sind oder gemeinsam eine solche Gruppierung bilden, wie sie erforderlich ist, um zusammen mit dem Stickstoffatom, mit dem sie verknüpft sind, einen fünf- oder sechs-gliedrigen heterocyclischen Ring zu ergeben,
    dessen Ringglieder abgesehen vom vorgenannten Stickstoffatom alle Kohlenstoff sind, ausser einem, welches Kohlenstoff, Sauerstoff oder Stickstoff sein kann, und X und Y Kohlenwasserstoffreste mit zwei bis neun Kohlenstoff- EMI10.1 EMI10.2 EMI10.3 EMI10.4 droxylgruppe oder Halogen sind oder L und Q2 zusammen Nitril sind [wobeiQ gleich (H, H) ist], einer intramolekularen Kondensation unterworfen wird, dass eine durch = Ql oder = Q2 in der so erhaltenen Verbindung der allgemeinen Formel EMI10.5 (worin A, B, Q,Q und V wie oben definiert sind) gegebenenfalls dargestellte Ketogruppe.
    zu (H, H) reduziert wird, und dass eine durch eine oder beide der voranstehenden Stufen gegebenenfalls erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel EMI10.6 in der die strichlierte Linie, A, B und V obige Bedeutung besitzen, gewünschtenfalls zu der entsprechenden Verbindung der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 11> EMI11.1 in der die strichlierte Linie, A, B und U obige Bedeutung besitzen, hydriert wird, und/oder dass die durch eine oder mehrere der voranstehenden Stufen erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel (IB) oder (IC) gewünschtenfalls einer oder (in beliebiger Reihenfolge) mehreren der folgenden Umsetzungen unterworfen wird : (I) Dehydrierung in Stellung 10 (11) ; (II) reduktive Abspaltung einer oder zweier gegebenenfalls an das Stickstoffatom der Amino- gruppe von Z gebundener Benzylgruppen ;
    (III) Umwandlung in ein pharmazeutisch anwendbares Salz durch Reaktion mit der entsprechen- den Säure oder mit einem reaktionsfähigen Derivat davon.
AT672566A 1963-12-13 1964-04-23 Verfahren zur Herstellung von neuen aza-Dibenzocycloheptenderivaten und ihren Salzen AT256109B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US330244A US3366635A (en) 1963-04-24 1963-12-13 Aza-5h-dibenzo-[a,d]-(cycloheptenes and cycloheptene-5-ones) and the corresponding 10, 11-dihydro derivatives thereof

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT256109B true AT256109B (de) 1967-08-10

Family

ID=23288912

Family Applications (3)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT672766A AT256110B (de) 1963-12-13 1964-04-23 Verfahren zur Herstellung von neuen Aza-dibenzocycloheptenderivaten und ihren Salzen
AT672666A AT258906B (de) 1963-12-13 1964-04-23 Verfahren zur Herstellung von neuen Aza-dibenzocycloheptenderivaten und ihren Salzen
AT672566A AT256109B (de) 1963-12-13 1964-04-23 Verfahren zur Herstellung von neuen aza-Dibenzocycloheptenderivaten und ihren Salzen

Family Applications Before (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT672766A AT256110B (de) 1963-12-13 1964-04-23 Verfahren zur Herstellung von neuen Aza-dibenzocycloheptenderivaten und ihren Salzen
AT672666A AT258906B (de) 1963-12-13 1964-04-23 Verfahren zur Herstellung von neuen Aza-dibenzocycloheptenderivaten und ihren Salzen

Country Status (1)

Country Link
AT (3) AT256110B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
AT258906B (de) 1967-12-27
AT256110B (de) 1967-08-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH535769A (de) Verfahren zur Herstellung von 5-substituierten Aza-dibenzo-cycloheptenen
DE2201889A1 (de) Arylpiperazine und verfahren zu ihrer herstellung
DE1518663A1 (de) Basisch substituierte Cycloalken-derivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT256109B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen aza-Dibenzocycloheptenderivaten und ihren Salzen
AT338257B (de) Verfahren zur herstellung von neuen naphthalinderivaten
DE1470314C3 (de)
DE1695410A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-(Thiazolyl-5-alkyl)-4-(pyridyl-2)-piperazinen
DE2526966A1 (de) Tricyclische alkylaminverbindungen, verfahren zu ihrer herstellung und sie enthaltende mittel
CH638525A5 (de) 3-(tetrazol-5-yl)-1-azaxanthone und verfahren zu ihrer herstellung.
CH455754A (de) Verfahren zur Herstellung von N-substituierten 1-Phenyl-2-aminopropanen
DE2160911A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoketonen
CH413825A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Aminen
AT257617B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzodiazepin-Derivaten
CH621549A5 (de)
DE1300954B (de) Verfahren zur Herstellung von Dibenzothiepin- und oxepinen
DE1695853C3 (de) 4-Azadlbenzocycloheptenderivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT273985B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen azabicycloaliphatischen Verbindungen und ihren Salzen
AT256107B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Aza-dibenzo-cycloheptenderivaten
AT266140B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrazinverbindungen
AT219613B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen und deren Salzen
AT344679B (de) Verfahren zur herstellung von neuen dibicyclo aliphatischen-polyaminen und ihren saeureadditionssalzen
AT236959B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 4-Azaphenthiazinderivaten
AT218025B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tetracyclischen Azepinderivaten
AT344182B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 10,11-dihydro-dibenzo(b,f)thiepin-derivaten und und deren salzen
AT247338B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Chinazolon-Derivaten