AT22663B - Verfahren zur Darstellung licht- und walkechter blauer bezw. blauschwarzer Färbungen auf Wolle. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung licht- und walkechter blauer bezw. blauschwarzer Färbungen auf Wolle.

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  Verfahren zur Darstellung licht-und walkechter blauer bezw. blauschwarzer Färbungen auf Wolle. 



   Bekanntlich wird eine ganze Reihe von Farbstoffen aus der   Klasse der Sulfosäuren   alkylierter, benzylierter oder arylierter Rosaniline und Pararosaniline (im   Handel gewöhnlich   
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 Gemischen von Chromsalzen und Chromaten nicht zerstört, so dass die Möglichkeit bestand, sie gemeinsam mit Chromierfarbsioffen zur Herstellung nachchromiertcr Färbungen zu benützen. 



   Eine derartige Verwendung geschah indessen stets nur zum Zwecke einer geringen   Veränderung bczw.   Verbesserung der durch den Chromierfarbstoff für sich allein erzielten Nuance und der Prozentsatz an Säure- bezw. Alkaliviolett war daher naturgemäss ein sehr geringer. Aber selbst hiebei macht sich die relativ geringe Lichtechtheit der genannten Triphenylmethanfarbstoffe sofort bemerkbar ; die Lichtbeständigkeit der nuancierten Färbungen erleidet eine erhebliche   Einbusse, indem   der zugesetzte Nuancierstoff verblasst, während der den Hauptbestandteil   bildende Chromierstoff vom Licht   nicht oder kaum verändert auf der Faser zurückbleibt.

   So ist z   B.   die Färbung einer Mischung aus 2-5 Teilen Alizarinschwarz   Tu'il   extra und In Teilen Alkalivolett 4 B N, welche ein schönes Blau darstellt, nach 8tägiger Belichtung durch Verschliessen des letztgenannten Farbstoffes vollständig grau und unansehnlich geworden. 



   Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, dass Mischungen aus dem Farbstoff o-o-Diamidophenolsulfosäure und zwei Molekülen Betanaphtol (Palatinchromschwarz F) (vgl. deutsche Patentschrift Nr. 147880) und derartigen Säure- bezw. Alkaliviolette, deren Nuance durch Nachchromieren nicht zerstört wird, je nach den Mischungsverhältnissen blaue bis blauschwarze Töne zu liefern   vermögen,   welche abgesehen davon, dass sie den hohen Anforderungen, die man an   ehromierte   Färbungen in bezug auf   Walk-,     Wusch- und Säureechtheit heute   zu stellen gewohnt ist, in jeder Beziehung genügen, eine den strengsten Anferderungen vollkommen entsprechende Lichtechtheit aufweisen, und zwar selbst   dann,

   wenn die Beimengung   von Säure- und Alkaliviolett - über den Begriff 
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 gehen, als hier nicht etwa wie bei dem Verfahren der deutschen   Patentschrift Nr. 12268C   die beiden zur Herstellung der Farbstoffmischungen verwendeten Komponeten nach verschiedenen Richtungen des Spektrums hin vorschiessen, sondern der eine Bestandteil   (Palatinchromschwarz F) vom   Licht überhaupt kaum verändert wird. 



   Genau das gleiche Verhalten wie der Farbstoff Palatinchromschwarz F zeigt auch der   o-Oxyazofarbstoff,   welcher aus Alphanaphtylamindisulfosäure 1-2-4 und Betanaphtol erhältlich ist. Aber nicht alle der Klasse der o-Oxyazofarbstoffe angehörigen Chromierfarbstoffe besitzen die den vorgenannten beiden Farbstoffen zukommenden Eigenschaften. 



  So ist z. B. das   Anthracenchromschwarz FE, Cassolla,   dessen wesentlicher Bestandteil der Azofarbstoff aus diazotierter 2-3-Amidonaphtol-6-sulfosäure + 1-8-Amidonaphtolsulfo-   säure ist, zum vorliegenden Zwecke ganz erheblich weniger geeignet ; die Mischungen   

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 daraus mit Farbstoffen der Alkall- und Säureviolettgruppe sind wohl   iichtbeständiger   als die letztgenannten Farbstoffe für sich, erreichen aber   Dicht   entfernt die Lichtechtheit der 
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 oxynaphtalin). 



   Im Gegensatz dazu hat sich gezeigt, dass das als Säurealizarinschwarz R, Höchst, im Handel befindliche Farbstoffgemisch (dessen Hauptbestandteil der   Azofarbstoff aus 0. Nitro-     o-amidophenol-p-sulfosäuro + Betanaphtol   ist) zur Herstellung lichtechter Mischungen mit   Säure-bozw. Alltaiviolett vorzüglich   geeignet ist. 



   Das Verfahren sei durch folgendes   Beispiel erläutert : Man bestellt   das Bad mit zirka   3000 l   Wasser, entkalkt dieses mit 1/2-2 kg oxalsanrom Ammoniak, setzt die Farbstoffe   (2#5 kg Palatinchromschwarz F und 1#5 kg Alkaliviolett 4 B N)   gelöst nebst 20 kg Glaubersalz krystallisiert zu, geht mit 100 kg der zuvor genetzten Wolle ein, kocht 1/4-1/2 Stunde, setzt, nachdem der grösste Teil des Farbstoffes aufgezogen ist, 3-5 kg Essigsäure auf 1-2mal in Zwischenräumen von zirka 1/4 Stunde zu und kocht nach dem letzten Zusatz noch zirka 1/2 Stunde. 



   Ist sodann das Bad genügend hell ausgezogen, so gibt man zirka   11/2   kg chromsaures Kali gelöst hinzu, kocht   1/2-3/4   Stunde, verkühlt und spült. 



   An Stelle des im vorstehenden Beispiel verwendeten Alkaliviolett 4 B N können auch   Alkaliviolett   6 B, Säureviolett 4 B L, 7 B, Säureviolett 4 B extra Elberfeld, Formylviolett S 4 B Casella, Verwendung finden. 



   In dem vorstehenden Beispiel kann der Farbstoff Palatinchromschwarz F ersetzt werden durch den Farbstoff aus   Alphanaphtylamindisulfosäure   1-2-4 und   Betanaphtol   oder durch den Farbstoff Säurealizarinschwarz B.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung licht-und walkechter blauer bezw. blauschwarzer Färbungen auf Wolle, dadurch gekennzeichnet, dass man den Disazofarbstoff aus o-o-Diamidophenol- sulfosäure únd zwei Molekülen Betanaphtol oder den o-Oxyazofarbstoff aus Alphanaphtylamin- disulfosäure 1-2-4 und Betanaphtol oder den als Säurealizarinschwarz R im Handel befindlichen Chromierfarbstoff bezw.
    den Farbstoff o-Nitro-o-amidophenol-p-sulfosäure-azo- Betanaphtol zusammen mit chrombeständigen Farbstoffen vom Typus der Alkali-und Säurevioletts (Sulfosäuren alkylierter und benzylierter oder arylierter Rosaniline oder Pararosanilinp) in einer solchen Menge auffärbt, welche grösser ist als die lediglich zum naneieren erforderliche und dann in üblicher Weise nachehromiert.
AT22663D 1904-06-03 1904-06-03 Verfahren zur Darstellung licht- und walkechter blauer bezw. blauschwarzer Färbungen auf Wolle. AT22663B (de)

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