AT230019B - Verfahren zur Herstellung von Tetracyclinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tetracyclinen

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Tetracyclinen 
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung der Breitbandspektrum-Antibiotika Tetracyclin, Chlortetracyclin und Bromtetracyclin. Diese Tetracycline haben die Formel 
 EMI1.1 
 worin Z Wasserstoff, Chlor oder Brom bedeutet. Sie wurden bisher durch aerobe Fermentation eines wässerigen Nährmediums, das einen bestimmten Gehalt an Chlor-und/oder Bromionen besitzt, mit einem Mikroorganismus der Species Streptomyces aureofaciens hergestellt. 



   Es wurde nun gefunden, dass man die Tetracycline der Formel I herstellen kann, wenn man ein wässeriges Nährmedium mit einem Mikroorganismus der Species Streptomyces aureofaciens in Gegenwart des entsprechenden   5a (lla)-Dehydrotetracyclins   der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 worin Z die angegebene Bedeutung besitzt, aerob fermentiert. 



   Die   5a (lla)-Dehydrotetracycline   der allgemeinen Formel II sind neue Antibiotika, die unter geeigneten Fermentationsbedingungen durch gewisse Mutantenstämme von Streptomyces aureofaciens gebildet werden. Kulturen solcher Stämme wurden bei der American Type Culture Collection in Washington, 
 EMI1.3 
 doch die genannten neuen   Mutantel1StÅamme   von Streptomyces aureofaciens recht ergiebige Stämme sind, die   z. B.   meist mehr als   9000 - 10000 Jlg/ml   an   7-Chlor-5a (lla)-dehydrotetracyclin   erzeugen, hat man Versuche unternommen, um diese Antibiotika in Breitbandspektrum-Antibiotika umzuwandeln. 



   Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe durch eine biologische Umwandlung der neuen Antibi- 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann durch einfache Zugabe der neuen Antibiotika zu einem Fermentationssystem durchgeführt werden, bei dem übliche Stämme von Streptomyces aureofaciens verwendet werden. So wird   7-Chlor-5a (Ila) -dehydrotetracyclin   durch Zugabe zu einem üblichen Fermentationssystem, das übliche Chlortetracyclin erzeugende Stämme von Streptomyces aureofaciens enthält, in Chlortetracyclin umgewandelt. Die Umwandlung ist bisher zwar keine vollständige, doch wurden 18bis   48%igue   Umwandlungen in den meisten Fällen erzielt. 



   In ähnlicher Weise wird   7-Brom-5a (Ila)-dehydrotetracyclin   bei Zugabe zu einem Fermentationssystem, das übliche Stämme von Streptomyces aureofaciens enthält, in Bromtetracyclin und   5a (11a)-De-   hydrotetracyclin in Tetracyclin umgewandelt. 



   Die Fermentationsbedingungen sind im allgemeinen dieselben, die man bei bekannten Verfahren zur Herstellung von Chlortetracyclinen und Tetracyclin auf fermentativem Wege verwendet (USA-Patentschriften Nr. 2, 482, 055 und Nr. 2,734,018), wobei man zweckmässig die 5a(lla)-Dehydrotetracycline zu Beginn des Fermentationsprozesses zufügt. Das Fermentationsmedium enthält die üblichen Nährstoffe und Mineralsubstanzen. 



   Ebenso geht die Gewinnung desChlortetracyclins und desTetracyclins aus dem Fermentationsmedium in üblicher Weise vor sich und braucht hier nicht beschrieben zu werden. Es sind zahlreiche Verfahren zur Gewinnung dieser Antibiotika aus Fermentationsflüssigkeiten beschrieben worden. 



   Bromtetracyclin kann in ähnlicher Weise gewonnen und isoliert werden. Erfolgt die Fermentation, wie in einigen der folgenden Beispiele beschrieben in Anwesenheit bestimmter Chlorierungsinhibitoren, beispielsweise von 2, 5-Dimercapto-1, 3,4-thiodiazol oder   2- (2-Furyl) -5-mercapto-1, 3, 4-oxdiazol,   so bewirken diese eine Änderung des bei der normalen fermentativen Chlortetracyclinherstellung bestehenden Verhältnissen von Chlortetracyclin zu Tetracyclin, so dass vorwiegend Tetracyclin erhalten wird. Man kann auf diese Weise die Chlortetracyclinbildung aus   7-Chlor-5a (lla) -dehydrotetracyclin   leichter überwachen, während in Abwesenheit derartiger Inhibitoren die Bildung von Chlortetracyclin auf Grund der Umwandlung aus 7-Chlor-5a (lla)-dehydrotetracyclin nicht feststellbar ist. 



   Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. 



     Beispiel 1 :   Je 25 cm3 einer Nährlösung der folgenden Zusammensetzung : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Stärke <SEP> 55 <SEP> g/l
<tb> Maisquellwasser
<tb> CaCO <SEP> 9 <SEP> g/l
<tb> (NH4) <SEP> zS04 <SEP> 5, <SEP> 6 <SEP> g/l
<tb> MnS04 <SEP> (7eo) <SEP> 80 <SEP> mgtl
<tb> Cor12. <SEP> 6H2O <SEP> 5 <SEP> mg/l
<tb> NHCl <SEP> 1, <SEP> 7 <SEP> g/I
<tb> Schweineschmalz <SEP> 3, <SEP> 2 <SEP> Vol. <SEP> -% <SEP> 
<tb> 
 werden in 250 ml fassende Erlenmeyer-Kolben abgefüllt und nach der Sterilisation mit einer vegetativen Impfkultur von   Strepiomycesaureofaciens beimpft.

   100   Teile 2, 5-Dimercapto-1, 3, 4-thiodiazol je Million Teile Nährlösung und 500   lig     7-Chlor-5a (lla) -dehydrotetracyclin   pro ml werden zugefügt, worauf 120 h lang bei 250 unter Schütteln auf einer rotierenden Schüttelvorrichtung fermentiert wird. Das Gärfiltrat wird fluorometrisch auf seinem Gehalt an Chlortetracyclin untersucht, wobei auf Grund der Zugabe von 7-Chlor-5a (lla)-dehydrotetracyclin ein Anstieg von 248   jg/ml   festzustellen ist, was   4'i   der theoretischen Menge an Chlortetracyclin, die bei der Hydrierung von   7-Chlor-5a (lla)-dehydrotetracyclin   erzielbar ist, entspricht. 



     Beispiel 2 :   Die Verfahrensweise des Beispieles 1 wird wiederholt, mit der einzigen Ausnahme, dass als Chlorierungsinhibitor 10 Teile 2-(2-Furyl)-5-mercapto-1,3,4-oxdiazol je Million Teile Nährlösung zugefügt werden. Man stellt bei der fluorometrischen Bestimmung von Chlortetracyclin ein Anwachsen von 170   blglml   auf Grund derZugabe von   7-Chlor-5a (lla) -dehydrotetracyclin   fest. Dies bedeutet, dass   34%   des zugegebenen   7-Chlor-5a (Ila)-dehydrotetracyclins   in Chlortetracyclin umgewandelt wurden. 



   Beispiel 3 : Die Verfahrensweise des Beispieles 1 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass 5a   (lIa)-Dehydrotetracyclin   zum Fermentationssystem hinzugegeben und kein Inhibitor verwendet wird. 



  Annähernd   350/0   des zugegebenen   5a (Ila)-Dehydrotetracyclins   werden in Tetracyclin umgewandelt. 



   Beispiel 4 : Die Verfahrensweise des Beispieles 1 wird wiederholt, mit der Ausnahme, dass   7-Brom- 5a (lla) -dehydrotetracyclin   zum Fermentationssystem zugegeben wird. Ungefähr   30%   des zugegebenen   7-Brom-5a (lla) -dehydrotetracyclins   werden in Bromtetracyclin umgewandelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Tetracyclinen der allgemeinen Formel EMI3.1 worin Z Wasserstoff, Chlor oder Brom ist, durch Fermentation eines wässerigen Nährmediums mit einem Mikroorganismus der Species Streptomyces aureofaciens, dadurch gekennzeichnet, dass die Fermentation unter Zusatz eines entsprechenden 5a (lla) -Dehydrotetracyc1ins der allgemeinen Formel EMI3.2 worin Z die oben angegebene Bedeutung besitzt, durchgeführt wird, wobei die Hydrierung der 5a (lla) - Doppelbindung erfolgt.
AT239958A 1957-04-05 1958-04-02 Verfahren zur Herstellung von Tetracyclinen AT230019B (de)

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