AT234873B - Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe

Info

Publication number
AT234873B
AT234873B AT243163A AT243163A AT234873B AT 234873 B AT234873 B AT 234873B AT 243163 A AT243163 A AT 243163A AT 243163 A AT243163 A AT 243163A AT 234873 B AT234873 B AT 234873B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
dyes
vat dyes
group
water
parts
Prior art date
Application number
AT243163A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Application granted granted Critical
Publication of AT234873B publication Critical patent/AT234873B/de

Links

Landscapes

  • Coloring (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung neuer, wertvoller Küpenfarbstoffe, die eine, vorzugsweise saure, wasserlöslichmachende Gruppe, mindestens zwei Reste der   Anthrachinonreihej. die   direkt oder über   ein Brückenglied miteinander verbunden   sein können oder ein verküpbares System von mindestens vier aneinander kondensierten Ringen und einen über ein Schwefelatom gebundenen, gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest, z. B. einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-oder vor allem einen Arylrest enthalten. 



   Der   Begriff"Küpenfarbstoffe"umfasst Farbstoffe,   die durch Reduktion in eine sogenannte Leukoform oder Küpe übergeführt werden, welche eine bessere Affinität für natürliche oder regenerierte Cellulosefasern aufweist, als die nicht reduzierte Form, und die sich durch Oxydation wieder in das ursprüngliche chromophore System zurückführen lässt.

   Als geeignete Küpenfarbstoffe seien insbesondere diejenigen der Anthrachinonreihe genannt, beispielsweise solche, die zwei unveränderte 9, 10-Dioxoanthracenringe enthalten, oder solche Anthrachinone, die noch ankondensierte carbocyclische und/oder heterocyclische Ringe enthalten oder aus mehreren Anthrachinoneinheiten bestehen, die direkt oder über ein Brückenglied miteinander verbunden sein können, sowie Küpenfarbstoffe der Perylentetracarbonsäurediimidreihe,   der Naphthalintetracarbonsäurediimidreihe,   der   Benzo- oder   Naphthochinonreihe und indigoide Küpenfarbstoffe.. Ausser den genannten Mercaptosubstituenten können die erfindungsgemäss erhältlichen Farbstoffe, die in Küpenfarbstoffen üblichen Substituenten, wie z. B. Halogenatome, Alkoxy-, Acylaminooder Alkylgruppen enthalten.

   Von besonderem Interesse sind jene Küpenfarbstoffe, die ein verküpbares System von mindestens fünf aneinander kondensierten Ringen oder mindestens zwei Anthrachinonreste enthalten. 



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Farbstoffe können sich beispielsweise von folgenden Farbstoffen ableiten :
Dibenzanthron, Isodibenzanthron, Anthanthron, Dibenzpyrenchinon, Pyranthron, Flavanthron, In- 
 EMI1.1 
 ten Farbstoffen aus der Anthrachinonreihe seien noch die Küpenfarbstoffe der Perylentetracarbonsäureoder Naphthalintetracarbonsäurereihe, oder Pyrenchinonreihe genannt. 



   Als wasserlöslichmachende Gruppen sind hier sowohl stabile Gruppen, die in permanent löschen Farbstoffen vorhanden sind, wie auch abspaltbare Gruppen zu verstehen, oder eine Kombination von beiden. Als wasserlöslichmachende Gruppen sind die stark ionisierten am interessantesten, während schwach saure Gruppen, wie   Alkylsulfon- oder   Sulfamidgruppen in gewissen Fällen auch in Betracht kommen. Es können beispielsweise neben derPhosphatogruppeinsbesondere dieCarboxylgruppe, die   Sulfonsäuregruppe,   die Sulfatgruppe und die Thiosulfatogruppe erwähnt werden. 



   Erfindungsgemäss erhält man die Farbstoffe z. B. dadurch, dass man Küpenfarbstoffe, die mindestens zwei Reste der Anthrachinonreihe oder ein verküpbares System von mindestens vier aneinander konden - 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 sierten Ringen und mindestens einen abspaltbaren Substituenten, z. B. eine   Nitro. oder Sulfonsäuregruppe   in a-Stellung eines Anthrachinonrestes oder ein Halogenatom enthalten, mit Mercaptanen, insbesondere mit Arylmercaptanen, zu Thioäther kondensiert und dabei, falls im Ausgangfarbstoff keine saure wasser-   löslichmachende Gruppe   vorhanden bleibt, Mercaptane verwendet, die eine derartige Gruppe aufweisen. 



   Aus halogenierten Monoanthrachinonderivaten, insbesondere aus   a-Chloranthrachinonen,   erhält man durch Kondensation mit Dimercaptanen, z. B. Dimercaptobenzol, oder Dimercaptobenzolsulfonsäure, ebenfalls   erfindungsgemäss   herstellbare Küpenfarbstoffe, die Anthrachinonkerne und Mercaptogruppen aufweisen. 



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Küpenfarbstoffe, die wasserlöslichmachende Gruppierungen, vorzugsweise saure Gruppierungen dieser Art und einen über ein Schwefelatom gebundenen Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl- oder Arylrest enthalten, eignen sich zum Färben der verschiedensten Materialien, wie synthetischer oder natürlicher Faserstoffe,   z. B. Celluloseäther und-ester,   Polyesterfasern,   Polyamidfa-   sern, Polyacrylnitrilfasern, Polyurethanfasern, ferner auch Wolle und Seide, insbesondere aber zum Färben und Bedrucken von Textilmaterialien aus natürlicher oder regenerierter Cellulose nach der sogenann-   tenDirekt- oder Ausziehfärbemethode,   vor allem aber nach dem Druck- und nach dem Foulardierverfahren.

   Trotz deren Wasserlöslichkeit ergeben die erfindungsgemäss erhältlichen Küpenfarbstoffe mindestens auf Cellulosefasern, wenn sie nach der Küpenfärbemethode, d. h. in Gegenwart von Alkali und eines Reduktionsmittels appliziert werden, Färbungen und Drucke, die sich durch sehr gute Licht- und ausgezeichnete Nassechtheiten und in der Regel auch durch ihre gute   Egalität   und gutes Durchfärbevermögen auszeichnen. 



   Die Färbungen und Drucke, die mit den erfindungsgemäss erhältlichen Farbstoffen erzielt werden, sind auch trockenreinigungsecht und migrationsecht. Die gefärbten Gewebe können daher mit Kunstharzen, beispielsweise Polyvinylchlorid, beschichtet werden, ohne dass der Farbstoff in den Kunststoff hineinmigriert, was besonders bei der Herstellung von Kunstleder wichtig ist. Ferner ist die sehr leichte Verküpbarkeit der erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen zu erwähnen und die damit verbundenen Ein-   sparungen   bzw. Vereinfachungen in der Applikation. 



   In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird,   Gew. -   Teile, die Prozente   Gew. -0/0,   und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Zwischen einem Gew.-Teil und einem VoL -Teil besteht das gleiche Verhältnis, wie zwischen einem Gramm und einem Milliliter. 



   Beispiel 1 : 40 Teile des Farbstoffes folgender Konstitution 
 EMI2.1 
 werden mit 16 Teilen   Mercaptoäthansulfonsäure   (hergestellt aus Bromäthansulfonsäure und Kaliumhydrogensulfid) in 500 TeilenWasser und 14 Teilen Ätzkali während 24 h am Rückfluss verkocht. Der nach dem Aussalzen gewonnene Farbstoff der Formel 
 EMI2.2 
 färbt Baumwolle nach der Färbevorschrift A in gelben Tönen. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Beispiel 2 : 4,8   Teile 5, 10-Dianilino-3, 8-dichlor-1, 6-pyrenchinon werden   mit 3, 1 Teilen Thiosalizylsäure und 2,4 Teilen Ätzkali in 125 Teilen Isopropanol während 24   h am Rückfluss verrührt.   Der nach dem Erkalten gewonnene wasserlösliche Küpenfarbstoff der Formel 
 EMI3.1 
 färbt Baumwolle nach der Färbevorschrift A in gelbstichig grünen Tönen. 



   Bei Verwendung von 3, 6 Teilen Mercaptobenzolsulfonsäure an Stelle von Thiosalicylsäure wird ebenfalls ein wasserlöslicher Farbstoff erhalten, der Baumwolle in grünen Tönen färbt. 
 EMI3.2 
 sulfit in 350 Teile Wasser eingegossen. Im so erhaltenen Färbeband färbt man 10 Teile Baumwolle während 45 min unter Zusatz von 12 Teilen Natriumchlorid, indem man die Färbetemperatur bis 800 ansteigen lässt. Nach dem Färben wird in kaltem fliessendem Wasser bis zur vollständigen Oxydation gespült, abgesäuert und kochend geseift. Man erhält eine leuchtend goldgelbe Färbung von ausgezeichneten Echtheiten. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe, die mindestens eine, vorzugsweise saure, wasserlöslichmachende Gruppe, mindestens zwei Reste der Anthrachinonreihe, die direkt oder über ein Brükkenglied miteinander verbunden sein können, oder ein verküpbares System von mindestens vier aneinander kondensierten Ringen, mindestens einen über ein Schwefelatom gebundenen, gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest, z. B. einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, oder vor allem Arylrest, und die gegebenenfalls die in Küpenfarbstoffen üblichen Substituenten, wie z. B.

   Halogenatome, Alkoxy-, Alkyl- oder Acylaminogruppen enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man Küpenfarbstoffe, die mindestens zwei Reste der Anthrachinonreihe oder ein verküpbares System von mindestens vier aneinander kondensierten Ringen und mindestens einen abspaltbaren Substituenten, z. B. eine Nitro- oder Sulfonsäuregruppe.. in a-Stellung eines Anthrachinonrestes oder ein Halogenatom enthalten, mit Mercaptanen, insbesondere mit Arylmercaptanen, zu Thioäthern kondensiert und dabei, falls im Ausgangsfarbstoff keine saure, wasserlöslichmachende Gruppe vorhanden bleibt, Mercaptane verwendet, die eine derartige Gruppe aufweisen.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Monoanthrachinone, insbesondere a-Chlormonoanthrachinone mit Dimercaptobenzolsulfonsäuren zusammen verknüpft.
    3. Verfahren nach Anspruch l,. dadurch gekennzeichnet, dass man Thiophenol bzw. Naphthylmercaptan als Ausgangsstoff verwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Ausgangsküpenfarbstoffe verwendet, die als wasserlöslichmachende Gruppe eine abspaltbare Gruppe, wie die Sulfat- oder Thiosulfatgrup- pe, aufweisen.
AT243163A 1961-09-29 1961-10-27 Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe AT234873B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH234873X 1961-09-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT234873B true AT234873B (de) 1964-07-27

Family

ID=29741709

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT243163A AT234873B (de) 1961-09-29 1961-10-27 Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT234873B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1265698C2 (de) Verfahren zur Erzeugung von nassechten Faerbungen und Drucken
DE1183189B (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen, die frei von sauren wasserloeslichmachenden Gruppen sind
AT234873B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe
CH523957A (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Azofarbstoffen
AT234874B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe
AT233696B (de) Verfahren zur Herstellung neuer sulfonsäuregruppenhaltiger anthrachinoider Küpenfarbstoffe
DE1644598C3 (de) Anthrachinonfarbstoffe
AT235437B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe
AT233693B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe
AT230840B (de) Verfahren zum Färben polyhydroxylierter Materialien
DE1224425B (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen
AT234246B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe
DE1203726B (de) Verfahren zum Faerben und Bedrucken von Textilmaterialien mit Kuepenfarbstoffen
DE767692C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
CH407373A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe
AT229262B (de) Färbeverfahren
DE1936400A1 (de) Anthrachinonfarbstoffe
DE1229493B (de) Verfahren zum Faerben oder Bedrucken von Cellulose-Textilmaterialien
AT238345B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, azo- und carbamidgruppenfreien Küpenfarbstoffen
AT243395B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Küpenfarbstoffe
DE1180864B (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe
DE956263C (de) Verfahren zur Herstellung von sauren Farbstoffen der Anthrachinonreihe
AT229263B (de) Verfahren zum Färben und Bedrucken von Textilmaterialien
DE914047C (de) Verfahren zur Herstellung von peralkylierten sauren Farbstoffen der Anthranchinonreihe
DE1644500A1 (de) Verfahren zur Herstellung neuer Dispersionsfarbstoffe der Anthrachinonreihe