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Vorrichtung bei schrittweise kletternden Hebewerken zur Sicherstellung einer periodisch wiederkehrenden gleichen Hebestrecke
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung bei schrittweise kletternden Hebewerken zur Sicherstellung einer periodisch wiederkehrenden gleichen Hebestrecke, die mehr als einen Schritt umfasst.
Diese kletternden Hebewerke oder"Kletterzüge"sind Hebevorrichtungen, Aufzüge od. dgl., die ent- lang einer Stange schrittweise hochklettern. Bei jedem nach oben gerichteten Kraftimpuls klettert das He- bewerk einen Schritthöher, d. h. eine bestimmte Strecke entlang der Kletterstange. Die Schrittlänge kann konstant oder veränderlich sein.
Ein Nachteil bei allen diesen kletternden Hebewerken besteht darin, dass, wenn eine durchwegs gleiche Hebestrecke erstrebt wird, eine jeweils wirklich vollkommen gleiche Hebestrecke im praktischen Betrieb wegen ungleichmässiger Belastung usw. nicht erzielbar ist ; vielmehr treten immer kleinere Abweichungen auf. Diese Abweichungen sind besonders störend, wenn zwei oder mehrere Hebewerke gemeinsam zum Hochziehen einer Last, z. B. einer Gleitform, verwendet werden, da die Abweichungen die Neigung haben, sich zu addieren. Um zu vermeiden, dass die zulässigen Toleranzen überschritten werden, ist daher während des Hebens oder Hochziehens eine ständige Überwachung und Korrigierung notwendig. Eine solche Überwachung fordert gelernte, in den meisten Fällen sogar spezialisierte Arbeitkräfte mit Erfahrung und gutem Urteilsvermögen.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, diesen Nachteil zu beseitigen und eine Vorrichtung zu schaffen, die das Erzielen einer periodisch wiederkehrenden gleichen Hebestrecke bei derartigen kletternden Hebewerken ermöglicht. Hiebei bezweckt die Erfindung fernerhin, eine solche Vorrichtung so zu gestalten, dass ihre Handhabung auf einfache Weise und. durch Personen ohne Spezialausbildung erfolgen kann.
Kennzeichnend für die Vorrichtung gemäss der Erfindung ist in erster Linie ein an der Kletterstange angebrachtes verstellbares Stopporgan und ein an der Kletterstange angebrachter Bügel, der das Stopporgan umschliesst und entlang der Stange verschiebbar ist, u. zw. zwischen einer Stellung, in der er mit einem oberen Anschlag auf dem Stopporgan ruht, und einer Stellung, in der er mit einem unteren Anschlag gegen das Stopporgan anstösst und in der er das Hebewerk in dessen kletternder Bewegung zum Stillstand bringen kann.
Im folgenden wird eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung unter Hinweis auf die Zeichnungen beschrieben.
Fig. l zeigt eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf diese Vorrichtung, und Fig. 3-5 zeigen die Vorrichtung im Betrieb in verschiedenen Stellungen oberhalb eines zum Klettern und Hochziehen einer Gleitform angeordneten Hebewerkes.
Mit 1 wird in den Zeichnungsfiguren ein nur schematisch dargestelltes Hebewerk bezeichnet, das an einer Kletterstange 2 zum Hochziehen einer Gleitform beim Giessen einer Wand 3 angebracht ist, wobei mit 4 die Formenseiten, mit 5 die Tragbänder für die Form, mit 6 ein Joch und mit 7 Jocharme bezeichnet sind (Fig. 3).
Oberhalb des Hebewerkes 1 ist eine Distanzvorrichtung gemäss der Erfindung angebracht, um eine gleiche Hebestrecke bei der Kletterbewegung des Hebewerkes zu schaffen. Die Distanzvorrichtung umfasst einerseits einen Stoppring 8, der entlang der Kletterstange 2 verschiebbar ist und an dieser mittels einer Sperrschraube 9 verriegelt werden kann, und anderseits einen Bügel 10, der gleichfalls verschieb-
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bar entlang der Kletterstange angeordnet ist und an ihr mittels einer Sperrschraube 11 verriegelt werden kann. Der Bügel 10 weist obere und untere Anschlagflächen 12 bzw. 13 auf, welche zur Zusammenwir- kung mit dem Stoppring 8 angeordnet sind. Die Entfernung zwischen den Anschlagflächen 12 und 13, ab- züglich der Dicke des Stoppringes, entspricht somit der Hebestrecke.
Diese Entfernung kann einen festen
Wert haben, ist aber bei der gezeigten Ausführungsform der Distanzvorrichtung veränderlich (einstellbar), u. zw. dadurch, dass die obere Anschlagfläche 12 an einem Querstück 14 angebracht ist, das mittels
Schrauben 15 entlang den Schenkeln des U-förmigen Bügels 10 verstellt werden kann.
Diese Einrichtung arbeitet folgendermassen : An allen Kletterstangen 2 wird je eine Distanzvorrichtung oberhalb jedes Hebewerkes 1 angebracht, wobei der Abstand zwischen den Anschlagflächen 12 und 13 im voraus bei allen Distanzvorrichtungen auf ein-und denselben Wert eingestellt worden ist. Die Bügel 10 werden mit den Hebewerken 1 in Berührung gebracht und in dieser Stellung an den Kletterstangen 2 mit
Hilfe der Sperrschrauben 11 verriegelt. Hierauf werden die Stoppringe 8 so gehoben, dass sie gegen die oberen Anschlagflächen 12 anliegen, und werden mit Hilfe ihrer Sperrschrauben 9 (s. Fig. 3) in dieser
Stellung verriegelt. Danach werden die Bügel 10 aus ihrer Verriegelungsstellung gelöst und so gehoben, dass ihre untere Anschlagfläche 13 den Stoppring 8 berührt, worauf der Bügel in dieser Stellung verriegelt wird (Fig. 4).
Hiedurch sind alle Vorrichtungen um eine konstante Weglänge entlang den Kletterstangen verschoben worden, so dass die Hebewerke bei ihrem Hochklettern ein-und dieselbe Strecke zurücklegen können, bis sie mit den Distanzvorrichtungen in Berührung kommen. Das Heben oder Hochziehen der Form kann jetzt beginnen, und während dieses Hebevorganges setzt der Kontrolleur alle Stoppringe 8 um, u. zw. so, dass sie wieder mit den oberen Anschlagflächen 12 der Bügel in Berührung kommen. Allmählich erreichen die Hebewerke die Bügel, wobei die Kletterbewegung jedes der Hebewerke unterbrochen ("gestoppt") wird.
Bei kleineren Hebewerken können die Distanzvorrichtungen als rein mechanische Stopporgane für die Hebewerke dienen, während es dagegen bei grösseren Hebewerken erforderlich ist, dass die Distanzvorrichtungen ein die Kraftzufuhr zu den Hebewerken regulierendes Organ, z. B. Druckmediumzufuhr abstellende Ventile, elektrische Schalter od. dgl., betätigen.
Nachdem die Kletterbewegung aller Hebewerke so zum Stillstand gebracht worden ist, werden die Bügel wieder nach oben versetzt, so dass sie den Stoppring wieder in der inFig. 4 gezeigten Lage berühren, und der ganze Vorgang wird wiederholt, bis die Hebearbeit auf erwünschte Höhe erfolgt ist.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht in irgendeiner Hinsicht auf die oben näher beschriebene und in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsform beschränkt, sondern zahlreiche andere Ausführungsformen und Modifikationensind innerhalb des Rahmens der Erfindung möglich, wie es für den Fachmann ohne weiteres ersichtlich sein dürfte.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung bei schrittweise kletternden Hebewerken zur Sicherstellung einer periodisch wiederkehrenden gleichen Hebestrecke, die mehr als einen Schritt umfasst, gekennzeichnet durch ein an der Kletterstange (2) angebrachtes, verstellbares Stopporgan (8) und einen an der Kletterstange angebrachten Bügel (10), der das Stopporgan umschliesst und zwischen einer Stellung verschiebbar ist, in welcher er mit einer oberen Anschlagfläche (12) auf dem Stopporgan ruht, und einer Stellung, in welcher er mit einer unteren Anschlagfläche (13) an das Stopporgan anstösst, wodurch das Hebewerk (1) in dessen kletternder Bewegung zum Stillstand gebracht wird.