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Meldeschalterantriebsvorrichtung
EMI1.1
herangezogen werden. Im einfachsten Fall ist der Meldeschalter unmittelbar mit dem Schaltgerät verbunden. Dabei sind die Meldeschalterkontakte so justiert, dass die Umschaltung nur bei nahezu vollständig ein-oder ausgeschaltetem Schaltgerät erfolgt. Eine bessere Anzeige zur Stellungsmeldung erhält man bei Meldeschaltern, die drei eindeutige Schaltstellungen zur Anzeige der Aus-, Ein- und Störstellung aufweisen.
Derartige Meldeschalter werden z. B. bei Schaltgeräten mit Druckluftantrieb verwendet. Diese sind nicht mehr unmittelbar mit dem Schaltgerät sondern mit dem Steuerkolben eines Schaltfehlerschutzgerätes verbunden. Der Steuerkolben ist in einem Zylinder geführt und wird bei anstehendem Druck in Zuführungsleitungen zum Antriebskolben des Schaltgerätes aus einer Endstellung in eine Mittelstellung gedrückt und dort mechanisch verriegelt. In der Mittelstellung zeigt der mit dem Steuerkolben gekuppelte Meldeschalter die Störstellung des Schaltgerätes an. Erst dann lässt der Steuerkolben das Druckmittel in den Antriebszylinder des Schaltgerätes einströmen.
Dadurch wird erreicht, dass der Meldeschalter während des gesamten Schaltvorganges des Schaltgerätes in seiner Mittelstellung steht und erst nach abgeschlossener Schalthandlung die jeweilige Endstellung einnimmt. Da die Meldeschalterkontakte in die Verriegelungsschaltung für das Schaltgerät einbezogen sind, wird damit sicher vermieden, dass z. B. bei nicht vollständig ein-oder ausgeschaltetem Trennschalter der zugehörige Leistungsschalter betätigt wird.
Bei Schaltgeräten, die über eine Antriebswelle z. B. von einem Elektromotor oder von Hand betätigt werden, können die Meldeschalter mit Teilen des Antriebs gekuppelt werden, deren Schaltbewegung schon beginnt, bevor z. B. das Trennmesser eines Trennschalters bewegt wird und die sich nach erfolgter Schalthandlung noch ein Stück weiterbewegen. Dadurch kann ebenfalls erreicht werden, dass der Meldeschalter nur bei vollständig ein-bzw. ausgeschaltetem Schaltgerät von seiner Mittelstellung in die Einbzw. Auslage gebracht wird. Nachteilig dabei ist allerdings, dass die Meldeschalter unmittelbar am zu- gehörigenschaltgerät, d. h. imHochspannungsraum einer Schaltzelle angeordnet sein müssen. Diese Anordnung bedingt Niederspannungsleitungen im Hochspannungsraum der Schaltzelle.
Diese Leitungen können mit der Hochspannung in Berührung kommen, und so eine Gefährdung des Bedienungspersonals auch ausserhalb des Hochspannungsraums hervorrufen. Ausserdem sind die Teile des Meldeschalters nicht vollkommen wartungsfrei, so dass bei jeder Wartung oder Reparatur die Hochspannung der betreffenden Schaltzelle abgeschaltet werden muss.
Die neue Anordnung gestattet nun, auch für einSchaltgerät, das über eine Antriebswelle angetrieben wird, einen mit drei Schaltstellungen versehenen Meldeschalter im Niederspannungsraum anzuordnen, wobei der Meldeschalter nur am Beginn bzw. am Ende der Schaltbewegung des zu überwachenden Schaltgerätes geschaltet wird. Die neue Lösung besteht darin, dass mit der Antriebswelle des Schaltgerätes eine Zählvorrichtung für die Anzahl der Wellenumdrehungen gekuppelt ist, deren Ausgang mit der Antriebswelle des Meldeschalters verbunden ist und diese jeweils nach einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen
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der drehbaren Welle betätigt.
Eine vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zählvorrichtung aus einem nach Art eines Sprungradgetriebes (Kilometerzählers) aufgebauten Zählgetriebe besteht, wobei der Meldeschalter mit einem Glied des Zählgetriebes verbunden ist.
Durch das zwischengeschaltete Zählgetriebe ist es möglich, den Meldeschalter auch ausserhalb des Hochspannungsraumes erst kurz vor bzw. nach einer Schalthandlung zu schalten, so dass-wie bei Trennschaltern mit Druckluftantrieb - eine eindeutige Stellungsmeldupg gegeben ist. Darüber hinaus ist der Meldeschalter und das Zählgetriebe jederzeit zugänglich, da er zusammen mit dem Motor im Niederspan- nungsraum angeordnet werden kann. Bei der Betätigung der Antriebswelle kommt es nicht darauf an, ob diese von dem Motor oder z. B. von Hand über das zweite Wellenende des Antriebsmotors bewegt wird.
Die richtige Stellungsanzeige bleibt auf jeden Fall auch bei Ausfall der Hilfsspannung erhalten.
Als Ausführungsbeispiel ist in Fig. l die Anordnung der Teile innerhalb einer Schaltzelle schematisch dargestellt, während Fig. 2a einen Längsschnitt durch ein Zählgetriebe und Fig. 2b eine Seitenansicht desselben zeigt.
InFig. 1 ist von einer Schaltzelle der Hochspannungsraum 1 und der Niederspannungsraum 2 mit der Trennwand 3 dargestellt. Im Hochspannungsraum befinden sich ein Leistungsschalter 4 sowie zwei Trennschalter 5 und 6, die die Verbindung zu den nicht gezeichneten Sammelschienen ergeben. Das Getriebe für den Antrieb des Trennschalters 6 ist als Block dargestellt und mit 7 bezeichnet. Es ist über eine Isolierwelle 9 mit einem Zwischengetriebe 8 verbunden. Das Zwischengetriebe 8 befindet sich noch im Hochspannungsraum und ist an einer Montageplatte 10 befestigt, die von der Trennwand 3 zwischen Hoch- und Niederspannungsraum gehalten wird.
Auf der dem Niederspannungsraum zugewandten Seite der Montageplatte ist einerseits der Antriebmotor 11 und andererseits das nach Art eines Kilometerzählers aufgebaute Zählgetriebe 12 mit dem unmittelbar daran befestigten Meldeschalter 13 angebracht.
Das in den Fig. 2a und 2b näher dargestellte Zwischengetriebe 12 ist dabei mit seiner kontinuierlich drehbaren Welle 14 mit dem Zwischengetriebe 8 verbunden. Diese Welle wird also mit einer Drehzahl angetrieben, die der Drehzahl der Antriebswelle des Schaltgerätes proportional ist. An die Welle 14 ist über eine Feststellschraube 15 eine Scheibe 16 gekuppelt, in deren Umfang zwei Stifte 17 eingesetzt sind, die in ihrer oberen Stellung zwischen die Zähne eines Zahnrades 18 eingreifen. Eine zweite auf der Welle 14 gelenkig gelagerte Scheibe 19 trägt auf der der Scheibe 16 zugewandten Seite ebenfalls Stifte 20, die über den ganzen Umfang der Scheibe verteilt sind, so dass diese Scheibe fortwährend in Eingriff mit dem Zahnrad. 18 steht.
Bei jeder Umdrehung der Welle 14 und damit der Scheibe 16 wird die Scheibe 19 um ein dem Abstand der Stifte entsprechendes Stück weitergeschaltet. Auf der der Scheibe 16 abgewandtenSeite schliesst sich eine dritte Scheibe 21 an, die über die Abtriebswelle 22 mit dem in Fig. 2 nicht gezeichneten Meldeschalter 13 verbundenist. Zwischen den Scheiben 19 und 21 sind ebenfalls - wie zwischen den Scheiben 16 und 19 - Stif- te 23 und 24 angeordnet, die zeitweise die beiden Scheiben 19 und 21 über das Zahnrad 25 kuppeln.
Die Abstände und die Anzahl der Stifte auf den einzelnen Scheiben ist dabei so gewählt, dass bei der für eine Schalthandlung erforderlichen Anzahl der Umdrehungen der Welle 14 die Abtriebswelle 22 jeweils kurz vor Beginn bzw. nach Beendigung der Schalthandlung weiterschaltet, so dass in jeder Zwischenstellung des Trennschalters der zugehörige Meldeschalter in Mittelstellung steht.
Statt des mechanischen Zählgetriebes nach Art eines Kilometerzählers lässt sich der Meldeschalter 13 auch elektrisch gesteuert antreiben, wenn man z. B. an der Antriebswelle des Schaltgerätes Magnete befestigt, die z. B. auf eine digitale Zählanordnung nach jeder vollen bzw. teilweisen Umdrehung der Antriebswellelmpulse geben. Diese Zählanordnung müsste vorwärts und rückwärts zählen und könnte z. B. zwei Ausgangsstromkreise haben, in denen jeweils ein Relais zur Betätigung eines Meldekontaktes eingefügt ist. Nach einer bestimmten Zahl von Impulsen wird dann der eine oder andere Ausgangsstromkreis geschlossen und das zugehörige Relais zieht an.
Eine Störstellungsmeldung tritt dann auf, wenn keins der beiden Relais angezogen hat.
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