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Gerät zur Prüfung der menschlichen Reaktionszeit
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Prüfung der menschlichen Reaktionszeit. Dieses Gerät soll die bei verschiedenen Menschen und bei unterschiedlichen Konstitutionen in relativ weiten Grenzen schwankende
Reaktionszeit ermitteln, d. h. die Zeit, die ein Mensch benötigt, um auf ein Signal hin eine Handlung vorzunehmen. Dieses Gerät soll insbesondere dem einzelnen Menschen selbst möglich machen, seine Rei aktionszeit zu ermitteln, vor allem unter besonderen Konstitutionen, z. B. unter Alkoholeinfluss. Mit dem
Gerät soll der Prüfling vorallem ermitteln, inwieweit er noch den Anforderungen des Strassenverkehrs ge- recht wird, in dem eine kurze Reaktionszeit erhöhte Bedeutung hat.
Für die Selbstbedienung des Gerätes ist dieses vorzugsweise als Automat ausgebildet, der nach Einwurf einer Münze in Betrieb gesetzt werden kann.
Es sind Geräte zur Prüfung der menschlichen Reaktionszeit mit einem durch ein Zeitrelais in Bewe- gung gesetzten und durch den Prüfling gestoppten Körper bekannt. Auf den Ablauf des Zeitrelais hat der
Prüfling dabei keinen Einfluss. Zu Beginn der Bewegung des Körpers leuchtet ein Lichtsignal auf. Bei dem bekannten Gerät ist eine eingeworfene Münze der in Bewegung gesetzte Körper. Die Bewegung des Körpers geschieht im freien Fall, d. h. bei Beginn der Bewegung des Körpers und beim Aufleuchten des Lichtsignale wird die Münze freigegeben und fällt senkrecht in einem Schacht herab. Die von dem Prüfling auf Grund des Lichtsignales auszuführende Tätigkeit besteht in dem Drücken einer Taste, auf Grund dessen die fal- lende Münze gestoppt wird.
Dies geschieht dadurch, dass die Wände des Schachtes aufeinander zu bewegt werden, so dass sich dieser verengt und sich die Münze einklemmt. Der zurückgelegte Weg der Münze ist ein Mass für die Reaktionszeit des Prüflings. Durch eine Skala können die verschiedenen Bereiche der Re- aktionszeit angezeigt werden.
Dem bekannten Gerät haftet einmal der Nachteil an, dass es im Bereich kurzer Reaktionszeiten nicht ausreichend empfindlich ist. Die Geschwindigkeit der im freien Fall sich bewegenden Münze ist nämlich am Beginn ihres Weges relativ klein, während sie erst im weiteren Verlauf des Falles stärker ansteigt. Ge- rade der erste Teil des Weges der Münze ist jedoch der den kurzen Reaktionszeiten zugeordnete Teil, und somit können kleine Schwankungen der Reaktionszeit nicht genau gemessen werden. Darüber hinaus ist das angezeigte Prüfergebnis von der unterschiedlichen Grösse der Münzen abhängig. Durch verschiedene
Abnutzung können selbst Münzen gleicher Gattung bzw. gleichen Wertes in ihrem Durchmesser schwan- ken.
Da bei dem bekannten Gerät aber der Zeitpunkt des Stoppens vom Abstand der Seitenwände des
Schachtes abhängt, in dem die Münze herabfällt, werden Münzen mit grösserem Durchmesser eher und
Münzen mit kleinerem Durchmesser später gestoppt, was zu ungenauen Ergebnissen führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des bekannten Gerätes zu vermeiden und eine grössere Genauigkeit des Prüfergebnisses zu erhalten, wofür erfindungsgemäss vorgeschlagen wird, dass der durch ein Zeitrelais in Bewegung gesetzte und durch den Prüfling gestoppte Körper ein dauernder Be- standteil des Gerätes ist und durch eine Federkatapulteinrichtung abgeschleudert wird und dass eine schie- fe Bahn vorgesehen ist, die der Körper hinaufbewegt wird. Bei der erfindungsgemässen Ausbildung hat demgemäss der bewegte Körper immer gleiche Abmessungen, so dass Streuungen durch die Abmessungen des bewegten Körpers ausgeschlossen sind. Das Abschleudem des Körpers führt zu einer hohen Geschwin- digkeit am Anfang der Bewegung, so dass die diesem Bereich zugeordneten kleinen Reaktionszeiten mit hoher Genauigkeit ermittelt werden können.
Das Hinaufbewegen des Körpers auf einer schiefen Bahn hat den Vorteil, dass nach Beendigung des Prüfvorganges, d. h. nach Freigabe des Körpers aus seiner gestopp- ten Stellung, der Körper von selbst in seine Ausgangslage für den nächsten Prüfvorgang zurückläuft. Es ist also nicht erforderlich, zusätzliche Einrichtungen anzuwenden, um den Körper in die Ausgangslage zu-
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aktionszeit. Die Gegenleiste 3 kann verschiedene Unterteilungen 3a, 3b, 3c usw. aufweisen, die voneinander isoliert mit verschiedenen Lampen verbunden sein können. Die Kugel kann somit z.
B. in ihrer Stellung la einen Stromkreis über den Abschnitt 3c herstellen und somit eine diesem Abschnitt zugeordnete Lampe zum Aufleuchten bringen. - Für die Rückführung der Kugel in ihre Grundstellung und somit für die Vorbereitung des nächsten Prüfvorganges muss die schiefe Bahn wieder von der Gegenleiste 3 abgeschwenkt werden. Dies erfolgt dadurch, dass der Bolzen 22 über eine Kette 23 und eine Stange 24 mit dem Betätigungshebel 6 verbunden ist.
Wenn der Hebel 6 durch Betätigung der Taste 8, was nach Beendigung eines Prüfvorganges oder auch bei Beginn des nächsten Prüfvorganges vorgenommen werden kann, nach unten bewegt wird, zieht er über die Stange 24 und die Kette 23 den Bolzen 22 und somit die schiefe Bahn 2 nach unten, woraufhin der Arretierungshebel 21 sich wiederum vor den Bolzen 22 legt und die Kugel in ihre Ausgangsstellung vor dem Spannhebel 7 zurückrollt. Die Zeit des Ablösens des Saugknopfes 12 von dem Blech 13 kann mittels der Einstellschraube 26 in dem Blech 13 verändert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gerät zur Prllfung der menschlichen Reaktionszeit mit einem durch ein Zeitrelais in Bewegung gesetzten und durch den Prüfling gestoppten Körper, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (1) ein dau- erndt B standteil des Gerates ist und durch eme Fedcrkatapultvornctuulg (f, 11) abgeschleudert wird und dass eine schiefe Bahn (2) vorgesehen ist, die der Körper hinaufbewegt wird.