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Die Erfindung bezieht sich auf eine Verschlussanordnung mit Verschlusskappe für Flaschen od. ähnl.
Behälter aus Glas, Kunststoff oder Metall. Solche Verschlusskappen sind z. B. in der deutschen Auslegeschrift 1033534, den franz. Patentschriften Nr. 1. 145. 270 und Nr. 1. 348. 782, sowie den USA-Patentschriften Nr. 3, 189, 072 und Nr. 3, 297, 187 beschrieben.
Die Erfindung betrifft im besonderen eine Verschlussanordnung an Flaschen od. ähnl. Behältern mit einem Halsteil, der an der Mündung von einem Randwulst umgeben ist, wobei auf dem Randwulst eine aus elastisch nachgiebigem Kunststoff bestehende Innenkappe klemmend befestigt ist, die den Wulst teilweise umschliesst und den Träger einer Aussenkappe bildet, die einen ringförmigen Mantelteil aufweist, der an seiner Innenseite ein Innengewinde hat, das mit einem an der Aussenseite der Innenkappe ausgebildeten entsprechenden Aussengewinde zusammenwirkt und ein Verschrauben der Aussenkappe auf der Innenkappe ermöglicht.
Die Erfindung bezweckt insbesondere eine Verbesserung der Verschlusskappe der vorstehend beschriebenen Verschlussanordnung vor allem in der Weise, dass die Verschlusskappe auch zum maschinellen Verschliessen von Flaschen od. ähnl. Behältern geeignet ist und einen zuverlässigen Verschluss bildet, der beliebig oft von Hand aus ohne mechanische Hilfsmittel leicht geöffnet und rasch und sicher wieder verschlossen werden kann.
Gemäss der Erfindung wird der angestrebte Zweck dadurch erreicht, dass bei einer solchen Verschlussanordnung die Innenkappe an ihrem unteren Ende durch einen Ringflansch verlängert ist, der sich von seinem an dem Randwulst des Behälterhalsteiles anliegenden Anschluss an die Innenkappe schräg nach aussen und unten erstreckt und an seinem freien unteren Rand einen Aussendurchmesser hat, der grösser ist als der grösste Innendurchmesser am offenen Ende der Aussenkappe, dass der Ringflansch durch mehrere axiale Rinnen, Nuten od. dgl.
geschwächt ist, um ein gleichförmiges radiales Zusammendrücken des Ringflansches beim Aufpressen der Aussenkappe über den Ringflansch nach unten zu erleichtern, dass das Aussengewinde der Innenkappe an der Aussenseite des Ringflansches der Innenkappe ausgebildet ist und dieses Aussengewinde und das mit diesem zusammenwirkende, an der Innenseite des Mantelteiles der Aussenkappe ausgebildete Innengewinde als an sich bekannte asymmetrische Gewinde ausgebildet sind, wodurch ein axiales Aufschieben der Aussenkappe auf den elastisch nachgiebigen Ringflansch der Innenkappe bis in die untere Endlage ermöglicht ist, ein axiales Abziehen der Aussenkappe jedoch durch die Sperrwirkung des in das Innengewinde der Aussenkappe federnd eingerasteten Aussengewindes des Ringflansches der Innenkappe verhindert und ein Abnehmen der Aussenkappe nur durch Abschrauben möglich ist,
dass an dem die Mündung des Halsteiles der Flasche od. dgl. umschliessenden Wulst an mindestens einer Stelle seiner Aussenfläche ein Vorsprung vorgesehen ist, der mit dem den Wulst umgreifenden Teil der Innenkappe zusammenwirkt und beim Abschrauben der Aussenkappe die Innenkappe gegen Verdrehen verriegelt hält, und dass die Innenkappe eine axiale Öffnung aufweist, die bei aufgesetzter Aussenkappe durch einen an deren Innenseite vorgesehenen axialen, im wesentlichen zylindrischen Pfropfen verschlossen ist.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen hervor.
In der Beschreibung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Fig. l zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Verschlussanordnung für eine Flasche im Axialschnitt, Fig. 2 stellt eine besonders für Tuben geeignete Verschlussanordnung teilweise im Axialschnitt und in Ansicht dar, Fig. 3 bezieht sich auf eine abgeänderte Ausführungsform der erfindungsgemässen Verschlusskappe teilweise im Axialschnitt, die Fig. 4 und 5 stellen die Innenkappe und den kompletten Verschluss in einer andern Ausführung in Axialschnitten dar und Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer mit einem Sollbruchstift versehenen Innenkappe.
Fig. l zeigt im Axialschnitt den Endteil eines Flaschenhalses, dessen Mündung aussen einen Wulst-11aufweist. Auf diesem Wulst--11--ist durch Federverriegelung eine aus elastisch nachgiebigem Kunststoff
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entsprechenden Gewindegängen eines Gewindes--17--an der Aussenseite des Ringflansches-13bestimmt. Das Innengewinde --16-- der Aussenkappe und das Aussengewinde-17-des Ringflansches der Innenkappe sind, wie die Zeichnungen erkennen lassen, asymmetrisch ausgebildet, wie dies bei Flaschen- oder Behälterverschlusskappen bekannt ist, die auf den Halsteil einer Flasche oder eines Behälters direkt aufgeschraubt sind.
Der Ringflansch--13--mit dem Aussengewinde --17-- hat an seinem freien unteren Rand, wenn die Aussenkappe entfernt ist, einen Aussendurchmesser, der grösser ist als der grösste Innendurchmesser der Aussenkappe an ihrem offenen Ende. Wenn die Aussenkappe --14-- über den Ringflansch --13-- nach unten gepresst wird, wird der Ringflansch radial zusammengedrückt. Um dieses radiale Zusammendrücken zu ermöglichen, ist der Ringflansch durch Anordnung mehrerer axialer Rinnen oder Ausschnitte-18-geschwächt, die ein elastisches radiales Zusammendrücken des Ringflansches erleichtern.
Da die Gewinde--16 und 17--asymmetrisch sind, wobei die oberen Gewindeflanken breit und im Querschnitt stark nach unten geneigt und die unteren Gewindeflanken schmal und im Querschnitt wenig oder
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gar nicht nach unten geneigt sind, besteht gegen ein axiales Aufschieben der Aussenkappe über den Ringflansch kein nennenswerter Widerstand, weil dabei durch die breiten Gewindeflanken des Innengewindes der Aussenkappe der Ringflansch leicht radial nach innen verdrängt wird, bis nach jedem Vorbeigang des Grates des Innengewindes der Aussenkappe an dem Grat des Aussengewindes des Ringflansches der Innenkappe der Ringflansch sich elastisch wieder nach aussen erweitert, bis sein Aussengewinde wieder in das Innengewinde der Aussenkappe einrastet, wobei aber ein axiales Abziehen der Aussenkappe von der Innenkappe verhindert ist, weil die schmalen,
gegen die Achse der Gewinde radial nur wenig oder gar nicht geneigten Gewindeflanken gegen ein axiales Abziehen verriegeln. Die Aussenkappe --14-- kann dann nur in üblicher Weise durch Abschrauben von der Innenkappe entfernt werden. Das Wiederverschliessen der Flasche oder des sonstigen Behälters kann vorzugsweise durch Aufpressen der Aussenkappe --14-- nach unten ausgeführt werden, wodurch ein schnelles Verschliessen erfolgen kann. Die Bewegungsvorgänge sind dabei sehr ähnlich jenen beim Einpressen eines Korkes in einen Flaschenhals.
Wie in Fig. l erkennbar ist, weist der Wulst-11-an wenigstens einer Stelle einen kleinen Vorsprung --19-- auf, der mit dem durch die Innenkappe gebildeten Verschlussteil in Eingriff steht. Der Vorsprung --19--, der bei der Ausführung nach Fig. l am oberen Rand des Wulstes--11--vorgesehen ist, wirkt mit der Innenkappe--12--zusammen und verhindert beim Abschrauben der Aussenkappe ein Verdrehen der Innenkappe relativ zum Wulst Der Vorsprung oder die Vorsprünge zur drehfesten Verriegelung der Innenkappe kann bzw. können selbstverständlich an einer beliebigen Stelle des Wulstes--11--ausgebildet sein.
Wenn die Flasche oder der sonstige Behälter aus Glas oder einem Material besteht, das härter als das Material der Innenkappe ist, wird der Vorsprung vorzugsweise mit spitzem Ende ausgebildet, so dass er durch Eingriff in das Material der Innenkappe eine feste Verriegelung der Innenkappe gegen Verdrehen bilden kann. Es ist offensichtlich leicht, die Innenkappe --12-- mechanisch zuverlässig fest um den Wulst--11--zu pressen, wobei die Innenkappe am Wulst durch Umgreifen desselben festgehalten und durch den Sperrvorsprung --19-- gegen Verdrehen verriegelt ist.
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des Ringflansches in das Gewinde der Aussenkappe ist eine ausreichend starke Bremswirkung gegen unerwünschtes, zufälliges Abschrauben oder Lockern der Aussenkappe gewährleistet.
Um bei aufgesetzter Aussenkappe einen dichten Verschluss zu gewährleisten, ist der Teil der Innenkappe, der mit der Endfläche des Wulstes in Berührung steht, durch einen im wesentlichen axialen Halsansatz--20-- verlängert, dessen freier Endteil mit Abstand von der Innenseite des Halses der Flasche in den Halsteil hineinragt
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Flasche zu erleichtern.
Bei aufgesetzter Aussenkappe wird ein ausserordentlich guter Verschluss dadurch erzielt, dass die Aussenkappe den Ringflansch der Innenkappe nach unten biegt und die Innenkappe stärker zusammendrückt und dichter an den Wulst anpresst. Hiebei wird zusätzlich der Pfropfen--21--nach unten in den Halsansatz - -20-- hineingedrückt, der dabei etwas aufgeweitet wird.
In Fig. 2 ist der Halsteil--10-einer Tube--25--oder eines ähnlichen Behälters dargestellt, der an
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axiales Abziehen verriegelt ist und nur durch Abschrauben entfernt werden kann. Der Ringflansch--13-weist an seinem unteren Teil axiale Nutenausschnitte--18--auf, die das radiale Zusammendrücken des Ringflansches --13-- durch den Mantelteil--15-der Aussenkappe-14-erleichtern.
Die Innenkappe--12--weist oben einen zur Austrittsöffnung konisch verjüngten Teil--24--, und die Aussenkappe --14-- einen kegelförmigen Endteil auf, der an der Innenseite seiner Stirnwand einen Pfropfen
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--14-- die Öffnung--24-- der Innenkappe verschliesst.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführung ist die Innenkappe --12-- auf dem Wulst--11--des
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umgreifenden Teil und einem in den Halsteil--10--hineinragenden Ring--12'--der Innenkappe festgeklemmt. Die Innenkappe --12-- trägt unten den mit den in der Zeichnung nicht dargestellten Nuten versehenen Ringflansch --13-- mit dem asymmetrischen Aussengewinde --17-- und oben einen stufenweise abgesetzten Ansatz--26-mit einer Öffnung--27--. Konzentrisch um den Ansatz--26--kann ein Tropfenfängerring-28-angeordnet sein.
Die Aussenkappe --14-- hat einen Mantelwandteil--15--, an
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konisch nach oben verjüngten oberen Endteil, der an der Innenseite seiner Abschlusswand einen Pfropfen --21-- trägt, der bei aufgesetzter Aussenkappe die öffnung --27-- des Ansatzes --26-- der Innenkappe --12-- dicht verschliesst.
Bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform ist in Fig. 4 die auf dem Wulst des Halsteiles eines flaschenartigen oder ähnlichen Behälters durch ihre Eigenelastizität festgeklemmte Innenkappe-12der erfindungsgemässen Verschlusskappe in der linken Hälfte der Fig. 4 im Axialschnitt ohne den Halsteil mit dem Randwulst dargestellt, und in Fig. 5 ist der Verschluss mit vollständig aufgesetzter Aussenkappe im Axialschnitt veranschaulicht.
In Fig. 4 ist ersichtlich, dass die Innenkappe--12--den Wulst des Behälterhalsteiles mit einem zylindrischen Teil--29--und mit einem an den Teil--29--oben anschliessenden, konisch verjüngten Teil --30-- umschliesst, an den oben ein konisch verjüngter Auslassstutzen--24-, der an seinem Ende eine Öffnung aufweist, und unten der mit Nutenausschnitten--18--versehene Ringflansch--13-anschliesst, der mit dem asymmetrischen Aussengewinde --17-- versehen ist und sich in ungespanntem Zustand schräg nach aussen und unten mit einem relativ grossen Kegelöffnungswinkel erstreckt.
In Fig. 4 sind in der linken Hälfte die Nutenausschnitte--18-des Ringflansches-13-in Ansicht von dessen Innenseite ohne Zusammendrückung durch die Aussenkappe dargestellt.
In Fig. 5 ist die Innenkappe nach Fig. 4 mit vollständig aufgesetzter Aussenkappe-14-dargestellt. Die
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erzielt wird.
Fig. 6 zeigt eine Innenkappe--12--, bei der an dem mit dem asymmetrischen Aussengewinde --17--
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--33-- oder- eintritt und beim erstmaligen Abschrauben der Aussenkappe --14-- durch den Seitenrand dieses Ausschnittes--36--abgebrochen bzw. abgeschert wird und dadurch anzeigt, dass der Behälter nach dem Einbringen der Originalfüllung bereits geöffnet worden ist.
Der in Fig. l dargestellte Vorsprung--19--am Halsteil des Behälters ist in den Fig. 2 bis 5 nicht gezeigt.
Zur Verankerung der Innenkappe --12-- gegen Verdrehen kann auch der Rand des Flaschen- oder Behälterhalses --10-- mit Zähnen versehen sein, die in das Material der Innenkappe eindringen oder in Ausnehmungen der Innenkappe eingreifen können.
Die Aussenkappe --14-- ist zweckmässig aus einem härteren Material als die Innenkappe-12hergestellt.
Abschliessend kann erwähnt werden, dass sich die gemäss der Erfindung ausgebildete Verschlussanordnung hinsichtlich ihres Aufbaues und ihrer Handhabung auch von einer in der USA-Patentschrift Nr. 3, 341, 044 beschriebenen Sicherheitsverschlusskappe unterscheidet. Diese bekannte Verschlusskappe besteht aus einer auf das Ende eines Flaschenhalses aufschiebbaren Innenhülse, einem über diese aufschraubbaren Kappenteil und einem auf dem Kappenteil normalerweise frei verdrehbaren Hülsenmantel, der nach axialer Zusammendrückung einer zwischen dem Kappenteil und dem Hülsenmantel eingespannten Druckfeder mit dem Kappenteil auf Verdrehung kuppelbar ist, um den Kappenteil von der Innenhülse abzuschrauben. Nach dem Abschrauben des Kappenteiles muss dieser von der Mündung des Flaschenhalses abgezogen werden, um den Inhalt ausgiessen zu können.
Eine Anzeigevorrichtung, die erkennen lässt, dass der Verschluss schon einmal geöffnet war, kann bei dieser Verschlussanordnung nicht vorgesehen werden.
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