AT250978B - Verfahren zur Herstellung von neuen 1, 2, 3-Benzotriazin-4(3H)-onen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen 1, 2, 3-Benzotriazin-4(3H)-onen

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AT250978B AT693364A AT693364A AT250978B AT 250978 B AT250978 B AT 250978B AT 693364 A AT693364 A AT 693364A AT 693364 A AT693364 A AT 693364A AT 250978 B AT250978 B AT 250978B
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen   1   2,   3-Benzotriazin-4 (3H)-onen   
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen   1, 2, 3-Benzotriazin-4 (3H) -onen   der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 
In dieser Formel bedeutet R einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit mehr als zwei Kohlenstoffatomen, einen Alkoxyalkyl- oder Halogenalkylrest mit zwei oder mehr Kohlenstoffatomen, oder einen Aralkylrest, dessen aromatischer Ring gegebenenfalls durch Halogenatome niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen substituiert sein kann. 



   Erfindungsgemäss werden die neuen Verbindungen nach zur Herstellung von   1, 2, 3-Benzotriazin-   - 4 (3H)-onen an sich bekannten Methoden erhalten. Die besten Ausbeuten ergeben folgende Verfahrensweisen : a) Umsetzung eines Anthranilsäureamids der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 in der R die oben angeführte Bedeutung besitzt, mit salpetriger Säure oder mit einer salpetrige Säure abspaltenden Verbindung, vorzugsweise in saurer wässeriger Lösung. b) Umsetzung eines Anthranilsäureesters der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 in der Alk einen niederen Alkylrest bedeutet, mit salpetriger Säure oder einer salpetrige Säure abspaltenden Verbindung und Umsetzung des gebildeten Diazoniumsalzes mit einem Amin der allgemeinen Formel   H ; N-R, (IV)    in der R die angeführten Bedeutungen besitzt.

   Auch diese Umsetzung wird vorzugsweise in saurer wässeriger Lösung durchgeführt. c) Umsetzung eines   l, 2, 3-Benzotriazin-4 (3H)-on   der Formel 
 EMI2.1 
 mit einer Verbindung der allgemeinen Formel   R-Hal,   (VI) in der R die angeführten Bedeutungen besitzt und Hal ein Halogenatom bedeutet, in Gegenwart eines halogenwasserstoffbindenden Mittels und vorzugsweise in einem inerten organischen Lösungsmittel.

   Als halogenwasserstoffbindendes Mittel können beispielsweise Alkalimetalle, Alkaliamide oder Alkalihydride verwendet werden. d) Zur Herstellung von Verbindungen der Formel I, in der R einen Halogenalkylrest bedeutet : 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
2, 3-Benzotriazin-4 (3H) -onsHalogenierungsmittel werden vorzugsweise Phosphorhalogenide oder Thionylhalogenide verwendet, als inertes organisches Lösungsmittel beispielsweise Halogenkohlenwasserstoffe oder aromatische Kohlenwasserstoffe, als halogenwasserstoffbindende Mittel beispielsweise tertiäre organische Basen, wie Pyridin oder Triäthylamin. 



   Die als Ausgangsstoffe für die Verfahrensweisen   a) - d)   verwendeten Verbindungen sind literaturekannt, die erwähnten Derivate des l, 2, 3-Benzotriazin-4 (3H)-ons beispielsweise aus   1.   Am. Chem. Soc. 



  77, 6562 - 64 [1955]. 



   Die neuen Verbindungen weisen wertvolle therapeutische Eigenschaften auf. Insbesondere besitzen sie eine gute antiphlogistische Wirksamkeit bei sehr geringer Toxizität ; ausserdem wirken sie antipyretisch, analgetisch und sedativ. Es sind aus der Literatur bereits zahlreiche Derivate des   1, 2, 3-Benzotri-     azin-4 (3H)-ons bekannt ;   die erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen übertreffen jedoch auch die strukturell ähnlichsten der bekannten Verbindungen hinsichtlich ihrer antiphlogistischen Wirksamkeit, insbesondere besitzen sie überraschenderweise eine besonders gute therapeutische Breite, wie aus der nachstehenden Tabelle hervorgeht :

   
 EMI2.5 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Schwellungsreduktion
<tb> am <SEP> Formalinödem <SEP> der <SEP> DL <SEP> i. <SEP> p. <SEP> letale <SEP> Dosis <SEP> 
<tb> R"Rattenpfote,-in% <SEP> nach <SEP> in <SEP> mg/kg <SEP> effektive
<tb> 50 <SEP> mg/kg <SEP> 1. <SEP> p. <SEP> Maus <SEP> Dosis
<tb> - <SEP> CH <SEP> 1 <SEP> bekannt <SEP> aus <SEP> J. <SEP> Am. <SEP> 37 <SEP> 242 <SEP> 4. <SEP> 9 <SEP> 
<tb> Chem. <SEP> Soc. <SEP> 77. <SEP> 
<tb> 



  -C2H5 <SEP> 6562-64 <SEP> [1955] <SEP> 47 <SEP> 255 <SEP> 5,1
<tb> -C3H7 <SEP> erfindungs- <SEP> 54 <SEP> 475 <SEP> 9,5
<tb> gemäss <SEP> her-
<tb> - <SEP> CCH3) <SEP> 2 <SEP> CH <SEP> gestellt <SEP> 32 <SEP> 485 <SEP> 9, <SEP> 8 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> 5. <SEP> 3-(3-Methoxypropyl)-1,2,3-benzotriazin-4(3H)-on <SEP> F=45-47  <SEP> C.
<tb> 



  6. <SEP> 3n-Propyl-1,2,3-benzotriazin-4(3H)-on <SEP> F=61-62  <SEP> C.
<tb> 



  7. <SEP> 3-Isobutyl-1,2,3-benzotriazin-4(3H)-on <SEP> F <SEP> = <SEP> 53-54  <SEP> C. <SEP> 
<tb> 



  8. <SEP> 3n-Hexyl-1,2,3-bezotriazin-4(3H)-on <SEP> Kp0.05 <SEP> mm <SEP> Hg=135-136 C.
<tb> 



  9. <SEP> 3-(2-Phenyläthyl)-1,2,3-benzotriazin-4(3H)-on <SEP> F <SEP> = <SEP> 113-1150 <SEP> C. <SEP> 
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen 1,2,3-Benzotriazin-4(3H)-onen der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 in der R einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit mehr als 2 Kohlenstoffatomen, einen Alkoxyalkyl-oder Halogenalkylrest mit zwei oder mehr Kohlenstoffatomen, oder einen Aralkylrest, dessen aromatischer Ring gegebenenfalls durch Halogenatome, niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen substituiert sein kann, bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anthranilsäurederivat der allgemeinen Formel EMI4.2 in der X die Reste-NHR'oder-OAlk besitzt, wobei R'die eingangs für R angeführten Bedeutungen besitzt oder ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxyalkylgruppe bedeutet und Alk ein niederer Alkylrest ist, mit salpetriger Säure oder einer salpetrigen säureabspaltenden Verbindung behandelt und,
    falls X den Rest-OAlk bedeutet, anschliessend mit einem Amin der allgemeinen Formel NH2R', wobei R'die erwähnten Bedeutungen besitzt, umgesetzt wird und die gebildete Verbindung, falls R'ein Wasserstoffatom bedeutet, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel RHal, in der R vorgenannte Bedeutung besitzt und Hal ein Halogenatom bedeutet, in Gegenwart eines halogenwasserstoffbindenden Mittels umgesetzt wird oder, falls R'einen Hydroxya1kylrest bedeutet, die erhaltene Verbindung, zur Herstellung einer Verbindung, in der R einen Halogenalkylrest bedeutet, mit einem Halogenierungsmittel behandelt wird.
AT693364A 1963-08-12 1964-08-12 Verfahren zur Herstellung von neuen 1, 2, 3-Benzotriazin-4(3H)-onen AT250978B (de)

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