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Vorrichtung zum Erleichtern des Treppensteigens Die Erfindung betrifft
eine Torrichtung zum Erleichtern des Treppensteigens und besteht darin, daß ein
im Treppenhaus angebrachtes, über eine Rolle laufendes und .an einem Ende mit einem
Handgriff versehenes Seil am anderen Ende mit einem Gewicht versehen wird.
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Es ist bereits vorgeschlagen worden, mit Handgriffen versehene Seile
zur Erleichterung des Treppensteigens zu benutzen. Der Antrieb des Seiles erfolgte
hierbei durch einen Motor, der so eingerichtet war, daß das Seil nicht mehr mitgenommen
wurde, wenn die darauf ausgeübte Kraft zu groß wurde.
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Diesem Antrieb haften jedoch eine große Reihe von Nachteilen an.
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Die Aufstellung eines Motors ist teuer und umständlich. Der zum Betrieb
erforderliche Strom belastet die Betriebskosten der Anlage. Ist der Motor :in Reparatur,
so ist die Anlage außer Betrieb. Wenn der Motor in einer Richtung umläuft, muß er
zunächst ausgeschaltet werden, bevor er ;in anderer Richtung umlaufen kann. Schließlich
hat der Umstand, däß die Bewegung,des durch einen Motor angetriebenen Seiles maschinell
erfolgt, wiederum zur Folge, daß das Seil den jeweiligen Bedürfnissen des Benutzers
nicht angepaßt werden kann, weil ein maschineller Antrieb nicht genügend elastisch
ist. Um diese Nachteile zu beheben, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, das Seil
über eine im Treppenhaus angeordnete Rolle laufen zu lassen und an Stelle des maschinellen
Antriebs ein Gegengewicht vorzusehen.
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Das Seil wird an dem anderen Ende mit einem Griff versehen, der im
Ruhezustand ein einen Haken eingehängt werden kann.
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Befindet sich nun das Seil beispielsweise im Erdgeschoß, :d. h. ist
der Handgriff in einen Haken im Erdgeschoß eingehängt, so wird der Handgriff, wenn
eine Person die Treppen steigen will, ausgehakt und von der Person ergriffen. Das
Gegengewicht, das niedersinken und das Seil hochziehen wird, hat,daher das Bestreben,
!das Treppensteigen zu erleichtern, da ein Teil rdes Gewichtes der betreffenden
Person durch das Gewicht ausgeglichen wird.
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Wenn der Benutzer dann in irgendeinem Stockwerk angelangt ist, wird
das Seil in einem auf diesem Stockwerk befindlichen Haken befestigt.
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Will er schließlich die Treppen hinuntersteigen, löst erden Handgriff
aus dem Haken und ergreift ihn; in diesem Augenblick hat das Seil das Bestreben,
sich nach oben zu bewegen. Da der Benutzer aber die Treppen heruntersteigen will,
findet er einen gewissen Widerstand. Dies ist insbesondere wichtig,
wenn
Kinder und alte oder schwächliche Personen Treppen hinuntersteigen wollen, da sie
selbst bei Fehltritten nicht stürzen können, weil sie durch .das Gegengewicht gehalten
werden.
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Es ist einleuchtend, daß diese Vorrichtung zum großen Teil die Vorteile
der bereits bekannten Vorrichtungen zum Erleichtern des Treppensteigens besitzt,
daß sie aber deren Nachteile bewußt vermeidet.
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Der Betrieb ist zunächst sehr elastisch, weil die Vorrichtung den
bei oder Verschiedenheit der Personen auch verschieden hoch auftretenden Beanspruchungen
jederzeit leicht folgen kann. Die Anlagekosten und die Betriebskosten sind verschwindend
gering. Die Vorrichtung ist dauernd betriebsfähig, weil irgendwelche Organe, die
zum Stillstand führen könnten, nicht vorhanden sind. Schließlich kann die Vorrichtung
ohne besondere Schaltung jederzeit sowohl zum Hinaufsteigen als auch zum Hinuntersteigen
der Treppen benutzt werden.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Abb. i bis :1. dargestellt,
während die Gesamtanordnung aus der Abb. 5 hervorgeht.
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In Abb. i bedeuten i das Seil, z die Seilrolle, 3 den Handgriff, der
im Ruhezustand eingehakt ist und bei Benutzung .der Vorrichtung von der betreffenden
Person ergriffen wird, und q. das Gegengewicht. An Stelle -einer Rolle können auch
mehrere Rollen vorgesehen sein, welche im Treppenhaus oder -an irgendeiner geeigneten
Stelle angeordnet werden können.
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Wie Abb. .4 zeigt, kann der vom Gewicht q. zurückgelegte Weg in weiten
Grenzen verändert werden. In diesen Fällen ist es allerdings erforderlich, die Gewichtsmasse
entsprechend zu erhöhen, wenn mehrere Gewichte beispielsweise nach Ab.b. q. dieselbe
Wirkung wie ein Gewicht nach Abb. i ausüben sollen.
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Im Ruhezustand kann das Gewicht durch Haken, die auf jedem Stockwerk
vorgesehen sind und in die der Handgriff 3 eingehängt wirrt, festgehalten werden.
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Es ist aber auch leicht möglich, die Anordnung so auszubilden, daß
das Gewicht in diesem Falle selbsttätig festgehalten wird, beispielsweise durch
eine Vorrichtung, wie sie in den Albb. 2 und 3 dargestellt ist. Wie diese Abbildungen
zeigen, wind die Rollenachse durch eine federnde Lagerung 5, 5a getragen. Sofern
die Vorrichtung in Betrieb ist, werden die Federn 5" zusammengedrückt, so
daß die Rolle 2 von den Bremsbacken :2e fortbewegt und freigegeben wird. Wenn dagegen
kein Zug auf den Handgriff 3 und das Seil i ausgeübt wird, drücken die Federn die
Rolle gegen die Bremsbacken 2e, so daß sie zum Stillstand kommt. An Stelle der Bremszacken
könnte auch eine andere Breinsvorr ichtung vorgesehen werden, beispielsweise eine
Sperrklinke, die je nach Bedarf automatisch mit an der Rolle angebrachten Zähnen
in Eingriff gebracht werden könnte. Ebensogut könnten auch Windflügel an der Rolle
oder eine Flüssigkeitsbremse vorgesehen werden.