AT243751B - Für die Trockenreinigung geeignetes organisches Lösungsmittel - Google Patents

Für die Trockenreinigung geeignetes organisches Lösungsmittel

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L1/00Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods
    • D06L1/02Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using organic solvents
    • D06L1/04Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using organic solvents combined with specific additives
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B3/00Packaging plastic material, semiliquids, liquids or mixed solids and liquids, in individual containers or receptacles, e.g. bags, sacks, boxes, cartons, cans, or jars
    • B65B3/26Methods or devices for controlling the quantity of the material fed or filled
    • B65B3/28Methods or devices for controlling the quantity of the material fed or filled by weighing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Für die Trockenreinigung geeignetes organisches Lösungsmittel 
Bei der Trockenreinigung von Textilien, insbesondere Kleidungsstücken, setzt man dem organischen Lösungsmittel sogenannte Reinigungsverstärker zu. Diesen fällt unter anderem die Aufgabe zu, eine gewisse Menge Wasser im Lösungsmittel zu dispergieren bzw. zu lösen, weil es sich gezeigt hat, dass diese geringen Wassermengen   genügen,.   um auch die wasserlöslichen bzw. in Wasser dispergierbaren Verschmutzungen aus dem Reinigungsgut zu entfernen, wodurch eine nachträgliche Nasswäsche zum Teil oder ganz vermieden werden kann. 



   Bei den neueren Verfahren wird das   benötigte Wasser mit Hilfe   einer automatischen Dosiereinrichtung direkt der Reinigungsflotte zugesetzt, wobei es wichtig ist, dass dieses Wasser möglichst rasch vom Lösungsmittel homogen aufgenommen wird ; andernfalls besteht die Gefahr, dass ungelöste Wassertropfen stellenweise Schrumpfungen im Reinigungsgut verursachen. 



   Die Erfindung betrifft nun ein für die Trockenreinigung geeignetes organisches Lösungsmittel mit erhöhtem Wasseraufnahmevermögen, vorzugsweise auf der Basis   Perchloräthylen,   mit einem Gehalt an Alkylarylsulfonat und   nichtionogener   organischer Verbindung, welches sich dadurch auszeichnet, dass es als Alkylarylsulfonat ein Salz einer Alkylarylsulfosäure mit einem mehrwertigen Metall, insbesondere Calcium. enthält, wobei das Gewichtsverhältnis zwischen der als Salz vorhandenen Alkylarylsulfosäure und der   nichtionogenen,   oberflächenaktiven Verbindung 1 :   2-2 :   1 beträgt. 



   Solche Lösungsmittel, insbesondere solche auf der Basis von chlorierten Kohlenwasserstoffen, wie Perchloräthylen, besitzen ein hohes Aufnahmevermögen für Wasser. Perchloräthylen, welches z. B. 2-4   g/l   der unter a) und b) bezeichneten Komponenten enthält, vermag 2-4 ems Wasser/l klar bzw. 2-9   eins   Wasser opaleszierend zu lösen. Die Aufnahme des Wassers geschieht schon durch relativ schwaches Rühren in kurzer Zeit (5-30 sec). 



   Besonders geeignete Lösungsmittel sind solche, welche als wesentliche Bestandteile das neutrale Calciumsalz einer Dodecylbenzolsulfosäure und Alkyl-bzw. Alkylarylpolyglykoläther enthalten, die als Wasch- und Netzmittel bekannt sind,   z. B. Laurylheptaglykoläther, Octylphenyl-oder   Nonylphenyldecaglykoläther, Diamylphenyldodecaglykoläther, Oleylpentadecaglykoläther usw. 



   Beispiel   1 : 101 g des wasserfreien, neutralen Calciumsalzes, das durch Neutralisation einer han-   delsüblichen Dodecylbenzolsulfosäure mit   Calciumhydroxyd   und anschliessende Trocknung erhältlich ist, wobei die Trocknung des Calciumsalzes auch in Gegenwart des Polyglykoläthers erfolgen kann, mit dem das Calciumsalz kombiniert werden soll, werden mit 80 g techn. Oleylpentadecaglykoläther 
 EMI1.1 
 gemischt.1 min klar gelöst werden können. 



   Die Kennzahlen einer verwendbaren Dodecylbenzolsulfosäure sind folgende :   97 - 980/0   Dodecylbenzolsulfosäure vom mittleren Mol-Gew. 326,   1-2 %) Unsulfiertes,    zirka1% Schwefelsäure. 



   Beispiel 2 : 67 g dodecylbenzolsulfosaures Calcium von der im Beispiel 1 gekennzeichneten Art werden mit 120 g techn. Diamylphenyldodecaglykoläther gemischt. 



   Löst man 3, 7 g der erhaltenen Mischung in   l l Perchloräthylen,   so erhält man eine klare Lösung, in welcher bei Zimmertemperatur unter Rühren 6   cms   Wasser innert   5 - 10   sec opaleszierend gelöst werden können. 

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   Ersetzt man in diesem Beispiel den Diamylphenyldodecaglykoläther durch ein Gemisch von Lauryl-   hepta- und Lauryloctaglykoläther,   so erhält man eine ähnlich wirkende Mischung. 



   Beispiel 3 : 50 g dodecylbenzolsulfosaures Calcium von der im Beispiel 1 gekennzeichneten Art werden mit 60 g techn. Isooctylphenyldecaglykoläther gemischt. 



   Löst man von der erhaltenen Mischung 3 g in   11 Perchloräthylen,   so erhält man eine klare Lösung, in welcher bei Zimmertemperatur unter schwachem Rühren 3 g Wasser in weniger als 30 sec klar bis opaleszierend gelöst werden können. Ersetzt man in diesem Beispiel das Perchloräthylen durch Trichlor- äthylen, so erhält man ähnliche Resultate. 



   Erhöht man in diesem Beispiel die Menge des   Isooctylphenyldecaglykoläthers   auf 70 g, so erhält man eine noch wirksamere Mischung. 



   Beispiel 4 : 67 g dodecylbenzolsulfosaures Calcium von der im Beispiel 1 gekennzeichneten Art werden mit 120 g techn. Nonylphenyldecaglykoläther gemischt. 



   Löst man 3, 7 g der erhaltenen Mischung   in 11 Perchloräthylen,   so erhält man eine klare Lösung, in welcher bei Zimmertemperatur unter Rühren 3   cms   Wasser innert 10 sec klar gelöst werden können. 



   Beispiel 5 : 139 g dodecylbenzolsulfosaures Magnesium, das in ähnlicher Weise, wie das im Beispiel 1 genannte dodecylbenzolsulfosaure Calcium. jedoch unter Verwendung von Magnesiumhydroxyd an Stelle von Calciumhydroxyd herstellbar ist, werden mit 133 g Diamylphenyldodecaglykoläther gemischt. 



   Löst man 2,7 g der erhaltenen Mischung in 11 Perchloräthylen, so erhält man eine Lösung, in welcher bei Zimmertemperatur unter Rühren 2 g Wasser innert 1 min opaleszierend gelöst werden können. 



   Ersetzt man in diesem Beispiel den Diamylphenyldecaglykoläther durch die gleiche Menge Oleyl-   pentadecaglykoläther,   so erhält man eine ähnlich wirkende Mischung. 



   Die in den oben genannten Beispielen beschriebenen,   wasserhaltigenperchloräthylenlösungen   besitzen eine ausgezeichnete Reinigungswirkung und zeichnen sich durch eine geringe korrodierende Wirkung aus. 



   Das damit gereinigte Gut lässt sich nachträglich ohne Schwierigkeiten hydrophobieren. 



     Beispiel 6 : 55 g eines 72 igen,   neutralen Calciumsalzes, das durch Neutralisation von salzfreier Dibutylnaphthalinsulfosäure gewonnen wurde, die aus technischem dibutylnaphthalinsulfosaurem Natrium durch Behandlung desselben mitSalzsäure inÄther erhalten wurde, werden mit 45 g technischem Isooctylphenyldecaglykoläther gemischt. 



   Löst man von der erhaltenen Mischung 6 g in   l l Perchloräthylen,   so erhält man eine klare Lösung, in welcher bei Zimmertemperatur unter schwachem Rühren 3 g Wasser in 20 sec klar bis opaleszierend gelöst   werden können.    



   Beispiel 7 : 61 g des feuchten nonylnaphthalinsulfosauren Calciums, das nachfolgend beschrieben wird, werden mit 39 g techn. Isooctylphenyldecaglykoläther gemischt. 



   Löst man von der erhaltenen Mischung 6 g in 11 Perchloräthylen, so erhält man eine Lösung, in welcher bei Zimmertemperatur unter schwachem Rühren 3 g Wasser in 10 sec gelöst werden können. 



   Das oben beschriebene nonylnaphthalinsulfosaure Calcium wird wie folgt hergestellt :
Technisches Nonylnaphthalin wird mit   821o   seines Gewichtes Schwefelsäuremonohydrat so lange sulfoniert, bis eine Probe des Sulfonierungsproduktes in Wasser klar löslich ist. Dann wird mit so viel Wasser verdünnt, bis die Hauptmenge der überschüssigen Schwefelsäure abgetrennt werden kann. Das von der Schwefelsäure befreite Produkt wird dann mit Natronlauge neutralisiert, in   400/oigem Äthanol   gelöst und mit Petroläther extrahiert, um die nicht sulfonierten Anteile zu entfernen. Hierauf wird das Produkt nach Abdampfen des Äthanols in wenig Wasser gelöst, mit Salzsäure versetzt, in Äthyläther aufgenommen, mit Natriumsulfat getrocknet und schliesslich   vom Äther befreit (S.

   Z.   der   erhaltenen Säure 167.   Theorie 158). 



   Die Sulfosäure wird mit 37,   50/0   ihres Gewichtes Wasser gemischt und mit der berechneten Menge Calciumhydroxyd (11,   50/0)   neutralisiert, wobei das nonylnaphthalinsulfosaureCalcium in Form einer Paste erhalten wird. 



   Weiter oben wurde vermerkt, dass sich Perchloräthylen als Lösungsmittel für die Herstellung des erfindungsgemässen organischen Lösungsmittels besonders gut eignet. Falls andere Ausgangslösungsmittel verwendet werden oder wenn die zugesetzte Menge der Verbindungen a) und b) geringer als 2   g/l   ist, so wird das der Trockenreinigungslösung zugesetzte Wasser in vielen Fällen nicht klar gelöst, aber trotzdem rasch dispergiert, und die so erhaltenen trüben Dispersionen haben dennoch eine gute Reinigungswirkung.

   Versuche in der Praxis haben gezeigt, dass eine gute Reinigungswirkung schon mit Zusatzmengen von 0,25   g/l   Lösungsmittel der Verbindungen a) und b) genügen, um eine gute Reinigungswirkung zu erzielen, obschon das hiezu benötigte Wasser nicht klar gelöst, sondern in dispergierter Form vorhanden ist. 

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   Die oben beschriebenen, für die Trockenreinigung geeigneten Lösungen lassen sich nach Gebrauch ohne Verstopfung der Filter filtrieren. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Für die Trockenreinigung geeignetes organisches Lösungsmittel mit erhöhtem Wasseraufnahmevermögen, vorzugsweise auf der Basis Perchloräthylen, mit einem Gehalt an Alkylarylsulfonat und nichtionogener organischer Verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass es als Alkylarylsulfonat ein Salz einer Alkylarylsulfosäure mit einem mehrwertigen Metall, insbesondere Calcium, enthält, wobei das Gewichtsverhältnis zwischen der als Salz vorhandenen Alkylarylsulfosäure und der nichtionogenen, oberflächenaktiven Verbindung 1 :   2-2 :   1 beträgt.

Claims (1)

  1. 2. Lösungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es Salze von Alkylnaphthalinsulfosäuren enthält.
    3. Lösungsmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkylgruppe bzw. -gruppen der Alkylarylsulfosäure insgesamt mindestens 8 C-Atome enthalten.
    4. Lösungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es Salze der Dodecylbenzolsulfosäure enthält. EMI3.1 einem der Ansprüche 1Alkyl- bzw. Alkylarylpolyglykoläther enthält, dessen Alkylgruppe bzw. -gruppen insgesamt mindestens 8 C-Atome enthalten.
AT797862A 1961-08-18 1962-10-09 Für die Trockenreinigung geeignetes organisches Lösungsmittel AT243751B (de)

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