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Einrichtung zur Steuerung und gegebenenfalls auch Anzeige der
Bewegung von Aufzügen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Steuerung und gegebenenfalls auch Anzeige der Bewegung von Aufzügen.
Bekanntlich bewegt sich ein Aufzug in einem Zwischengeschoss, d. h. einem Stockwerk, welches zwischen dem untersten und dem obersten Stockwerk liegt, abwärts (down-Fahrt), wenn sich die Kabine oberhalb des Rufenden befindet, bzw. es erfolgt eine Aufwärtsbewegung (up-Fahrt), wenn sich die Kabine unterhalb des Rufenden befindet. Zur Einleitung dieser Aufwärts- bzw. Abwärtsbewegung ist eine Art Weiche notwendig, welche für die richtige Fahrtrichtung sorgt.
Für Aufzüge mit kleinen Geschwindigkeiten ist es bekannt, diese Weiche durch Stockwerkschalter zu bilden, welche jeweils von einem schwenkbaren Rollenhebel gebildet sind. Diese Stockwerkschalter sind den einzelnen Haltestellen des Aufzuges zugeordnet und befinden sich im Aufzugsschacht, wo sie durch an der Kabine angeordnete Steueranschläge entsprechend der Fahrtrichtung der Kabine verschwenkt werden. Hiebei weist jeder Stockwerkschalter eine ganz bestimmte Stellung auf, je nachdem, ob sich die Kabine oberhalb, unterhalb oder in der Höhe des entsprechenden Stockwerkschalters befindet. Die Stellung dieser Stockwerkschalter kann dann über Kontakte und eine Relaisschaltung zusammen mit der Stellung der Kontakte der Rufrelais leicht zur Einleitung einer Kabinenbewegung in der gewünschten Richtung ausgewertet werden.
Es können auch die gleichen Stockwerkschalter bei Aufzugsanlagen mit zwei Geschwindigkeiten zur Abschaltung der grossen Geschwindigkeit bei Einfahren des Fahrkorbes in die angesteuerte Haltestelle verwendet werden. Der Fahrkorb fährt dann mit der kleinen Geschwindigkeit bis zur Betätigung eines Halteschalters weiter.
Bei Aufzügen mit grossen Geschwindigkeiten sind jedoch derartige Stockwerkschalter grossen Beanspruchungen ausgesetzt und weisen daher einen starken Verschleiss auf. Ausserdem verursachen sie ein häufig als lästig empfundenes Geräusch. Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, die Stockwerkschalter durch Induktionsschalter, lichtelektrische Schalter usw. zu ersetzen, welche an der Aufzugskabine angeordnet sind und von Blenden im Aufzugsschacht betätigt werden. Die von diesen Schaltern abgegebenen elektrischen Impulse werden einem aus Relais aufgebauten Schrittschaltwerk zugeführt, wobei der Kabinenstandort durch den Zustand der Relais des Schrittschaltwerkes nachgebildet wird. Von diesen Relais des Schrittschaltwerkes kann dann über eine rufbeeinflusste Auswerteschaltung die gewünschte Fahrtrichtung bestimmt werden.
Derartige bekannte Schaltungen sind jedoch relativ kompliziert und daher teuer und störungsanfällig. Die Relais derartiger Schaltungen neigen zur Abnützung und Verschmutzung und benötigen daher eine ständige Pflege. Darüber hinaus erfordert eine derartige Relaisschaltung einen beträchtlichen Platz zur Unterbringung, welcher nicht überail zur Verfügung steht. Schliesslich entstehen durch das Kontaktspiel der Relais Rundfunkstörungen, wenn nicht für eine gesonderte Entstörung gesorgt wird, was wieder einen erhöhten Aufwand bedeutet.
Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, die Steuerung und gegebenenfalls auch Anzeige der Bewegung von Aufzügen unter Verwendung kontaktloser elektronischer Schaltelemente durchzuführen. Eine
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bekannte Schaltung dieser Art sieht hiebei ein aus bistabilen Multivibratoren aufgebautes Schrittschaltwerk vor, von welchem die benachbarten Ausgänge jeweils zweier benachbarter Multivibratoren jeweils einem Stockwerk zugeordnet sind und durch ihre Signalverteilung den Kabinenstandort nachbilden und gegebenenfalls über eine aus logischen Schaltelementen aufgebaute, rufbeeinflusste Auswertungsschaltung zur Steuerung des Aufzuges ausnutzen. Das Schrittschaltwerk wird hiebei über Steuerleitungen durch Steuerimpulse gesteuert, welche bei der Bewegung der Kabine im Aufzugsschacht von zumindest einem kontaktlosen Impulsgeber abgegeben werden.
Von diesen Steuerleitungen führt eine die vom Impulsgeber abgegebenen Impulse, wobei diese über der Multivibratorkette vorgeschaltete Und-Elemente auf das Schrittschaltwerk zur Wirkung gebracht werden. Zur Unterscheidung der angelieferten Impulse nach solchen, welche bei der up-Fahrt erzeugt wurden, und solchen, welche bei der down-Fahrt der Kabine erzeugt wurden, sind weitere Steuerleitungen vorgesehen, welche entweder Dauerimpulse führen oder Impulse, deren Impulsdauer durch den zeitlichen Stockwerksabstand bestimmt ist. Da auch diese Lei- tungen nur mittelbar über Und-Elemente an die Multivibratorkette angeschaltet sind, ergibt sich ein beträchtlicher Aufwand, welcher die Kosten und die Störungsanfälligkeit der Anlage erhöht.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, die geschilderten Nachteile zu vermeiden und eine wesentlich einfachere Einrichtung zur Steuerung und bzw. oder Anzeige der Bewegung von Aufzügen zu schaffen. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass die vom Impulsgeber oder den Impulsgebern erzeugten Impulse an die Eingänge einer aus zwei Und-Elementen gebildeten, von der Signalverteilung des Schrittschaltwerkes und vom Ruf beeinflussten Weichenschaltung geführt werden, welche die Impulse je nach der Bewegungsrichtung der Kabine auf zwei, die Ausgänge dieser Elemente darstellende Steuerleitungen aufteilt, von welchen eine somit lediglich die bei der Auffahrt (up), die andere lediglich die bei der Abfahrt (down) der Kabine erzeugten Impulse führt,
und dass die der up-Richtung zugeordnete Steuerleitung unmittelbar an die parallelliegenden Eingänge der der up-Richtung zugeordneten Systeme der Multivibratoren des Schrittschaltwerkes, die andere Steuerleitung an die parallelliegenden Eingänge der der down-Richtung zugeordneten Systeme der Multivibratoren angekoppelt ist. Dadurch können die bei der oben erwähnten bekannten Schaltung nötigen, dem Schrittschaltwerk vorgeschalteten Und-Elemente bis auf die zwei Und-Elemente der Weichenschaltung eingespart werden und es wird dadurch die Schaltung wesentlich billiger und sicherer.
Es ist zweckmässig, die Multivibratoren des Schrittschaltwerkes aus Transistoren aufzubauen, um die Vorteile dieser elektronischen Schaltelemente hinsichtlich Kleinheit, Wartungslosigkeit, Billigkeit und langer Lebensdauer auszunutzen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, dass die in ansichbekannter Weise durch im Aufzugsschacht befindliche Blenden im ImpulsgebererzeugtenImpul- se, bei Anordnung zweier der jeweiligen Fahrtrichtung zugeordneter Impulsgeber gegebenenfalls nach Fahrtrichtung der Kabine verteilt, auf je einen Eingang der den beiden Fahrtrichtungen zugeordneten Und-Glieder zur Wirkung gebracht sind und dass ein zweiter Eingang des der up-Fahrt zugeordneten UndElementes mit dem der up-Fahrt zugeordneten Ausgang der die Fahrtrichtung der Kabine bestimmenden rufbeeinflussten Auswertungsschaltung und ein zweiter Eingang des der down-Fahrt zugeordneten UndElementes mit dem der down-Fahrt zugeordneten Ausgang der Auswertungsschaltung verbunden ist.
Dadurch erhält die von den Und-Gliedem gebildete Weichenschaltung ihren einfachsten Aufbau und es wird eine sichere Sperrung des der up-Fahrt zugeordneten Und-Elementes bei down-Fahrt der Kabine bzw. eine Sperrung des der down-Fahrt zugeordneten Und-Elementes bei up-Fahrt der Kabine erzielt. Hiedurch werden in einfacher Weise die vom Impulsgeber bzw. den Impulsgebern erzeugten Impulse auf die beiden Steuerleitungen je nach der Fahrtrichtung der Kabine verteilt.
Damit die über die Impulsleitungen dem Schrittschaltwerk zugeführten Steuerimpulse jeweils nur auf ein oder mehrere bestimmte Multivibratorsysteme einwirken, sind zweckmässig im Rahmen der Erfindung jeweils Ein- und Ausgang der benachbarten Systeme benachbarter Multivibratoren durch von RC-Gliedern gebildete Speicherschaltungen verbunden, deren Zeitkonstante kleiner als der zeitliche Stockwerksabstand, aber grösser als die Steuerimpulsdauer ist. Dadurch werden die Steuerimpulse selektiv nur für bestimmte Multivibratorsysteme wirksam, während sie für die andern Systeme unwirksam gemacht werden.
Die Aufladung der Kondensatoren der Speicherschaltungen kann unmittelbar über die Systeme der Multivibratoren erfolgen. Es ist jedoch aus Stabilitätsgründen günstiger, erfindungsgemäss für die Aufladung der Kondensatoren der RC-Glieder gesonderte, den Multivibratoren parallelgeschaltete elektronische Schaltglieder, insbesondere Transistoren, vorzusehen.
Es könnte nun der Fall eintreten, dass durch Einflüsse von aussen ein Fehlimpuls auf die Steuerlei-
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tungen geschickt wird und dadurch der Zustand des Schrittschaltwerkes nicht mehr mit dem Standort der Aufzugskabine übereinstimmt. Um derartige Störimpulse in jedem Stockwerk korrigieren zu können, ist zusätzlich zu den Steuerleitungen erfindungsgemäss noch eine Dauerimpulsleitung vorgesehen, welche jeweils über den einem Stockwerk zugeordneten, durch die Kabine betätigten Türkontakt an die
Eingänge der diesem Stockwerk zugeordneten Systeme der Multivibratoren des Schrittschaltwerkes an- gekoppelt ist. Die Türkontakte können hiebei von mechanischen Kontakten gebildet sein, jedoch können auch analoge kontaktlose Einrichtungen, z.
B. in der Form von elektronischen Schaltern, Verwen- dung finden, welche während des Stillstandes der Kabine in den einzelnen Stockwerken betätigt wer- den. Die von den mechanischen Türkontakten, elektronischen Schaltern od. dgl. aufdie Multivibratoren geleiteten Dauerimpulse bleiben wirkungslos, wenn der Standort der Aufzugskabine mit dem Zustand des Schrittschaltwerkes übereinstimmt. Andernfalls wird jedoch durch den Dauerimpuls eine Korrektur des Schrittschaltwerkzustandes eingeleitet.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung können die die Weichenschaltung bildenden Und-Elemente je noch einen dritten Eingang aufweisen, auf welchen ein Ausgang eines Korrekturelementes, z. B. eines bistabilen Multivibrators, geschaltet ist, welches über einen andern Ausgang beim Einschalten der Anlage eine Korrekturfahrt der Kabine einleitet. Auf diese Weise kann bei Einschalten der gesamten Anlage zwangsweise eine Übereinstimmung des Kabinenstandortes mit dem Zustand des Schrittschaltwerkes durch eine Korrekturfahrt der Kabine erzielt werden.
Der durch die Signalverteilung an den Ausgängen des von den bistabilen Multivibratoren gebildeten elektronischen Schrittschaltwerkes nachgebildete Kabinenstandort kann auf mannigfaltige Weise ausgenützt werden. Zunächst besteht die Möglichkeit, den Signalzustand an den Ausgängen des elektronischen Schrittschaltwerkes zur Fahrtrichtungsbestimmung auszuwerten. Ferner kann der Kabinenstandort über eine Signalanlage angezeigt werden.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, bei Aufzügen mit zwei oder mehr Geschwindigkeiten den Zustand des elektronischen Schrittschaltwerkes zur Übergabe von der grossen Fahrgeschwindigkeit auf die kleinere Fahrgeschwindigkeit auszunutzen. Schliesslich kann auch bei allen Aufzügen die Einleitung des Haltevorganges von einem bestimmten Zustand des elektronischen Schrittschaltwerkes abgeleitet werden.
Weitere Kennzeichen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen, in welchen Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemässen Schaltung schematisch dargestellt sind.
Fig. l zeigt ein aus von Transistoren gebildeten, bistabilen Multivibratoren aufgebautes elektronisches Schrittschaltwerk für eine Anlage mit vier Stockwerken, wogegen Fig. 2 ein Blockschaltbild des Schrittschaltwerkes sowie der aus logischen Schaltelementen aufgebauten rufbeeinflussten Auswerteschaltung darstellt. Die Fig. 3 und 4 stellen schematisch den Zustand des Schrittschaltwerkes während einzelner Phasen einer Fahrt der Aufzugskabine dar. Fig. 5 zeigt schematisch die Stellung des an der Kabine angeordneten Impulsgebers während der Fahrt der Kabine durch die einzelnen Stockwerke sowie den diesen Stellungen jeweils zugeordneten Zustand der Ausgänge des Schrittschaltwerkes. Fig. 6 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform eines Schrittschaltwerkes.
Gemäss Fig. l ist das aus elektronischen Schaltelementen bestehende Schrittschaltwerk von einzelnen Multivibratoren MV1, MV2 und MV3 gebildet. Dies gilt für eine Aufzugsanlage mit vier Stockwerken, jedoch ist es selbstverständlich, dass die Anlage für eine beliebige Stockwerksanzahl erweiterbar ist. Die einzelnen Multivibratoren sind von pnp-Transistoren 1, 2 bzw. 3, 4 bzw. 5, 6. gebildet, de- ren Kollektorwiderstände mit 7-12, deren Koppelwiderstände mit 13-18 und deren Basiswider- stände mit 19 - 24 bezeichnet sind. Die Ausgänge des Schrittschaltwerkes sind mit ld, 2d, 3d bzw. 2u, 3u, 4u bezeichnet. Diese Ausgänge sind den einzelnen Stockwerken zugeordnet, was später noch näher beschrieben wird.
Die Beifügung u (up) besagt stets, dass es sich um eine Klemme bzw. ein Element handelt, welches der Auffahrt zugeordnet ist, während die Beifügung d (down) kennzeichnet, dass die betreffende Klemme bzw. das betreffende Element die Abfahrt beeinflusst.
Es sei angenommen, dass sich die Aufzugskabine im 1. Stockwerk befinde. Wird an die Klemmen-, + und 0 die Versorgungsspannung gelegt, dann gelangt über Kondensatoren 35,36,37 an die Basis b der Transistoren 1, 3 und 5 ein negativer Impuls (natürlich wären auch npn-Transistoren geeignet, wenn die Spannungsanschlüsse entsprechend vertauscht werden). Dies hat zur Folge, dass der Transistor 1 stromführend wird, das Potential an Id annähernd Null wird (Nullpotential wird im weiteren immer mit "ohne Signal" bezeichnet) und die Basis b des Transistors 2 wegen des Spannungsteilers 13, 20 positiv wird. Daher sperrt der Transistor 2, und die Basis des Transistors 1
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erhält über den Spannungsteiler 14, 19 negatives Potential, so dass die Stromleitung des Transistors 1 erhalten bleibt.
Analog nehmen die Transistoren 3 und 5 den gleichen Schaltzustand wie Transistor 1 und die Transistoren 4 und 6 den gleichen Sperrzustand wie Transistor 2 ein. Die Ausgänge Id, 2d, 3d sind ohne Signal, 2u, 3u, 4u geben ein Signal ab.
Die Ausgänge ld, 2d, 3d (4d, 5d usw. bei noch weiteren Stockwerken) sollen mit Rufspeichern 1 r, Zr, 3r, 4r (5r, 6r usw. bei noch weiteren Stockwerken) (Fig. 2) eine Abfahrt der Aufzugskabi-
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welche in den einzelnen Stockwerken vorgesehen sind, betätigt werden. Diesen Rufdruckknöpfen sind in an sich bekannter Weise über das Hängekabel der Aufzugskabine Rufdruckknöpfe DK1'-DK4'par- allelgeschaltet, die in der Kabine angeordnet sind. Die Rufspeicher 1r - 4r können z. B. durch bistabile Multivibratoren gebildet sein.
Ohne Betätigung eines Rufdruckknopfes gibt kein Rufspeicher ein Signal ab. Wird nun ein Ruf aufgegeben, z. B. durch Drücken oder Berühren eines Rufknopfes im 3. Stockwerk, dann gibt der Rufspeicher 3r des 3. Stockwerkes ein Signal ab und leitet mit dem Signal von 3u eine Auffahrt ein. Wie dies erfolgt, wird später noch näher beschrieben. Es sei jedoch schon jetzt darauf hingewiesen, dass, da sämtliche"down-Ausgänge !' ld, 2d usw. kein Signal aufweisen, nur eine Auffahrt erfolgen kann. Diese Signalverteilung des elektronischen Schrittschaltwerkes im Ausgangszustand ist in Fig. 5a dargestellt.
Hiebei sind die den einzelnen Stockwerken zugeordneten Blenden im Aufzugsschacht mit Bl1 - Bl4 und der mit diesen Blenden zusammenarbeitende Impulsgeber mit IG bezeichnet. In Fig. 5 bedeutet stets ein voller Kreis, dass an der betreffenden Klemme ein Signal vorhanden ist, während ein leerer Kreis andeutet, dass die betreffende Klemme kein Signal führt.
Im Falle einer Auffahrt werden Impulse vom an der Aufzugskabine angeordneten Impulsgeber IG auf die Steuerleitung Iu (Fig. 1) geleitet. Wie dies erfolgt, wird gleichfalls später näher beschrieben.
Dieses Impulssignal tritt dann auf, wenn der Impulsgeber IG eine der im Schacht montierten Blenden Bll-B14 erreicht. Im angenommenen Beispiel wird das erste Signal bei Einfahrt des Impulsgebers IG (Fig. 5b) in Blende B12 auftreten. Dieses Signal pflanzt sich über die Diode 58 (Fig. l) und den Kondensator 42 zur Basis b des Transistors 2, ebenso über die Kondensatoren 43 und 44 auf die Basis b der Transistoren 4 und 6 fort.
Da 2u und 3u bereits Signal (negatives Potential) hatten, wurden auch die Kondensatoren 40 und 41 über die Sperrdioden 50 und 51 negativ aufgeladen. Die negative Signalspannung an der Basis b des Transistors t'macht diesen stromführend. 2u hat infolge der plötzlichen Schaltwirkung des Transistors 2 Nullpotential. Die Basis b des Transistors 1 erhält über den Spannungsteiler 14, 19 positives Potential, der Transistor 1 sperrt, wodurch 1d ein Signal abgibt, welches über den Widerstand 13 die Schaltwirkung des Transistors 2 aufrecht hält. Transistor 2 hingegen hält den Sperrzustand des Transistors 1 aufrecht.
Gleichzeitig wirkt der erste Impuls vom Impulsgeber IG über den Kondensator 43 auf den Transistor 4, aber ein Umkippen des Multivibrators MV2 ist nicht möglich, da die negative Ladung des Kondensators 40 über den Widerstand 25 länger auf die Basis b des Transistors 3 wirkt als der kurze Impuls auf die Basis b des Transistors 4. Aus dem gleichen Grunde (RCGlied 26, 41) kippt auch der Multivibrator MV3 nicht. Die RC-. Glieder 25, 40 bzw. 26, 41 bilden somit Speicherschaltungen, welche den Schaltzustand einzelner Transistoren über die Dauer eines Steuerimpulses aufrecht erhalten.
Fig. 5bzeigt die Signalverteilung nach Einwirkung des ersten Steuerimpulses. Bis der Impulsgeber die nächste Blende B13 erreicht. hat der Kondensator 40 Zeit, sich über 25 und den Transistor 3 zu entladen. Eine neuerliche Aufladung ist nicht möglich, da 2u keine Signalspannung führt. Es wird somit die Speicherwirkung des RC-Gliedes 25, 40 aufgehoben.
Nach Erreichen der Blende B13 durch den Impulsgeber IG (Fig. 5c) gelangt erneut ein Signal auf die Steuerleitung Iu (Fig. l). Der Impuls über den Kondensator 42 auf den Transistor 2 bleibt wirkungslos, da sich der Transistor 2 ohnehin schon im Schaltzustand befindet. Auf den Multivibra- tor MV2 wirkt der Impuls wie der vorhergehende Impuls auf den Multivibrator MV1, da der Kondensator 40 bereits keine Signalspannung führt. Obwohl der Multivibrator MV2 kippt, d. h. das Signal von 3u auf 2d übergeht, kann wegen der Signalspeicherfähigkeit des Kondensators 41, welcher über den Widerstand 26 an die Basis b des Transistors 5 angeschlossen ist, der gleiche Impuls von lu über den Kondensator 44 an die Basis b des Transistors 6 auf den Multivibra-
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tor NIV3 keine Wirkung auslösen.
Erst nach relativ längerer Zeit hat sich der Kondensator 41 über 26 und Basis b und Emitter e des Transistors 5 entladen. Da 2d infolge Umkippens des Multivibrators MV2 negatives Potential führt, wird jetzt auch der Kondensator 38 dauernd über die Diode 48 auf negatives Potential aufgeladen.
Um die beschriebenen Effekte der RC-Glieder 25, 40 bzw. 26, 41 sicherzustellen, ist die Zeitkonstante dieser RC-Glieder so bemessen, dass sie kleiner ist als der zeitliche Stockwerksabstand, aber grösser als die Dauer eines Steuerimpulses, welcher über die Steuerleitung Iu zugeführt wird. Durch entsprechende Dimensionierung der Widerstände 25, 26 und den Kondensatoren 40, 41 lässt sich eine derartige Zeitkonstante leicht erzielen.
Fig. 5c zeigt die Signalverteilung nach Einwirkung des zweiten Steuerimpulses. Das Verschwinden des Signales 3u kann bei schnellen Aufzügen zur Übergabe der grossen Geschwindigkeit an die Einfahrgeschwindigkeit schaltungstechnisch verwendet werden und ein erst jetzt wirksames Halt-Signal im nächsten Niveau (im angenommenen Beispiel des 3. Stockwerkes) soll den Aufzug zum Stillstand bringen und die Rufspeicherung 3r löschen. Aus der Signalverteilung (voller Kreis = Signal) in Fig. 5c sieht man, dass bei einem Ruf im 1. Stock eine down-Fahrt folgen muss, da Id Signalspannung führt, ebenso bei einem Ruf im 2. Stock, da auch 2d ein Signal abgibt. Einem Ruf im 3. Stockwerk, also dort, wo sich die Kabine befindet, wird nicht Folge geleistet, da weder 3d noch 3u Signal abgeben. Einem Ruf im 4. Stockwerk folgt wegen der Signalspannung von 4u eine up-Fahrt.
Es soll angenommen werden, dass tatsächlich im 4. Stockwerk ein Ruf aufgegeben wird. Der Rufspeicher im 4. Stockwerk gibt daher ein Signal ab, welches mit dem Signal 4u eine up-Fahrt bestimmt. Bei der up-Fahrt werden die vom Impulsgeber IG ausgelösten Impulse auf die Steuerleitung Iu gelegt (Fig. l). Das nächste Impuls-Signal wird durch das Erreichen der Blende B14 durch den Impulsgeber IG (Fig. 5 d) ausgelöst. welches auf die Transistoren 2 und 4 unwirksam bleibt, da sie sich ohnehin schon im Schaltzustand befinden. Der Impuls über den Kondensator 44 kann den Multivibrator MV3 kippen, da der Kondensator 41 entladen ist. Die weitere Fahrtabwicklung erfolgt wie vorher beschrieben. Fig. 5d zeigt die Signalverteilung des elektronischen Schrittschaltwerkes nach Beendigung der Kabinenfahrt in das 4. Stockwerk.
Nun ist auch der Kondensator 39 über die Sperrdiode 49 negativ geladen, da 3d Signalspannung führt. Die nächste Fahrt kann nur eine down-Fahrt sein, weil nur ld, 2d und 3d eine Signalspannung abgeben können.
Es soll nun z. B. ein Ruf im 2. Stockwerk (bzw. nach dem 2. Stockwerk) aufgegeben werden. Das 2d-Signal wird mit diesem Rufsignal eine down-Fahrt einleiten. Bei jeder down-Fahrt werden die vom Impulsgeber IG stammenden Signale auf die Steuerleitung Id des elektronischen Schrittschaltwerkes (Fig. l) gelegt. Wie dies erreicht wird, wird später noch näher beschrieben.
Der erste Steuerimpuls wird bei Erreichen der Blende B13 (Fig. 5c) auftreten. Er bleibt über die Diode 59 und den Kondensator 45 unwirksam, da der Kondensator 38 negatives Potential führt und daher die Basis b des Transistors 2 über den Widerstand 27 nach wie vor auf negativem Potential hält, so dass MV1 nicht kippen kann. Aus dem gleichen Grunde bleibt der Impuls über Kondensator 46 wirkungslos, da auch die Basis b des Transistors 4 über den Widerstand 28 infolge negativer Aufladung des Kondensators 39 über Diode 49 gezwungen ist, den Transistor 4 in Schaltzustand zu halten. Die RC-Glieder 27, 38 bzw. 28, 39 üben somit dieselbe Funktion beider Abfahrt aus, wie die RC-Glieder 25, 40 bzw. 26, 41 bei der Auffahrt.
Infolgedessen kann nur der Impuls über den Kondensator 47 wirken und den Transistor 5 stromführend machen. 3d weist daher infolge des Schaltzustandes von Transistor 5 Nullpotential auf. Über den Spannungsteiler 17, 24 erhält die Basis b des Transistors 6 ein positives Potential. Transistor 6 bleibt daher gesperrt.
4u weist Signalspannung auf und die Basis b des Transistors 5 bleibt über den Widerstand 18 negativ. Der Multivibrator MV3 kippt. Fig. 5c zeigt die Signalverteilung des elektrischen Kopierwerkes nach dem ersten Abwärtsimpuls. Da der Kondensator 39 keine negative Nachladung über die Sperrdiode 49 erhält, da 3d Nullpotential führt, entlädt er sich zur Gänze über Widerstand 28 und Transistor 4. Nun erreicht der Impulsgeber IG die Blende B12. Der Impuls über den Kondensator 45 kann sich aus dem gleichen Grunde, wie vorher beschrieben, nicht auswirken, hingegen bringt der Impuls über den Kondensator 46 den Multivibrator MV2 zum Kippen, da am Kondensator 39 keine negative Spannung'vorhanden ist. Der Impuls über den Kondensator 47 bleibt ebenfalls unwirksam, da sich der Transistor 5 bereits im Schaltzustand befindet.
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In Fig. 2 ist das aus den Multivibratoren MV1-MV3 gebildete elektronische Schrittschaltwerk im Blockschaltbild samt der an dieses Schrittschaltwerk angeschlossenen russbeeinflussten, aus logischen Schaltelementen aufgebauten Auswerteschaltung zur Steuerung des Aufzuges dargestellt. Bei allen im Blockschaltbild dargestellten Elementen ist die Eingangsseite mit Pfeilen gekennzeichnet, während die Ausgangsseite durch kleine Kreise markiert ist. Führt der betreffende Ausgang kein Signal, so ist der schmale Streifen im jeweiligen Blockschema leer gelassen, ist dagegen ein Signal vorhanden, so ist der betreffende Streifen ausgefüllt. Die in Fig. 2 dargestellte Signalverteilung entspricht dem im oben angegeführten Beispiel vorliegenden Ausgangszustand, bei dem sich die Kabine im 1. Stockwerk befinden sollte und noch kein Ruf vorliegt.
Für den in Fig. 2 dargestellten Fall, dass sich die Kabine in Wirklichkeit nicht im 1. Stockwerk befindet, ist eine Korrekturfahrt erforderlich, die später noch näher beschrie- ben wird.
In Fig. 2 sind Und-Elemente mit U, Oder-Elemente mit 0 bezeichnet. Wie bekannt, gibt ein Und-Element nur dann ein Signal ab, wenn seine sämtlichen Eingänge mit einem Signal beaufschlagt sind. Ein Oder-Element gibt hingegen bereits dann ein Signal ab, wenn zumindest einer seiner Eingänge von einem Signal beaufschlagt ist. Die Und- bzw. Oder-Elemente können beliebiger, an sich bekannter Bauart sein.
Das Element Nt ist ein Negatorelement mit Zeitverzögerung und Oder-Verhalten. Das Ausgangssignal verschwindet sofort bei Auftreten eines Eingangssignals, kommt jedoch verzögert, wenn kein Eingangssignal vorhanden ist. Diese Verzögerungszeit kann nach Wahl eingestellt werden. Dies ist beispielsweise durch ein vorgeschaltetes RC-Glied mit variabler Zeitkonstante möglich.
Das Element KE ist ein in Form eines Speichers ausgebildetes Korrekturelement, welches z. B. von einem bistabilen Multivibrator gebildet sein kann. sK ist der Eingang für das Speichersignal, 1 ist der Eingang für das Löschsignal.
Der nur bei Einfahrt in eine der Blenden Bll-B14 ein Signal abgebende Impulsgeber IG kann z. B. in an sich bekannter Weise von einem lichtelektrischen Impulsgeber gebildet sein, dessen von einer Lichtquelle ausgesandter, auf eine Photozelle fallender Lichtstrahl durch die Blenden abgeschattet wird. Es kann sich jedoch auch um eine magnetische Abschirmung bei an sich bekannten magnetischen Impulsgebem handeln.
Die in den Stockwerken befindlichen Rufknöpfe sind mit DK1-DK4, die in der Kabine befindlichen Rufknöpfe mit DK1'-DK4'bezeichnet.
Wird die in Fig. 2 dargestellte Schaltung an Spannung gelegt, dann gelangt vom Minuspol der
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der ein Signal am Ausgang bo zur Folge hat. Befindet sich jedoch die Kabine im untersten Stockwerk, dann ist auch'der Schalter NS geschlossen, welcher ein mechanischer, lichtelektrischer oder ma- gnetischer Schalter sein kann. In diesem Fall erhält der Eingang IK des Korrekturelementes KE negative Spannung (Signalspannung). Dadurch führt der Ausgang ao des Korrekturelementes KE, welches z. B. von einem bistabilen Multivibrator gebildet sein kann. Signal, während bo kein Signal abgibt.
Ist im Moment des Einschaltens der Anlage die Kabine nicht im untersten Stockwerk, dann gibt das Korrekturelement KE über seinen Ausgang bo an das Oder-Element Od ein Signal ab, welches bewirkt, dass am Ausgang des Elementes Od das Signal von bd auf ad übergeht. Dieses Signal leitet eine down-Fahrt ein. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, dass an den Ausgang ad von Od, gegebenenfalls über Verstärkerelemente, das der down-Fahrt zugeordnete Motorschütz bzw. die der down-Fahrt zugeordneten Motorthyratrons angeschlossen sind. Analog sind an den Ausgang au des der up-Fahrt zugeordneten Oder-Elementes Ou das der up-Fahrt zugeordnete Motorschütz bzw. die der up-Fahrt zugeordneten Motorthyratrons, gegebenenfalls über Verstärkerelemente, angeschlossen.
Das die down-Fahrt einleitende Signal von ad wirkt auf das Element Nt, worauf dessen Ausgangssignal bei bt verschwindet, so dass jede Betätigung der Rufdruckknöpfe wirkungslos bleibt. Ferner beeinflusst das gleiche Signal von Od auch einen Eingang des Und-Elementes Ud. Ud bleibt jedoch als Und-Element wirkungslos, da das vom Ausgang ao kommende Signal des Korrekturelementes KE fehlt. Es werden daher bei der ersten down-Fahrt der Aufzugskabine zwar vom Impulsgeber IG bei seiner Vorbeifahrt an den Blenden B14 - Bll Impulse abgegeben, jedoch über die Und-Elemente Ud bzw. Uu nicht an die Steuerleitungen Id bzw. Iu weitergegeben.
Die Signalverteilung an den Multivibratoren MV1, MV2, MV3 des elektronischen Schrittschaltwerkes ist beim Einschalten der Anlage derart, dass die Ausgänge 2u, 3u, 4u Signal abgeben, während die Ausgänge ld, 2d, 3d ohne Signal sind. Die Begründung dieser Signalverteilung liegt am Vorhan-
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densein der Kondensatoren 35, 36,37 (Fig. 1), wie bereits oben erwähnt wurde.
Die Kabine setzt nun ihre down-Fahrt fort. Gelangt sie in das Niveau des untersten Stockwerkes, dann wird der Schalter NS geschlossen, so dass das Signal am Ausgang von KE von bo auf ao übergeht. Es weist daher Od keinen Signaleingang mehr auf, so dass die down-Fahrt der Kabine unterbrochen wird. Durch den beschriebenen Vorgang wird eine zwangsweise Koordinierung des Kabinenstandes und der Anzeige des elektronischen Schrittschaltwerkes (MV1-MV3) erzielt. Da ad ohne Signal ist, ist auch Nt ohne Eingangssignal, daher gibt Nt an seinem Ausgang bt nach einer einstellbaren Zeit (z. B. nach einigen Sekunden) ein Signal ab. Durch dieses Signal wird erst eine Druckknopfbetätigung für den Kabinenruf wirksam. Die Verzögerung der Signalgabe am Ausgang bt des Elementes Nt hat den Sinn, ein Aus- bzw.
Einsteigen der Fahrgäste von der bzw. in die Kabine zu gewährleisten, bevor ein neuer Ruf wirksam werden kann.
Wird nun z. B. der dem 3. Stockwerk zugehörige Rufknopf DK3 gedrückt, so erhält der Speichereingang S3 des Rufspeicher-Elementes 3r vom Ausgang bt des Negatorelementes Nt Signalspannung und a3 gibt ein Signal ab. Dieses Signal wird an je einen Eingang der Und-Elemente Uu3 und Ud3 weitergeleitet. Ud3 erhält auch ein Signal von Ausgang bu des Oder-Elementes Ou, es fehlt jedoch das dritte Eingangssignal, welches vom Ausgang 3d des Multivibrators MV3 abgeleitet wird. Ud3 ist daher wirkungslos. Sämtliche Eingänge des Und-Elementes Uu3 sind jedoch mit einem Signal beaufschlagt, denn sowohl vom Ausgang a3 des Rufspeichers 3r als auch vom Ausgang bd des Oder-Elementes Od als auch vom Ausgang 3u des Multivibrators MV2 gelangt ein Signal auf Uu3. Uu3 gibt daher ein Signal ab, welches auf Ou wirkt.
Der Ausgang bu des Oder-Elementes Ou gibt sein Signal an den Ausgang au ab, worauf über Verstärker die upFahrt eingeleitet wird.
Ein Eingang des zeitverzögerten Negatorelementes Nt erhält Signal vom Ausgang au des Oder-Elementes Ou und damit verliert bt des Negatorelementes Nt das Ausgangssignal. Es kann daher kein weiterer Ruf aufgegeben werden. Das Und-Element Uu hat nun bereits zwei Eingangssignale, u. zw. ein Signal vom Ausgang ao des Korrekturelementes KE (gezeichnete Signalstellung nur bei Korrekturfahrt) und ein zweites Signal vom Oder-Element Ou (Ausgang au). Das dritte Signal wird vom Impulsgeber IG gegeben, wenn dieser in die nächstliegende Blende B12 einfährt. Beim Und-Element Ud fehlt bei der up-Fahrt ständig das Eingangssignal, welches vom Ausgang ad des Oder-Elementes Od kommt. Daher ist dieses Element während der up-Fahrt unwirksam.
Der erste Impuls des Impulsgebers IG hat zur Folge, dass der Ausgang des Und-Elementes Uu ein Signal abgibt und der elektronische Schrittschalter, wie im Zusammenhang mit Fig. l beschrieben, die Signalverteilung, wie in Fig. 3 dargestellt, einnimmt. Der nächste Impuls, ausgelöst durch den Eintritt des Impulsgebers in die Blende B13, hat eine Signalverteilung nach Fig. 4 zur Folge.
Das Fehlen des Eingangssignales am Und-Element Uu3, welches vom Ausgang 3u des elektronischen Schrittschaltwerkes stammte, hat das Verschwinden des Ausgangssignales au3 des Und-Elementes Uu3 zur Folge, wodurch das Oder-Element Ou ohne Eingangssignal ist und das Ausgangssignal au des gleichen Elementes auf den Ausgang bu übergeht. Damitwird die up-Fahrt unterbrochen.
Der Ausgang-Signalwechsel am Oder-Element Ou hat ein Impulssignal über die Diode Dl und Kondensator Cl zur Folge, welches schliesslich auf den Löscheingang C3 des Rufspeicher-Elemen- tes 3r gelangt und den Ruf löscht. Nt hat kein Eingangssignal und dessen Ausgang bt gibt nach einer einstellbaren Zeit wieder ein Signal ab. Erst jetzt könnte wieder ein neues Kommando aufgegeben werden.
Die erwähnte Unterbrechung der up-Fahrt kann zur Einleitung des Bremsvorganges ausgenutzt werden.
Wie ersichtlich, ist, abgesehen von der Korrekturfahrt, jedem Kabinenstandort eindeutig eine bestimmte Signalverteilung am elektronischen Schrittschaltwerk zugeordnet. Diese Zuordnung kann nun aber durch Störimpulse od. dgl. gestört werden. Fährt z. B. die Kabine aufwärts, so könnte ein zusätzlicher, nicht gewollter negativer Impuls auf der Leitung Iu das Schrittschaltwerk um einen Schritt weiterschalten, und die Kabine würde tatsächlich um ein Stockwerk tiefer als beabsichtigt halten. Um nun derartige Störimpulse unwirksam zu machen, sind Türkontakte TKl - Tk4 (Fig. l) vorgesehen, welche den einzelnen Stockwerken zugeordnet sind und während des Stillstandes der Kabine in den einzelnen Stockwerken geschlossen werden.
In Fig. l ist die Kabine K schematisch strichliert in der Lage eingezeichnet, in welcher sie gerade den dem dritten Stockwerk zugeordneten Türkontakt TK3 schliesst. Diese Türkontakte sind einerseits gemeinsam über eine Dauerimpulsleitung D an negatives
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Es sei nun angenommen, dass infolge eines Störimpulses die Kabine zwar im dritten Stockwerk halte, während die Signalverteilung am elektronischen Schrittschaltwerk dem Kabinenstand"viertes Stock- werk" entspräche. Diese Signalverteilung ist in Fig. 5d dargestellt. Über den durch die Kabine K geschlossenen Türkontakt TK3 wird nun ein negativer Dauerimpuls über die Diode 63 und den Widerstand 32 an die Basis b des Transistors 4 und ebenso über die Diode 64 und den Widerstand 33 an die Basis b des Transistors 5 gegeben. Die Transistoren 4, 5 werden daher strom- führend, so dass die Klemmen 3u und 3d ohne Signal sind. Wegen der Spannungsteiler 16, 21 bzw. 17, 24 erhält die Basis b der Transistoren 3 bzw. 6 positives Potential. Die Transistoren 3, 6 sind daher gesperrt.
Aus diesem Grunde führen die Ausgänge 2d und 4u Signalspannung. Die Basis des Transistors 2 erhält, von 2d kommend, über die Diode 48 und den Widerstand 27 Signalspannung, so dass dieser Transistor stromführend wird. Als Folge hat 2u kein Signal, jedoch Id, da der Transistor 1 wegen der positiven Basisspannung, erzeugt durch den Spannungsteiler 14, 19, gesperrt ist. Diese Signalverteilung entspricht aber nun, wie aus Fig. 5c ersichtlich ist, dem Kabinenstand "3. Stockwerk".
Es wird somit die an den Ausgängen des elektronischen Schrittschaltwerkes vorhandene Signalverteilung stets durch die von der Kabine bei ihrem Stillstand in den einzelnen Haltestellen betätigten Türkontakte TK1 - TK4 an den tatsächlichen Kabinenstand angepasst bzw. korrigiert.
Es wird nun als weiteres Beispiel der Fall angenommen, dass ein Impuls ausbleibe, so dass die Kabine im 4. Stockwerk halte, während die Signalverteilung am Ausgang des elektronischen Schrittschaltwerkes dem Kabinenstand"3. Stockwerk"entspräche. In diesem Fall gelangt das Korrektursignal über die Dauerimpulsleitung D, den Türkontakt TK4, die Diode 65 und den Widerstand 34 auf die Basis b des Transistors 6, welcher sofort stromführend wird. Zwangsweise bleibt Transistor 5 gesperrt, da an dessen Basis b wegen des Spannungsteilers 18, 23 positives Potential gelangt. 3d führt daher Signal, welches über Diode 49 und Widerstand 28 an die Basis b des Transistors 4 geleitet wird und diesen stromführend macht.
Der Spannungsteiler 16, 21 bewirkt eine Sperrung des Transistors 3 ; 2d führt somit Signal und verursacht, dass auch Transistor 2 über Diode 48 und Widerstand 27 negative Basisspannung erhält. Transistor 2 wird daher stromführend und Transistor 1 gesperrt. Es führen somit ld, 2d und 3d Signalspannung, was nach Fig. 5d dem Kabinenstand des 4.
Stockwerkes entspricht.
In Fig. 6 ist eine Vervollkommnung eines erfindungsgemässen elektronischen Schrittschaltwerkes,. ebenfalls für vier Stockwerke, dargestellt. Gemäss Fig. 6 wird die Aufladung der Kondensatoren 38 - 41 über zusätzliche Transistoren 66 - 69 durchgeführt, deren Arbeitswiderstände mit 70 - 73 bezeichnet sind. Dadurch wird eine Entlastung der Multivibratoren MV1 - MV3 erreicht, da die Ankopplung
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- 69die Basis b der entsprechenden Transistoren beeinflussen.
Die übrigen Bezugszeichen entsprechen denen der Fig. 1. Wie die Fig. l und 6 zeigen, sind die einzelnen Multivibratoren des elektronischen Schrittschaltwerkes so geschaltet, dass ihre der up-Fahrt zugeordneten Systeme MV1u - MV3u bzw. ihre der down-Fahrt zugeordneten Systeme MVld-MV3d jeweils parallel über die Steuerleitungen Iu bzw. Id von den Steuerimpulsen beaufschlagt werden.
Die einander benachbarten Ausgänge jeweils zweier benachbarter Multivibratoren sind jeweils einem Stockwerk zugeordnet. Von den beiden Steuerleitungen Iu bzw. Id ist die eine (Id) den bei downFahrt erzeugten Steuerimpulsen zugeordnet, während die andere (lu) den bei up-Fahrt erzeugten Steuerimpulsen zugeordnet ist. Die Entscheidung darüber, auf welche der beiden Steuerleitungen Id, lu die vom Impulsgeber IG abgegebenen Steuerimpulse geleitet werden, erfolgt durch die von den beiden Und-Elementen Ud, Uu gebildete Weichenschaltung, welche ihrerseits von den Ausgängen ad bzw. au der Oder-Elemente Odbzw. Ou gesteuert wird, welche der down-Fahrt bzw. up-Fahrt zugeordnet sind.
Handelt es sich um einen Aufzug mit nur einer Geschwindigkeit, so kann mit einem einzigen Blendensatz für up-bzw. down-Fahrt das Auslangen gefunden werden. In einem solchen Fall ist für die Bremsstrecke zumeist nur eine relativ geringe Distanz (z.B.10 cm) erforderlich, welche vom Stockwerksniveau nach beiden Richtungen zu zählen ist. Die zirka 20 cm langen Blenden werden in einem
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solchen Fall mit ihrem Mittel im Stockwerksniveau angeordnet.
Bei einem Aufzug mit mehreren Geschwindigkeiten ist hingegen die sogenannte Übergabestrecke wesentlich länger und beträgt beispielsweise 1 m. Es wäre möglich, auch hier mit einem einzigen Blendensatz das Auslangen zu finden, wenn eben die Blenden 2 m lang ausgebildet und mit ihrem Mittel im Stockwerksniveau angeordnet werden. Aus konstruktiven Gründen ist es jedoch in einem solchen Fall in bekannter Weise günstiger, zwei Blendensätze anzuordnen, von welchen einer der up-Fahrt und der andere der down-Fahrt zugeordnet ist. Jeder Blendensatz wird von einem Impulsgeber abgefühlt. Die beiden Impulsgeber würden in einem solchen Fall bei einer Schaltung nach Fig. 2 getrennt auf die UndElemente Ud bzw. Uu arbeiten.
PATENTANSPRÜCHE : l. Einrichtung zur Steuerung und gegebenenfalls auch Anzeige der Bewegung von Aufzügen, unter Verwendung kontaktloser elektronischer Schaltelemente, mit einem aus bistabilen Multivibratoren aufgebauten Schrittschaltwerk, von welchem die benachbarten Ausgänge jeweils zweier benachbarter Multivibratoren jeweils einem Stockwerk zugeordnet sind und durch ihre Signalverteilung den Kabinenstandort nachbilden und über eine aus logischen Schaltelementen aufgebaute, rufbeeinflusste Auswertungsschaltung zur Steuerung des Aufzuges ausnutzen, wobei das Schrittschaltwerk über Steuerleitungen durch Steuerimpulse gesteuert wird, welche bei der Bewegung der Kabine im Aufzugsschacht von zumindest
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Impulsgeber (IG) oder den Impulsgebern erzeugten Impulse an die Eingänge einer aus zwei Und-Elementen (Ud, Uu) gebildeten,
von der Signalverteilung des Schrittschaltwerkes und vom Ruf beeinflussten Weichenschaltung geführt werden, welche die Impulse je nach der Bewegungsrichtung der Kabine auf zwei, die Ausgänge dieser Elemente darstellende Steuerleitungen (Id, lu) aufteilt, von welchen eine somit lediglich die bei der Auffahrt (up), die andere lediglich die bei der Abfahrt (down) der Kabine erzeugten Impulse führt, und dass die der up-Richtung zugeordnete Steuerleitung (lu) unmittelbar an die parallelliegenden Eingänge der der up-Richtung zugeordneten Systeme (MVlu, MV2u, MV3u) der Multivibratoren (MVl, MV2, MV3) des Schrittschaltwerkes. die andere Steuerleitung an die parallelliegenden Eingänge der der down-Richtung zugeordneten Systeme (MVld, MV2d, MV3d) der Multivibratoren angekoppelt ist (Fig. 1, 2).
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