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Flaschenmundstück
Die Erfindung bezieht sich auf ein Flaschenmundstück für mit Kronenkork oder Abreissverschluss ver- schliessbare Flaschen mit einem Kronenkorkwulst, darunter einem an eine Ringrille anschliessenden Halsverstärkungswulst, dessen Aussendurchmesser vom Ringrillendurchmesser ansteigend auf einen Durchmesser anwächst, der grösser als der des Kronenkorkwulstes ist. und wieder etwa auf den Ringrillendurchmes- ser abfällt, und mit einer im wesentlichen zylindrischen Innenfläche (nach A 26 DIN 6094), wobei als Bajonettnuten ausgebildete Rillen zur Verankerung einer Verschlusskappe mit Bajonettverriegelung im Bereich der grössten Stärke dieses Verstärkungswulstes angeordnet sind, nach dem Patent Nr. 236 822.
Bajonettverschlüsse sind an sich bekannt. Es ist dabei auch bekannt, Rillen vom Flaschenmundstück ausgehend vorzusehen. Jedoch wurde noch kein Vorschlag gemacht, wie bei Flaschen, die für eine Mas- senabfüllung und den Serienverschluss mit Kronenkork geeignet sind und die A 26 DIN 6094 entsprechen müssen, die Anbringung der Verschlusskappe zweckmässig ermöglicht wird.
Die Ausbildung nach dem Stammpatent ermöglicht die Anbringung einer zusätzlichen Verschlusskappe zum und statt des Kronenkorkes oder Abreissverschlusses mit Bajonettverschluss unter Beibehaltung der in A 26 DIN 6094 beschriebenen Flaschenmundstückform, die für Limonadenflaschen und maschinell verschliessbare. in grossen Serien abzufüllende Flaschenbehälter genormt ist. Diese Mundstückform ist so ausgebildet, dass sie den beträchtlichen. beim Aufsetzen von Kronenkorken u. dgl. auftretenden Drücken Widerstand leisten kann, ohne dass das Glas im Bereich des Mundstückes splittert oder zerbricht.
Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung derartiger Flaschenmundstücke und besteht darin, dass im Kronenkorkwulst eine oder mehrere Schlitze zum Durchführen der Verankerung der Bajonettverriegelung vorgesehen sind, die sich im Halsverstärkungswulst bis zu den als Bajonettnuten ausgebildeten Rillen fortsetzen.
Es ist wohl bereits vorgeschlagen worden, einen Schlitz in einem Kronenkorkwulst anzuordnen. Dieser Schlitz dient jedoch nur dazu, beim Trinken direkt aus der Flasche Luft durch den Kronenkorkwulst durchtreten zu lassen.
Da die Bajonettverriegelung bisher über den Kronenkorkwulst geführt werden musste und die Differenz zwischen dem Durchmesser des Kronenkorkwulstes und des die Hauptkräfte des Verschlussdruckes aufnehmenden Verstärkungswulstes nicht allzu gross ist, konnten nur Verschlusskappen mit Vorsprüngen verwendet werden, deren Länge nicht grösser als die Differenz derhalben Durchmesser von Kronenkorkwulst und Halsverstärkungswulst ist. Dies bedeutete, dass für die Verschlusskappen teures Material verwendet werden musste, damit diese Kappen genügend Festigkeit bekommen und die Vorsprünge tatsächlich in den Rillen zur Verankerung hielten und nicht durch elastische Verformung herausgleiten konnten.
Nach dem Vorschlag der Erfindung sind daher im Kronenkorkwulst je nach der Anzahl der Haltevorsprünge in der Verschlusskappe ein oder mehrere Schlitze zum Durchführen und zur Verankerung dieser die Bajonettverrie- gelung bildenden Vorsprünge vorgesehen, die sich im Halsverstärkungswulst bis zu den als Bajonettnuten ausgebildeten Rillen fortsetzen. Durch diese Schlitze ist es möglich, die Vorsprünge länger auszuführen.
Ihre Länge ist um die Rillentiefe vergrössert. Eine Vertiefung der Schlitze im Halsverstärkungswulst lässt sich ohne Gefährdung der Flasche durchführen, da diese Schlitze in ihrer Breite nur einen Bruchteil des Umfanges des Halsverstärkungswulstes beanspruchen.
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Vorteilhaft werden diese Schlitze parallel zur Flaschenmundstückachse verlaufen. Sie münden zweck- mässig in die Führungsrillen im Halsverstärkungswulst, die weiter in Halterillen oder Haltevorsprünge im
Bereich der grössten Stärke des Halsverstärkungswulstes übergehen.
Im Sinne der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, dass die Schlitze nur die Aussenrundung des Kro- nenkorkwulstes durchsetzen. Wie praktische Versuche ergeben haben, spielt als Dichtfläche vor allem jenefläche des Flaschenmundstückes nach Aufsetzen des Kronenkorkes eine Rolle, die senkrecht zur Fla- schenmundstuckachse verlauft. DIeseFläche geht aussen in eine Aussenrundung und in den Kronenkorkwulst über. Man kann die Schlitze daher ohne Gefährdung der Dichtwirkung in der Aussenrundung anordnen.
Begrenzt wird die Tiefe der Schlitze damit durch die senkrecht zur Flaschenmundstuckachse verlaufende ebene Dichtfläche am Flaschenmund. Solange diese Schlitze nur die Aussenrundung des Kronenkorkwulstes durchsetzen, ist keine Verschlechterung der Dichtwirkung des Kronenkorkes oder des Abreiss Verschlusses bzw. des nach Entfernung des Kronenkorkes aufgesetzten Bajonettverschlusses zu befürchten. Die Rillen- tiefe für den Bajonettverschluss richtet sich nach der möglichen Schlitztiefe im Kronenkorkwulst.
Es ist möglich, dass für die Verankerung der Bajonettverriegelung der Verstärkungswulst verkürzt ist und mit zur Flaschenmundstückachse schwach geneigt verlaufenden Kantenpart1en ausgebildet ist. Da- durch erhält man eine fertigungStechnische Vereinfachung des Flaschenmundstuckes. Dertragende Teil des Verstärkungswulstes reicht etwa bis zur grössten Dicke des Verstärkungswulstes. Unterhalb dieser grössten Dicke fällt der Verstärkungswulst ziemlich rasch ab, und es hat sich in praktischen Versuchen gezeigt, dass dieser Teil zur Festigung des Flaschenmundstückes fast nichts mehr beiträgt. Dieser Teil kann daher weggelassen werden. Da die Bajonettverriegelung nur an der oberen Seite der Rillen anliegt, kann der untere Teil ohne weiteres weggelassen werden.
Es ist also gar nicht die Ausbildung einer Rille erforderlich, sondern es genügt die Ausbildung einer Haltekante. Diese Haltekante kann geneigt und schraubenförmig ausgebildet sein, was ermöglicht, den Bajonettverschluss nachzuspannen und der Nachgiebigkeit der Dichtungseinlage der Verschlusskappe anzupassen.
Die Erfindung ist an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, ohne sich darauf zu beschränken. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Flaschenmundstückes, Fig. 2eine Variante ebenfalls in Seitenansicht, Fig. 3 einen Schnitt zu Fig. 2, Fig. 4 eine Seitenansicht mit Teilschnitt einer Verschlusskappe.
Die Flaschenmundstücke nach den Fig. 1 - 3 weisen einen Kronenkorkwulst 1 und einen über eine Ringrille 12 sich anschliessenden Halsverstärkungswulst 2 auf. Im Kronenkorkwulst 1 sind gegenüberliegend zwei Schlitze 4 angebracht, deren Tiefe und Breite so bemessen ist, dass an der Verschlusskappe 5 angeordnete Vorsprünge 10 durchgeführt werden können. Diese Schlitze 4 gehen über in Führungsrillen 8 im Halsverstärkungswulst, die gleichfalls so tief sind, dass die Vorsprünge 10 ein-und durchgeführt werden können. Die Ausführung nach Fig. 1 hat am unteren Ende der Filh- rungsrillen 8 in Umfangsrichtungverlaufende Halterillen 9.
Nach Einführen der Vorsprünge 10 bis zum unteren Ende der Führungsrillen 8 wird die Verschlusskappe 5 verdreht, so dass die obere Kante der Halterillen 9 das Herausgleiten der Vorsprünge 10 verhindert. Dabei liegt die elastische Dichtungseinlage 6. der Verschlusskappe 5 auf dereinkurzes Stückebenen Dichtungsfläche 13 des Fla- schenmundstückes auf. Da der Schlitz 4 nur die Aussenrundung des Kronenkorkwulstes l durchsetzt, ist eine sichere Abdichtung gewährleistet. Das Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 2 und 3 weist statt der Halterille 9 als Begrenzung des Halsverstärkungswulstes 2 eine Haltekante 7 auf, die sich schraubenförmig von jeder Halterille ausgehend um den halben Umfang des Flaschenmundstückes an der unteren Seite des Halsverstärkungswulstes erstreckt.
Das Verschliessen erfolgt analog wie bei Fig. 1. Da ja die untere Kante derHalteri1le keinerleiHaltefunktion hat und das Einschieben der Verschlusskappe und der Vorsprünge durch das Aufsitzen der Dichtungseinlage 6 auf der Dichtungsfläche 13 begrenzt wird, kann die Haltekante 7 nach Verdrehen der Verschlusskappe 5 die Haltefunktion übernehmen. Durch wei- teres Verdrehen kann der Verschluss verstärkt bzw. angezogen werden, da die Haltekante schraubenförmig ausgebildet ist.
Die Erfindung lässt gegenüber den Ausführungsbeispielen zahlreiche Variationen zu, die unter den Schutzbereich fallen sollen. So ist es beispielsweise möglich, mehrere Schlitze und Führungsrillen in Verbindung mit mehr Vorspflngen am Verschluss auszubilden, beispielsweise sind drei oder vier Schlitze möglich. Es hat sich gezeigt, dass zwei Schlitze für normale Anforderungen ausreichend sind. Bei besonders hohen Anforderungen können jedoch drei oder vier Schlitze verwendet werden. Die Haltekante 7 kann eine Rastnut zum Einrasten der Vorsprünge 10 aufweisen.