AT139446B - Verfahren zur Überführung neutralisierter Sulfonierungsprodukte höherer aliphatischer Alkohole in trockene Form. - Google Patents

Verfahren zur Überführung neutralisierter Sulfonierungsprodukte höherer aliphatischer Alkohole in trockene Form.

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AT139446B
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  Verfahren zur Überführung neutralisierter Sulfonierungsprodukte höherer aliphatischer Alkohole in trockene Form. 



   Die als Mittel zur Erhöhung der Kapillaraktivität, insbesondere in der Textil-und Lederindustrie, bekannten Sulfonieiungsprodukte höherer Alkohole bzw. ihre Salze (s. britische Patentschriften Nr. 307709 und Nr. 308824) werden bei Anwendung der für Fettstoffe bekannten Sulfonierungsverfahren zunächst in öliger Form erhalten. Die Herstellung von Trockenpräparaten alls den wässerigen Salzlösungen ist ein ausserordentlich umständlicher und zeitraubender Vorgang, insbesondere wenn bei der Herstellung der Fettalkohole von Gemischen natürlicher Glyceride ausgegangen wird, wie solche beispielsweise im
Kokos-oder Palmkernöl vorliegen.

   In diesem Falle werden Präparate erhalten, welche neben den Ver- bindungen mit 12 und 14 Kohlenstoffatomen in der Kette, die den Hauptbestandteil ausmachen, auch niedrig molekulare Verbindungen mit stark wasseranziehenden Eigenschaften enthalten. Diese niedrig molekularen Verbindungen müssen entfernt werden, wenn ein beständiges Trockenprodukt erzielt werden soll. Die üblichen Methoden zur Zerlegung von Gemischen, wie fraktionierte Destillation des Ausgangsmaterials oder Umkristallisieren des fertigen Produktes erweisen sich in vorliegendem Falle als so wenig wirksam und so verlustreich, dass sie für die technische Anwendung nicht in Frage kommen. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Entfernung der Verunreinigungen, welche die wasseranziehenden Eigenschaften der Fertigprodukte bedingen, ausserordentlich leicht, rasch und vollständig gelingt, wenn die Reinigung und die Entwässerung der neutralisierten Sulfonate gleichzeitig erfolgt, u. zw. indem die wässerigen Lösungen der neutralisierten Sulfonierungsprodukte in fein verteilter Form rasch auf hohe Temperatur, vorzugsweise zwischen 70 und   1100 erhitzt   und rasch wieder abgekühlt werden. Hiebei verdampfen mit dem Wasser auch die Verunreinigungen, welche den hygroskopischen Charakter des Produktes bedingen.

   Als Ausgangsstoffe für das Verfahren kommen die wässerigen Lösungen der in bekannter Weise   erhältlichen   Natrium-, Kalium-, Ammonium-,   Pyridin- unq andern   Salze von Sulfonierungsprodukten der aus Kokos-oder Palmkernöl herstellbaren Gemische höherer Alkohole mit organischen Basen in Betracht. 



   Zur Ausführung des Verfahrens wird zweckmässig ein sogenannter Zerstäubungstrockner bekannter Bauart verwendet. Von der   Sprühtrockenmethode   ist bekannt, dass sie ebenso wie das Eindampftrocknungsverfahren physikalisch und chemisch vollkommen gleichwertige Produkte   liefeit.   Überraschenderweise ist dies hier nicht der Fall, da bei Anwendung der Sprühtrockenmethode im Gegensatz zu der Eindampfungsmethode nicht hygroskopisch pulverförmige Produkte erhalten werden. Das Verfahren lässt sich auch ohne Zerstäubung beispielsweise mit Hilfe eines Walzentrockenapparates durchführen, wobei das gereinigte Produkt in Schuppenform erhalten wird.

   Die besondere Wirkung des vorliegenden Verfahrens bei der Trocknung der bezeichneten Sulfonierungsprodukte dürfte damit zu erklären sein, dass die Natriumsalze der niederen Alkoholschwefelsäureester dissoziieren und die hiebei freiwerdenden niederen Alkohole mit dem Abgas entweichen. 



   Die anfallenden trockenen Produkte, welche auch bei längerem Lagern keine Feuchtigkeit anziehen, sind infolge der einfachen Handhabung bei der Verpackung, beim Versand und bei der Anwendung ganz besonders als Hilfsmittel für alle jene Zwecke, bei welchen es auf Erhöhung der Kapillaraktivität ankommt, geeignet. 



   Beispiel   l : Ein durch   Verseifung von Kokosfett gewonnenes Fettsäuregemisch wird mit Äthylalkohol verestert, das Estergemisch mit Natrium und Äthylalkohol zu den entsprechenden Alkoholen 

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   60%   enthält, der Sulfonierung mit der berechneten Menge   Chlorsulfonsäure   unter Kühlung unterworfen. Das so erhaltene Sulfonieiungsprodukt wird nach Neutralisation mit Natronlauge in Form einer   40% eigen   wässerigen Lösung im Inneren eines geschlossenen Behälters durch eine mit grosser Geschwindigkeit rotierende gelochte Trommel horizontal in Form eines Schwaden feinster Nebelteilchen versprüht und einem Strom   erwärmter   Luft entgegenleitet, welcher beim Durchdringen des Nebelschwadens diesem das ganze Wasser entzieht.

   Die Temperatur des eingeführten Luftstromes beträgt 175  ; die Geschwindigkeit des Zulaufes der Lösung wird so reguliert, dass sich die Innentemperatur in der Trockenzone auf   70-750 einstellt.   Man erhält ein ausserordentlich leichtes, feines, weisses Pulver, das im wesentlichen aus den Natriumsalzen der sauren   Schwefelsäureester   des Laurinalkohols und Myristinalkohols neben geringen Mengen von   Schwefelsäureestern   höherer Alkohole besteht. 



   Beispiel 2 : Eine Lösung der Natronsalze von sulfonierten Kokosfettalkoholen wird in die Mulde eines   Walzentrocknern   gebracht und mittels Tauchwalze aus Hartgummi und Auftragwalze aus Weichgummi auf die Trockenwalze aufgestrichen, die mit Dampf von 150  geheizt ist und eine Aussentemperatur von etwa   1400 aufweist.   Die Temperatur der Lösung im Zeitpunkt des Eintrocknen lässt sich nicht genau bestimmen, dürfte aber annähernd zwischen 90 und   1100 betragen.   Von der Trockenwalze wird 
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 Schuppen anfällt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Überführung neutralisierter Sulfonierungsprodukte höherer aliphatischer Alkohole in trockene Form, dadurch gekennzeichnet, dass man die wässerigen Lösungen von in bekannter Weise gewonnenen neutralisierten Sulfonierungsprodukten der aus Kokosöl oder Palmkernöl erhältlichen Gemische höherer aliphatischer Alkohole in fein verteilter Form rasch auf hohe Temperatur, vorzugsweise zwischen   70  und 110 ,   erhitzt und wieder abkühlt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren gemäss Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Zerstäubung- trockners bekannter Bauart.
AT139446D 1930-08-06 1931-05-20 Verfahren zur Überführung neutralisierter Sulfonierungsprodukte höherer aliphatischer Alkohole in trockene Form. AT139446B (de)

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