AT225186B - Verfahren zur Herstellung neuer basischer Äther von Bis-spiro-hydroxy-indanen und deren quartärer Ammoniumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer basischer Äther von Bis-spiro-hydroxy-indanen und deren quartärer Ammoniumverbindungen

Info

Publication number
AT225186B
AT225186B AT499161A AT499161A AT225186B AT 225186 B AT225186 B AT 225186B AT 499161 A AT499161 A AT 499161A AT 499161 A AT499161 A AT 499161A AT 225186 B AT225186 B AT 225186B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
spiro
bis
indanes
hydroxy
quaternary ammonium
Prior art date
Application number
AT499161A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Knoll Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knoll Ag filed Critical Knoll Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT225186B publication Critical patent/AT225186B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer basischer Äther von Bis-spiro-hydroxy-indanen und deren quartärer Ammoniumverbindungen 
Es würde gefunden, dass man zu therapeutisch wertvollen, neuen basischen Äthern von Bis-spiro-indanen gelangen kann, wenn man Hydroxy-bis-spiro-indane der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin A und B Methyl- oder Äthylgruppen, X und Y Wasserstoff-, Chlor- oder Bromatome, E Methyl-, Hydroxyl- oder Alkoxylruppen und F eine Hydroxylgruppe, oder umgekehrt E eine Hydroxylgruppe und F Methyl-, Hydroxyl- oder Alkoxygruppen bedeuten und die einander entsprechenden Kohlenstoffatome in beiden Hälften des Doppelmoleküls stets identische Substituenten tragen, als solche oder in Form der Alkaliphenolate mit reaktionsfähigen Estern von Aminoalkoholen der Formel 
 EMI1.2 
 worin Z eine niedermolekulare,

   gegebenenfalls verzweigte Alkylengruppe und   R.     und R2   niedermolekulare Alkylreste bedeuten, die auch gemeinsam mit dem Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring, wie den Pyrrolidin-, Piperidin-, Morpholin-, Piperazin- oder N-Alkylpiperatzinring bilden können, zur   Reakion   bringt, und die so erhaltenen Verfahrensprodukte anschliessend gegebenenfalls in die entsprechenden quartären Ammoniumverbindungen überführt. 



   Die neuen basischen Äther von Bis-spiro-indanen besitzen schon in geringen Dosen lang anhaltende blutdrucksenkende Wirkung und sollen als Arzneimittel Verwendung finden. 



   Die als Ausgangsverbindungen benötigten Hydroxy-bis-spiro-indane sind nach an sich bekannten Verfahren durch Kondensation der entsprechenden Phenole mit Aceton, Methyläthylketon bzw. Diäthylketon zugänglich. 



   Als Folge dieses Herstellungsweges besitzen die Ausgangsverbindungen eine Konstitution, in welchen die Substituenten an den einander entsprechenden Kohlenstoffatomen in beiden Hälften des Doppelmoleküls identische Substituenten tragen. Die Ausgangsverbindungen weisen maximal 4 phenolische Hydroxylgruppen auf, welche sämtlich oder zum Teil in die entsprechenden basischen Äther umgewandelt werden können, so dass die Verfahrensprodukte entweder 2 oder 4 basische Äthergruppen besitzen. Verwendet man als Ausgangsverbindungen Hydroxy-bis-spiro-indane mit 4 phenolischen Hydroxylgruppen 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Verätherung der Hydroxy-bis-spiro-indane mit freien Hydroxylgruppen erfolgt vorzugsweise in nichtalkoholischen organischen Lösungsmitteln, wie beispielsweise in Aceton. Es ist zweckmässig, die Umsetzung in Gegenwart von halogenwasserstoffbindenden Mitteln, wie Kaliumkarbonat, und in Anwesenheit katalytisch wirkender Mengen eines in der Reaktionsmischung löslichen Jodids vorzunehmen. Als katalytisch wirkende Jodide lommen Akkalijodide oder auch   Jodide   organischer Amine in Frage. 



   An Stelle der   Hydroxy-bis-spiro-indane mit   freien phenolischen Hydroxylgruppen kann man auch deren Alkaliphenolate mit reaktionsfähigen Estern von Aminoalkoholen veräthern. In diesem Falle benutzt man als Suspensionsmittel während der Reaktion vorzugsweise aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Toluol oder Xylol. 



   Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt gegebenenfalls durch mehrfach aufeinanderfolgende Behandlung des Rohproduktes mit sauren oder alkalischen Mitteln von abgestuftem pH-Wert, wodurch man zu chromatographisch einheitlichen Verfahrensprodukten gelangt. 



   Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert : 
 EMI2.1 
 l : 5, 6, 5', 6'-Tetra- (N-dimethylaminoäthoxy)-3, 3, 3', 3'-tetramethyl-l, l'-bis-spiro-indan :18, 4 g Natrium in 500 cm3 Methanol gegeben. Nach Verdrängung des Methanols durch Toluol durch azeotrope Destillation und Abkühlen der entstandenen Phenolatsuspension fügt man unter lebhaftem Rühren 172 g   N-Dimethylamino-äthylchlorid   hinzu und erhitzt anschliessend etwa 5 h unter lebhaftem Rühren zum Sieden. Zur Aufarbeitung der Reaktionsmischung wird zunächst, eventuell nach Verdünnen des Toluols mit Äther, vom entstandenen Natriumchlorid abfiltriert. Die Toluol-Äther-Schicht wird mit Wasser gewaschen und mit geringen Mengen konzentrierter Salzsäure mehrmals ausgeschüttelt bis die wässerige Schicht einen pH-Wert von 6 oder weniger aufweist.

   Die wässerig/saure Lösung wird mit wenig Äther ausgeschüttelt, mit gesättigter wässeriger Kaliumcarbonatlösung alkalischc eingestellt, anschliessend ausgeäthert und die Ätherlösung mit verdünnter Natronlauge ausgeschüttelt, um phenolische, nur teilweise verätherte Anteile zu entfernen. Nach Abdampfen des Äthers und Trocknung des Rückstandes im 
 EMI2.2 
 



    6, 5', 6'- Tetra- (N-dimethylaminoäthoxy) -3, 3, 3', 3'-tetramethyl-l, 1'-bis-spiro-indanBeispiel 2 : 5, 6, 5', 6'-Tetra- (N-diäthylaminoäthoxy)-3, 3, 3', 3'-tetramethyl-l, l'-bis-spiro-indan :   
80 g   5, 6, 5', 6'-Tetrahydroxy-3, 3, 3', 3'-tetramethyl, l, l'-bis   spiro-indan, gelöst in 11 Aceton oder Methyl- äthylketon, werden in Gegenwart von 130 g gepulvertem Kaliumkarbonat und katalytischen Mengen Natriumjodid unter lebhaftem Rühren bei Siedetemperatur mit 140 g Diäthylaminoäthylchlorid mehrere Stunden zur Reaktion gebracht.

   Nach Abtrennung von Kaliumcarbonat und Kaliumchlorid, Abdestillieren des Lösungsmittels und Aufnahme des Reaktionsproduktes in Äther wird, wie in Beispiel 1 angegeben, 
 EMI2.3 
 
6, 5', 6'-Tetra- (N-diäthylaminoäthoxy)-3, 3, 3', 3'-tetramethyl-l, l'-bis-spiro-indan :   Zu einer siedenden Lösung von 20 g 5,6,5',6'-Tetrahydroxy-3,3,3',3'-tetramethyl-1,1'-bis spiro-indan in 200 cm3 Aceton lässt man aus zwei Tropftrichtern gleichzeitig folgende Lösungen zutropfen :    

 <Desc/Clms Page number 3> 

 1. 66 g Kaliumcarbonat und 0, 1 g Natriumjodid, gelöst in 100 cm3 Wasser ; 2.   48, 5   g   Diäthylaminoäthylchlorid-hydrochlorid   in 100 cm3 Wasser. 
 EMI3.1 
    5'-Di-F. = 1910 C,   Dihydrochlorid   F. = 198  C.   



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung neuer basischer Äther von Bis-spiro-hydroxyindanen und deren quartärer Ammoniumverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man Bis-spiro-hydroxyindane der allgemeinen Formel 
 EMI3.2 
 worin A und B Methyl- oder Äthylgruppen, X und Y Wasserstoff-, Chlor- oder Bromatone, E Methyl-, Hydroxyl- oder Alkoxygruppen und F eine Hydroxylgruppe, oder umgekehrt E eine Hydroxylgruppe und F Methyl-, Hydroxyl- oder Alkoxygruppen bedeuten und die einander entsprechenden Kohlenstoffatome in beiden Hälften des Doppelmoleküls stets identische Substituenten tragen, als solche oder in Form der Alkali- phenolate mit reaktionsfähigen Estern von Aminoalkoholen der Formel 
 EMI3.3 
 worin Z eine niedermolekulare, gegebenenfalls verzweigte Alkylengruppe und Ri und R2 niedermolekulare Alkylreste bedeuten,

   die auch gemeinsam mit dem Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring, wie den Pyrrolidin-, Piperidin-, Morpholin-, Piperazin- oder N-Alkylpiperazinring bilden können, zur Reaktion bringt und die so erhaltenen Verfahrensprodukte gegebenenfalls anschliessend in die entsprechenden quartären Ammoniumverbindungen überführt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verätherung freie Hydroxylgruppen enthaltender Bis-spiro-hydroxy-indane in Gegenwart von halogenwasserstoffbindenden Mitteln durchführt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verätherung freie Hydroxylgruppen enthaltender Bis-spiro-hydroxy-indane in Anwesenheit katalytisch wirkender Mengen eines in der Reaktionsmischung löslichen Jodids vornimmt.
AT499161A 1960-07-01 1961-06-27 Verfahren zur Herstellung neuer basischer Äther von Bis-spiro-hydroxy-indanen und deren quartärer Ammoniumverbindungen AT225186B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE225186T 1960-07-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT225186B true AT225186B (de) 1963-01-10

Family

ID=29593703

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT499161A AT225186B (de) 1960-07-01 1961-06-27 Verfahren zur Herstellung neuer basischer Äther von Bis-spiro-hydroxy-indanen und deren quartärer Ammoniumverbindungen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT225186B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT225186B (de) Verfahren zur Herstellung neuer basischer Äther von Bis-spiro-hydroxy-indanen und deren quartärer Ammoniumverbindungen
DE2351281C3 (de) Aminophenyl-äthanolamin-Derivate, deren Herstellung und Verwendung
DE934651C (de) Verfahren zur Herstellung von tetrasubstituierten Diaminoalkanen
DE828104C (de) Verfahren zur Herstellung N,N -substituierter Piperazine
CH410928A (de) Verfahren zur Herstellung basischer Äther von Bis-spiro-indanen
AT212326B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, basisch substituierten Azepinderivaten
DE1197887B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Trifluormethylphenoxazinderivaten
AT208869B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-substituierten Azepinen
DE935546C (de) Verfahren zur Herstellung von N-Acylderivaten des Iminodibenzyls
AT221504B (de) Verfahren zur Herstellung neuer basischer Phenoläther und ihrer Salze
DE1768402C2 (de) Aminderivate des 5H-Dibenzo [a,d] cycloheptens und deren Verwendung bei der Bekämpfung von Gemütsdepressionen
AT240355B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen und von deren Salzen und quartären Ammoniumverbindungen
AT248433B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen ω-Phenyl-ω-pyridyl-alkylaminderivaten
AT222130B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen
AT222128B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen
DE950550C (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Phenylcycloalkenylpropanolen
DE2650966A1 (de) Gegebenenfalls veraetherte basische methylolverbindungen und deren salze
AT331225B (de) Verfahren zur herstellung neuer 3- (p-alkylthioalkoxy-phenoxy) -2-hydroxy-aminopropane und deren saureadditionssalze
DE1242241B (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Phenyl-alpha-aminoketonen und deren Saeureadditionssalzen bzw. deren optischen Antipoden
AT254868B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen disubstituierten Isoxazolverbindungen
CH383998A (de) Verfahren zur Herstellung neuer sekundärer Amine
AT231435B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen basischen Estern und deren Salzen
DE1126880B (de) Verfahren zur Herstellung von Piperazinderivaten
AT222658B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten von substituierten 5H- Dibenzo [b, f] azepinen
AT217045B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen monoalkylierten bzw. monohalogenierten N-Derivaten von 10,11-Dihydro-5H-dibenzo[b,f]azepinen und 5H-Dibenzo[b,f]azepinen